Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21

Fachplaner für Sanitär Heizung von Nöten?

Diskutiere Fachplaner für Sanitär Heizung von Nöten? im Forum Sanitär auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    06.2015
    Ort
    Augsburg
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    19

    Fachplaner für Sanitär Heizung von Nöten?

    Hallo in die Runde,

    ich hoffe es kann uns jemand bei unserem Problem helfen.
    Wir bauen mit Architekt ein EFH, bzw. planen wir es gerade. Der Architekt macht uns die Eingabeplanung. Ob er die Werksplanung auch macht weiß er noch nicht (wegen Zeit und so). Ja, ich weiß, man kann nun trefflich darüber diskutieren ob man den Auftrag anderweitig vergibt oder nicht.

    Ich benötige für einen Werksplan ja die Fachplaner für HKS und Elektro. Die Elektrofachplanung mach ich selber (weil ich sowas auch schon beruflich gemacht habe und entsprechende Ausbildung besitze). Nun meine Frage, soll ich die Fachplanung von einem Ingenieurbüro machen lassen oder reicht es auch einen guten Fachbetrieb hierfür zu nehmen?

    Welche Fachplaner benötige ich noch?

    Danke für eure Antworten!

    Gruß

    Alex
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Fachplaner für Sanitär Heizung von Nöten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Die Frage ist ob Du einen Fachbetrieb/Heizungsbauer findest der die Planung macht bzw. machen kann. Theoretisch sollte ein Heizungsbauer problemlos die Heizungsplanung für ein EFH machen können, schließlich hat er das ja einmal gelernt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Praxis ganz anders aussieht. Im besten Fall gibt er die Daten an seinen Lieferanten weiter, im schlimmsten Fall macht er 08/15, frei nach dem Mottor "das machen wir schon immer so". Auch der zweite Weg wird erfolgreich ein, zumindest wenn der Erfolg darin bestehen soll, dass es in der Bude warm wird. Ob man damit auch eine optimale bzw. zum Haus passende Heizungsanlage bekommt, das ist eher unwahrscheinlich. Planung kostet Zeit und Geld, das möchten die meisten (auch Handwerker) nicht investieren.

    Das nächste Problem wird sein einen fähigen TGA Planer für ein EFH zu begeistern. Es gibt nur sehr wenige TGA Planer die solche Aufträge überhaupt annehmen, denn wirklich lukrativ sind diese Jobs nicht. Eine TGA Planung für ein Objekt über mehrere Mio. EUR ist halt was anderes als ein EFH, und wenn der Bauherr mehrere Tausend Euro für die TGA Planung auf den Tisch blättern soll, wird er ganz schnell die Backen aufblasen.

    Mir ist bisher noch keine optimale Lösung für diese Frage untergekommen. In den meisten Fällen überlässt man die "Heizungsplanung" dem Heizungsbauer, egal ob er selbst oder über seine Lieferanten rechnen lässt. Ich kenne kaum jemanden der für ein EFH einen TGA Planer engagiert, das ist leider tägliche Praxis.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    02.2012
    Ort
    73230
    Beruf
    Architektin
    Beiträge
    1,129
    Ich gebe R.B. völlig Recht. Sehe aber die Schwierigkeit, wenn tatsächlich ohne Architekt gebaut wird...... dann wird das nichts. Ein guter Architekt mit einem guten Installationsbetrieb - das kann gut funktionieren.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,472
    Gretchenfrage : Was soll denn alles rein in das Gebäude ?

    Typischerweise werden heute 2 bis 5 km Rohrleitungen/Kabel in nem Gebäude vergraben.
    Wer da vor dem Rohbau nicht nachdenkt wie das ins Bauwerk integriert werden soll, der hat nachher sicherlich das große Problem dass an vielen Stellen das Bauwerk im Weg ist und/oder bei Kreuzungssituationen die vorgesehene Hosentaschenplanung nach dem Motto "Weg da, jetzt kommt da meine Leitung hin und das andere Gebwerk soll zusehen wie der Remmel irgendwo rein geht" die Aufbauhöhen nicht passen ... die Lösungsansätze gehen dann vom faulen Kompromiss bis zum k.o. (geht ja mal gar nicht).

    Bei multivalenten Anlagen steigt der Abstimmungsbedarf bei unterschiedlichen Unternehmen dann nochmal und der Bauherr sollte bei der Auswahl der Produkte schon nen Plan haben wo die Anforderungen liegen ...

    Nur als Beispiel : Kachelofen mit Wassertasche ... Zuluftproblem kann durch die Auswahl eines *passenden* Kaminsystems gelöst werden ... oder man braucht 3 bis 5 m Zuluftleitung die immer irgendwo nicht unterzubringen ist ohne bei anderen Gewerken für Krampflösungen zu sorgen ....

    Je Multivalenter der Denkansatz desto dringender wird "Plan haben" bevor der Maurer anfängt ....
    Das ganze Technikgeraffel braucht regelmäßig deutlich mehr Platz als vorher gedacht.

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Die Schnittstelle zu den anderen Gewerken sehe ich auch als Problem, wenn es da niemanden gibt der den Überblick hat, dann führt das zu einem Chaos, da müssen dann schnell der Estrichleger und die Verputzer ran damit das Unglück unter Putz und Estrich verschwindet.

    Die Komplexität heutiger EFH wird gerne mal unterschätzt, vor allen Dingen wenn die EFH nicht aus dem Baukasten stammen sondern individuell geplant werden. Kommen dann noch etwas höhere Ansprüche der Bauherren hinzu, Wellness-Tempel, Bussystem(e), KWL mit WRG, mehrere Wärmeerzeuger, usw. dann ist ohne entsprechende Planung das Chaos vorprogrammiert.

    Nebenbei bemerkt, eine sorgfältige Planung mindert auch erheblich das Kostenrisiko für die Bauherren. Wenn jeder nur so vor sich hin werkelt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Nachträge hagelt. Dann kriegen die Bauherren spätestens bei der Schlussrechnung große Augen, und stellen fest, dass die paar Euro für eine Planung vielleicht ganz gut investiertes Geld gewesen wäre.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Nordbaden
    Beruf
    selbständig
    Beiträge
    1,388
    Die Planung für Sanitär/Heizung und Elektro macht bei mir jeweils ein kompetenter Betrieb. Die Planung bezahle ich auch und wird bei Auftrag mit verrechnet. Obs Ergebnis was taugt sehe ich dann irgendwann mal.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Teltow bei Berlin
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    1,447
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    TGA Planer für ein EFH zu begeistern. Es gibt nur sehr wenige TGA Planer die solche Aufträge überhaupt annehmen, denn wirklich lukrativ sind diese Jobs nicht. Eine TGA Planung für ein Objekt über mehrere Mio. EUR ist halt was anderes als ein EFH, und wenn der Bauherr mehrere Tausend Euro für die TGA Planung auf den Tisch blättern soll, wird er ganz schnell die Backen aufblasen.

    Mir ist bisher noch keine optimale Lösung für diese Frage untergekommen. In den meisten Fällen überlässt man die "Heizungsplanung" dem Heizungsbauer, egal ob er selbst oder über seine Lieferanten rechnen lässt. Ich kenne kaum jemanden der für ein EFH einen TGA Planer engagiert, das ist leider tägliche Praxis.
    Kann ich nur zustimmen. Wir haben die Heizlastberechnung fest in die BL mit aufgenommen, ebenso diverse Parameter und Übergabe der Dokumente.
    Zuerst kam dann der HB nur mit einen Grundriss und Übersicht der Heizkreise und Längen, Verteiler. Die Berechnung hatte er da nicht. Liefert er nach.

    Habe dann mitbekommen, das er die Berechnung an ein HSL Ingenieurbüro weitergegeben hat. Mit diesem arbeiten Sie wohl für größere Projekte immer zusammen. Die erste Berechnung war 'unter aller Sau'. U-Werte und Fenster pauschale Annahmen, nichts mit unseren Aufbau, bzw. aus der EnevBerechnung. VL Temperatur wurde 40Grad genommen. Antwort damals zu den U-werten, da sind Wärmebrückenverluste schon eingerechnet. Die 0,05 waren aber extra nochmals dazu. Ohne Worte. Ebenso war er erbost, warum wir 35 Grad haben wollen, obwohl wir nur eine Gastherme haben, ist überflüssig. 6mal durfte er die Berechnung mit meinen Kommentaren korrigieren. War bestimmt nur ne Gefälligkeitsleistung für den HB.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Nordbaden
    Beruf
    selbständig
    Beiträge
    1,388
    Zitat Zitat von Kater432 Beitrag anzeigen
    Kann ich nur zustimmen. Wir haben die Heizlastberechnung fest in die BL mit aufgenommen, ebenso diverse Parameter und Übergabe der Dokumente.
    .
    Welche Parameter denn ?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von lawrence Beitrag anzeigen
    Die Planung für Sanitär/Heizung und Elektro macht bei mir jeweils ein kompetenter Betrieb. Die Planung bezahle ich auch und wird bei Auftrag mit verrechnet. Obs Ergebnis was taugt sehe ich dann irgendwann mal.
    Du hast ja eine Planungsüberwachung durch das Forum.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Kater432 Beitrag anzeigen
    Kann ich nur zustimmen. Wir haben die Heizlastberechnung fest in die BL mit aufgenommen, ebenso diverse Parameter und Übergabe der Dokumente.
    Ganz wichtig !

    Um allen späteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, was an Doku zu liefern ist und was nicht, einfach die Übergabe in den Vertrag mit aufnehmen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass man am Ende noch die Bedienungsanleitung für die Therme bekommt, und das war´s. Danach gibt es dann regelmäßig Streit darüber, was noch nachzuliefern ist und was nicht.

    Ich würde jetzt nicht auf Pläne bestehen in denen jede Schraube verzeichnet ist, aber so wichtige Dinge wie Heizlastermittlung, Rohrnetzdimensionierung und FBH Dimensionierung gehören einfach dazu. Auch würde ich viele Bilder von den FBH Kreisen, Leitungen etc. machen, denn solche Dinge werden eher selten dokumentiert. In 10 Jahren weiß sonst kein Mensch mehr, wo welche Leitungen liegen, und für einen Kernbohrer ist ein bisschen Plastikrohr nicht wirklich ein Problem.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Teltow bei Berlin
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    1,447
    Wurde immer nur müde belächelt, aber so war später alles ganz einfach, diese Dokumente zu erhalten. Habe sogar, obwohl nicht drin stand, die Wasseranalyse vom Heizungswasser bekommen. Da wurde später eine Probe genommen und analysiert.

    @lawrence - Absprache der gewünschten Raumtemperaturen für die HLB, VL Temperatur von < 35 Grad. Vereinbarst du nur das eine HLB Berechnung gemacht werden soll, nehmen Sie halt Standard 21 Grad RT und VL 40 oder 45 Grad. Geht ja auch, nur nicht zukunftsoptimiert. Durch die neue Berechnung mit <35 Grad durften Sie bei uns fast das doppelte an Rohren im Boden verlegen. Ebenso mehr Heizkreise, größerer Verteiler usw.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Nordbaden
    Beruf
    selbständig
    Beiträge
    1,388
    Ok, danke, werde das auch mit reinnehmen.

    Was sind bei FBH denn sinnvolle Raumtemperaturen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Nordbaden
    Beruf
    selbständig
    Beiträge
    1,388
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Du hast ja eine Planungsüberwachung durch das Forum.
    Jemand muß ja das Forum bespaßen ;-)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    01.2010
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt, Sachverständiger f. Schäden an Gebäuden
    Beiträge
    5,300
    Zitat Zitat von lawrence Beitrag anzeigen
    Was sind bei FBH denn sinnvolle Raumtemperaturen?
    Das ist die falsche Frage! Richtig wäre, dem Heizungsplaner raumweise die gewünschten Raumtemperaturen vorzugeben. Eine Vorgabe für die VL kann sinnvoll sein, muss aber nicht, wichtiger ist die Wärmequelle. Aber da kommt bei einer Planung manchmal auch etwas überraschend anderes heraus, als eigentlich gedacht - wenn man einen offenen Blick behält.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Nordbaden
    Beruf
    selbständig
    Beiträge
    1,388
    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Das ist die falsche Frage! Richtig wäre, dem Heizungsplaner raumweise die gewünschten Raumtemperaturen vorzugeben. lt.
    Das meinte ich. Was ist so gängig?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen