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Flachdach 0° mit Gefälledämmung??

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  1. #1

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    Frage Flachdach 0° mit Gefälledämmung??

    Hallo zusammen,

    mal eine Frage zur Flachdachausführung. Wie steht ihr zu einem 0° Gefälle mit Gefälledämmung entgegen eines bauphysikalischen 2-3° Gefälles?
    Was ist zu bevorzugen? Sowohl Architekt als auch Bauträger schlagen uns 0° mit Gefälledämmung vor. Meine Sorge ist, dass das Dach darunter leidet, weil Wasser nicht abfließen kann. Das Dach wird extensiv begrünt und massiv ausgeführt.

    Was ist Eure Meinung?
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  2. Flachdach 0° mit Gefälledämmung??

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  3. #2

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    ich versteh es nicht: wenn das (Beton)massivdach kein Gefälle hat, dann wird durch entsprechende Dämmung halt ein Gefälle erzeugt. Ob durch das Dach selbst oder die Dämmung ein Gefälle entsteht ist doch unerheblich für den Abfluß des Wassers.
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  4. #3

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    wenn dein dach 0,0000° hat, dann wird keine gefälledämmung verarbeitet.

    oder hat die tragende konstruktion 0,000° und darauf wird mit einer gefälledämmung das dach errichtet?
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  5. #4
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    Hallo,

    ja genau, die tragende Konstruktion hat 0° und darauf eine Gefälledämmung. Habe halt auch schon gelesen, dass man nur mit einer Konstruktion von 2-3 Grad auf der sicheren Seite ist. Deshalb die Frage.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von geekfreak Beitrag anzeigen
    die tragende Konstruktion hat 0° und darauf eine Gefälledämmung.
    Wunderbar, so ist es sinnvoll und üblich. Was ist dein Problem damit?
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  7. #6

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    Wenn auf die Betondecke eine GEFÄLLE!!!!!dämmung kommt, dann hat es ein Gefälle. Sonst wäre es keine Gefälledämmung - logisch oder?

    Aus der Situation würde ich mich persönlich für eine 2 lagige Hochpolymer-Abdichtung entscheiden kombiniert mit einem Umkehrdach. Den Gully würde ich entsprechend nach innen entwässern lassen - den Ort würde ich relativ Mittig wählen, je nachdem wo eine Wand ist in dem man es verstecken könnte. Notablauf ist dann natürlich logisch, so wie die richtige Ausführung des Gründaches. Über Wartungswege, ggf. Außenaufgang, würde ich ebenfalls nachdenken.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Okay, danke. Problem habe ich damit keines. War nur die Frage, welches Verfahren zu bevorzugen ist, wenn man schon mal baut...
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  9. #8

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    jetzt ist das grundsätzliche der dachkonstruktion geklärt und alle können das problem suchen.
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  10. #9
    Inkognito
    Gast
    Was ich im Zweifel immer sinnvoll finde und wenn ich mich richtig entsinne auch nach Flachdachrichtlinie ab 100m² vorgeschrieben ist, ist eine Aufteilung des Dachs in Segmente unterhalb der Gefälledämmung, z.B. mit einbituminiertem Schaumglasblöcken. Kommt es zu einem Problem muss man nur Teilbereiche des Dachs abreißen wenn man die Leckage nicht findet.
    Richtig Sinn ergibt das natürlich bei deutlich größeren Flächen als bei Einfamilienhäusern, aber vielleicht äußert sich ja einer von der schwarzen Fraktion nochmal dazu.
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  11. #10

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    Ich bin eher ein Freund einer Gefälledecke oder einem Gefälleestrich und dann darauf ein schickes Umkehrdach. Dann ist die Dampfbremsende/-sperrende Dacheindeckung auch gleich dort, wo sie hingehört. Auf der warmen Seite.

    Gegebenenfalls (und entgegen der a.a.R.d.T.) kann man beim Einsatz einer EPDM-Abdichtung dann sogar über den Wegfall des Gefälles beim EFH mal ganz leise nachdenken.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Gegebenenfalls (und entgegen der a.a.R.d.T.) kann man beim Einsatz einer EPDM-Abdichtung dann sogar über den Wegfall des Gefälles beim EFH mal ganz leise nachdenken.
    Welche a.R.d.T meinst du? Das EPDM nicht bei Null-Dächern verwendet werden darf? Falls ja, dann ist die Aussage falsch. So wie zweilagige Abdichtungen für Null-Dächer möglich sind, so sind es auch einlagige Abdichtungen.

    Aus welchem Grund braucht es unter der Abdichtung ein Gefälle? Wenn überhaupt würde ich oberhalb der WD drüber nachdenken, damit die Drainschicht des Gründaches an ein bestimmten Punkt entwässert. Aber gut, da lässt sich wohl drüber streiten was jetzt praktikabler ist. Vor allem wenn man die Ausführung der Schichten nicht kennt.

    @Inkognito: Die Ausführung ist mir zwar nicht bekannt aber wie verhindert die "Erhebung" dass sich Wasserdampf in der Konstruktion ausbreiten kann? Finde ich jetzt persönlich wenig praktikabel, muss aber auch sagen, dass ich nicht genau weiß ob das wirklich in den Flachdachrichtlinien so drin steht.
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  13. #12

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    @ TS was du deinen Planer mal vorschlagen kannst ist: Ein kombiniertes Umkehrdach inkl. Kompaktdach. Das Kompaktdach dient dann als Dampfsperre und gleicht den Nachteil des Umkehrdaches aus, wegen der Wärmebrücken durch Unterlaufen von Niederschlag. Es dämmt also und macht das verlegen einer Dampfsperre überflüssig und ist im Bauzustand als Notabdichtung tauglich. Darauf die eigentliche Abdichtung und dann das Umkehrdach und Gründach.

    Wenn die Abdichtung aus Bitumen besteht, dann sollte man zusätzlichen Wurzelschutz anordnen - egal ob die Bahn das drin hat oder nicht oder eben gleich auf EPDM zurück greifen. Wenn alles ohne Gefälle, dann braucht es ausreichende Dränschichten - zu mindestens beim ext. Gründach.

    Macht ihr es wie in # 6 vorgeschlagen ist mit Wasserstau in der Überdeckung zu rechnen!
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  14. #13
    Gast360547
    Gast
    Moin,

    es gibt KEINE Regel, wonach eine Unterteilung der Dachflächen gefordert ist. Das ist nur dann der Fall, wenn es vereinbart wurde. Sollte eine Unterläufigkeit verhindert werden, sind umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen auf und an der Rohbetondecke erforderlich. Das eine Untereilung bei großen Dachflächen sinnvoll ist, brauchen wir nicht zu diskutieren.

    Ich persönlich habe so meine Probleme mit Umkehrdächern bei Begrünungen. Egal, ob extensiv oder intensiv.

    @Taipan,
    bislang (es wird mal wieder geändert!!) kann ich bei jegilcher Art der Abdichtung auch gem. aRdT ohne ein Gefälle arbeiten. Es muss "nur" die Qualität der Werkstoffe der Anwendungskategorie K2 angepasst werden.

    Kalles Beitrag #6 könnt Ihr in díe Tonne treten. Der ist weder logisch noch fachlich einwandfrei. Nehmt #12 gleich dazu. @ Kalle, wo sonst, wenn nicht unterhalb der Abdichtung soll das/ein Gefälle konstruiert werden?? Die Lage des Dachablaufs ergibt sich aus den Stellen der größten Durchbiegung der Unterkonstruktion, die selbstverständlich (meine Herren und Damen Architekten) geplant sein muss.

    Egal welche Abdichtung zur Ausführung kommt, die Oberlage muss der FLL-Richtline entsprechend eine Zulassung haben. ICH pers. würde immer die Funktionsschichten trennen.

    Die Qualität der Wärmedämmung würde ich IMMER unter dem Aspekt einer genutzten Dachfläche annehmen. Zu Wartungs- und Instandhaltungszwecken sind mit recht großer Sicherheit auch Schutzvorrichtungen (z. B. Sekuranten) anzuordnen.

    @ Kalle,
    wassn das??? "Ein kombiniertes Umkehrdach inkl. Kompaktdach. Das Kompaktdach dient dann als Dampfsperre und gleicht den Nachteil des Umkehrdaches aus, wegen der Wärmebrücken durch Unterlaufen von Niederschlag. Es dämmt also und macht das verlegen einer Dampfsperre überflüssig und ist im Bauzustand als Notabdichtung tauglich. Darauf die eigentliche Abdichtung und dann das Umkehrdach und Gründach."

    So, nun fangt mal bitte an, neu zu sortieren und den gewünschten Aufbau neu zu planen. Bitte beachten, dass ein Gefälleestrich deutlich höhere Lasten mitsich bringt als eine Gefälledämmung.

    Grüße

    si
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von stefan ibold Beitrag anzeigen
    .. Die Lage des Dachablaufs ergibt sich aus den Stellen der größten Durchbiegung der Unterkonstruktion..
    wie? abläufe an den tiefpunkten? nee, nä?
    dann wären ja 99% aller flachdachentwässerungen falsch?
    uuuuunmöglich ..
    ausserdem .. trockene abläufe sind dichte abläufe.
    wenn da wasser reinkommt, weiss keiner, wo´s rauskommt ..

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  17. #15

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    Zitat Zitat von stefan ibold Beitrag anzeigen
    Kalles Beitrag #6 könnt Ihr in díe Tonne treten. Der ist weder logisch noch fachlich einwandfrei. Nehmt #12 gleich dazu.
    Zugegeben Beitrag #6 war wirklich nicht gut! Schande über mich. Was an #12 verkehrt oder unsachlich ist erschließt sich mir nicht, aber dazu weiter unten mehr.


    @ Kalle, wo sonst, wenn nicht unterhalb der Abdichtung soll das/ein Gefälle konstruiert werden?? Die Lage des Dachablaufs ergibt sich aus den Stellen der größten Durchbiegung der Unterkonstruktion, die selbstverständlich (meine Herren und Damen Architekten) geplant sein muss.
    Ich, und das ist ausdrücklich persönlich, empfinde es als unnötig die Decke in ein Gefälle zu legen was dann in der Innenverkleidung wieder begradigt werden muss (Aufwand) oder auf einen schweren Gefällestrich zurückzugreifen, wenn es andere Möglichkeiten der Ausgestaltung gibt. Die Planer haben hier ja ein Null-Dach geplant - warum auch immer, ohne Einsicht der Unterlagen kann man das ja nicht bewerten. Klar hätte ich hier anmerken sollen, dass es ungünstig ist - mein Fehler.



    Egal welche Abdichtung zur Ausführung kommt, die Oberlage muss der FLL-Richtline entsprechend eine Zulassung haben. ICH pers. würde immer die Funktionsschichten trennen.
    Teile ich. Wenn ich recht annehme besteht bei der bituminösen Abdichtung ein Problem innerhalb der Nähte, die unterwachsen werden können. Deswegen eben die zusätzliche Funktionsschicht als Wurzelschutz, was ja nicht ausschließt, dass die letzte Abdichtungslage gem. FLL geprüft sein muss. Dazu hätte ich aber mal eine Frage: Man sagt ja, dass durch das Unterlaufen gut 20% mehr Dämmstärke eingebracht werden muss um den nachteiligen Effekt des Umkehrdaches auszugleichen. Angenommen 24cm Dämmstärke; wird hier durch die Flachwurzler diese Strecke im Wurzelwerk überwunden?

    @ Kalle,
    wassn das??? "Ein kombiniertes Umkehrdach inkl. Kompaktdach. Das Kompaktdach dient dann als Dampfsperre und gleicht den Nachteil des Umkehrdaches aus, wegen der Wärmebrücken durch Unterlaufen von Niederschlag. Es dämmt also und macht das verlegen einer Dampfsperre überflüssig und ist im Bauzustand als Notabdichtung tauglich. Darauf die eigentliche Abdichtung und dann das Umkehrdach und Gründach."
    Um auf den angesprochenen Beitrag zu kommen: Die Begrifflichkeiten sind wohl bekannt, deshalb erkläre ich mich da mal nicht und komme eher auf die Schichten zu sprechen. Das Kompaktdach mit Schaumglas-Gefälleplatten in Heißbitumen - als Dampfsperre und Puffer für die Unterläufigkeit der Dämmung. Idealerweise, um Höhen einzusparen, Gefällerichtung zur Mitte hin in einen innenliegenden Gully. Darauf die Abdichtung, idealerweise einlagige Abdichtung. Darauf dann als kombiniertes Umkehrdach XPS-Platten, Gründach mit ausreichender Dränung. Oder sollte man das Gründach, z. B. aus Gründen der Windsogsicherung, mit einem Kiesbelag ersetzen? Wenn ich mich recht entsinne, dann darf das Gründach ja nur Trocken angerechnet werden - was evtl. hohe Schichtlagen erfordern würde.

    Dass ein Gründach regelmäßig auf Fremdbewuchs kontrolliert werden sollte ist denke ich selbstverständlich. Deshalb auch die Wartungswege und der Einfachheit halber der Außenaufgang.
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