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  1. #1

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    Alten Heizkessel optimieren

    Hallo zusammen,

    mein Name ist Tobias, ich habe mir im vergangenen Jahr einen Altbau gekauft. Da es das Haus meines Großvaters war und sich so eine relativ günstige Gelegenheit ergeben hat, habe ich mich anders als man es machen sollte, erst nach dem Kauf zunehmend mit Haustechnik beschäftigt.
    Das Haus ist ein Flüchtlingssiedlungshaus aus dem Jahre 1953.
    Vor allem geht es mir in erster Linie um den Energieverbrauch der ziemlich hoch ist.
    Daher soll von außen Wände und Dach gedämmt werden. Hierfür habe ich auch schon einige Pläne.
    Hier möchte ich eigentlich ein paar Fragen zur Heizung stellen, da ich der Meinung bin das hier noch einiges an Einsparpotenzial liegt.
    Handeln tut es sich bei mir um eine Zentralheizung aus dem Jahre 1995. Eine Brötje Triobloc mit 22kw/h und 150liter Warmwasserspeicher. Zum erhitzen der Räume wird das Heizwasser relativ ungeregelt in Radiatoren gepumpt. Ventile an den Heizkörpern sind wahrscheinlich über 20 Jahre alt.
    Hier wollte ich ansetzen und den Großteil der Radiatoren durch Flächenheizungen ersetzen die zentral über Verteiler geregelt werden sollen, damit das gesamte System auch bestmöglich hydraulisch ausgeglichen werden kann. Die Wasserpumpen würden auch durch neuere effektivere ersetzt werden.
    Aber mein Hauptanliegen wäre dieses, das durch die zukünftige Luftdichtheit der Gebäudehülle eine extra Zuführung für die Heizung geschaffen werden müsste. Jetzt habe ich gedacht das ich einen doppelwandiges Rohr in den Schornstein einziehe, um durch dieses gleichermaßen Zu- und Abluft leiten zu können. So eben auch, zumindest in geringen Umfang, einen Wärmeaustausch zwischen den beiden Medien hin zu bekommen. Da die Heizung selber in einem kleinen Verschlag am Ende eines Flures im Keller steht, wäre es auch möglich diese auch selber Luftdicht zu umschließen und zu dämmen. Sodass ich mir mit meinem Laienhaften Wissen vorstellen könnte, das durch den Kamineffekt genug Aussenluft angezogen wird, und durch die zusätzlich Dämmung der Komponenten der Wirkungsgrad gesteigert werden kann. Jetzt wo ich gerade hierüber schreibe fällt mir auf, das ich sicherlich noch eine Klappe benötigen würde, die mir den Schornstein bei Nichtnutzung verschließen würde, damit mir gerade im kalten Winter die Heizung nicht so schnell auskühlen kann.

    Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich wie ich mir das alles vorstelle. Vielleicht könnt ihr mir sagen ob es so, oder anders unsetzbar wäre, und tatsächlich ein einpareffekt zu erzielen wäre.


    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias
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  2. Alten Heizkessel optimieren

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Meinst Du mit Flächenheizung eine Fußbodenheizung? Vor zwanzig Jahren waren bereits Thermostatventile Pflicht und die Heizkörper dürften Flachheizkörper und keine Gussradiatoren sein?
    Ebenfalls war 1995 schon eine witterungsgeführte Regelung Pflicht. Insofern bezweifle ich Deine Aussagen ein wenig.
    Wenn ich mich täuschen sollte, dann wäre das Nachrüsten einer Regelung recht einfach möglich.
    Lass die Finger von Deinen Schornsteinplänen. Das sind typgeperüfte Systeme, die nicht auf einen atmosphärischen Kessel gestülpt werden können. Mach einen Termin mit dem Schornsteinfeger und lass Dir sagen, wie die Verbrennungsluftversorgung gesichert werden kann.

    Ansonsten "verbraucht" das alte Haus die Energie und weniger die Heizung. Die kann noch eine ganze Weile laufen.


    Gruß
    Thomas
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo ThomasMD,

    Ja, mit Flächenheizungen meine ich Fußbodenheizung, aber auch in Wand und Decke.
    Und du hast auch Recht, es sind Flachheizkörper mit Thermostatventilen. Ich war irgendwie der Meinung die werden auch Radiatoren genannt. Habe mich aber durch deinen Anstoß von Wikipedia belehren lassen :-)
    Und es sind zwar eben Thermostatventile angebracht, wobei ich das Gefühl habe, das die wenigsten davon noch richtig regeln können. Bei zweien ist das Ventil auf jeden Fall defekt, sodass sie ständig heizen. Des Weiteren sind die Heizkörper in beliebigen Größen angebracht. Ein kleiner Raum hat beispielsweise ein doppelt so großen wie der größere Nebenraum.
    Mit Witterrungsgeführter Regelung meinst du sicherlich das die Heizung einen Außentemperaturfühler besitzt!? Das tut sie tatsächlich.
    Insofern gibt es natürlich schon Regelungen, eben nur keine auf technisch aktuellen Stand und durch Alterung und Verschleiß bereits defekte.

    Das mit dem Schornsteinfeger werde ich machen. Ansonsten bin ich nämlich auch deiner Ansicht, das eben das Haus die Energie verbraucht und die Heizung noch stehen bleiben kann. Deswegen als erstes das kuschlige einpacken in eine Dämmung, und dann evtl die Wärmeverteilung optimieren.

    Hätte hier auch noch eine Idee. Weil ich schätze das viele auch behaupten würden das meine Heizung mit ihren 22kw/h zu groß ausgelegt ist, vor allem wenn das Haus dann später gedämmt ist.
    Evtl würde ich hier einen zusätzlichen Wärmespeicher zwischenschalten, der dann auch mit Hilfe Regenerativer Energie gespeist werden könnte. Aber auch um eine Schlechte Wärmeverteilung auszugleichen. Wenn ich jetzt nur davon ausgehe das die Heizung zum Laden an einen Speicher angeschlossen ist. Würde jetzt einfach mal von 1000 Litern ausgehen, weil das so wie ich gesehen habe eine gute durchschnittliche Menge ist, und auch eine nette Zahl. :-)
    Dann könnte ich evtl eine Speichertemperatur einstellen die auch am effektivsten für die Flächenheizungen wäre. Bin mir nämlich nicht sicher ob ich die Vorlauftemperatur meiner Heizung so sehr reduzieren kann. Dann würde die Heizung den Speicher immer Laden wenn die Temperatur unter einen Mindestwert fällt, und abschalten wenn die Höchsttemperatur erreicht ist. So müsste immer eine bestimmte Energiemenge in den Speicher gepumpt werden, was meiner Meinung dazu führen würde, das die Heizleistung meines Kessels irrelevant wird. Er würde es eben schneller schaffen als, ich sage mal eine kleine 5kw/h Heizung. Das einzigste Problem wäre, das ja trotzdem während des Speicherns ja auch Verluste entstehen. Die ich aber eigentlich dann irgendwann mit Hilfe regenerativer Energien ausgleichen möchte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias
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  5. #4

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    Sicher ist der Wärmeerzeuger mit 22 kW (nicht kW/h) zu groß, aber das Thema kannst Du immer noch angehen, wenn das Haus ertüchtigt ist.

    Solange Du nicht alle Heizkörper durch ersetzen kannst oder willst, musst Du ohnehin für die FBH einen zweiten Heizkreis mit niedrigeren Temperaturen aufbauen lassen. Das passiert gewöhnlich über einen Mischer.
    Wenn Du nicht Hobbyheizungsoptimierer werden willst, lass die Idee mit dem Speicher in der Schublade. Aus wirtschaftlichen Gründen wird das nicht sinnvoll sein. an welche regenerativen Energien hattest Du denn gedacht?
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  6. #5

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    Ich schließe mich Thomas an, zuerst mal das Haus ertüchtigen. Ob die Therme überhaupt auf raumluftunabhängigen Betrieb umgestellt werden kann, bzw. welche Teile dafür erforderlich sind, das ergibt sich aus der Installationsanleitung. Vorherige Abstimmung mit dem Schorni ist sowieso ein Muss.

    Man kann nicht einfach ein "doppelwandiges Rohr" in den Schornstein stellen und daran die Therme anschließen. Ob es für diese Therme überhaupt ein zugelassenes LAS gibt, ist mir jetzt nicht bekannt. Aber auch das kann man der Installationsanleitung entnehmen.
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  7. #6

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    Wie schon geschrieben, sollte zunächst das Haus gedämmt werden. In Nienburg könnte es ein Klinkerhaus sein, so dass man über eine relativ kostengünstige Einblasdämmung nachdenken könnte. Vorher sollte man eventuell die Fenster erneuern.

    Der Einbau einer Fußbodenheizung ist relativ aufwändig und dreckig. Bei der Gelegenheit könnte man auch gleich ein LAS für eine Brennwert-Therme einbauen und die 20 Jahre alte Heizung komplett rausreißen.
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  8. #7
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    @ThomasMD

    :-) ja, sry, natürlich hat er eine Leistung von 22Kw.
    Auch werde ich als erstes die Ertüchtigung des Wärmedurchgangs meiner Aussenflächen angehen, jedoch wollte ich ein komplettes Konzept für das Haus haben, damit ich nicht später merke das da etwas nicht zusammenpasst. Zudem muss ich auch von innen renovieren wobei es sich dann einfach anbietet evtl neue Leitungen usw zu verlegen. Genauso auch Flächenheizungen, daher habe ich schon geplant eigentlich alle (ich weiß, habe "Großteil" geschrieben) Heizkörper zu ersetzen.
    Das die Wirtschaftlichkeit eines Speicher wirklich sehr gering ist, ist mir klar. Vor allem wenn ich da an die Preise solcher Systeme denke. Aber wie erwähnt denke ich da auch an die Einbindung regenerativer Energien. Hier möchte ich gerne weiter in relativ unkonventionelle Richtungen planen. Und zwar würde ich am liebsten Wärme aus Verrottungsprozessen gewinnen. Allem Anschein nach gibt es hierzu schon funktionierende Anlagen bei denen aus großen "Komposthaufen" dauerhaft 60 Grad warmes Wasser gezogen werden kann. Und um auf die teuren Anlagen zum speichern zurückzukommen. Hier würde ganz evtl meine Richtung eines "Hobbyheizungsoptimierers" weitergehen. :-)
    Hier habe ich mir überlegt als Behältnis ein "IBC-Tank" einzusetzen. Diesen natürlich Wärmedämmung, und in den Keller zu stellen. Ich hätte dann zwei Kreisläufe für die Heizung und später dann den Kompost angeschlossen. Des Weiteren hätte ich alles versucht über über KNX zu steuern. Das ich über Stellventile für Heizungen den Tank lade, und diese mittels Temperatursensoren an Entnahme und Tankboden schalte. Über eine zusätzliche Wasserpumpe hätte ich dann meinen Heizwasserkreislauf versorgt. Ich denke von der Theorie sollte das einen Konventionellen System nicht weit nachstehen.

    @R.B.
    Danke, das ist ein guter Hinweis mit der Installationsanleitung. Werd ich mal reinschauen. Ich habe jetzt auch selber überlegt, das es wahrscheinlich auch sehr schwer zu berechnen ist, in wie weit angesaugt Luft in solchen Schornstein tatsächlich erhitzt, und vor allem sich ausdehnt und wieder nach oben steigen will. Daran hatte ich zuerst gar nicht gedacht.
    Ansonsten, auch weil du es noch mal erwähnt hast, ich werde eigentlich als erstes die Aussenflächen Dämmen. Aber bin eben auch schon innen am renovieren, womit es sich einfach anbietet über Änderung des Wärmetransportes nach zu denken.

    Und weiter zu

    mastehr

    es ist kein Klinkerhaus, und hat auch keinen Ausblasfähigen Hohlraum. Es sind zwei Reihen Kalksandstein und Putz. Also wird alle Wärme die innen entsteht, schön schnell nach draußen hin abgegeben. Fenster werden auch neu kommen.
    Fußbodenheizung sind eigentlich nur im Bad geplant. Alle anderen Räume sollen über Decken und Wandheizung erwärmt werden. Das wären dann die Dachschrägen die eh aufgrund der Dachdämmung neu müssten, und sonst abgehängte Decken die auch ohnehin geplant sind. Deswegen wäre es nicht mehr ein so großer zusätzlicher Aufwand.

    Jetzt ist schon zweimal der Ausdruck "LAS" gefallen. Da ich noch am Anfang stehe, weis ich leider noch nicht was das ist :-)

    Die Heizung würde ich am ehesten erstmal stehen lassen. Einfach weil sie noch funktioniert. Und wenn ich sie mit einer Hilfe wie Solar oder Verrotungswärme unterstützen könnte, würde so denke ich, der Vorteil einer neuen Heizung ja immer geringer werden. Der Gedanke mit dem Schornstein ist eben dieser, weil ich bei der angestrebten Luftdichtheit des Hauses, eh eine extra Luftzufuhr bräuchte. Wenn dann möglich. Und wenn man dann durch relativ geringen Aufwand, wie ein neues Rohr einziehen, oder einen Wärmetauscher, den Wirkungsgrad erhöhen kann, sollte ich es vielleicht gleich mit einplanen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Miregal Beitrag anzeigen
    Jetzt ist schon zweimal der Ausdruck "LAS" gefallen. Da ich noch am Anfang stehe, weis ich leider noch nicht was das ist :-)
    LAS = Luft-Abgas-System, ein konzentrisches Rohr, in dem innen die Abgase ausgeblasen und außen Frischluft angesaugt wird.
    Die Heizung würde ich am ehesten erstmal stehen lassen. Einfach weil sie noch funktioniert.
    Wer weiß, wie lange noch? Bei einer 20-jährigen Gas-Heizung wird niemand mehr eine Garantie geben, dass die Heizung noch weitere sechs Monate funktionieren wird. Blöd ist es, wenn sie Heiligabend total ausfällt und der Heizi irgendein Modell vom Lager einbaut, was er sonst nicht loswerden konnte. Da kann man besser alles in Ruhe planen und Angebote einholen und die funktionstüchtige Heizung entsorgen. Eine neue Heizung kann dann auch raumluftunabhänig betrieben werden.
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  10. #9
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    Athmosphärischen Gaskessel auf den Müll. Die kamingekühlten Heizeisen halten lange aber haben extrem hohe Stillstands- bzw. Bereitstellungsverluste. Bei hohem Kaminzug rauchen da schon mal ungenutzte 20 bis 25% des Verbrauchs durch den Schornstein ab.

    Nachdem die alten Flüchtlingshäuser eher knapp geschnitten sind dürfte ein Heizkessel 1 bis 2 Größen kleiner ausreichend sein. Wenn man sich nen Kessel mit ner passenden Leistungsbandbreite aussucht passt der auch nachher noch gut, wenn zusätzliche Maßnahmen getätigt werden.

    Ob sonstige Maßnahmen notwendig oder sinnvoll sein können --> Beratung vor Ort.

    In BaWü hat man im Bestand noch die erneuerbaren Energien zwangsweise an der Backe, was für zusätzlich kräftige Kosten sorgt. Dürfte hier aber wohl heute kein Thema sein und ob andere Bundesländer den selben Blödsinn wie BaWü machen werden ---> ? Hoffentlich nicht !

    Die restlichen Ideen seh ich eher unter persönlichem Anspruch, energetisch bringen sie bei weitem nicht das was man erwartet ausser deftig hohen Kosten. Nur wenn Wärmepumpen ein Thema sind kann sich das niedrigere Temperaturniveau deutlichst bemerkbar machen ... aber da sind ganz schnell hohe 5 stellige Beträge versenkt ... ich würde es mir 5x überlegen das Fass aufzumachen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #10
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    @matehr

    Vielen Dank für die Aufklärung. Also verlaufen solche LAS vermute ich nach unten zur Heizung hin auseinander? Sodass mehr Volumen für die sich langsam erhitzende Luft entsteht???

    Garantie ist halt so ne Sache. Auch eine neue Heizung hat ja auch nur eine Gewährleistung von 2 Jahren als solche, und dann auf Kessel oder so etwas mehr Garantie. Aber wenn mir jetzt etwas anderes nach über zwei Jahren kaputt geht, stehe ich genauso blöd da. Und das mit das mit dem Heilgabend ist natürlich so ein Totschlag-Extrem-Argument was ich auf jeden Fall gelten lassen muss, aber doch weniger mit einbeziehen möchte. Auch so ein absoluter extrem Fall könnte eben auch bei einer neuen Heizung eintreten. Nur eben mit noch geringerem Risiko.
    Aber ansonsten beschäftige ich mich ja gerade schon damit um alles in Ruhe zu planen. Vielleicht überzeugt mich ja doch noch etwas von einer neuen Heizung ;-)
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  12. #11
    Themenstarter

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    Aber natürlich versuche ich auch Geld zu sparen. Daher das ganze herumfantasiere :-D
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Miregal Beitrag anzeigen
    Das die Wirtschaftlichkeit eines Speicher wirklich sehr gering ist, ist mir klar. Vor allem wenn ich da an die Preise solcher Systeme denke. Aber wie erwähnt denke ich da auch an die Einbindung regenerativer Energien. Hier möchte ich gerne weiter in relativ unkonventionelle Richtungen planen. Und zwar würde ich am liebsten Wärme aus Verrottungsprozessen gewinnen. Allem Anschein nach gibt es hierzu schon funktionierende Anlagen bei denen aus großen "Komposthaufen" dauerhaft 60 Grad warmes Wasser gezogen werden kann. Und um auf die teuren Anlagen zum speichern zurückzukommen. Hier würde ganz evtl meine Richtung eines "Hobbyheizungsoptimierers" weitergehen. :-)
    Hier habe ich mir überlegt als Behältnis ein "IBC-Tank" einzusetzen. Diesen natürlich Wärmedämmung, und in den Keller zu stellen. Ich hätte dann zwei Kreisläufe für die Heizung und später dann den Kompost angeschlossen. Des Weiteren hätte ich alles versucht über über KNX zu steuern. Das ich über Stellventile für Heizungen den Tank lade, und diese mittels Temperatursensoren an Entnahme und Tankboden schalte. Über eine zusätzliche Wasserpumpe hätte ich dann meinen Heizwasserkreislauf versorgt. Ich denke von der Theorie sollte das einen Konventionellen System nicht weit nachstehen.
    Ganz so einfach ist das nicht. Du solltest die benötigte Energiemenge nicht unterschätzen, und wenn Du einem Verrottungsprozess zuviel Energie entziehst, dann bleibt der Prozess stehen. Bei der Verrottung/Kompostierung kannst Du vielleicht 80kWh an Energie aus 1 Tonne Biomaterial holen, bei der Gasgewinnung etwas mehr. Woher möchtest Du die benötigte Menge an Biomaterial beschaffen? Hast Du eigene Landwirtschaft? Ist Dein Grundstück groß genug um solche Mengen zu lagern? Was sagen die Nachbarn dazu?
    Nur mal zur Erinnerung, ein gut gedämmtes EFH benötigt pro Jahr 8.000kWh bis 10.000kWh an Heizenergie. Rechne mal wieviele Tonnen Material Du verarbeiten musst, und dann muss Dein Biomeiler regelmäßig ersetzt werden usw.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Miregal Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die Aufklärung. Also verlaufen solche LAS vermute ich nach unten zur Heizung hin auseinander? Sodass mehr Volumen für die sich langsam erhitzende Luft entsteht???
    Nein. Das LAS hat über die gesamte Länge immer den gleichen Durchmesser. Die angesaugte Luft wird sofort verbrannt, da dehnt sich nichts aus. In einem Neubau mit Fußbodenheizung liegen die Abgastemperaturen die meiste Zeit unter 35 °C, so stark ist die Aufwärmung also nicht.
    Garantie ist halt so ne Sache. Auch eine neue Heizung hat ja auch nur eine Gewährleistung von 2 Jahren als solche, und dann auf Kessel oder so etwas mehr Garantie. Aber wenn mir jetzt etwas anderes nach über zwei Jahren kaputt geht, stehe ich genauso blöd da
    Ja, klar. Aber die Wahrscheinlichkeit ist halt wesentlich geringer.

    Deine Heizung ist jetzt am Ende ihrer zu erwartenden Lebensdauer. Vielleicht läuft sie noch fünf Jahre, mit etwas Glück auch noch länger. Aber wenn dann ein Defekt auftritt, ist die Not auf einmal groß, schnell die Bude warm zu bekommen. Da wird dann der Heizi beauftragt, so schnell wie möglich, etwas Neues einzubauen, koste es, was es wolle. Jetzt kannst Du die Neuanschaffung ganz entspannt angehen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Miregal Beitrag anzeigen
    Aber natürlich versuche ich auch Geld zu sparen. Daher das ganze herumfantasiere :-D
    Falscher Ansatz!
    Denn wenn Du Geld sparen möchtest, ist eine möglichst einfache (monovalente) Anlage das Sinnvollste. So ganz ohne Phantastereien und Experimente....

    Dies kann durchaus auch die Beibehaltung des bestehenden Systems mit Heizkörpern sein.
    Bisher habe ich jedenfalls noch keinen Grund erkennen können, warum man das komplette wasserführende System erneuern und umstellen sollte!

    Bei Gas als Energieträger bringt Flächenheizung keine nennenswerte Energieeinsparung.

    Ich würde die Hütte ringsum gut dämmen und dem vorhandenen Kesselaufstellraum eine Zuluftöffnung mit motorisch gesteuerter Klappe spendieren. Feddisch!
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  17. #15

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    Nachtrag:
    Wenn es preislich im Rahmen liegt, könnte man (sofern wirklich noch nicht vorhanden) zusätzlich über die Nachrüstung einer außentemperaturabhängigen Vorlaufregelung nachdenken.

    Neuen Kessel gibts hingegen erst, wenn der alte seinen Dienst quittiert. Das können noch gut 10 Jahre hin sein.
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