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  1. #1

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    Betonflachdach mittels Dachsparrendämmung sanieren

    Guten Abend,

    ein gelesener Beitrag aus früheren Jahren veranlasst mich zu der Frage, warum diese Vorgehensweise 'grenzwertig' sein soll?

    Vorhandener Estrich wird gereinigt, mit Bitumen vorangestrichen und mit einer Dampfsperre versehen.
    Eine Balkenlage von Wand zu Wand (rd. 6m) wird montiert und mit 200 mm Klemmfilz Climowool 035, WLG035, versehen.
    Verschalung mit 23,5 mm nord. Rauspund. Abdichtung mit Bisotec ULB Bahn, PYE-PV 200 und G200.
    Die Entwässerung erfolgt am Ende der Dachschräge über eine Dachrinne.
    Der Randanschluß am Mauerwerk erfolgt mit einer Anschlußschiene.
    Das Mauerwerk ist der als Brüstung rd. 150 cm hochgezogene Klinker. (Dachterasse)
    Die Dämmung erfüllt die gesetzlichen Vorschriften (Oberste Geschoßdecke)
    Die Notwendigkeit einer Abdichtung der Dämmung (Zugdichte) zur Verschalung wurde verneint.
    Da ich Laie bin, bitte ich Sie um Stellungnahme zu den geplanten Maßnahmen.
    Das Dach meines Hauses ist von 1957.
    Vielen Dank im Voraus.
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  2. Betonflachdach mittels Dachsparrendämmung sanieren

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  3. #2

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    Hallo,

    soll zusätzlicher Stauraum geschaffen werden? Sonst würde die Holzkonstruktion keinen sonderlichen Sinn ergeben und mehr Nachteile als Vorteile haben ( Tauwasserausfall ). Warum wird nach der Dampfsperre keine Wärmedämmung verlegt und hierauf die Abdichtung? Es bleibt bei einem U-Wert von 0,20 W/(m²*K) für Dächer mit Abdichtungen und nicht bei oberste Geschoßdecken mit einem U-Wert von 0,24 W/(m²*K). Die Entwässerung kann man ebenfalls durch eine Dachrinne oder durch Gefälledämmung mit Gully lösen. Auch von den Kosten wird die Variante preiswerter werden.
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  4. #3
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    Hallo Elopant,
    das Flachdach soll ein Flachdach bleiben und weiter als Dachterasse genutzt werden.
    Zweck der Maßnahme ist die Dämmung der 'Obersten Geschoßdecke' durch Klemmfilz zwischen den waagerecht auf den
    Außenwänden aufliegenden Balken. Gleichzeitig soll der Schutz gegen Niederschlag erneuert werden.
    Als Problem zeigt sich laut Zimmerei die Länge von rd. 6 m.
    Seht Ihr das auch so?
    Für eine Antwort herzlichen Dank.
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  5. #4

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    Hört sich nach extrem Schadensanfälligkeit an.
    Lass die Balken weg und mach es mit einer druckfesten Gefälledämmung als Warmdach...
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  6. #5

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    Hallo Kaminsky,

    aus was besteht denn die jetzige Decke? Aus Holzbalken oder Stahlbetondecke? Wenn es eine Stb-Decke ist, wäre ein möglicher, funktionierender Aufbau Voranstrich, Dampfsperre, druckfeste Wärmedämmung, Abdichtung, Schutzlage und dann der Terrassenbelag. Die Balken bringen nur Probleme und keinen Vorteil. Ich verstehe nicht so ganz, warum der Zimmermann unbedingt die Wärmebrücke Holzbalken einbauen muß und nicht einfach vollflächig und wärmebrückenfrei die Dämmung in druckfest ( vollflächig verlegt ) mit anschließender Abdichtung ausführt???
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  7. #6
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    Lieber Elopant,
    ein 'Umkehrdach' mit druckfester Wärmedämmung und Granitplattenbelag würde mir auch besser gefallen.
    Aber: Vom Vorbesitzer wurde seinerzeit dieses Dach teilweise überbaut. Die statischen Berechnungen von damals für die Betondecke sind also
    'für die Katz'. Auch sind durchgehende Risse im Estrich (Fliesen im überbauten Teil), so daß bereits von 30 Jahren das freie Dachteil (30 qm) von mir mit einem
    Walmdach überdecken wurde. Es liegt auf einem Stahlrohrgestell, welches auf den Außenmauern steht. Ist wohl eizigartig. Aber der seitdem überdachte Freisitz auch
    (früherer Burggraben).
    Absicht der Maßnahme ist die vorgeschriebe Dämmung zu realisieren (Klemmfilz wie bei Giebeldächern) und den Boden der Dachterasse gegen den
    Schlagregen/Seenebel abzudichten.
    So, nun wieder zu meiner Frage: Was spricht bauphysikalisch gegen diese Aufbau?
    Ich bitte um konkrete Antworten.
    Vielen Dank im Voraus.
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  8. #7

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    Hallo,
    diese Erläuterungen lassen mich die Situation jetzt noch weniger verstehen als vorher.
    Könnten Sie mal einen Plan und ggf. erläuternde Fotos einstellen?
    Die Vorredner haben schon recht, dass es vermutlich eine nicht ganz unkritischer Aufbau ist, mit der gedämmten Holzbalkenlage.
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  9. #8
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    Hallo Herr Fischer,
    zwei hochgeladene Fotos sind bei mir im Album gelandet.
    Der alte Fußboden ist eine rd. 12 cm starke Stb-Decke mit Teerpappenabdichtung und Estrich belegt. Wird mit Bitumen gestrichen und erhält eine Dampfsperre.
    Die neue Balkenlage 'schwebt' darüber. Zwischen den Sparren wird Klemmfilz (wie bei einem Giebeldach) als Dämmung verbaut. Darüber der Rauspund trägt die
    Feuchtigkeitsabsperrung und mich, wenn ich ihn betrete. 'Laufwege' erhalten Teppichboden (z.B. Kunstrasen, Sitzbereiche zusätzliche Holzunterlagen.
    Die Arbeiten werden von einer Fachfirma (haben schon das Walmdach gebaut) durchgeführt. Der Aufbau wurde auch von der Zimmerei nach den bestehenden
    Bedingungen und meinen Vorgaben festgelegt.
    Ich bin nur Laie.
    Für Verbesungsvorschläge bin ich dankbar.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Zimmereien, sofern sie keine Dachdecker/Meister beschäftigen sind NICHT in der Lage ein anständiges Flachdach mit erhöhter Nutzung zu konstruieren.
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  12. #10

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    Hallo Kaminsky,

    ich verstehe immer noch nicht so ganz, wofür die Balken auf dem jetzigen Fußboden gut sein sollen???? Wenn es um die statische Belastbarkeit der Decke geht, würde ich einen Statiker aufsuchen, der das Ganze mal überprüft, evtl. ist nach dem abtragen des Estrichs noch Reserve für ein Warmdach vorhanden und dann sehe ich den in Beitrag 5 beschriebenen Aufbau als die sinnvollste Variante. Ich tippe mal, das die Balken als Zusätzlicher Lastabtrag genommen werden sollen, jedoch wird der Aufwand schon etwas größer, die Lasten auch vernünftig in die Aussenwände zu leiten und man hat immer noch einen kritischen Aufbau. Auch gewinnt man mit dem in #5 beschriebenen Aufbau an Höhe, ohne Wärmebrücke.
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