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Zentrale KWL mit WRG nach EnEv2009 / 2014 erforderlich?

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  1. #1

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    Zentrale KWL mit WRG nach EnEv2009 / 2014 erforderlich?

    Hallo Allerseits,

    ich habe von meinem Bauträger heute unerwartet eine Angebot für denn Upgrade von einer einer fachen Abluftanlage zu einer Zentralen KWL mit WRG bekommen.

    Der Preis läge bei 8000€ aber wenn ich mich bis nächster Woche dafür entscheide würde, geben Sie nochmal 40% Preisnachlass. Es wird in dem Angebot behauptet, dass es nach der EnEv 2014 eine erforderliche Maßnahme ist, welche umgesetzt werden MUSS. Der Werksvertrag beziehte sich noch auf die EnEv 2009 und der Absatz zur Lüftungsanlage ist sehr allgemein gehalten ohne Angaben auf das System.


    Haustyp: Stadtvilla als KFW 70
    Baustand: Zu und Abluftrohre sind bereits vor 3 Wochen verbaut. Die Geräte/Steuerungen folgen kommende Woche.

    Die ganze Sache kommt mir spanisch vor. Im Netz habe ich wiedersprüchliche Informationen zu dem Thema gefunden.
    Weiß jemand, ob die WRG wirklich erforderlich ist? Gab es zu diesem Thema eine Änderung von der EnEv 2009 zur 2014?
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  2. Zentrale KWL mit WRG nach EnEv2009 / 2014 erforderlich?

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  3. #2

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    So pauschal stimmt diese Behauptung keinesfalls!

    Worin liegen denn die genauen Unterschiede zwischen der Anlage nach "Paket-Standard" und der aufpreispflichtigen?
    Nachdem Zu- wie Abluftrohre verlegt wurden, kann es ja im Wesentlich nur um das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein der WRG gehen.
    Dafür erscheint mir der Aufpreis ziemlich stolz...

    Wenn es wirklich ein BT ist (ihr also Haus MIT Grundstück von ihm kauft), wäre übrigens ER für die Einhaltung aller heutigen Bauvorschriften zuständig. Nicht etwa ihr.
    Insofern sähe ich einen Nachforderungsanspruch sehr kritisch.
    Klingt für mich nach einem Versuch, den Käufer über den Tisch zu ziehen...
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  4. #3

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    Nachdem der Vertrag sowieso nach EnEV2009 läuft, das Haus teilweise sogar schon gebaut ist, ist das wohl ein Versuch noch ein paar Euro zu verdienen.
    Vielleicht hat er auch Lieferschwierigkeiten mit dem ursprünglich vorgesehenen Gerät und will jetzt umschwenken.
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  5. #4
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    Ich habe auch den starken Verdacht, dass er sich hier uneberechtigt die Taschen stopfen möchte.

    Gemäß dem Zusatz-Angebot, ist der standard eine dezentrale Abluftanlage (feuchträume) und die zuluft erfolgt über Ventile an den Außenwänden. Die Aufpreispflichtige ist ein Zentralen system mit kontrolierter Ab- und Zuluft + Wärmetauscher.

    Jetzt haben die aber nie mit mir darüber gesprochen und die Rohre gemäß des Aufpreispflichtigen Systems bereits eingebaut und erst danach das Angebot an mich verschickt. Merkwürdige vorgehensweise.

    Mir stellt sich die Frage, ob die Firma die Aufpreispflichtige in jedemfall einbauen müsste gemäß EnEv2009'er und 2014'er oder ob hier wirklich eine Änderung zu dieser Anforderung erfolgt ist.
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  6. #5

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    Die EnEV2014 kann Dir egal sein, denn der Bauantrag wurde ja früher gestellt, also als noch die EnEV2009 verbindlich war.
    Wenn Deine Anlage den damaligen Anforderungen entsprochen hat, dann gibt es keinen zwingenden Grund heute nachzurüsten.

    Handelt es sich tatsächlich um einen Bauträger? Dann wäre er ja noch Eigentümer des Gebäudes.

    ABER die ursprüngliche geplante "Lüftung" ist, vorsichtig ausgedrückt, nicht so der Brüller. Viel billiger geht´s wohl kaum.
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  7. #6

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    Die Frage ist eher, welche Enev für dich relevant ist. Meiner Meinung nach, aber ich kann mich auch irren, kommt es auf den Tag an, wo der Bauantrag, inklusive Unterlagen eingereicht oder genehmigt wurde. War das damals noch Enev2009, dann gilt glaube ich diese und nicht die Enev2014.

    Wenn dann so, dann sind die Angaben der Firma nicht plausibel. Vermutung. Jemand hat sich vertan, Rohre verlegt was nicht sollte und nun will man darüber das Geld wieder reinholen. Oder ihr habt den KfW70 schon damals mit enev2009 nur mit KWL mit WRG geschaft. Was für eine Heizung habt ihr denn ?

    Vielleicht sagt jemand anderes nochmal was dazu.

    @R.B. - Danke, dann liege ich doch nicht falsch.
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  8. #7

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    Die verschärften EnEV-Werte gelten doch für dich gar nicht, wenn du einen genehmigten & angefangenen Bau hast ?!

    Vielleicht hat er die Rohre aus versehen eingebaut und versucht jetzt das Geld wieder reinzuholen?

    Frag deinen BU doch mal, warum für dich die erhöhten Anforderungen relevant sind, die gelten doch erst ab 1.1.2016.
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  9. #8

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    Ich vermute, dass bei dem Bau etwas schief gelaufen ist, und jetzt soll das wieder glatt gebügelt werden. Es wäre gut denkbar, dass es am KfW70 hängt, und dass es zu Beginn schon nicht dafür gereicht hätte (Verzicht auf WRG). Es ist ja bekannt, dass KfW70 mehr als Verkaufsargument dient, und die Technik dahinter immer wieder herunter gespielt wird. Evtl. hat es beim Bauantrag auch gereicht, und es wurde abweichend davon gebaut, und jetzt versucht man das wieder hinzubiegen bevor der Nachweis erstellt wird. Ohne alle Zahlen zu kennen kann man das nicht beurteilen.

    Sicher ist, wenn der Bauantrag noch die EnEV2009 berücksichtigen musste, das Haus so geplant wurde, dass es passt, und auch so gebaut wurde, dann gibt es heute keinen Grund an der KWL etwas zu ändern.
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  10. #9
    MoRüBe
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    Vielleicht sieht der ENEV-Nachweis ja sogar eine WRG vor, da ansonsten die Konstruktion des Hauses nicht gerade Eff 70 ist und damit das gesamte Paket Eff 70 stirbt?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Udo1983 Beitrag anzeigen
    aber wenn ich mich bis nächster Woche dafür entscheide würde, geben Sie nochmal 40% Preisnachlass.
    Aüßerst unseriös!
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  12. #11
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    Es ist kein Bauträger. Der Bauunternehmer hat das Grundstück lediglich vermittelt, welches von mir bereits erworben wurde.

    Der Bauantrag wurde nach dem 1. Mai 2014 gestellt, somit wäre doch die 2014'er EnEV anzuziehen oder nicht? Laut Werksvertrag wird jedoch nach EnEV2009 gebaut. Leider habe ich hier nicht geprüft, welche die momentan gültige Fassung ist. Werksvertrag wurde 12/2014 unterschrieben. Anbei der Abschnitt, wo Bezug auf Heizung und Lüftung genommen wird (leider sehr Allgemein gehalten) Auszug_Werksvertrag.jpg

    Ich werde mir die EnEV-Berrechnung vom BU nochmal vorzeigen lassen und auch bei der KFW anfragen, was seitens Qualitätssicherung-Planung eingereicht wurde. Daraus wird hoffentlich alles ersichtlich.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Udo1983 Beitrag anzeigen
    Es ist kein Bauträger. Der Bauunternehmer hat das Grundstück lediglich vermittelt, welches von mir bereits erworben wurde.
    Dann vorsicht, dass das Finanzamt hier nicht einen Zusammenhang feststellt, sonst kriegst Du nach dem Hausbau noch einmal eine Rechnung mit Grunderwerbsteuer.

    Zitat Zitat von Udo1983 Beitrag anzeigen
    Der Bauantrag wurde nach dem 1. Mai 2014 gestellt, somit wäre doch die 2014'er EnEV anzuziehen oder nicht?
    Nein. Ab wann welche Verordnung heranzuziehen ist, steht in der Verordnung selbst. Siehe Art. 3 und Anlage 1
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  14. #13
    MoRüBe
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    Zitat Zitat von Udo1983 Beitrag anzeigen

    Ich werde mir die EnEV-Berrechnung vom BU nochmal vorzeigen lassen und auch bei der KFW anfragen, was seitens Qualitätssicherung-Planung eingereicht wurde. Daraus wird hoffentlich alles ersichtlich.
    Öhm, wieso ENEV-Berechnung noch mal zeigen lassen? Wenn es Dein Grundstück ist, dann sind das Deine Unterlagen. Du bist Bauherr.

    Und zur kfw: über 18 bist Du? :-) Dann hast Du das nämlich unterschrieben. Und ich hoffe, Du weißt was Du unterschrieben hast...

    Hauptsache, Deine Berufsangabe wird nicht zum Programm
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    ich vermute ganz stark, dass der GÜ den vertraglich vereinbarten Standard des Effizienzhauses-70 ohne WRG nicht erreichen kann oder alternativ eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung bräuchte...

    kleiner Tipp: in der Euch vorliegenden KfW-Antragsbestätigung ("Online-Bestätigung") sollte vom Sachverständigen eingetragen worden sein, womit gerechnet wurde. Also einfach mal nachschauen, was da so angekreuzt wurde...
    Beispiel aus einer beliebigen von mir ausgestellter Bestätigungen:
    Auszug Kfw-Antragsbestätigung.jpg
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  17. #15

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    Öhm, wieso ENEV-Berechnung noch mal zeigen lassen? Wenn es Dein Grundstück ist, dann sind das Deine Unterlagen. Du bist Bauherr.

    Und zur kfw: über 18 bist Du? :-) Dann hast Du das nämlich unterschrieben. Und ich hoffe, Du weißt was Du unterschrieben hast...

    Hauptsache, Deine Berufsangabe wird nicht zum Programm
    Man kann als Bauherr gar nicht wissen, was man unterschreibt. Egal wie man baut. Zumindest nicht, wenn man sich nicht tagelang zu Rechtsthemen und Standard beliest.

    Die wie oben dargestellten Verträge sind absoluter Usus und relativ Nichtssagend. Es wird so oft bei der Auswahl auf den "KfW-Standard" hingewiesen. Kommt es zum Rechtsstreit, zählen die Dinge kaum etwas, weil ausreichend schwammig ausgeführt.

    "Die Häuser werden förderfähig nach den Richtlinien .... Effizienzhaus KfW 70 erstellt" Diese Suggestion einen geringen Heizbedarf zu haben löst bei unbedarften Bauherren einen Freudenschrei aus, wenngleich da nichts besonderes dran ist.

    Ich schreibe aus Erfahrung und will auch den Verbraucher mal ein bischen in Schutz nehmen. Macht dem nicht gar so viele Vorwürfe (-; Man kann es nicht wissen, was rechtlich dort steht und was man ggf. auch vor Gericht durchsetzen kann. Und genau darum geht es im Härtefall, der letztendlich Existenzen bedrohen kann.

    Das KfW 70 geblubber sehe ich meist als Köder, hinter dem ein Standardhaus steht, mehr nicht.

    Im vorgelegten Dokument handelt es sich vielmehr um eine AGB, weniger um einen Individualvertrag. Das schließt sich mitunter aus dem Fehler, dass die falsche EnEv im Vertragswerk eingebaut ist. Da hat einfach der Bauunternehmer geschlampt. Blöde Situation für den Bauherrn, weil er ja nach Enev 2009 unterschrieben hat. Aber wie soll er es anders wissen? Wahrscheinlich steht das Gebäude auch als KfW 70 Haus im Bauantrag und die Baubehörde, die es genehmigt hat, fühlt sich - obwohl viel Fachkundiger - ebenfalls als nicht verantwortlich.

    Wahrscheinlich wurde auch noch eine Abtretungserklärung an den Bauunternehmer erteilt, damit dieser ohne Zustimmung des Bauherrn "zügig" den Bau vorantreiben kann. Daher hat der Bauherr auch keine Unterlagen vorliegen?

    Nicht zuletzt käme hinzu, dass wenn herauskäme, dass das Haus den KfW 70 Standard nicht erfüllt, der Bauherr ggf. auch noch Subventionsbetrug begehen würde.....

    Für ein solches, sicher aus dem Arm geschütteltes Worst-Case Szenario, steht wahrscheinlich am Ende der Bauherr als Schuldiger da. Durch seine Unterschrift hat er wie Du meinst ja "gewußt", was er unterschreibt.

    Ich sage nein, er wußte es nicht. Und er kann es nicht wissen. Und er hätte es auch nicht wissen sollen. Ich muss mich als Bauherr verdammt noch mal auf eine qualitative, rechtlich, einwandfreie Arbeit meines Auftragnehmers verlassen.

    So: Jetzt zurück zu den Beiträgen, die wirklich helfen. Ich kann nicht helfen, wollte das aber gerade mal wieder los werden und auch den ahnungslosen Bauherrn mal schützen. Und bitte diesen nicht belächeln, sondern als denjenigen ansehen, der eine Menge Geld in den Umlauf bringt und viele Familien unterstützt, indem er Arbeitsplätze schafft und erhält.
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