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  1. #1

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    Frage Sehr blöde Situation einer einzigen kalten Keller-Innenwand

    Hallo zusammen!

    Ich habe in den letzten 2 Jahren mein gesamtes Haus von außen gedämmt, sowohl das normale Geschoss wie auch den Keller. Das Haus steht zur Hälfte im Erdreich (es ist eine Hanglage). Der Kellerbereich wurde mit 100 mm einer Perimeterdämmung ("5-in-1") gedämmt.

    Bei der Sanierung des Kellers (komplett einmal alter Putz ab, neuer Kalk-Zement-Putz drauf) ist nun eigentlich alles in bester Ordnung. Der Keller ist zwar an sich nicht beheizt, aber dadurch, dass er gedämmt ist, und die Heizung ausreichend abstrahlt, ist der Keller gefühlt so, dass man fast im T-Shirt rumlaufen kann. Und trocken ist er auch (auch von unten, die Bodenplatte zwischen den Streifenfundamenten habe ich ebenfalls komplett neu gegossen).

    Jetzt zu meinem Problem: Es gibt eine einzige Stelle, die ist derart kalt, dass dort das Wasser sichtbar kondensiert. Es ist - fast verständlich - eine Außenecke des Kellers, und zwar die, wo "oben drüber" kein Haus steht, sondern der Eingangsbereich zum Haus. Um es zu beschreiben: Keller und "restliches Haus" teilen sich eine gemeinsame Grundfläche, eben nur an dieser Stelle ist ein Bereich von ca. 1 x 1 m nicht "überbaut".

    In dieser Ecke des Kellers, die an sich ausreichend warm ist, ist ein Teil der Decke und Wand als ein Beton-Werkstück in 45 Grad ausgeführt, "darüber" befindet sich der Eingangsbereich mit einer Granit-Platte (vor der Haustür). Wie dick der Beton ist, lässt sich aufgrund der 45 Grad-Neigung schwer sagen (okay, man könnte es nun berechnen), an den dünnsten Stellen wäre er 300 mm, an der dicksten vermutlich ca. 500 mm.

    Wie ich es auch drehe und wende, im Außenbereich kann ich nicht (mehr) dämmen, die Granitplatte ist verklebt und will da nicht mehr weg ;-) Es bleibt also nur eine Maßnahme von innen.

    Die typischen Diskussionen mit Innendämmung sind mir bewusst und bekannt, insbesondere auch die Problematik der Flankendiffussion.

    Was mir als Idee gekommen ist:

    (A) vor die Wand und die 45 Grad-Schräge an der "Decke" eine weitere Wand zu stellen, dazwischen ein leerer Raum von ca. 60 cm (sonst bekomme ich die Schräge nicht weg)

    (B) direkt an Wand und die Schräge eine 60 cm starke Wand zu stellen.

    Als Material hatte ich bei A und B jeweils an Porenbeton gedacht, komplett an allen 4 Seiten vermörtelt und mit einem diffusionsoffenen Putz und Farbe versehen.

    Das Blöde: Wich es auch mache, laut

    https://www.u-wert.net/berechnung/u-...e=80&outside=0

    geht es jedes Mal in die Hose, weil das Tauwasser ja schon im Beton-Teil anfällt.

    Hat hier jemand einen Rat, was man in der Praxis tun könnte? Hat jemand sowas auch schon gehabt und erfolgreich gelöst?

    DANKE!
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  2. Sehr blöde Situation einer einzigen kalten Keller-Innenwand

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    ich bin der Meinung, dass weder Variante A noch Variante B fachgerecht sind.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Herr Fischer!

    Da bin ich ganz bei Ihnen - leider.

    Haben Sie eine "Idee", was eher in die Richtung "fachgerecht" gehen würde?

    Vielen Dank!
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  5. #4

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    warum wollen Sie es dann umsetzen, wenn Sie schon wissen, dass es nicht fachgerecht ist?

    Die bauphysikalisch sicherste Lösung wäre eine Außendämmung der Wände und der Decke gegen Außenluft oben.

    Die nächstbessere Lösung kann man aber nur nach Sichtung und Bewertung der örtlichen Situation hinsichtlich Schlagregenschutz und Feuchtegehalt der Baukonstruktionen sowie nach Wertung des zu erwartenden Raumklimas umsetzen. Dann könnte man über eine Innendämmung nachdenken, wobei ich eine mineralische bevorzugen würde. Eine solche lebt aber davon, dass diese zwar Feuchtigkeit aufnehmen kann, es muss aber auch sichergestellt sein, dass die aufgenommene Feuchtigkeit sicher wieder austrocknen kann. Dafür braucht es Energie (Wärme) und ausreichend trockene Raumluft. Möglicherweise muss man die betroffene Stelle gezielt beheizten. Außerdem darf eine solche Dämmung nicht zu dick sein, sicherlich nicht 60cm...

    Ob eine diffusionsdichte Dämmung geht, vermag ich von hier schon gar nicht zu beurteilen, eine solche stellt nämlich noch viel höhere Anforderungen an die Konstruktion und den Untergrund. Ich befürchte, dass die Bedingungen hier nicht gegeben sind.
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  6. #5
    Themenstarter

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    In der Tag hatte ich ebenfalls an eine (fachgerechte) Innendämmung gedacht. Der Heizungsraum befindet sich direkt neben dem besagten "Raum", als vorrübergehende Lösung käme für mich eine Kernbohrung mitsamt einem Einbaulüfter, der warme (trockene :-) ) Luft in die Ecke bringt, in Frage.

    Sollte hier jemand im Forum sein, der sich die Situation vor Ort (im Nordsaarland) gerne und als offiziellen Auftrag ansehen und bewerten möchte: Gerne eine private Nachricht.
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