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  1. #1

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    Häusle-Bauer ("3-Liter-Haus")
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    Frage Bussystem oder konventionell?

    Hallo, Forum,

    ich fange gerade an, mir Gedanken über unsere Elektroinstallation zu machen und versuche einfach herauszufinden, ob ein Bussystem wirklich Sinn macht oder ob man mit aufgemotzer konventioneller Technik nicht kostengünstiger einen vergleichbaren Komfort erzielt.

    Gut, wir haben recht viele Fenster, die mit elektrischen Rolläden ausgestattet werden (29 an der Zahl), die teilweise gemeinsam, teilweise getrennt bewegt werden sollen, gerne in Kombination mit Zeitschaltuhr, Sonnenwächter und Dämmerungsschalter. Aber ob man dafür unbedingt ein Bussystem braucht? Und da ich in den wenigsten Zimmern mehr als einen Lichtschalter pro Brennstelle brauche, komme ich hier doch auch gut und gerne mit konventioneller Technik hin, oder?

    Überall 5-adriges statt 3-adriges Kabel verlegt, genügend Leerrohre, die Rolläden soweit möglich per Relais von einer Zeitschaltuhr angesteuert, was braucht man mehr?
    Anwesenheitssimulation? Hmm, nettes Gimmik, aber notwendig? Ich glaube nicht! Alarmanlage? Schon ehr, aber ist dann ein Bussystem die richtige Wahl? Brandmelder? Klar, aber die busgebundenen Melder sind stinkteuer, Verbindung per Telefonkabel oder gar Funk sind da deutlich günstiger. Lichtszenarien? Ich hab' keine Probleme damit, aufzustehen und die eine Lampe an- und die andere auszuschalten.

    Kann mir einfach jemand sagen, wo der vielbeschworene Gewinn eines Bussystems liegt (außer daß ich mit sehr viel weniger Schaltern auskommen kann, da ich dort, wo ein herkömmlicher Schalter Platz findet, bis zu acht Bus-Schalter unterbringen kann, die dann sogar noch mehrfach belegt werden können)?

    Macht mich schlau!
    Wolfgang C.


    P.S.: hat jemand ein Schaltbild, das zeigt, wie mehrere Rolladenmotoren über eine gemeinsame Zeitschaltuhr oder Lichtsensoren gemeinsam, über verschiedene Taster aber getrennt manuell bedient werden können?
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  2. Bussystem oder konventionell?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    mit den elektrischen ...

    Hi,

    Rolladenantrieben habe ich es so gemacht:
    jeder Motor wird vom Sicherungskasten weg separat angefahren.
    So habe ich recht einfach die Möglichkeit zu gruppieren und oder per Zeitschaltuhr zu steuern. Aber mal ehrlich gesagt, morgens kurz durch den Raum laufen und die Schalter betätigen, bringt mich auch nicht um.
    Bei der Planung ging ich auch recht euphorisch an diese Geschichte ran: EIB, Insta-Bus, etc. ... aber nachdem die ersten Angebote kamen, hab ich es bleiben lassen. Das einzige was ich mir gegönnt habe war eine CAT7 Verkabelung mit Patchfeld im Keller.
    Aber wie den auch sei, das muss jeder mit sich selbst, bzw. seinen Finanzen ausmachen.

    Gruß
    Oliver
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  4. #3
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
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    Oliver hat recht! Lieber nicht am Kabel sparen. Wer weiß, in 5 Jahren (vorher ist das Thema EIB sowieso kaum erschwinglich) gib's vielleicht eine bezahlbare Mehrfrequensztechnik zur Ansteuerung von diversen Verbrauchern über eine Leitung, die dan überall nachgerüstet werden kann.

    Man kann heute schon sehr viel durch eine durchdachte Verkabelung erzielen. KAT - Kabel sollte aber schon dabei sein.

    Gruß, Markus
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  5. #4

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    Idee Jo, die Eisenbahn für Männer...

    Jo, habe ich ebenso gemacht.
    Bei der Überlegung der Steuerung habe ich mich ebenfalls konventionell entschieden. Für Telefon und EDV haben wir Kat5 eingezogen, ob´s noch reicht wenn die Kinder groß sind? Schaun wir mal, vielleicht ziehen wir dann Kat 18 Kabel ein. Das einzige was bei uns über eine zentrale Steuerung läuft sind die Rolläden. Wir haben vom Zählerschrank aus Sternförmig Leerrohr verlegt und dann einmal JY(St)Y 2x2x0,6 für die Steuertaster und viermal 1,5 mm² für den Antrieb. Bei längen Strecken vorab gesagt viel Spaß beim Einziehen der Drähte, bei PG16 war schon knapp. Im Zählerschrank dann eine Steuerung womit man herrlich spielen kann. So sind z.B. taster codiert programmiert 2 x kurz tippen = Gruppenfahrt, 2 x tippen = alle runter, Steuerung mit beliebigen externen Sensoren möglich (Regensensor für die Fenster auf der Wetterseite) die Spielereien sind unerschöpflich, wobei ich das wirklich als Spielzeug sehe, wobei es ist auch ganz angenehm nicht durch das ganze Haus laufen zu müssen oder nochmal aus dem Bett aufstehen zu müssen mit dem Gedanke: "hab ich auch den Rolladen auf Terasse links runter gemacht?" das entfaällt bei der Zentralsteuerung.
    Achso: falls Sie Stromstoßrelais verwenden für irgendwelche Tasterbetätigungen, die lassen sich natürlich später an die Steuerung (sollte von vornherein Relaisausgänge besitzen) die Eltakos auch anschließen und damit eine Abwesenheitssteuerung mit Licht an im Treppenhaus, Wohnzimmer etc. realisieren. Mit ner kleinen SPS, LOGO!, C-Control etc. kann man natürlich bessere Abwesenheitssteuerungen bauen als nur mit einem Zeitrelais, bsp. verseztes Fahren, mal schon nachmittags ein paar Rolläden nach Süden halb runter und und und.
    Ist aber nur was für Leute die noch keine Modeleisenbahn haben, wie gesagt, für mich ist es ein Spielzeug.
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  6. #5
    Gast
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    Tja, ich bin gerade mit 100M/Bit über ...

    eine Steckdose online.
    Fast Ethernet Adapter, Steckdose, Telefonanlage und es funzt (wie MAB sagen würde) Wenn es interessiert www.deneg.de (ich hoffe der Link war richtig) .
    Ich hab hier zwar keinen Telefonanschluß, oder was auch immer, und mein PC zieht den Strom aus der gleichen Haushalts (Busch-Jäger) Steckdose, aber ins Internet komm ich trotzdem, ohne EIB ...
    Grüsse
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  7. #6
    Themenstarter

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    Idee Die Kombination macht's...

    Ich habe zwar von meinem Elektriker noch kein Angebot, aber auf Basis von LCN habe ich mir ein Bassissystem für unser EG zusammengestellt, das für rund €850,- die - teilweise gemeinsame - Ansteuerung von 9 Rollläden (zentral in der Unterverteilung) ermöglicht, gleichzeitig 4 Lichtquellen ansteuert, zwei geschaltete Steckdosenkreise ermöglicht und dazu zwei getrennte Stromkreise für Terrasse und Garten schaltet.

    Die restliche Beleuchtung wird konventionell erfolgen und kann dann nach und nach auf LCN umgestellt werden, auch die Ergänzung um licht- und temperaturabhängige Steuerung der Rolläden sowie Anwesenheitssimulation kann dann später erfolgen, wenn ich Erfahrung mit dem Basissystem gesammelt habe.

    Ich glaube, auf diese Weise gar nicht soviel teuerer als konventionell zu fahren und dennoch alle Optionen für die Zukunft offen zu halten, insbesondere wenn - wie geplant - überall 5-adrige Kabel und haufenweise Leerrohre verlegt werden. Daß dazu eine doppelte CAT7-Verkabelung für Computernetz, Telefon, Brandmelder (billiger als per LCN) u.ä. verlegt wird, sollte heute eigentlich selbstverständlich sein.

    Danke für Eure Überlegungen und viele Grüße aus Rheinhessen
    Wolfgang C.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Re: Tja, ich bin gerade mit 100M/Bit über ...

    Original geschrieben von Gast
    eine Steckdose online.
    Fast Ethernet Adapter, Steckdose, Telefonanlage und es funzt (wie MAB sagen würde) Wenn es interessiert www.deneg.de (ich hoffe der Link war richtig) .
    Ich hab hier zwar keinen Telefonanschluß, oder was auch immer, und mein PC zieht den Strom aus der gleichen Haushalts (Busch-Jäger) Steckdose, aber ins Internet komm ich trotzdem, ohne EIB ...
    Grüsse
    Tja, aber zu welchem Preis? Ich bin gerade Deinem Link gefolgt: die Box zum Anschluß eines einzigen PCs an das Stromnetz kostet € 139,90. Dann doch lieber ein paar Meter CAT7-Kabel, auf dem könnte ich in Zukunft auch mit 1GBit/sec fahren...

    Nächtlicher Gruß aus Bodenheim
    Wolfgang C.
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  9. #8

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    Einen allgemeinen Rat

    kann man (auch ich nicht geben). Lassen Sie sich doch einfach die unterschiedlichen Möglichkeiten anbieten und vergleichen Sie exakt, was Sie für Ihr Geld bekommen. Wir haben das fast etwas übertrieben, denken aber, das sich EIB und KAT für uns auf jeden Fall lohnt - Alle Infos auf meiner Homepage (Bauherrenseite - www.bauweise.net ). Wichtig ist bei EIB, dass der Planer viel Erfahrung hat, also auch gewerbliche Objekte gemacht hat.
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  10. #9

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    Kommunikation im Haus...

    Ich würde ein größeres Leerrohr in das 2x7 mm passt in jeden Raum legen.
    Der Einzug der Elektronik wird weitergehen und nach Kupfer kommt Licht. Ethernet ist am elektrischen Limit, Firewire auch. Cat7 ist also eigentlich schon Verschwendung.

    Funk ist eine Variante, bei der man dann aber nicht mehr über Elektrosmog jammern darf. Ich finde es nur als Notlösung brauchbar. Wenn man keine EMV-Mauerwerk verwendet hat.

    Bei der Elektroinstallation kann man das Bussystem einplanen, ohne das es wirklich Kosten macht. LCN benötigt nur eine Ader, die durchgängig zu verkabeln ist. Alles was man braucht ist 5poliges Kabel, tiefe Schalterdosen und kleine Maßnahmen in der Verteilung.
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  11. #10

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    Jalosien..

    Ein Kollege hat vor ~10 Jahren jeder Jalosie zwei gegeneinander verriegelnde Miniatur-Relais spendiert und einen Schalter mit zwei Wippen. An allen läuft eine Steuerleitung im Ring verkabelt vorbei (Funktionskleinspannung). Strom kommt von der Raumenergie (auch ich vertrete die Philosophie: eine Sicherung pro Raum+Hochenergie) . Daran hängt eine zentrale Schaltuhr mit Mondphasen und Zeug.

    Wenn die Wippen (keine Taster sondern Schalter, mechanisch gegeneinander verriegelt von einer Markenfirma (B+J oder so)) auf Ruhestellung stehen, steuert die Zentrale den Motor nach den dort gemachten Vorgaben. Mit den Wippen kann der jeweilige Motor betätigt werden.
    Lässt man die Wippe stehen, fährt die Jalosie zu einem Endpunkt und reagiert nicht mehr auf die Zentrale.
    (Zwei Relais, Sicherung und ein paar Dioden)

    Die Kunden waren sehr zufrieden, weil das ganze so einfach zu handhaben war. Er hatte nachher eine Leiterplatte als Aufsteckmodul für diese spezielle Schalterserie gebaut...mit minimalen Kosten pro Anschlussstelle.

    Heute würde man eher keinen Ring verkabeln, sondern wie schon öfter geschrieben 5polige LCN-taugliche Verkabelung und dann im Verteiler brücken. (L1, N, PE, hoch, runter).
    Obige Lösung hat keine Möglichkeit eine
    Nicht-End-Position zu halten, ohne das die Zentrale dies verändert.

    Keine Ahnung ob es inzwischen solche einfachen Lösungen zu kaufen gibt...
    In Schulen gab es auch solche Lösungen bevor die Bussysteme kamen.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Hallo,

    eine Frage zu einem früheren Beitrag bzgl. Siemens Logo: Es handelt sich ja hierbei um eine SPS-System. Gehe ich recht in der Annahme, dass man hierfür auch einen PC benötigt um es zu prgrammieren. Gibt es für diese SPS-Lösung eigentlich "vorgefertigte" Lösungen oder muss man sich diese zusammensuchen?
    Werden diese auf einer Hutschiene montiert?

    Grüsse
    Roland
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  14. #12

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    Siemens LOGO ein SPS-System - naja, ein SPS-"System" vielleicht nicht ganz. Die LOGO-Familie ist für eher einfache Steuerungsaufgaben positioniert. Als ausgewachsenes "SPS-System" würde ich die S7 bezeichnen.

    Programmieren kann man die LOGOs auch ohne PC, mit PC geht's aber schöner/übersichtlicher/schneller/besser.

    Infos gibt's z. B. hier:
    http://www.ad.siemens.de/logo/ftp/LOGO!_Detail.pdf

    oder auch hier:
    https://mall.ad.siemens.com/WW/guest...0562&display=A

    Die LOGOs passen auf die Hutschiene in einen Kleinverteiler.

    Vorgefertigte Lösungen - nur keine Angst, sooo schwierig ist die Programmiererei gar nicht. Nur Mut! Schauen Sie sich die Doku unter Link 1 an.

    Wolfgang
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