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Überhöhte Kosten zur Herstellung einer Grundstücksanschlussleitung?

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  1. #1

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    Unglücklich Überhöhte Kosten zur Herstellung einer Grundstücksanschlussleitung?

    Hallo,

    ich habe gestern eine Rechnung meines Abwasserbetriebes der Stadt bekommen.
    Ich habe im August den Anschluss an den Schmutzwasserkanal beantragt, was auch zeitnah ausgeführt wurde.

    Das Grundstück liegt ländlich in einem kleinen Dorf

    Folgende Arbeiten konnte ich "beobachten":
    -Sperrung der Straße
    -Absicherung des Baustellenbereiches
    - Schnitt in die Straßendecke (komplette Straßenbreite von 4,90 m)
    - Ausheben auf Sohle der Kanalleitung (ca 2,50 tief)
    - einfacher Verbau mit Hilfe eines Elementes
    - Anschluss ab Grundstücksgrenze bis zum Kanal ( 3 m bindiger Boden + 5 m Straße )
    - Verfüllung
    - Schließen der Straßendecke

    Mein Nachbar hat vor 4 Jahren für die exakt gleiche Maßnahme 2700 € bezahlen müssen.

    Ich bekam gestern eine Rechnung über 8700 € ( 400 € Gemeinkostenzuschlag inbegriffen)

    Auf Nachfrage bei der Stadt heute, kam die Aussage, dass die Baumaßnahmen bzgl der Kanalanschlüsse für die Stadt vor 2 Jahren neu ausgeschrieben wurden und an den günstigsten Anbieter vergeben wurde. Alle anderen Anbieter seien noch teurer gewesen.
    Eine Auflistung der Rechnung habe ich nicht bekommen. Lediglich einen Verweis auf auf die Gebührensatzung der Abwasserbetriebe.
    Montag kann ich aber die Rechnung des Unternehmers an die Stadt einsehen.

    Meine Frage an Euch wäre:
    - Sind solche Kosten gerechtfertigt?
    - Ist eine solche Kostensteigerung rechtlich (trotz öffentlichem Bieterverfahren) überhaupt zulässig?
    - Habt ihr einen Rat wie ich vorgehen kann?
    - Was hat die Herstellung bei Euch gekostet?

    Eine private Rechtschutz habe ich leider nicht.

    Vielen Dank schonmal
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  2. Überhöhte Kosten zur Herstellung einer Grundstücksanschlussleitung?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Hallo! Willkommen hier im Forum!

    Auf der Homepage der Stadt Goch habe ich auf die Schnelle folgendes gefunden:

    "Maßstab für die Berechnung dieses Kanalanschlussbeitrages ist die Veranlagungsfläche, die sich aus der Vervielfachung der Grundstücksfläche mit entsprechenden Veranlagungsfaktoren ergibt."

    Könnte es sein, dass dein Grundstück deutlich größer ist, als das deines Nachbarn, der nur 2.700 € zahlte?
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  4. #3

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    warum lässt man sich nicht vorher eine kosteninfo geben ? aus plänen sollte ja hervorgehen, wo der kanal liegt und wieviel m wege geöffnet und geschlossen werden müssen
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  5. #4

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    aus plänen sollte ja hervorgehen, wo der kanal liegt und wieviel m wege geöffnet und geschlossen werden müssen
    mal#2 lesen, wenn dem so ist, dann könnte das erklären warum es gar nicht so eine gravierende Kostensteigerung ist sondern dem Abrechnungsverfahren geschuldet ist. Ich habe für einen ähnlichen Aufwand rd. 2,5k€ bezahlt, war aber schon vor knapp 5Jahren und hier wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet, ohne Berücksichtigung der Grundstücksgröße.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für Eure Antworten.
    Den Kanalanschlussbeitrag habe ich bereits im Frühjahr nach dem Grundstückserwerb bezahlen dürfen. Der lag bei 2800 €. Der wurde auch nach Grundstücksgröße berechnet.

    Die überhöhte Rechnung beläuft sich nun auf die Baumaßnahme, von meiner Grundstücksgrenze bis zum Kanal. Wird sind also eigentlich schon bei einer Summe jenseits der 10 000.



    Ich war nun heute bei der Stadt und habe die Rechnung eingesehen. Aufmaßtechnisch gesehen war soweit auch alles korrekt, jedoch sind die Einzelpreise unverschämt hoch.
    zB.:
    Bodenaushub mit Bagger bis 1,5 m Teife EP 95 € (abgerechnet wurden 14 m3 also 1533 €)
    Die Menge von 14 m3 ist ja auch korrekt, aber habe ich nunmal normalerweise für 1533 meinen ganzen Keller augeschachtet und nicht einen kleinen Graben.
    Ich denke die EPs beziehen sich auf sehr kleine Maßnahmen welche direkt an der Grundstücksgrenze liegen, dann wären sie ja auch nicht so überhöht.

    Der Hammer:
    Es wurden 5 Digitalfotos (anscheinend für die Abrechnung) angefertigt, welche mit 14,50 pro Stück berechnet wurden. Das sind 72 € für 5 einfache Handyfotos.


    Ich erwarte zur Zeit einen Rückruf vom Unternehmer der die Rechnung an die Stadt gestellt hat.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Kater432 Beitrag anzeigen
    warum lässt man sich nicht vorher eine kosteninfo geben ? aus plänen sollte ja hervorgehen, wo der kanal liegt und wieviel m wege geöffnet und geschlossen werden müssen
    Das wäre sicherlich ratsam gewesen. Jedoch wurde mir gesagt das würde die Sache um eine Woche verzögern . Auf meine Frage ob ich denn überhaupt eine andere Chance hätte einen anderen Unternehmer zu beauftragen oder nicht kam die Antwort, dass nur die Abwasserbetriebe meiner Stadt den Auftrag erteilen könnten und ob Kostenvoranschlag hin oder her, es wird eh nach ausgeschriebenen EPs abgerechnet und der Preis bliebe der Gleiche.

    Da ich eine ungefähre Kosteneinschätzung meines Nachbarn hatten (und Preissprünge über 30 % nicht für möglich hielt ;-)) gab ich mich damit zufrieden... man will halt fertig werden. Nacher ist man leider immer schlauer.
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  9. #7

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    Hast du die geltende Satzung geprüft, ob das tatsächlich stimmt daß der Anschlußnehmer die Anschlußleitung im öffentlichen Bereich bezahlen muß?
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  10. #8
    Themenstarter

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    ja laut Satzung Dezember 2007 ist das leider der Fall.
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