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Stundenlohn und Anfahrtpauschale

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  1. #1

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    Stundenlohn und Anfahrtpauschale

    Hi,

    Handwerker bietet in seinem Pauschal Angebot Eventualpositionen an(Für Maßnahmen im Stundennachweis) ,
    dort werden Stundensätze Helfer , Facharbeiter gelistet, und Anfahrt für Arbeiten im Stundennachweis.

    Nun möchte der handwerker wie folgt abrechnen:

    Tag 1: 8:00 bis 17:00 , 8 Stunden Facharbeiter, 8 Stunden Helfer, Anfahrtpauschale 21 (70 km x 30 cent)

    Nun waren die Handwerker um 9:00 auf der Baustelle, und sind um 16:00 gefahren(1 std pause), das heißt die stellen Ihre Fahrtstunden voll in Rechnung.
    (Handhabt jeder Handwerker anders, weiß ich) , sind also 4 Stunden die wir voll bezahlen sollen(müssen) , macht dann 43EUR (Facharbeiter) x2= 86, + 34 (Helfer) x2 = 68, also 154 EUR für reine Fahrtkosten(pro Tag!), und als Bonbon noch ne Anfahrtpauschale von 21 EURo oben drauf...

    Macht bei 10 Tagen also 1540 EUR + mwst aus, wofür die nur im Auto sitzen mussten, erscheint mir bisschen viel, ein befreundeter Kurierdienst bekommt gerade mal 0,60 cent /km (was bei der Distanz ca 860 EUR wären)

    Frage 1:
    Darf man eine Anfahrtpauschale nehmen, wenn die die Fahrtzeit doch schon voll als Facharbeiter / Helfer Stunden Lohn abgerechnet wird?

    Frage 2:
    Darf man die Fahrtzeit als vollen Facharbeiter/Helfer Lohn überhaupt abrechnen?


    Danke
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  2. Stundenlohn und Anfahrtpauschale

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  3. #2
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  4. #3

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    ganz heißen eisen.
    ich unterschreibe rapportzettel nur sehr ungerne.

    aber wenn es sein muß, gehe ich davon aus, dass
    die anfahrt/rückfahrt des bauhandwerkers im stundenlohn
    inkludiert ist. bauhandwerker, die täglich auf der baustelle
    erscheinen, sind ja kein schlüsseldienst, oder ähnliches.

    ebenso wenig, kann ich schwerlich kontrollieren, ob ein
    lehrling im 3. lehrjahr, als geselle abgerechnet wird.
    (gesellenbrief auf der baustelle, zeigen lassen?).,

    noch kann ich kontrollieren, ob die fahrzeiten auch
    für andere baustellen, oder privatvergnügen in anspruch
    genommen werden.....
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  5. #4
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    Dem von Eric zitierten Text kann man entnehmen "es kommt drauf an"

    Was mich aber in erster Linie stutzig macht. Stundenlohnarbeiten sind ja für eher kleinere Ergänzungen gedacht.
    Wenn zusätzliche Arbeiten für 10 Arbeitstage anfallen würde man das doch normalerweise in einem Nachtrag regeln können.

    Anfahrtspauschale von 21 € kann hier wahrscheinlich nur einen Teil der reinen Fahrzeugkosten abdecken:

    2 Stunden Fahrzeit werden irgendwas zwischen 120 bis 180 km bedeuten
    rechnen wir mal 150 km mit günstigen 30 Cent/km gibt 45 €.
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  6. #5
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    Guten Morgen,

    danke für eure Antworten.


    Der Handwerker hat 70 km einfache Fahrt, es kamen immer Meister und ein Helfer.

    Die Handwerker sind (sollten) täglich auf der baustelle sein.

    Also ist grundsätzlich okay wenn die Ihre Fahrtzeit extra vergütet haben wollen, aber im Angebot stand eben nicht drin dass Fahrzeiten zu vollen Stundenlohn abgerechnet wird, ist mir erst aufgefallen als ich mal nach einer Auflistung gefragt habe, wo dann immer Uhrzeiten von 8:00 stand, obwohl die erst immer um 9:00 halb zehn auf der Baustelle ankamen, und bis 17:00 obwohl die meistens schon um 15:30-16:00 wieder weg fuhren.

    In dem Link von Eric steht folgendes:
    Dennoch kamen einige Kürzungen in Frage, da der Auftragnehmer Fahrtzeiten in die Stundenzahl hatte einfließen lassen. Die Berechnung der Fahrtzeiten als Stundenlohnarbeiten war nicht gerechtfertigt
    Gibt es da eine Vorschrift/Vorgabe, oder würde dass erst im Falle eines Rechtstreit festgelegt ob eine Kürzung gerechtigt fertig wäre?

    Habe nochmal den Zettel angeschaut sind keine 10 Tage, sind nur 5 (wo An/Abfahrt voll als Stundenlohn berechnet wurde) , gab wohl doch einige der extra Arbeiten die "beim Tagesgeschäft" nebenher gemacht wurden. Auch bei 5 Tage wären das noch ca 800 EUR.

    Ob der Helfer ein Geselle ist bezweifle ich, aber okay, ist ne andere Geschichte, mir gehts grad nur um die Fahrtkosten welche als vollen Stundenlohn abgerechnet werden sollen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von eltorito Beitrag anzeigen
    Also ist grundsätzlich okay wenn die Ihre Fahrtzeit extra vergütet haben wollen....
    nö, finde ich nicht ok.

    was machst du denn, wenn sie wegen z.B. vollsperrung der autobahn/landstrasse
    4 stunden im stau stehen? vergütest du dann die fahrzeit?

    bei der rückfahrt noch einmal in einem stau stehen.?
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  8. #7
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    muss man halt vorher vertraglich festlegen

    Bei der Abfrage des Stundenlohns sollte halt drinstehen, dass nur die Stunden auf der Baustelle vergütet werden.

    Man sieht mal wieder, dass es sinnvoll sein kann, einen guten Planer/Ausschreiber zu haben. Dann gibt es diese Diskussionen gar nicht.
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  9. #8
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    Na, okay finde ich das auch nicht deswegen frage ich ja.

    Stau rechnen die nicht Nur scheinbar Pauschal 1 Std, ich kenne deren Strecke und da stehn die garantiert im Stau.

    Das mit dem Planer habe ich mittlerweile mehr als kapiert durch andere probleme die wir hatten, lässt sich jetzt leider nicht mehr ändern.

    Wie soll man aber so etwas vorher regeln wenn z.b. Anfahrt, dann 2 Std Arbeiten, dann Regen,
    man kann nicht weiter arbeiten , dann 1 Std Abfahrt...

    Im Angebot steht Eventualpositionen:

    1. Stundensatz facharbeiter 43 EUR, Arbeiten welche nicht in den Positionen erfasst sind und gegen nachweis zur Ausführung kommen
    2. Anfahrt für Arbeiten im Stundennachweis 1 x pauschal 0,30 cent x 70 km

    Konkret geht es um den Einbau von Fenster, wo wir uns sowieso gewundert hatten warum der Einbau nicht im gesamt Angebot mit drin war, kann ja nicht so schwer sein abzuschätzen wie lange es dauert ein fenster einzubauen, vor allem wenn die Fenster im Holzrahmenbau eingebaut werden , wo die selber auch noch Aufmaß genommen haben, und es 100% passte.... aber okay auch erst zu spät gemerkt.

    Werde bei der Schlussrechnung unseren Architekt beauftragen dass er nochmal durchsehen soll, er muss eh noch paar mal kommen und abgeschlossene Arbeiten abzunehmen. Oder wer kann für uns die Schlussrechnung Prüfen, falls der Architekt sowas nicht macht?

    Also, wenn nichts vereinbart, gibt es kein gesetz oder ähnliches welches verbietet die Anfahrt so abzurechnen?
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  10. #9

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    ehrlich gesagt verstehe ich nicht (moralisch) warum die Anfahrt nicht (voll) berechnet werden soll. Wenn ein Handwerker um sagen wir 8.00Uhr in seinem Betrieb erscheint, beginnt sein Arbeitstag und muß auch vom Chef voll bezahlt werden. Der kann ja nicht hingehen und sagen: hast ja nur 1Std. jetzt zur Baustelle zu fahren, gibt Gehaltsabzug. Die Problematik mit Stau etc. kommt noch dazu. Klar, kann man teilweise oder vollständig auf die Fahrtkosten verzichten, dann muß man es aber in den Stundenpreis mit einrechnen. Dass man als Handwerker seine Zeit im Auto verbringt und das für den AG kostenlos, sehe ich als nicht gerechtfertigt an.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Pruefhammer Beitrag anzeigen
    ehrlich gesagt verstehe ich nicht (moralisch) warum die Anfahrt nicht (voll) berechnet werden soll. Wenn ein Handwerker um sagen wir 8.00Uhr in seinem Betrieb erscheint, beginnt sein Arbeitstag und muß auch vom Chef voll bezahlt werden.
    Was ist mit der Rückfahrt?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von eltorito Beitrag anzeigen
    Also, wenn nichts vereinbart, gibt es kein gesetz oder ähnliches welches verbietet die Anfahrt so abzurechnen?
    Hallo,

    wenn nur folgendes vereinbart wurde, ist doch eigentlich alles geregelt.

    Zitat Zitat von eltorito Beitrag anzeigen
    Im Angebot steht Eventualpositionen:

    1. Stundensatz facharbeiter 43 EUR, Arbeiten welche nicht in den Positionen erfasst sind und gegen nachweis zur Ausführung kommen
    2. Anfahrt für Arbeiten im Stundennachweis 1 x pauschal 0,30 cent x 70 km
    Die Anfahrtskosten wurden extra ausgewiesen und der Stundenlohn für Arbeiten auf der Baustelle klar deklariert.
    "Die Arbeitszeit" im Auto würde ich nicht bezahlen ... wenn, dann hätte der AN zusätzlich zu "pauschal 30cent/km" auch noch "pauschal 1Std zu 43,-" anbieten müssen.

    LG
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Pruefhammer Beitrag anzeigen
    Dass man als Handwerker seine Zeit im Auto verbringt und das für den AG kostenlos, sehe ich als nicht gerechtfertigt an.
    Das nennt sich Kalkulation ... und die wurde ja auch durchgeführt.
    Der Handwerker bekommt ja auch keine 43,- Lohn bezahlt.
    Wenn die 43,- nicht reichen, um zur Baustelle zu kommen, muss der AN eben anders kalkulieren und einen höheren Std-Lohn verlangen
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  14. #13
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    @pruefhammer

    Ich muss um 8:00 im Büro erscheinen, meine Anfahrt zahlt auch nicht mein Arbeitgeber, bei witterung, stau etc pp muss ich früher los, ich denke aber in meinem Lohn ist das schon irgendwo mit drin sonst würden mir am monatsende das geld für fahrtkosten fehlen
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    eltorito - du fährst auch jeden tag die gleiche strecke zu deiner brötchenverdienanstalt. beim handwerker ist das für den mitarbeiter der weg von zu hause zum arbeitsplatz seines brötchengebers. wenn er dort die stechuhr gedrückt hat, tickt die uhr beim brötchengeber. dann schwingt der handwerker sich in den werkstattwagen und fährt zur baustelle. in der zeit zahlt der brötchengeber auch den tariflohn des handwerkers.

    also wie immer - vorher klare vertragsverhältnisse schaffen und klären, ob wegezeiten im stundensatz enthalten sind oder ob die wegezeiten auf der uhr erscheinen.
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  17. #15

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    Meine Frage nach der Rückfahrt war übrigens nicht rhetorisch. Bei den Handwerkern auf meinem Bau war es tatsächlich üblich, dass sie zwar die Hinfahrt als Arbeitszeit angerechnet bekommen, die Rückfahrt allerdings in ihrer Freizeit erledigen. Wegen Pauschalangebot war das für die Abrechnung unerheblich.
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