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  1. #1

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    Armierung darf nach Antrocknen auch Frost haben?

    Guten Abend,

    wir haben bei unserem WDVS einen Sachverständigen hinzugezogen. Die Armierung war anstatt Soll 8mm -13mm mit Ist 4mm aufgebracht worden. Der Maler gelobt jetzt Besserung.
    Es sind noch mehr Mängel zu beheben und es wird ja jetzt kalt. Es hat schon immer mal wieder Nachtfrost bei uns.

    Der Sachverständige sagte uns, dass es bei der Armierung nicht so schlimm wäre, also nichts ausmachen würde, wenn diese nach dem Antrocknen Frost abbekommt. Also während der Verarbeitung und bis zum Antrocknen (man soll mit dem Daumen testen) muss es mind. 5 Grad haben. Angetrocknet wäre es oft abends schon. Wenn es dann Nachtfrost gibt, so wäre das nicht schlimm, die Armierung trocknet halt dann langsamer.
    Meine Frage an Euch: Stimmt das?

    Ich frage auch deshalb, weil der SV erst gesagt hat, dass man Fensterbänke mit nur 3 Grad nicht so lassen sollte und dann im Ortstermin plötzlich die Meinung umgeändert hat, dass die Vorschrift nicht so ernst genommen werden muss. Ich weiß nicht mehr, was ich von allem halten soll. Das mit den Fensterbänken habe ich schon mit der Firma klären können. Wir haben uns auf eine Nachbesserung gegen Aufpreis geeinigt, kommen aber immer weiter in den Winter hinein. Und das Gerüst ist schweineteuer. (haben wir stellen lassen).

    Laut SV müsste man beim Oberputz mehr aufpassen.
    Ich weiß jetzt nicht mehr genau, was er da dann noch gesagt hat, wie viele Nächte es da Plusgrade braucht. Weiß das hier jemand? Ansonsten muss ich halt nachfragen.

    Danke im Voraus
    Karin
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  2. Armierung darf nach Antrocknen auch Frost haben?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Keiner?
    Ich wollte noch ergänzen, es ist ein mineralischer Armierungsputz.
    Weiß jemand, ob man mit Planen den noch geringen Nachtfrost abhalten kann. Funktioniert so was?
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  4. #3

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    Verarbeitungsrichtlinien und ggf. technische Beratung des Herstellers heranziehen.
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  5. #4
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    Hallo,
    der technische Berater des Herstellers hat mir mitgeteilt, dass sie nicht für Endkunden zuständig sind und ich meine Anfragen doch bitteschön an meine Firma richten soll.

    Der technische Kundendienst war beim Ortstermin mit SV zu dritt mit auf der Baustelle. Die sind total pro Firma eingestellt (bekommen die da tolle Weihnachtsgeschenke??) Es wird viel mündlich behauptet, sogar entgegen der technischen Merkblätter, da sie mündlich nicht haften. Was ich dann aber enttarnt habe, indem ich beim Ortstermin Aussagen schriftlich wollte. Dann war Ruhe.

    Die Firma sagt, dass das schon geht...... (man hätte schon bei viel tieferen Temperaturen und man mache das nicht erst seit gestern...Das Übliche blabla)
    Wenn ich die zwingen soll, dass die beim Hersteller anfragen, dann ist Weihnachten und definitiv vorbei. Das heißt, neues Gerüst im Frühjahr stellen. Die drohen ja auch immer gleich mit Behinderung usw.. Ist es jetzt Behinderung, wenn ich nicht weiterarbeiten lasse?

    Im technischen Merkblatt steht auch nur, dass die Verarbeitungstemperatur mind. 5 Grad sein muss. Das haben die mir schon gezeigt. Dann steht weiter, dass es nach 24 oder 48 Stunden überarbeitbar ist und bei 20 Grad 1 mm pro Tag trocknet. Es steht eben nicht drin, dass es beim Aushärten auch 5 Grad haben muss. Schichtstärke wäre 5-7 mm.

    Deshalb habe ich ja hier gefragt.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    es gibt hersteller mit fähigem und willigen kundendienst ..

    lass dir die aussage "deines" sv erstmal schriftlich bestätigen ..
    ob das dann immer noch so konkret da steht?
    ich kann mir gut vorstellen, dass der textflucht begeht ..
    wofür ist der sv? für wdvs?

    die story mit dem vermurksten erst-wdvs und dem gerüst
    verstehe ich nicht ..
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  7. #6

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    Das mit dem Gerüst (Bauherr stellt) ist jetzt einfach mal Pech.
    Der Maler lehnt sich bequem nach hinten und wartet die wärmeren Frühjartemperaturen ab. Der Bauherr kann sich überlegen was günstiger ist, Gerüst mehrere Monate stehen lassen oder im Frühjahr neu aufzubauen.

    Das hätte alles gut laufen können, aber jetzt hast eine Sammlung von Problemen.
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  8. #7

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    Auch wenn dieser Strang ein Jahr alt ist, einer meiner Kunden steht derzeit exakt vor dem gleichen Problem. Ab nächster Woche solle die Armierung drauf, doch es ist bis minus 7, tagsüber nicht mehr als plus 4 gemeldet. Übernächste Woche Dauerregen, teils auch mit Nachtfrost. Ich poste das, damit künftige Bauherren die Gedankengänge eines Gerüstbauer nachvollziehen können. 4 Monate Mietzeit (Dez-März) können den Bauherren je nach Gewerk 5 - 8 Euro pro m² Gerüstfläche kosten. Bei 200m² können das 800 - 1600 Euro sein. Ein Abbau und Neuaufbau im April kostet bei der Menge den Bauherren (je nach Gewerk) eine Summe irgendwo zwischen diesen Angaben. Allerdings hat der Gerüstbau-Unternehmer bei "nur-Miete" absolut keine Kosten, hingegen bei Neuaufbau die vollen Lohn, Lohnnebenkosten und Kosten des Transportes. Lohn, LNK und Transportkosten machen beim Gerüstbau bis zu 70% der Kosten aus und drücken den Gewinn des Gerüstbauer deutlich, sodass jeder Gerüstbauer einen guten Winterpreis macht, eben für diese 4 Monate.

    Fazit : Gerüst über Winter stehen lassen und mit dem Gerüstbauer Pauschalpreis aushandeln.
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  9. #8

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    ich habe mir mal das Datenblatt vom Unterputz der Jungs mit den gelben Eimern angeschaut.
    Vom Prinzip werden die Hersteller sich alle nicht sooooo viel geben.
    Auch dort stehen 5°C drin.
    Warum stehen da 5°C drin?
    Weil sie wissen, dass Wasser, und das ist ein Bestandteil des Produktes, bei ~0^C gefriert.

    die 5°K Zuschlag (wie bei vielen Bauprodukten mit Wasser) geben Sie, so meine Meinung, um noch ein wenig Sicherheit zu haben,
    falls irgendein Supperschlauer auf die Idee kommt bei 1°C zu verputzen und vergisst, dass es Nachts vielleicht kälter wird.

    Wenn nun der Putz bei 5°C verabeitet wird und es Nachts vielleicht 0°C hat, dann wird vermutlich nichts passieren.
    Vielleicht auch nicht bei -1 und -2, aber irgendwann ist halt die Grenze erreicht, an der ein noch vorhandenes Wasser
    im Unterputz gefriert.

    Wenn nun die Kollegen Gipser sagen, sie hatten noch nie Probleme gehabt, so mag das sogar stimmen. Vielleicht hatten sie
    Nachts nur 0°C oder -1°C aber vielleicht hatten sie vor allem Nachts keinen klaren Himmel.
    Bei klarem Himmel kann der Schuß viel scheller nach hinten losgehen, da die Nacht nun plötzlich
    viel kälter wie erwartet wird.

    Ich würde etwas beständigeres Wetter abwarten. Das muss ja nicht bis zum nächsten Frühjahr dauern.
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  10. #9

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    eine Abdeckplane mit heizgeräten wäre keine Alternative ?
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  11. #10

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    Soll es unter der plane regnen?
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Nun habe ich eine Frage an jene, die es wissen sollten/müssten. Verputzer, Maler Architekten etc. Bitte schaut Euch die Temperaturen der nächsten zwei Wochen an. Fotoanlage. An der Wand befindet sich seit einigen Wochen nur die Isolierung : Kooltherm K5 10cm. Als Unter- und Oberputz kommt mineralisch zum Einsatz. Gestrichen wird dann auch noch. Ist das in der kurzen Zeit machbar? Ich stelle diese Frage a.) wegen den Temperaturen und b.) wegen der Trocknungszeit. Die blauen Angaben beziehen sich auf morgens ca 7 Uhr. Die roten Angaben nachmittags ca 15 Uhr.

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  14. #12

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    Generell gilt Außenarbeiten im Sommer und innen im Winter.
    Deine genannten mineralischen dekorprodukte brauchen Jeweils ein mind. Temperatur von 8 grad bei einer durchtrocknungszeit von 5 Tagen...
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