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Heizen mit Splitklimaanlage

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  1. #1

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    Heizen mit Splitklimaanlage

    So, der Winter rückt langsam näher und da wird es mal Zeit für einen Praxistest in Sachen Heizung:

    Ausgangssituation:
    43 qm Wohnfläche (Wohnzimmer, Küche), bisher geheizt über zwei Nachtspeicherheizungen (Küche: 2,7kW | Wohnzimmer: 3,5 kW)

    Diesen Winter wurden mit dem NSP in der Küche beide Räume geheizt. Verbrauch bei 20 Grad Raumtemperatur waren pro Nacht 26 kWh.

    Seit 1 Woche habe ich den Heizkörper in der Küche ausgeschaltet und dafür ein Splitklima Gerät im Wohnzimmer auf Modus "Heizen" laufen. Ergebnis: Stromverbrauch in der NT-Zeit waren 0,6 kWh.

    Ergibt folgende Kosten:
    NSP: 26 x 20,55ct = 5,34 €
    SK: 0,6 x 20,55ct + 1,2 x 26,92ct = 12,33ct + 32,30ct = 0,45 €

    So sieht das Bild zumindest bei Aussentemperaturen zwischen +3 und +10 Grad aus. Wie es sich entwickelt wenn es kälter wird, werde ich hier den Winter über berichten.
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  2. Heizen mit Splitklimaanlage

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  3. #2

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    Da scheinen wohl Äpfel mit Birnen verglichen worden sein. Ein COP von 14 ist wohl noch Utopie.
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  4. #3
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    Dann muss wohl der Stromzähler für den NT defekt sein. Zumindest hat der im NSP Betrieb 26 kWh gezählt und im SK Betrieb nur 0,6 kWH.

    Und das das Klimagerät in den 16 Stunden am Tag plötzlich mehr Strom verbraucht als in den 8 Stunden Nachts, ist unwahrscheinlich.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von PowerRail Beitrag anzeigen
    Und das das Klimagerät in den 16 Stunden am Tag plötzlich mehr Strom verbraucht als in den 8 Stunden Nachts, ist unwahrscheinlich.
    Wieso ist das unwahrscheinlich? Wurde tagsüber nicht geheizt?

    Wenn vorher 26kWh erforderlich waren um die Zimmer auf Solltemperatur zu bringen (bzw. zu halten) dann muss auch die Split-Klima diese Energiemenge in den Raum liefern. Je nach Gerät dürfte sie das bei den aktuellen Außentemperaturen mit einem COP > 4 schaffen. Die 1,8kWh el. sind daher nicht plausibel, zumindest nicht im Vergleich zum NSP.
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  6. #5

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    Irgendwie kann ich nicht glauben, dass ein 43 m² großer Raum, der bei Außentemperaturen zwischen +3 °C und +10 °C schon eine Heizlast von über 1000 Watt mit einem einzigen Gerät komfortabel und gleichmäßig beheizt werden kann. Meine Erfahrungen mit einem Deckengerät waren jedenfalls gegenteilig.

    Hast Du ein Wand- oder Deckengerät?
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  7. #6
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wieso ist das unwahrscheinlich? Wurde tagsüber nicht geheizt?
    Doch natürlich wurde tagsüber geheizt. Aber warum sollte das Gerät am Tag mehr Strom verbrauchen als Nachts (ok, man muss dazu sagen, dass sich tagsüber kaum jemand dort aufhält, also kein ständiges Tür auf, Tür zu).

    Wenn vorher 26kWh erforderlich waren um die Zimmer auf Solltemperatur zu bringen (bzw. zu halten) dann muss auch die Split-Klima diese Energiemenge in den Raum liefern. Je nach Gerät dürfte sie das bei den aktuellen Außentemperaturen mit einem COP > 4 schaffen. Die 1,8kWh el. sind daher nicht plausibel, zumindest nicht im Vergleich zum NSP.
    Die Frage ist ja, ob die 26kWH vom NSP erforderlich waren. Fakt ist, sie wurden verbraucht, damit auch Abends um 22 Uhr noch 20 Grad im Wohnzimmer waren. Natürlich waren es Morgens nach dem Aufladen auch mal 23 Grad. Die brauchte zwar keiner, aber waren halt trotzdem da.

    Zumindest sind das die Ergebnisse aus der Praxis. Einen NSP steuert man eben nicht so einfach wie ein Klimagerät. Der verbraucht seinen Stiefel und gut. Daher diese auf dem Papier unmögliche Verbesserung. Hier zeigt sich halt wieder mal die Lücke zwischen Theorie und Praxis.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Irgendwie kann ich nicht glauben, dass ein 43 m² großer Raum, der bei Außentemperaturen zwischen +3 °C und +10 °C schon eine Heizlast von über 1000 Watt mit einem einzigen Gerät komfortabel und gleichmäßig beheizt werden kann. Meine Erfahrungen mit einem Deckengerät waren jedenfalls gegenteilig.

    Hast Du ein Wand- oder Deckengerät?
    Also ich bin auch sehr erstaunt über das Ergebnis. Die ersten Tage dachte ich noch, ok der NSP hat noch Restwärme, die er abgibt. Aber seit 3 Tagen ist er ausgekühlt und die Temperatur in beiden Räumen ist durchaus angenehm. Ich hatte eher beim NSP das Problem, dass ein Temperaturgefälle zwischen Küche und Wohnzimmer war.

    Ist übrigens ein Wandgerät von einem Hersteller, welcher glaub ich jedes Jahr unter neuem Namen seine Geräte verkauft. Im Moment laufen die Geräte unter dem Namen wie eine amerikanische Topleveldomain und einem kleinen Fabelwesen mit Flügeln.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von PowerRail Beitrag anzeigen

    Die Frage ist ja, ob die 26kWH vom NSP erforderlich waren. Fakt ist, sie wurden verbraucht, damit auch Abends um 22 Uhr noch 20 Grad im Wohnzimmer waren. Natürlich waren es Morgens nach dem Aufladen auch mal 23 Grad. Die brauchte zwar keiner, aber waren halt trotzdem da.
    Dann kommt die Einsparung nicht nur durch die Split-Klima sondern auch durch die veränderte Nutzung.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Dann kommt die Einsparung nicht nur durch die Split-Klima sondern auch durch die veränderte Nutzung.
    Da kann man nun drüber streiten. Wenn die Splitklima durch andere Technik diese Nutzungsänderung erst möglich macht, ist sie auch ursächlich für die Nutzungsänderung und die dadurch resultierende Einsparung.

    Mein Anliegen war ja, den Leuten die sich Gedanken über ein Klimagerät als Heizungsalternative machen, Praxiswerte an die Hand zu geben, was überhaupt möglich ist mit so einem Gerät. Gibt ja noch genug NSP Besitzer, die sich davor scheuen in Zentralheizungssysteme zu investieren, weil die Anschaffungskosten teilweise astronomisch sind, ohne die Garantie zu haben, dass es sich überhaupt rechnet. Heute kauf ich mir ne Pelletheizung und in 10 Jahren kommt die große Holzkrise von 2025 und der Sack Pellets kostet mich soviel wie ein Kleinwagen.

    Das werde ich nun den Winter über beobachten, und meine Erfahrungen hier mitteilen.
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  11. #10

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    1,8 kWh / 24 h = 75 Watt. Ich kann jetzt die Geräte Deines Herstellers nicht einschätzen. Die Billigst-Klimas, die ich mal gemessen habe, brauchten schon alleine für den Lüfter am Innengerät über 30 Watt, so dass für den Betrieb des Kompressors und des Außenlüfters nur noch 45 Watt zur Verfügung standen. Das erscheint mir doch alles etwas weit hergeholt.
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  12. #11
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    Denkfehler!

    Der Kompressor und der Lüfter laufen ja nicht 24 Stunden am Tag, sondern nur wenn nachgeheizt wird.

    Bei 600 Watt Stromaufnahme wären das 3 Stunden am Tag oder 36 mal 5 Minuten am Tag.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von PowerRail Beitrag anzeigen
    Da kann man nun drüber streiten. Wenn die Splitklima durch andere Technik diese Nutzungsänderung erst möglich macht, ist sie auch ursächlich für die Nutzungsänderung und die dadurch resultierende Einsparung.
    Mit dem gleichen Argument könnte man dann aber auch eine neue Gastherme, Ölkessel oder Pelletkessel vertreten, denn die haben im Vergleich zu NSP auch Regelungsmöglichkeiten die mit NSP nie möglich wären.

    Ich habe gar kein Problem mit Split-Klimas, ganz im Gegenteil, ich habe sie schon mehrfach empfohlen (sofern sinnvoll). Sie passen aber nicht für jede Anwendung, und wenn man durch einen Vergleich mit einem NSP einen unglaubwürdigen COP propagiert, erweist man der Technik einen Bärendienst.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von PowerRail Beitrag anzeigen
    Bei 600 Watt Stromaufnahme wären das 3 Stunden am Tag oder 36 mal 5 Minuten am Tag.
    3 Stunden * 600 Watt * COP 4 = 7,2 kWh

    Das wäre wieder nur ein Drittel der Wärmeenergie, die die NSP abgegeben hat.

    Wo sind denn eigentlich die Sensoren für die Temperaturregelung montiert?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Das wäre wieder nur ein Drittel der Wärmeenergie, die die NSP abgegeben hat.
    Ja und nein. Je nach Dämmstandard des Gebäudes macht sich die abgesenkte Raumemperatur schon bemerkbar, während die NSP in der Nacht die Bude auf Saunatemperatur bringen. Deswegen hatte ich ja auch die veränderte Nutzung in´s Spiel gebracht. Wenn heute bei einem Kesseltausch pauschal 30% Einsaprung versprochen werden, dann kommen die nicht durch den Umstieg auf eine andere Heiztechnik, oder einen besseren Kessel bzw. Brenner, sondern dadurch, dass die neue Regelung in der Lage ist dem Bedarf entsprechend die Heizung zu steuern. Alter Regler können keine Heizkurve, vielleicht noch nicht einmal eine Nachtabsenkung, und halten die Bude 24/7 auf hoher Raumtemperatur.
    Bei NSP kommt erschwerend hinzu, dass diese in der Nacht geladen werden und da erst Recht viel Wärme in den Raum liefern. Ich kenne einige Häuser mit NSP, da herrschen in der Nacht Saunatemperaturen. Gleichzeitig muss ja auch noch die Masse des NSP "geladen" werden, damit er tagsüber zumindest noch ein bisschen Wärme liefern kann. Dieses Verhalten widerspricht an sich der Nutzung.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    1,8 kWh / 24 h = 75 Watt. Ich kann jetzt die Geräte Deines Herstellers nicht einschätzen. Die Billigst-Klimas, die ich mal gemessen habe, brauchten schon alleine für den Lüfter am Innengerät über 30 Watt, so dass für den Betrieb des Kompressors und des Außenlüfters nur noch 45 Watt zur Verfügung standen. Das erscheint mir doch alles etwas weit hergeholt.
    Wenn ich mir alleine die beiden Lüfter meiner LWP anschaue, braucht da EINER schon 70 Watt...... Das macht bei einem 24 Stundelauf sage und schreibe 3360 Watt!!
    Ich kann ehrlich gesagt die Werte nicht ganz abkaufen.
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