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  1. #1

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    Welchen Wandaufbau für optimalen Schallschutz

    es gibt zwar schon zahlreiche Threads in Bezug auf Schallschutz, aber meist geht es um Schallschutz von außen nach innen und/oder innerhalb des Hauses.

    Meine Frau ist Musikerin der Kauf eines Flügels ist schon fest eingeplant. Es geht darum Stress mit Nachbarn zu vermeiden, und Schall von innen nach aussen möglichst zu vermeiden. Ich würde einen einschaligen Wandaufbau bevorzugen, und nach Möglichkeit mit Generalunternehmer bauen - da ist die Auswahl oft stark eingeschränkt. Kurz ich will das Unmögliche :-)

    Bzgl. Wärmedämmung würde ich durchaus Kompromisse eingehen, solange der Schallschutz stimmt und Enev Vorgaben erfüllt werden...

    Ich hatte gedacht mit Porotonziegel ist recht guter Schallschutz machbar, aber wenn man auf den Homepages der Herstellern mal nachliest, geht es meistens in den Bereich von 48db bis ca. 52db (seltsamerweise z.B. bei S-10 bei 36cm 52,1 db vs 42,5cm 49,1db).
    Geht man bei einem Flügel von ca. 90 bis 95db (Klavier vlt. 85db?!) aus, sind 52db eigentlich nicht so wirklich toll... Nach ein wenig Suche denke ich, habe ich folgende Optionen:

    a) einschalig Porenbeton (nach ein wenig Googelei 50db bei 36.5, also erstaunlicherweise nur 2db besser als Poroton?!)
    b) einschalig Poroton (s.o.)
    c) mehrschalig, z.B. Kalksandstein + Porenbeton oder WDVS. Problem ist, das das gar nicht so oft von Bauträgern angeboten wird, und oft die tragende Kalksandstein so dünn ist, das am Ende beim Schallschutz auch gar nicht so bessere Werte rauskommen. Zudem nicht ganz preiswert...

    Zuletzt gibt es einige Anbieter mit Holzfertigbau, die an ihre Wände entweder (dünne) Ziegelschichten oder zementgebundene Platten mit einbauen, und behaupten auf Schallschutzwerte von 58 dB für die Aussenwand zu kommen (was ich irgendwie nicht so ganz glauben kann, aber lasse mich gern eines Besseren belehren...)

    Welchen Wandaufbau ist insgesamt noch am Besten geeignet?
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  2. Welchen Wandaufbau für optimalen Schallschutz

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Vorweg: Mache Dich mit den Begrifflichkeiten vertraut. Du scheinst Bauträger und GU synonym zu benutzen. Es ist nicht das gleiche!

    Es gibt mind. noch einen weiteren denkbaren Wandaufbau: Stahlbeton + WDVS oder hinterlüftete Vorhangfassade. Vorteil: maximaler Schallschutz möglich.

    Ein befreundeter Dirigent und Pianist hat sich ein skandinavisches Leichtbauhaus bauen lassen. Im Umkreis von mehr als 100 Metern hat er keine Freunde mehr unter den Nachbarn. Die "monolithischen" leichten Wandbaustoffe bringen alle keinen nennenswerten Schallschutz. Da hilft nur Masse, also KSV oder gleich StB und dann klappt's auch mit den Nachbarn.

    Für eine Musikerin wäre doch ein maßgeschneiderter Grundriss in jedem Falle sinnvoll, egal ob für Proben, Aufnahmen, Unterricht oder Hauskonzert. Da dürfte kaum ein Bauträger oder Katalog etwas passendes bieten!


    mit skeptischen Grüßen!
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  4. #3

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    Zitat Zitat von foobaratic Beitrag anzeigen
    c) mehrschalig, z.B. Kalksandstein + Porenbeton oder WDVS. Problem ist, das das gar nicht so oft von Bauträgern angeboten wird, und oft die tragende Kalksandstein so dünn ist, das am Ende beim Schallschutz auch gar nicht so bessere Werte rauskommen. Zudem nicht ganz preiswert...
    Warum ist es "nicht ganz so preiswert"? Kalksandstein + Dämmung ist doch billiger als Poroton mit gleichem U-Wert. Die ultimative Schallschutzwand ist IMHO Stahlbeton+Mineralwolle+Luftschicht+Klinker. Aber Kalksandstein tut es auch, wenn es "nur" ein Konzertflügel ist.

    Aber denk an Fenster! Das beste Mauerwerk bringt nichts, wenn man keine Schallschutzfenster hat. Bei mehr als 45 db wird richtig teuer...
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  5. #4

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    Zitat Zitat von foobaratic Beitrag anzeigen
    es gibt zwar schon zahlreiche Threads in Bezug auf Schallschutz, aber meist geht es um Schallschutz von außen nach innen und/oder innerhalb des Hauses.

    Meine Frau ist Musikerin der Kauf eines Flügels ist schon fest eingeplant. Es geht darum Stress mit Nachbarn zu vermeiden, und Schall von innen nach aussen möglichst zu vermeiden.
    Im Prinzip ist es egal ob Schall von innen nach außen oder von außen nach innen, die Schalldämmung wirkt in beide Richtungen gleichermaßen.
    Ein Unterschied kann sich aufgrund der Schallabsorptionsfähigkeit der Oberflächen und der Raumgestaltung ergeben, sprich der aufgrund der Oberfläche verursachten Absorption oder Reflexion des Schalls.

    Wie oben schon angesprochen, muss man dabei alle Bauteile betrachten, nicht nur die Wände. Vor allen Dingen die mehr oder weniger großen Fensterflächen können sich hier negativ bemerkbar machen weil deren Schalldämmung bei typischen Fenstern mehr als 10dB geringer ist als die Schalldämmung der Wände.

    Wenn Schallschutz oberste Priorität hat, dann würde ich den Flügel in einen Kellerraum verbannen. Da hilft das umgebende Erdreich sowie eine Betondecke mit den Schall nach draußen deutlich zu reduzieren. Muss der Flügel in das "Wohnzimmer", dann sollte man sich damit anfreunden, dass es mit den typischen Aufbauten einer Gebäudehülle nicht gelingen wird den Schall so zu dämmen, dass draußen nichts mehr zu hören sein wird.

    Nebenbei bemerkt, man muss auch bedenken, dass die Schalldämmung bzw. das Schalldämm-Maß frequenzabhängig ist. Ein Schalldämm-Maß von 50dB(A) sagt noch nichts darüber aus, wie gut die Wände den Schall bei niedrigen Frequenzen dämmen. Ein Konzertflügel umfasst um die 8 Oktaven wenn ich mich richtig erinnere, wir haben also eine Menge Töne im Frequenzbereich 15Hz-100Hz die bei den Messungen gar nicht erfasst werden, und noch mehr Töne bei denen das Schalldämm-Maß der Wand weitaus geringer ist als der angegebene Wert vermuten lässt.

    Ich würde mir überlegen, welche Anforderungen wirklich notwendig sind, damit diese nicht zu hoch geschraubt und mit einer typischen Wandkonstruktion unmöglich werden. Sonst landest Du bei einer Betonwand mit 1m Dicke und einem Raum ohne Fenster.
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  6. #5

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    Mann kann auch Kellerräume sehr schön und wohnlich bauen, dass wäre jetzt für mich das Naheliegenste.
    So sind auch andere Personen im Haus vor dem Schall geschützt. Deine Frau könnte die Nacht durchgehend proben und du trotzdem erholsam schlafen. Solltet ihr Kinder planen entsteht spätestens hier ein Interessenkonflikt zwischen dem Musizierbedarf deiner Frau und dem Schlafbedarf der Babys.
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  7. #6

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    Optimalen Schallschutz erreicht man mit Masse-Feder-Masse. Also nicht mit monolithischen Wandaufbauten oder monolithisch + direkt aufgebrachte Dämmschale (egal welcher Konstruktion).
    Die Frage nach dem Schallschutz impliziert ja auch den innerräumlichen. Ein klassischer Kubus wird den akutischen Ansprüchen einer Profimusikerin sicher nicht genügen, Nachhallzeiten müssen begrenzt werden, ggf. Reflexionen "in Schach gehalten" werden usw.

    Das ist eine zumindest Planungs- für mein Empfinden auch Umsetzungsvorgabe, die ein normaler GÜ nicht leisten kann. Hier werdet Ihr zumindest um eine individuelle Planung durch einen Architekten, ggf unter Einbeziehung eines Akustikers nicht umhin kommen.
    Ob dann die Umsetzung auch durch einen Acrhitekten in Einzelvergabe oder einen GU erfolgt, ist eine zweite Frage.

    Klavier und Flügel bedingen meines Wissens auch eine gewisse Konstanz des Raumklimas, könnte also KWL, ggf. mit Befeuchtung/Feuchterückgewinnung bedeuten.
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  8. #7

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    Die Musikerin in den Keller zu verbannen klingt erstmal unfreundlich ist aber genau der richtige Weg. Das ganze geht aber nicht mit schlüsselfertig-Systemschiebern.
    Architekt und am besten Bauphysiker/Akustiker auf die Seite und Geld für einen xxxxxxxxxxx-Keller einkalkulieren mit geschlossenem Treppenauge und zwei Schallschutztüren, keine/wenige Durchdringungen.
    Es müssen definitiv Berechnungen im voraus gemacht werden, weil Nachhallzeiten und Raummoden vorherbestimmt werden müssen.
    Schallhärte kann das Vorhaben verhageln.
    Ist schön, wenn der Schall nicht spazieren geht, aber er muss auch den Ohren gefallen.
    Kann aber alles geplant werden.
    Geändert von mls (09.12.2015 um 08:40 Uhr) Grund: markenname ge-x-t
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    gehts um ein freistehehendes gebäude? efh?
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  10. #9

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    Wenn man den Flügels in ein großes Zimmer stellt wie z.B. Wohnzimmer und große Fensterfront hat, dann bringt der beste Wandaufbau gar nichts.
    Man sollte für den Flügel einen Raum auswählen und diesen Extra behandeln. Ambesten baut man ein Raum im Raum. DAs machen viele Schlagzeug spieler.
    Man muss nicht das ganze Haus jetzt super Schalldämmen.
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  11. #10

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    Ich mag diese blinkenden Smilies eigentlich nicht, aber in dem Fall..



    Du bist ahnungslos, sorry.
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  12. #11

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    Welchen Wandaufbau für optimalen Schallschutz

    Profi-Musiker(innen) möchten ihre Zeit am Instrument im Wohneigentum gerade nicht im Keller oder einer schalldichten Kabine verbringen, sondern in einem Raum mit Aufenthaltsqualität. Insofern halte ich die Vorschläge zur Kellernutzung nur für eingeschränkt sinnvoll. Auch einen Konzertflügel eine üblicherweise steile Kellertreppe hinunter tragen zu lassen, halte ich für nur wenig praktikabel. Ob allerdings das gesamte Haus intensiv gekapselt werden muss, ist in der Tat abhängig von den sonstigen Entwurfsaspekten zu prüfen.

    Zum Thema schlafende Babys: Wie funktioniert eigentlich bei Musikerinnen der vorgeburtliche Schallschutz für's Kind?


    mit skeptischen Grüßen!
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  13. #12

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    @Markus
    Gibts den Begriff wirklich markenrechtlich geschützt? Sollte eine Ironie-Verballhornung sein...
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  14. #13

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    Die Planung hat zwei Probleme zu lösen:
    Raumakustik (damit es der Musikerin gefällt) und Schalldämmung damit die Nachbarn (und Mitbewohner?) nicht gestört werden.

    Man kann das lösen, vor allem im Keller.

    In einem EFF in den Wohngeschossen halte ich die Realisierung für sehr schwierig, auf jedenfall aber deutlich teurer.
    Man kann Keller auch lichttechnisch pimpen, Musiker kennen Studioräume...da gibts stellenweise ganz nettes Ambiente.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    off .. topic:

    Zitat Zitat von Bughandle Beitrag anzeigen
    @Markus
    Gibts den Begriff wirklich markenrechtlich geschützt? Sollte eine Ironie-Verballhornung sein...
    fütter mal eine suchmaschine ..
    ob markenschutz eingetragen oder nicht, ist wurscht - der begriff
    hätte direkt zu einem der grossen kistenschieber geführt.
    was da bautechnisch dahintersteckt, ist eher allgemeingut, ob
    erstrebenswert oder für die frage ultimativ wichtig, müssen wir
    hier nicht diskutieren, so lange nicht grundlagen des TE geklärt
    sind.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Zum Thema schlafende Babys: Wie funktioniert eigentlich bei Musikerinnen der vorgeburtliche Schallschutz für's Kind?
    Da haben die Mütter sowieso keine Zeit für sowas.
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