Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Ludwigsburg
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    9

    Elektronistallation in Decke mit/ohne Leerrohr

    Hallo,

    ich bin gerade am Bauen und habe so meine Zweifel, ob der Elektriker "nach Norm" installiert, oder einfach nur sparen will:
    Im UG hat er die Leitungen in der Decke (Elementdecke mit Ortbeton) für die Zuleitung vom Sicherungskasten, für die Lampenauslässe in der Decke und für die elektrischen Rollläden nicht in Leerrohren, sondern einfach offen unter der Bewehrung auf den Elementdecken verlegt (z.B. auch für diese Kaiser Halox-P Einbaugehäuse). Die Löcher durch die Decke für die Lampenauslässe in der Decke des UG hat er vor dem Ortbetonieren der Decke mit Bauschaum aufgefüllt.

    Meine Fragen:
    1. Ist das nach Norm (noch) zulässig?
    2. Was ist der Vorteil/Nachteil von Leerohren zu offener Verlegung?
    3. Warum (was ich irgendwo gelesen habe) soll es in D Vorschrift sein, die Kabel bei Leerverrohrung erst nach dem Betonieren durchzuziehen (macht für mich keinen Sinn)?
    4. Wie wird das Loch durch die Decke für die Leerrohre normalerweise bei Elementdecken vor dem Betonieren abgedichtet, dass kein Beton durch den Zwischenraum zwischen Leerrohr und Loch / oder durch defekte Leerohre nach unten fließt? Bauschaum zu verwenden ist doch hier ok, oder?
    5. Was würdet ihr mit für die Decke zwischen EG/OG raten?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Elektronistallation in Decke mit/ohne Leerrohr

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Teltow bei Berlin
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    1,447
    was für Kabel hat er dafür verwendet ?
    NYM (weiss bzw. grau) oder
    NYY (schwarz)

    Erstes darf icht allein im Beton liegen, das NYY schon.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Ludwigsburg
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    9
    Zitat Zitat von Kater432 Beitrag anzeigen
    was für Kabel hat er dafür verwendet ?
    Vermutlich NYY. Auf jeden Fall waren es schwarze und sahen robuster aus als NYM.

    Wie sieht es mit meinen anderen Fragen aus? Vorteile/Nachteile?

    Ich kann mir nur den Fall vorstellen, dass irgendwann in 50 Jahren das Haus grundsaniert werden muss und dann die alten Kabel gegen neue leichter ausgetauscht werden könnten, wenn Leerohre da sind. Um aber ehrlich zu sein...wer weiß schon, was in 50 Jahren ist.

    Anderer Fall wäre, weil das Haus vermietet wird, dass der Mieter die Deckenauslässe irgendwie abzwicken könnte, weil sie für ihn zu lang sind (das machen z.B. Laien). Oder er bohrt, um die Deckenleuchten zu befestigen, zu tief und in die Kabel rein.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    04.2013
    Ort
    Sachsen
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    1,059
    Zitat Zitat von tnn1985 Beitrag anzeigen
    Vermutlich NYY. Auf jeden Fall waren es schwarze und sahen robuster aus als NYM.

    Wie sieht es mit meinen anderen Fragen aus? Vorteile/Nachteile?
    Vorteile: deutlich geringere Kosten,schnellere Installation, weniger Leerrohre im Beton (Statik), keine Rauchausbreitung oder Zuglufterscheinungen
    Nachteile: keine Auswechselbarkeit (bei ausreichender Adernanzahl der Kabel aber eher kein Problem)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    02.2014
    Beruf
    Ingenieur (Dipl.-Inf.)
    Beiträge
    1,197
    Ich habe bei mir Leerrohre in die Decke gelegt.
    Gerade wenn z.B. auch Lüftungsrohre in der Decke verlegt werden, gibt es aber auch Platzprobleme.

    Zugerscheinungen gibt es nur dann, wenn man mit dem Rohr die Dichtigkeitsebene durchbricht, macht man aber idR nicht, außer evtl. bei Außensteckdosen und Lampen, aber im Innenraum eher nicht.

    Der Elektriker hat bei mir Leerrohre direkt auch mit der Leitung verlegt (EG-Decke), ich habe im OG nur Leerrohre verlegt.
    Grund: wenn ein Leerrohr geknickt ist oder so und es ist eine Leitung drin, dann steckt die fest und das Leerrohr ist unbrauchbar.
    Ist es jedoch leer, dann bekommt man ggf. ein paar Einzeladern trotzdem durch!

    Wenn man die Rohre ein wenig größer wählt (habe grundsätzlich 25er genommen) dann ist man auch flexibel was spätere Umbauten angeht.

    Bauschaum wurde bei mir auch verwendet. Der muss danach nur entfernt werden.
    Irgendwie verträgt der sich nicht mit der Bewehrung oder so, hab ich hier mal irgendwo gelesen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    12.2010
    Ort
    Niedersachsen
    Beruf
    Software-Entwickler
    Beiträge
    3,936
    Zitat Zitat von tnn1985 Beitrag anzeigen
    Anderer Fall wäre, weil das Haus vermietet wird, dass der Mieter die Deckenauslässe irgendwie abzwicken könnte, weil sie für ihn zu lang sind (das machen z.B. Laien).
    Mein Elektriker hat das auch so gemacht. Scheinbar kein Profi.

    Was machen denn Profis mit zu langen Kabeln?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  9. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Ludwigsburg
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    9
    Also ich schließe mal aus den Antworten, dass es zumindest keine Vorschrift gibt, Leerrohre zu verlegen.

    @karo1170: Das mit der Statik ist natürlich so ein Punkt...

    @SirSydom: Ja klar geht kein Kabel mehr durch, wenn das Leerrohr geknickt wird, aber dann hab ich ja auch zumindest schon ein Kabel drin. Wenn ich nur Leerrohre verleg, kann es doch sein, dass da zum Beispiel ein Leck im Leerrohr ist und das komplett mit Beton vollläuft. Dann bin ich total angeschissen.

    @mastehr: Ich kann mir halt vorstellen, wenn alle 2 Jahre ein neuer Mieter kommt und jeder Mieter seine Lampen aufhängt, dass da ein hoher Verschleiß auftritt (im Gegensatz zu selbstbewohnten Häusern). Den Mietern wird sowas ja auch völlig egal sein, ob dann der nächste Mieter ein Problem hat. Hab da vielleicht ein wenig Vorurteile, aber ich sehe halt das hohe Risiko wenn da was passiert. Bei der normalen Wand sind die Kabel ja nur unter Putz, in der Decke liegen sie aber oberhalb der Betonschicht vom Werk. Da kann keiner mehr Leitungen austauschen. Und dann Leitungen in der Decke unter Putz verlegen ist sicher aufwendiger. Ich will es halt gleich richtig machen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #8

    Registriert seit
    06.2015
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    81
    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    ...Was machen denn Profis mit zu langen Kabeln?
    Auf jeden Fall nicht bündig abkneifen und zuspachteln...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen