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Teilweise Erneuerung der Unterspannbahn USB von Innen bei vorhandener intakter USB

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  1. #1

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    Teilweise Erneuerung der Unterspannbahn USB von Innen bei vorhandener intakter USB

    Moin Bauexperten!

    Wahrscheinlich stoße ich jetzt ein brandheißes Thema an: Unterspannbahn von Innen erneuern (nicht einbauen!)

    Für meinen Fall habe ich leider noch nichts im Netz gefunden. Deswegen möchte ich mir hier mal einige Meinungen abholen.

    Ich bitte drum, die Diskussion sachlich zu führen!!


    Mein Haus ist Baujahr 1979 mit wertigen Qualitätsmaterialien fachmännisch ausgeführt. Da ich im 1. OG die Vertäfelung durch Gipskarton austausche möchte ich gleich das vorhandene Dämmmaterial austauschen (sonst muss ich das irgendwann nochmal neu machen).

    Vorhandene Dämmung ist 12cm alukaschierte (Dampfsperre) Mineralfaser mit uw=0,50. Die Dampfsperre der (Alukaschierung) ist mit der Schulnote 3- verlegt. Also manchmal ganz anständig. In Ecken etc. gefrickelt. Sparrentiefe ist 14cm. Also teilweise 2cm Luft zur Folie. Wobei ich an einer Lüftungswirkung zweifle. Fast ständig liegt die Dämmung doch an der Unterspannbahn an.

    Meine Dämmung ist nur in dem Teil der Dachschräge bis zur oberen Geschossdecke und in der obereren Geschossdecke selbst.

    Meine vorhandene vollkommen intakte Unterspannbahn ist eine D**ken Delta SPF mit SD Wert von 3. Sie ist anständig verlegt von der Traufe bis zum First.

    Die Sparren werden nun auf 16cm aufgedoppelt. Eingesetzt wird 16cm 0,35 I**ver G3 touch Mineralfaser und I**ver Klimamembran SD = ~3 als Dampfbremse im Innenbereich. Da ich mit der Dämmung ganz an die Folie will und muss (mehr Dämmstärke) bekomme ich "natürlich" Probleme mit meiner Unterspannbahn, da diese relativ dicht ist (da ich jetzt eine Klimamembran anstatt einer Dampfsperre habe).

    Ich hab mit D**ken telefoniert (da es eine Delta SPF ist). Der gute Mann hat mir folgendes gesagt. Offiziell darf er mir nicht sagen, dass man die Mineralwolle bis an die Folie schieben sollte. Es entspricht nicht den Regeln der heutigen Technik. Er würde es jedoch riskieren.

    Meine alternative Idee, die meine hauptsächliche Fragestellung ist, wäre folgende:

    Ich möchte dort wo in der Schräge das Dämmmaterial an der Folie anliegt die Unterspannbahn durch eine diffusionsoffene austauschen/ersetzen. Relativ simpel. Ich schneide ein Rechteck der vorhandenen SPF Folie aus mit ca. 2cm Rand. Dann nehme ich die neue Unterspannbahn und lege diese von Innen drauf und verklebe sie mit I**ver Klebebändern von Innen. Im Unteren Bereich wo theoretisch Feuchtigkeit zwischen die Folien und den Kleber eintreten kann klebe ich zusätzlich von Außen einen Streifen auf (jedoch von Innen ausgeführt).

    Mein Dach bzw. die Ziegel sind grundsätzlich dicht.

    Mir ist bekannt, das dies nicht fachmännisch korrekt ist. Bis das Dach aber neu gemacht wird gehen noch 5-10 Jahre ins Land. Mir fällt kein Grund ein, warum dieses Konstrukt nicht zumindest bis dahin funktionieren sollte. Das einzige was ich mir vorstellen könnte ist das der Kleber des Klebebandes versagt?! Dann hätte ich aber noch die Lösung mit Holzleisten links und rechts im Petto Nur ohne Holzleisten gehts halt schneller und man kann die Dämmung "sauberer" einbringen.

    Momentan kommt eine Dacherneuerung noch nicht in Frage.

    Mit besten Grüßen

    europeke
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  2. Teilweise Erneuerung der Unterspannbahn USB von Innen bei vorhandener intakter USB

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wie du selber sagst, ist es eine Schnappsidee. Da du selber bauphysikalisch nicht sonderlich geeignet arbeitest würde ich dir empfehlen das alte Zeug drin zu lassen, eine Luftdichtigkeit zu ziehen - die gehört im Anschluss geplant und im Schichtenpaket - und dann die neue Innenverkleidung aufzubringen. Grundsätzlich würde ich dir von einer feuchtevariablen DS abraten und entweder auf Folien größer sd_5m setzen oder zum OSB in 15-18mm raten. Vorher sollte sich ein Statikus oder Zimmerer den Dachstuhl ansehen, ob das zusätzliche Gewicht keinen negativen Einfluss auf das Tragkonstrukt hat.

    Die Dämmung würde ich bei einer Umdeckung entsorgen lassen und neue, dem Sparrenquerschnitt entsprechende, Dämmung einbringen lassen - ggf. bei OSB über Ausflocken nachdenken. Das Geld jetzt in eine Ertüchtigung des Dämmstoffes zu setzen halte ich für verschenktes Geld. Du bringst lediglich 4cm mehr Dämmung ein, zwar mit einer besseren WLG aber man sollte sich von der Wirtschaftlichkeit nun keine Wunder erhoffen. Zu mal du ein potenziell krebserregenden Stoff (KMF) ausbaust und gerade im Innenraum entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen musst um eine Kontamination der umliegenden Räume zu verhindern! Den Aufwand, der da theoretisch Betrieben werden muss frisst deine Einsparung ganz schnell wieder auf.
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  4. #3
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    Bitte erläutere warum die Schnappsidee nicht funktioniert.

    Ich möchte wissen ob mein Prinzip funktionieren kann. Wenn es nicht funktioniert: Warum nicht?

    D**ken sagt kann man machen
    Dachdecker mit 30 Berufsjahren sagt mach das so

    Ich möchte keine Alternativen aufgezeigt haben (ausgenommen Ideen, die es ermöglichen so vorzugehen).

    Wenn ich könnte würde ich mein Dach (über 300qm) vom Fachmann komplett neu machen lassen. Kann ich aber nicht!

    Die gesamte Aktion kostet mich an Material gerade mal 2500 €. Also wirklich sehr überschaubar.

    Bzgl. Kontaminierung bin ich als SiFa sehr umsichtig und habe entsprechende PSA lt. BG Bau Empfehlungen.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von europeke Beitrag anzeigen
    Bitte erläutere warum die Schnappsidee nicht funktioniert.
    Unterspannbahnen kleben nicht von hinten, da in der Regel eine Filzkaschierung. Entsprechende Klebebänder werden mit der Oberseite geprüft, was die auszuhaltende Wassersäule angeht. Beim Einarbeiten der Dämmung ist es möglich keinen Durchhang in der Bahn mehr zu haben, damit wird anfallendes Wasser zur Klebeverbindung geleitet. Gibt es überhaupt eine Konterlattung?

    Ich möchte wissen ob mein Prinzip funktionieren kann. Wenn es nicht funktioniert: Warum nicht?
    Siehe oben, lebe damit oder frage hier nicht nach. Ich kaue dir sicherlich nicht alles Haar klein durch. Selber lesen ist trumpf - Infos gibt es hier zu genüge.

    D**ken sagt kann man machen
    Dachdecker mit 30 Berufsjahren sagt mach das so
    Dann los. Wieso fragst du dann hier? Seeligsprechung? Mach ich nicht, weil ich den Aufbau für Käse halte.

    Ich möchte keine Alternativen aufgezeigt haben (ausgenommen Ideen, die es ermöglichen so vorzugehen).
    Gut die Intention lässt vermuten das es ab hier keinen Sinn mehr ergibt weiter zu diskutieren. Die Meinung steht und ich weiß nicht ob es Sinn macht gegen eine Wand zu argumentieren.

    Wenn ich könnte würde ich mein Dach (über 300qm) vom Fachmann komplett neu machen lassen. Kann ich aber nicht!
    Ich habe dir eine praktikable Alternative angeboten, ob du die nutzt ist ja deine Sache.

    Die gesamte Aktion kostet mich an Material gerade mal 2500 €. Also wirklich sehr überschaubar.
    2500 gegen ein derzeit noch funktionierendes System, wer bietet mehr? Aber klar, weil es so günstig ist sollte man derweilen ohne Sinn und Verstand handeln. Aber was sollst auch machen, die Fachleute haben es dir ja empfohlen.

    Bzgl. Kontaminierung bin ich als SiFa sehr umsichtig und habe entsprechende PSA lt. BG Bau Empfehlungen.
    Du hast n Unterdruckschleuse? Faserbindungsmittel? Staubsager Klasse H? Fortschrittlich - so was leisten sich in der Regel nur zertifizierte Unternehmen die Asbest abbrechen und fachmännisch entsorgen. Mehr wie den Hinweis kann ich nicht geben. Wenn du nun angefixt von deiner super Idee bist werde ich den Teufel tun dir das ausreden zu wollen. Meine Erfahrung zeigt, dass das eh keinen Sinn hat und dir mal eben die erforderlichen Kenntnisse in Bauphysik in den Schädel zu hämmern ist das Forum nicht da.
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  6. #5
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    Die Unterspannbahn ist eine Gitterfolie mit Perforierung. Beide Seiten scheinen identisch. Ein Vlies gibt es nicht von der Unterseite. Es wird zudem so geklebt, das das Klebeband nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Theoretisch könnte ich sogar von oben kleben (fummelig aber machbar).

    Eine Konterlattung ist vorhanden.

    Ich versteh nicht warum du so "agressiv" schreibst. Für Mineralfaser wechseln braucht man in so kleinen Dimensionen sicherlich hochdringend eine Unterdruckschleuse.

    Ich frage ganz gezielt hier, damit ich Haarkleine Detailinformationen kriege auf die vielleicht selber nicht direkt komme. Jeder kann freiwillig antworten. Das mit dem Vlies war z.B. schon eine gute Information. Hier stecken bestimmt jede Menge Leute die schon paar Erfahrungen gemacht haben.
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Avatar von saarplaner
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    Kalle hat es dir schon recht deutlich aufgezeigt, dass es aus mehreren Gründen eine Schnapsidee ist.

    Des Weiteren ist dieses Forum gem. seinen NUBs ausdrücklich nicht dafür da, dir eine Online-Planung zu erstellen und krude Ideen gesund zu beten.

    Wie Kalle schon sagte, nutze die Suchfunktion und lies nach, warum es nicht geht. Das braucht man nicht tausendfach neu aufzuzählen und klitzeklein zurechtgeschnitten häppchenweise zu erklären.
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  9. #7

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    Zitat Zitat von europeke Beitrag anzeigen
    Ich frage ganz gezielt hier, damit ich Haarkleine Detailinformationen kriege auf die vielleicht selber nicht direkt komme. Jeder kann freiwillig antworten. Das mit dem Vlies war z.B. schon eine gute Information. Hier stecken bestimmt jede Menge Leute die schon paar Erfahrungen gemacht haben.
    du kannst auch jemanden damit beauftragen, der diese erfahrung hat.
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