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Rissbildung nach Betonieren gegen Bestandswand

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  1. #1

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    Rissbildung nach Betonieren gegen Bestandswand

    Hallo,

    bei meinem Vorhaben erfolgt ein Anbau.
    Eine Stahletonwand, die Alt-und Neubau trennt wurde gegen eine bestehende Ziegelwand betoniert, getrennt durch Dämmung 30mm und Folie
    (wie auf einem Foto, aber andere Stelle)
    Beim Betonieren traten nun plötzlich große Risse auf, die unverzüglich abgestützt werden mussten. Nach Entfernung sieht es jetzt so aus
    (2. Bild).
    Es kamen wohl mehrere Dinge zusammen:
    -Treppenhaus, daher keine Stabilität durch Decke
    -Wand war nur 32 cm dick statt 45
    -Riss erfolgte direkt unter der Fußpfette des Daches
    -Die Wand wurde in einem hochbetoniert, anstatt zuerst den untersten Meter aushärten zu lassen.

    Fragen:
    - was ist zu tun? Reicht eine im wesentlichen optische Sanierung?
    - Ist generell etwas gegen Betonieren gegen Bestand einzuwenden, wenn nur Dämmung und Folie dazwischen? (wurde angedeutet)
    - wer steht gerade dafür?


    Danke!
    20151208_130438.jpg20151208_094147.jpg
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  2. Rissbildung nach Betonieren gegen Bestandswand

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Was war denn geplant und nach der Statik erforderlich? 45 cm und es wurden statt dessen nur 32 cm ausgeführt?
    Was stand im Leistungsverzeichnis der Baufirma? Dass sie eine 45 cm starke Betonwand auszuführen hat?

    Baust du mit GU, oder mit Architekt und Einzelvergabe der Gewerke?
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    was zu tun ist, kann nur der Statiker vor Ort definieren
    je höher der Riss, umso mehr Sorgen würde ich mir machen, da hat sich wohl die ganze Wand bewegt
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    ich fass das eher so auf, dass die beschädigte Ziegelwand dünner als erwartet war
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    @Manfred: ja, so könnte es gemeint gewesen sein.

    @Paul: wem gehört denn der Anbau mit der beschädigten Wand? Dir oder gar deinem Nachbarn?

    @all: Hätte da nicht jemand dafür sorgen müssen, dass zur Nachbarwand hin eine anständige Verschalung ausgeführt wird? Der Planer zum Beispiel? Ich habe mal mitgeholfen, eine Kellertreppe zu betonieren. Da war eine enormer Druck auf der Verschalung der Seitenwand.
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    na ja, gegen Bestand zu betonieren ist nicht so ungewöhnlich.
    Dass man dabei vorher prüfen muss, welchen Schalungsdruck die Bestandswand aufnehmen kann ist eigentlich selbstverständlich.

    Erst einmal benötigen wir die von Ralf angefragten Angaben zur Konstellation von Vertrag und Beteiligten.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo,

    Die Bestandswand (Vollziegel 1910) war nur 32 cm, während sonst im Haus 45 cm. Im Erdgeschoß hatte dies auch in gleicher Weise gut funktioniert.
    Offenbar hielt aber die OG Wand nicht so viel Gegendruck aus, weil auf ihr ja weniger lastet.
    Kann man wohl schon mal übersehen,aber ich denke die Baufirma hätte aufpassen müssen (obwohl eigentlich sehr kompetenter Polier)
    Bewegt hat sich die Wand wohl schon, 0.5 cm sind schon denkbar. Etwas wurde durch das sofortige Abstützen zurückgedrückt.

    Ich baue mit Architekt und Einzelvergabe.
    Ich wohne selbst noch im Bestand, deswegen hat mein Sohn auch bemerkt, als der Putz von der Wand rieselte...
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  9. #8
    Lebski
    Gast
    Das Wurde zu schnell hoch betoniert. Ist zwar verständlich bei der kleinen Menge, aber halt ein Ausführungsfehler.

    Man hätte ja von Anfang an innen Aussteifen können. Allerdings wären die Kosten extra dazu gekommen, also sollte man einen Kompromiss suchen, wäre nur Fair.
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  10. #9

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    Baust du wirklich mit Architekt?
    Kann mir eigentlich nicht vorstellen, denn kein Architekt würde solche Arbeiten zulassen. Ist ja lebensgefährlich wie da gearbeitet/betoniert wurde.
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  11. #10

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    haan
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    man fragt sich : was war das für ein Unternehmer der offensichtlich die Gegebenheiten
    nicht richtig eingeschätzt hat ??
    Die innere Wand war sicher zu dünn um den Druck der neuen Wand aufzunehmen.
    offensichtlich gibt es keine Statiker !!
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hallo,

    tatsächlich existieren alle diese Herren (und bekommen Geld). Meine Frage galt dem Blick nach vorne, d.h.
    a) zuputzen und fertig? oder
    b) Sanierung der Statik der Wand, Einbau von Stahlstützen/Matten ect?
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  13. #12

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    Als erstes würde ich die beiden Herren bitten, den Schaden ihrer Versicherung zu melden.
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  15. #13
    Inkognito
    Gast
    Hätte man ja ahnen können:

    http://www.bauexpertenforum.de/showt...=1#post1067519


    Weil man sowas eben nicht macht, alleine weil die dazwischengestopfte Dämmung am Ende auch nicht mehr da ist, wo sie hin soll, verwendet man hier Halbfertigteile, zumindest halbseitig. Wenn man sonst keine Halbfertigteile auf der Baustelle hat ist das natürlich ein Mehraufwand.

    Ob zuschmieren alleine reicht wird der nächste Sturm zeigen. Und wäre ich der Besitzer dieser Wand, dann würde ich allen Beteiligten den Vogel zeigen und das fachgerecht sanieren lassen.
    Wenn die Gurkentruppe das selber machen will, dann nur mit bauherrenseitiger Überwachung.
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  16. #14

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    Als Erstes Aufforderung an Bauleiter und ausführende Firma, die Daten ihrer jeweiligen Haftpflichtversicherung rauszurücken.
    Als Zweites einen unabhängigen Statiker herholen, der die Standsicherheit des Bestands prüft und Maßnahmen ermittelt.
    Wenn dabei nicht rauskommt, das alles weg muss, mal das Gehirn einschalten!
    Was machen 30 mm Dämmung, wenn mit ihnen erst eine Wand weggedrückt wird und dann mit ihnen X m³ durch Schieben der Wand weggedrückt werden.
    Und was macht die Betonschlämme dabei?
    Und was macht der Schall
    Und was die Betongüte

    Vor allem aber - was macht der Bauherr mit solchen - Experten?
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