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  1. #1

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    Finanzierung Neubau durch Bausparvertrag?

    Hallo,

    kurz zu uns:

    Er 28 Jahre (Vollzeit) Netto 2600
    Sie 30 Jahre (25 Stunden/Woche) Netto 1000
    2 Kinder (0 und 4 Jahre) Kindergeld 368
    ------------------------------------------------------------
    Zusammen: 3968 Euro/Monat (Ohne Wehnachtsgelder Urlaubsgeld etc)


    Wir wohnen momentan in einer Wohnung im Haus meines Vaters und sparen seit 1,5 Jahren 1700 Euro pro Monat.
    Die Wohnung haben wir vor 5 Jahren selbst ausgebaut was uns etwa 30k Euro gekostet hat.
    Die 30 K Euro bekommen wir nach dem Auszug wieder.

    Wir würden gerne ein Haus bauen wobei wir uns ein Limit von ca 400.000 Gesamtkosten gesetzt haben.
    Wobei wir mit den 30k für die Wohnung erst planen können wenn wir ausgezogen sind.
    Diese sollen dann in Außenanlagen etc fließen.

    Momentan vorhanden/geplant sind:
    - ca Tagesgeld: 30k
    - Bausparvertrag von Fuchs
    100tsder bespart mit: 40k
    - Entname alter Riestervertrag 7k
    - Treuerprämie Bausparkasse 2k
    -------
    Eigenkapital momentan zusammen also 79.000 Euro


    Wir haben beraten lassen und uns wurde folgende Finanzierung vorgeschlagen:

    - KFW Darlehen ohne Tilgung auf 10 Jahre, (angenommen 1,0 Prozent Zinsen) -> 100.000 Euro
    - Darlehen LaBo auf 10 Jahre, (angenommen 1,5 Prozent Zinsen) -> 100.000 Euro
    - Bankdarlehen auf 10 Jahre, (angenommen 1,75 Prozent Zinsen) -> 41.000 Euro
    - Fuchs Wohnbaurente abschließen, (angemommen 1,8 Prozent Zinsen) ->50.000 Euro
    ergeben: ---------------------
    291.000 Euro Kredit
    plus Eigenkapital: 79.000 Euro
    plus geld für Wohnung: 30.000 Euro





    - Neuen Bausparvertrag Abschließen zur Zinssicherung (Bausparsumme 250.000 Euro, Zuteilung in 10 Jahren, Darlehen zu 2,15 Prozent)
    Dieser ist in 10 Jahren Zuteilungsreif und soll die vorhandenen Kredite ablösen. -> Überdeckung ca 20k Euro



    -Der Bausparer soll vor Baubeginn ca 1,5 Jahre mit 975 Euro pro Monat bespart werden.
    Es sollen die ersten 10 Jahre Zinsen von LaBo, KFW und Bankdarlehen bezahlt werden und der Bausparvertrag zur
    Zuteilungsreife bespart werden. Monatiliche belastung 1403 Euro.
    Nach dem Tilgen der Kredite mit der Bausparsumme wird nach 13 Jahren mit 1525 Euro weiter bespart.

    Das heißt für uns:
    wir haben zu zahlen:
    1,5 Jahre 975 Euro/Monat
    10 Jahre 1400 Euro/Monat
    10 Jahre 1525 Euro/Monat

    Ich weis etwas viel Stoff, aber die Finanzierung ist für mich ziemlich undurchsichtig und deshalt auch schwer mit
    anderen Finanzierungsangeboten vergleichbar.
    Jetzt die Frage an euch. Macht so eine Finanzierung überhaupt Sinn oder will der Mann nur die Provision des Bausparvertrages?
    Uns wurde gesagt wir hätten dadurch das Haus in 20 Jahren abbezahlt und komplette Zinssicherheit.
    Kann der Vertreter uns einen Effektivzins errechnen wenn er WILL???

    Danke für lesen, ich freue mich auf Antworten.

    gruß Johannes Breit
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  2. Finanzierung Neubau durch Bausparvertrag?

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  3. #2
    MoRüBe
    Gast
    Natürlich will er nur seine Provision

    Die 100 k€ von der kfw setzen schon mal einen gewissen Energiestandard voraus.

    Dann ernsthaft, wer bei den aktuellen Zinsen nicht tilgt, der hat sie nicht mehr alle.
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  4. #3

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    Lass dir die 300k€ als reines Darlehen doch mit 10/15/20 Jahren auch noch durchrechnen (z.b. I...yp). Und anschließend mal excel Knechten was über die 20 Jahre wirklich getilgt wurde, wie viele Zinsen gezahlt wurden und so weiter. Das ganze ist kein Hexenwerk - und ich würde anstatt mit Annahmen mit ganz konkreten Zahlen rechnen.

    Und - 300k€ tilgen in 20 Jahren heißt da. 15k€ im Jahr (im Mittel, am Anfang weniger, am Ende mehr). Bei deinen Raten kommen pro Jahr ca. 17k€ zusammen. Da ist nicht viel Platz für Zinsen. Sieht also auf Kante genäht aus....
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  5. #4
    Themenstarter

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    Haltet ihr diese Finanzierungsvariante derzeit als kompletten unsinn?
    Kann der mir nicht einfach den Effektivzins berechenen?
    Ist diese Variante überhaupt sicher? In meinem Angebot steht auch dass der Termin der Zuteilung nicht garantiert ist.
    Welche Finanzierungsvariante würdet ihr wählen?

    Was würdet ihr machen?
    Mit welchen Zinssätzen muss man momentan bei einem normalen kredit rechnen?


    Vielen dank schonmal für die Antworten!!!!!!!!!!
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  6. #5
    MoRüBe
    Gast
    Zitat Zitat von wallo87 Beitrag anzeigen
    Was würdet ihr machen?
    Mit welchen Zinssätzen muss man momentan bei einem normalen kredit rechnen?
    Zinsrechner gesehen: irgendwas bei um die 2 % Tendenz wohl steigend(?)

    Wenn Du mich ehrlich fragst:

    Grundstücke bei Euch sind ja nicht so fürchterlich teuer. Ich würde zusehen, die Gesamtkosten drastisch zu senken, sprich, das Haus lieber ne Nummer kleiner nehmen.
    Die 100 von der kfw mitnehmen, die 30 als heimliche Reserve belassen.

    Dann Annuitäten und gut ist. So viel tilgen wie möglich. Hat sich immer als beste Lösung erwiesen
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  7. #6
    Themenstarter

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    Wir haben noch kein Konkretes angebot von einer Baufirma.
    Gesampreis wurde von unserem Berater geschätzt.

    Grundstückspreis ist jedoch schon ziemlich fix, weil wir schon eins rausgesucht haben.

    Grundstück 1000qm voll Erschlossen: 50.000 Euro
    Haus 145 qm mit Keller: 270.000 Euro
    Garage: 30.000 Euro
    Außenanlage und NK: 50.000 Euro
    ----------------
    Gesamt: 400.000 Euro

    Ich weis nicht wie realistisch das ganze ist. Würde auch gerne Eigenleistung einbringen.

    Der Grund warum wir nicht einfach länger sparen ist:
    Mitte nächsten Jahres wird das Baugebiet weiter erschlossen und wir müssten das Grundstück dann
    fest kaufen (ist momentan nur reserviert)
    UND die steigenden Zinsen...
    Ich könnte mit den vorhandenen Mitteln erstmal das Grundstück kaufen.
    Aber auf dem Grundstück ist bauzwang mit 1 Jahr und die Angst vor steigenden Zinsen bleibt.

    Deshalb hat er mit dem Bausparvertrag geworben der uns ja die günstigen Zinssätze von jetzt sichert.... hmmm

    @MöRüBe: mit den 2% Zinsatz reden wir von einem kredit mit 20J zinsbindung???
    da würde ich ja mit nem Annuidätsdarlehen genau das selbe zahlen...

    gruß
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  8. #7

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    Zitat Zitat von wallo87 Beitrag anzeigen
    Haus 145 qm mit Keller: 270.000 Euro
    Entweder habe ich massiv etwas falsch gemacht, oder NIE NIE NIE im Leben... Aber das werdet Ihr ja noch herausfinden.

    Ich schließe mich dem einen oder anderen hier an... wer nicht tilgt ist selbst Schuld. Gilt im Übrigen nicht nur heute sondern grundsätzlich immer.

    Ein Bausparvertrag nebenher zusätzlich! schadet natürlich nie, um Zinsänderungsrisiken bei 10jähriger ZiBi zu reduzieren, aber bei lange laufenden ZiBi total überflüssig. Ich würde zu Bausparern und auch Bauriestern immer nur dann raten, wenn diese ein konkretes Konzept verfolgen, und nicht weil es gerade der Berater anbietet ohne tiefergehende passgenaue Argumentation. Damit meine ich wirklich ein konkretes Konzept.

    Das Finanzierungsinstrument ist grundsätzlich das klassische Annuitätendarlehen bei einer Bank, einer Versicherung oder sonst wo...

    Faustregel zur Orientierung, ob der Berater einen über den Tisch ziehen will: Drittelregelung!
    1/3 Eigenkapital
    1/3 Bankfinanzierung
    1/3 Bausparvertrag

    Öffentliche Mittel und Fördermittel reduzieren die Bausteine, aber es bleibt dabei: Maximal 1/3 Bausparer (inkl. Riesteranteil)
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    Zitat Zitat von wallo87 Beitrag anzeigen
    Kann der Vertreter uns einen Effektivzins errechnen wenn er WILL???
    Ansonstem musst Du Dich eben hinsetzen und mal die Gesamtkosten der Finanzierung ermitteln, sprich angefangen bei Abschlussprovisionen bis der letzte Kredit komplett getilgt ist. Das ist zwar etwas Arbeit, aber ohne diese Vorarbeit kriegt man keinen Überblick.
    Schwierig wird es dann beim Vergleich mit einem Annuitätendarlehen nach Ablauf der Zinsbindung.

    Für meinen Geschmack sind da zu viele Bausparer im Spiel. Momentan lässt sich mit der Angst vor steigenden Zinsen gutes Geld verdienen. Es könnte aber sinnvoller sein das Geld lieber gleich in die Tilgung zu stecken. Ein Annuitätendarlehen mit 20 Jahren Zinsbindung wird man momentan kaum kriegen, zumindest "meine" Banken winken da sofort ab. Ersatzweise werden die Konditionen so unattraktiv gestaltet, dass jeder freiwillig die Hände von so einem Darlehen lässt.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von toxicmolotow Beitrag anzeigen
    Entweder habe ich massiv etwas falsch gemacht, oder NIE NIE NIE im Leben... Aber das werdet Ihr ja noch herausfinden.
    Warum nicht. Keller 40-50 Tsd bist noch bei über 1500€/qm Wohnfläche. Das ist kein Luxusdomizil aber durchaus was ordentliches (bei 1000qm würd ich aber eher das Haus etwas größer machen und den Keller weglassen sofern man sich dort keine Hobbywerkstatt einrichten will).

    Schließe mich Ralf an, dass dieses Konstrukt recht kompliziert ist für eine simple Hausfinanzierung. Einfaches Annuitätendarlehen ggf. auf 2 Verträge mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgeteilt (z.B. 10 und 15 Jahren) ist planbar und für jeden verständlich.
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