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BIM für das Handwerk?

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  1. #1

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    BIM für das Handwerk?

    Moin Moin,

    mal eine Frage an die Handwerksmeister hier im Forum. Für wie sinnvoll erachtet ihr das Etablieren von BIM-Verfahren (Building Information Modeling)? Doofe technische Spielerei oder längst überfällig um Fehler zu minimieren und effizienter in den Bauablauf zu starten? Für Architekten ist das wohl ziemlicher Alltag aber gerade für die Ausführenden - mal vom verstehen der Funktionsweise abgesehen - ist das am Ende doch nur technische Spielerei?

    Wie viele der Handwerksunternehmen sind schon in der digitalen Arbeit angekommen? Z. b das Serienmäßige Tablet im Auto für alltägliche Aufgaben. Ob nun Stundenerfassung, Aufmaß, Bestellungen, Formular-Dienst, Navi und vieles mehr. Wie sinnvoll ist eine Datenbank in dem jeder Einsicht nehmen kann, Änderungen sich aktualisieren usw. für den Ausführenden?
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  2. BIM für das Handwerk?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Für Architekten ist das wohl ziemlicher Alltag aber gerade für die Ausführenden
    Alltag in vielen kleinen Büros ist : Meine Insel
    Kleinster gemeinsamer Nenner : DWG und E-Mail

    und da klemmts schon oftmals an den Versionen ....

    Was willst du mit deinen internen Bearbeitungsdaten in der Öffentlichkeit ?
    Mich als Haustechniker interessiert nicht wieviele Peitschen bestellst um die Holzwürmer zu bändigen ich will blos wissen wo z.B. ein Balken von dir an der Baustelle rumlümmelt. Der Rest ist Info die keiner braucht ausser dir.

    BIM ist eine gute Sache, sie braucht allerdings unheimlich viel Disziplin.
    Wenn jeder das Gebäudemodell mit unnötigen Informationen vollmüllt ist der Punkt sehr schnell erreicht an dem das Projekt unbearbeitbar wird. Das fängt schon in der Detaillierung der Informationen an ...
    In der Praxis klemmts dann schon mal nur durch die Tatsache dass CAD Hersteller 1 bestimmte Features anders behandelt als Hersteller 2 ... da guckt dann schon mal ein Fenster übers Dach raus (passiert selten wenn generische Elemente eingesetzt werden, aber bei full-feature Varianten eines Herstellers passierts ... meistens ists das einfachste dann das Ding rauszulöschen und neu zu setzen damit man weiter arbeiten kann, allerdings nicht unbedingt im Sinne des Erfinders)... und schon hast wieder "Abstimmungsaufwand", meistens nicht zu knapp.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    KA was BMI ist.
    Ich habe unsere Fahrzeuge seit kurzen mit Ortungssystemen ausgestattet.
    Ich weiß jetzt zu mindestens mal schon wo die sich rumtreiben
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Was willst du mit deinen internen Bearbeitungsdaten in der Öffentlichkeit ?
    Wenn ich das System richtig verstanden habe geht es ja nicht zwangsweise um die Bearbeitungsdateien der Ausführenden - sondern viel eher eine sich aktualisierende Datenbank. Recht gebe ich dir natürlich, wer Interesse an meinen Datensätzen hat. Interessant könnte es aber gerade auf Baustellen sein mit fortlaufender Aktualisierung/ Planungsfehlern die Gewerkeübergreifende Relevanz hat.

    Mich als Haustechniker interessiert nicht wieviele Peitschen bestellst um die Holzwürmer zu bändigen ich will blos wissen wo z.B. ein Balken von dir an der Baustelle rumlümmelt. Der Rest ist Info die keiner braucht ausser dir.
    Eben. BIM stellt ja nur die "Datenbank". Änderungen sollten im Zweifel dem Urheber vorbehalten bleiben. Deswegen eben ja auch die Frage, in wie weit man das in den Büroalltag eines Handwerksunternehmen integrieren kann. Wenn man es jetzt als "Datenbank" versteht hat jeder Handwerkssoftware die Schnittstelle schon inne, wenn sie wohl auch nicht so heißt.

    Mark, BMI ist der Body Mass Index Ich meine aber BIM (Building Information Modeling). Das ist ein "Verwaltungstool" ersetzt quasi deine Pläne in Papierform gegen eine digitale Datenbank. Guckst du
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  6. #5
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    Jau
    Für mich sind oft genug DIN A0 zu klein.
    Das liegt nicht an der fehlenden Brille.
    Und jetzt so ein kleiner Pad???
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  7. #6
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    Brauchst du die Gesamtansicht? Vergrößerungen sind ja beliebig möglich. BIM ist ja nicht nur für die Ausführungszeit sondern auch darüber hinaus.
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  8. #7

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    Hallo,

    wir haben aktuell zwei Projekte in welchen es ähnlich gehandhabt wird. Der GU hat einen Server, auf welchem alle Pläne, Daten und Änderungen liegen. Man bekommt ein Nutzernamen und Passwort und kann dann auf alle Daten und Pläne zugreifen und auch bearbeiten, sofern man freigegeben ist. Ist natürlich Gewerksabhängig.
    Ich find es gut. Jedern ist auf dem gleichen Stand (Sofern er alles auch regelmäßig im Auge hat), außerdem muss man nicht Orderweise Pläne und Stundenzettel mit sich herum tragen. Tablet im Auto und gut.
    Firmenintern sind wir auch gerade am Umstellen. Stundennachweise kommen vom Tablet direkt als E-mail bei uns an. Leider gibt es noch keine Vernünftige App dafür. Wir haben auch online eine Cloud angelegt auf welcher alle auf das zugreifen können was sie brauchen.

    Ich glaube das es noch Jahre braucht, wenn es sich überhaupt durchsetzt. Die ganze Sache hat auch viele negative Seiten. Wenn aber die Mitarbeiter mitziehen find ich persöhnlich eine gute Sache.

    LG
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  9. #8
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    DanVet, es gibt von den größeren Softwarehäusern die sich auf Handwerksprogramme spezialisiert haben schon Apps/ Modul zur mobilen Zeiterfassung - z. B über das Einscannen eines Barcodes auf dem entsprechenden Auftrag. Ist nur die Frage ob man sich die Software leisten will.

    Die Kosten für eine gute Software, die gepflegt und aktualisiert wird sind aber schon vernachlässigbar, wenn man überlegt welche Zeit dabei eingespart werden kann.
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  10. #9

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    Nur weil ein Problem digitalisiert wird, ist es noch lange nicht gelöst. Es ist und bleibt ein Problem.

    An sich gibt es ja schon lange eine Cloud, nennt sich Bauleiter wenn ich mich richtig erinnere. Wie gut das funktioniert, das wissen die Praktiker wohl besser als ich. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass alle nur noch mit ihren Schmardfons am werkeln sind, dann frage ich mich, wann soll überhaupt noch gearbeitet werden?

    Was auf Großbaustellen vielleicht noch denkbar ist, könnte im Kleinen (EFH Bereich) schnell versagen. Theorie trifft Praxis. Was bleibt dann noch an Nutzen für den Kunden übrig, der das ja schließlich bezahlen muss?

    Zitat Zitat von Carden, Mark
    KA was BMI ist.
    Keine Angst, den BMI brauchst Du erst wieder nach Weihnachten.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Nur weil ein Problem digitalisiert wird, ist es noch lange nicht gelöst. Es ist und bleibt ein Problem.
    Das ist aber nicht Sinn und Zweck von BIM. BIM ist eine Optimierung der Arbeitsprozesse, keine Verlagerung von Problemen in 2D zu 3D. Das neue Arbeitsmodelle neue Probleme schaffen steht außer Frage. Die Frage ist dann eher, überwiegt der Teil der Fehler ausmerzt als neue zu schaffen. Gerade da sehe ich ein Problem in der Etablierung. Die Bereitschaft "neues" zu wollen ist ziemlich beschränkt im Handwerk.

    An sich gibt es ja schon lange eine Cloud, nennt sich Bauleiter wenn ich mich richtig erinnere. Wie gut das funktioniert, das wissen die Praktiker wohl besser als ich. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass alle nur noch mit ihren Schmardfons am werkeln sind, dann frage ich mich, wann soll überhaupt noch gearbeitet werden?
    Stell dir vor Maurermeister Hans mauert das EG nun auf 260cm Deckenhöhe von Rohfußboden. Nun ergab sich aber aufgrund von Planungsfehlern/ Wünschen eine höhere Deckenhöhe, weil z. B. Lüftungsanlage unter die Decke soll oder weiß der Teufel. Die Pläne in 2D gab es zum Ausführungszeitpunkt aber noch nicht, oder der Chef hatte sie noch nicht ausgedruckt. Hätte Hans nun in das Tablet gesehen, das aktuelle Modell als Bezug genommen wäre der Fehler evtl. nie passiert. Natürlich liegt zwischen Wunsch und Eingabe in das Modell eine Zeitspanne X. Das Büro des jeweilige Unternehmens wird als Fehlerquelle aber neutralisiert.

    Es ist ja nicht nur das Zusammenführen von Informationen sondern auch das Arbeiten damit über die Bauphase hinaus. Das so was gerade für den EFH Bereich over the top ist stimmt wohl. Das BIM richtet sich aber auch an die definierten Ziele im Vorfeld. Weniger Ziele ist auch gleich ein weniger aufwendigeres BIM. Stell dir mal vor wir Sanieren in 100 Jahren Gebäude und könnten dank BIM auf ein Vielzahl von Informationen zurückgreifen.

    Bauherr X will eine Wand seines neu gekauften Hauses in 2060 einreißen. Lege dem Ganzen ein BIM zugrunde, bräuchte es nicht erst Untersuchungen von Statikern/ Maurern oder weiß der Geier. Sondern ein Blick in das Bauteil und deren Funktion am Gesamtmodell. Gleiches gilt für Planer, die eine Umplanung nutzen wollen. Z. B. im Gewerbe bei Krankenhäußern oder ähnlichem. Er könnte quasi sofort mit dem Datensatz aus dem BIM loslegen ohne den IST-Zustand aufzunehmen. Konsequentes arbeiten mit dem BIM natürlich vorausgesetzt.

    Was auf Großbaustellen vielleicht noch denkbar ist, könnte im Kleinen (EFH Bereich) schnell versagen. Theorie trifft Praxis. Was bleibt dann noch an Nutzen für den Kunden übrig, der das ja schließlich bezahlen muss?
    Warum sollte es nur dort funktionieren wo das System an sich auch komplizierter wird? Ich hab mich zwar noch nicht durch den ganzen Leitfaden gekämpft - da teilweise schon sehr drög... - aber einige Punkte wären: Planungssicherheit, Bessere Kommunikation, Kostensicherheit in der Ausführung, Nachvollziehbare Visualisierung und Variantenuntersuchung am Bauwerksmodell.

    Das wäre das Ende von ungenügenden BLB's, von juristischen Streitereien was denn nun definiert war etc. Ein Ende von Kalkulationsirrtümern, weil das Aufmaß direkt aus der Planung resultiert und damit die Kostenkontrolle für beide Seiten verlässlich ist.
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  12. #11
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    Au weia ... da werden wieder Wunschträume projeziert ...

    Du hast noch nie mit sowas gearbeitet oder ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  13. #12
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    Dann kläre mich auf Achim.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Au weia ... da werden wieder Wunschträume projeziert ...
    Damit hier nicht zuviel durcheinander geht: BIM hat mit Zeiterfassung nichts zu tun! Und ob Stunden händisch im Durchschreibesatz notiert werden oder gleich digital in eine Datenbank, ist dabei noch am wenigsten interessant. Ich arbeite schon länger auch bei kleinen Projekten immer mit zentraler Planausgabe über die Cloud mit einer E-Mail-Benachrichtigung an alle Empfänger. Ja, es gibt auch noch einen Plansatz in Papierform auf jeder Baustelle, aber diesen täglich zu aktualisieren frisst massiv Ressourcen ohne produktiv zu sein. Und in die digitalen Pläne kann ich selbstverständlich auch hineinschreiben - digital vom Tablet und diese Notizen sofort an die Ausführenden per Email als Protokoll der Besprechung vor Ort weiterreichen. Und die Planer bekommen noch ein Foto dazu ins Büro und nach einer halben Stunde gibt's den neuen Planstand in der Cloud.

    Die Aufspreizung an organisatorischen Fähigkeiten geht immer weiter:

    Es gibt immer noch den Handwerker, der seine Angebote per Fax verschicken will, den der Ausschreibungen nur in GAEB annimmt und den auch die prof. Bauherren, die für eine gesamte Projektabwicklung Datenformate und deren Nutzung verbindlich in ihren Verträge schon mit den Planern aufnehmen und sog. "Projekträume" für den Datenaustausch vorgeben. Das läuft effizienter und verwechselungsärmer als mit Sekretärin, die dann leider überflüssig wird. Statt ihrer wird der Projektraum-Organisator bezahlt - aber vom BH! Da sind wir aber schon deutlich jenseits der EFH-Größe unterwegs!

    Parametrischer Arbeiten und Systeme ähnlich BIM sind bei großen Projekten schon mehr als ein Jahrzehnt in Benutzung. Das kommt jetzt erst im Handwerk und bei den kleinen Büros an. Diktieren werden die großen Bauherren, was sie wollen. Wer da nicht mitmachen kann, arbeitet irgendwann nur noch als Subi vom Subi und kriegt 25 € die Stunde / brutto und baut nach Plänen vom letzten Jahr - zwei bis drei Mal und ist dann ganz vom Markt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    ...Stell dir mal vor wir Sanieren in 100 Jahren Gebäude und könnten dank BIM auf ein Vielzahl von Informationen zurückgreifen.

    Bauherr X will eine Wand seines neu gekauften Hauses in 2060 einreißen.....
    du denkst, dass deine BIM daten, in 40 oder 100 jahren noch einer
    lesen kann.?????????
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  17. #15
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    Ja total utopisch am besten wir bewerfen uns wieder mit Steinen... Dazu braucht es nicht so viel.
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