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Skurrile Erlebnisse auf der Baustelle

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  1. #1

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    Skurrile Erlebnisse auf der Baustelle

    Da kann doch bestimmte der/die ein oder andere aus dem Nähkästchen plaudern.

    Ich krame mal was raus:

    - Rundes Fenster im Bad, ca. 60cm Durchmesser, Carrara-Marmor 15x30cm. Mit dem Architekten abklären wie breit er den Streifen für die Leibung denn gerne hätte. Er wollte ganze Platten. "Kein Problem! Dann haben wir in der Mitte der Platte eine 2cm Fuge und das Fenster geht nicht auf. Ok so?"
    Irritiert hat mich, dass ich ihm das erst praktisch zeigen musste.

    - Der Architekt, der wollte, dass ich von der Silikonfuge wieder 1mm auf beiden Seiten abkratze. War ihm zu breit.

    - Der selbe Architekt, der mir zeigte wie man richtig fegt. als er fertig war und ich auch zu Wort kam, konnte ich ihm erklären, dass ich den Schutt nur etwas auf die Seite schieben wollte und das Loch in der Wand jetzt per Hammer und Meißel erweitere. Aber das Bad war wirklich sehr sauber.

    - Die ältere Dame, die mir entsetzt beim Fugenmaterial einschlämmen zusah und fragte ob das so bliebe. Nein, ich war ein braves Mädchen und habe sie nicht in dem Glauben gelassen. Obwohl es mich zugegebenermaßen gejuckt hat.

    - Treppenstufen mussten gesetzt werden. Die Dinger sind mir einfach zu schwer, also war ich draußen am Mörtelmischer. Es war kalt und ich war entsprechend eingemummelt. Eine ältere Dame läuft vorbei und schaut immer wieder verstohlen rüber. Auf dem Rückweg konnte sie sich nicht mehr bremsen: "Junger Mann! Sie sollten sich die Haare schneiden lassen, man könnte sie für ein Mädchen halten!" Auf die Mitteilung, dass das daran liegt, dass ich ein Mädchen bin (ok, damals war ) verstummte sie abrupt und entschwand eilends.

    - Die Bauherrin, die meinen Mitarbeiter sogar bekocht hat. Eigentlich nicht sooo ungewöhnlich, aber die armen Maler bekamen nicht mal einen Kaffee.

    - Die Bauherrin, die wohl etwas einsam war und sich begeistert mit den Handwerkern unterhielt. Nur etwas unpraktisch, da sie immer genau da stand wo ich mit dem Schlaghammer hin musste. (Abbruch des Bodenbelags)

    - Besuch mit Bauherrenpaar in einer Fliesenaustellung. Fliesen waren ausgesucht, aber es gab von der Serie mehrere Farben und wir suchten eine zweite Farbe um Akzente zu setzen. Mit der Bauherrin allein wäre das in 10 Minuten durch gewesen. Nur der Bauherr legte ständig Veto ein. Als, nach einer dreiviertel Stunde, die Entscheidung gefallen war, war er immer noch nicht so ganz einig und meinte: "Ja ja, einem Farbenblinden (er) könnt ihr ja alles erzählen!" *seufz*

    tbc
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  2. Skurrile Erlebnisse auf der Baustelle

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Da fällt mir mein Handwerker ein...

    Ich besprech mit ihm so allgemein, bevor der Unterbeton rein kommt, muß noch ein Abwasserrohr in den Boden, was dann zwei Teilkeller jeweils unter dem Nebenräumen verbinden soll. Wir haben aber nicht konkret drüber gesprochen, nur so "was noch kommt".

    Ein paar Tage später komm ich nach Hause, da hat er schon den Graben ausgehoben. Leider hat er dabei übersehen, daß in den beiden bearbeiteten Räumen das Haus 1 Meter vorspringt - in dem unterkellertem Nebenraum aber nicht mehr - das Rohr wäre genau unter der Außenwand rausgekommen.
    Also hat er den Graben wieder zugeschüttet und neu gegraben.

    Dann wollte er schon das Loch in die Kellerwand des Teilkellers auf der anderen Seite machen. Vom Keller aus - da dies Bruchsteinmauerwerk ist, nicht ganz einfach.
    Als ich abends nach Hause komme, sehe ich sofort, daß er hier wieder den gleichen Fehler umgekehrt gemacht hat - auch bei diesem Teilkeller guckte das Haus nicht mehr den Meter vor. Das Loch in der Kellerwand war in diesem Fall ein Meter zu weit nach Innen.

    Am nächsten Morgen meine ich zu ihm: "ich mag es Ihnen ja gar nicht sagen"... nachdem ich ihn aufgeklärt hatte, fing er an zu schimpfen "ich häng mich bald auf... ach wissen Sie was" und verschwand nach draußen zu seinem Auto.

    Ich dachte schon, jetzt steigt er ein, fährt davon und ich seh ihn nie wieder... Aber es nahm dann doch noch ein gutes Ende :-)
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  4. #3
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    Ach, stimmt, selber war ich ja auch schon Bauherrin. Na gut, das meiste war diy. Ex und Kumpel hatten die Heizungsanlage fertig, nun ging es ums abdrücken. Dummerweise habe ich die Heizkörper im Uhrzeigersinn angeschaut, so war der den sie vergessen hatten anzuschließen der letzte.

    Ein anderer Kumpel machte die Elektrik. Ich war zu hause, das Telefon klingelt, ich solle doch kurz vorbei kommen, eine Dose eingipsen.

    Garage samt Einfahrt wurde von einer Baufirma erstellt. Ziemlich blöde Einfahrt, da die Garage zur Straße ein gutes Stück tiefer liegt. Und ich sage morgens noch zu den Jungs: "Schaut, da ist eine Tür im Tor, die geht nach außen auf!" Keine Ahnung warum ich das extra erwähnte, schließlich war die Tür gut sichtbar. Als ich nach Hause kam, war ein ca. 3m breiter Streifen gepflastert. Jou, und am nächsten Tag wieder rausgerissen und neu gepflastert, weil die extra erwähnte Tür nur 30cm aufging.
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  5. #4

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    als bauleiter hatte ich folgende gespräche geleitet:

    planender architekt hatte y-förmige stützen in sichtbeton über 2 geschosse vorgesehen. vor der ausführung ging es um die oberfläche und das erscheinungsbild der stützen. der rohbauer sagte, scharfkantig geht, beim ausschalen kann hier und da mal die ecke ausreissen, er empfiehlt die ecken mit dreikantleisten zu brechen. der bauherr fragte, wie groß die dreikantleisten sein müssen. der planende architekt legte sofort das maß mit 1,50 x 1,50 mm fest. der polier stand auf und sagte: ich gehe schon mal nägel suchen. ausgeführt wurde dann scharfkantig, der bauherr hatte die risiken bewußt getragen.

    gleiche stützen, der bauunternehmer teilte mit, dass hier und da luftbläschen bleiben könne, der planende architekt teilte mit, dass er das nicht zulasse. der bauherr forderte ihn auf konstruktive vorschläge zu machen. die 1. antwort lautete, rütteln bis alle blasen weg seien. der unternehmer wies auf entmischung des betons hin. bauherr lehnte diesen vorschlag ab und forderte den planenden weiter auf. die glorreiche antwort war dann, eine schalung aus glas, da könnte man die luftbläschen sehen und gezielt wegrütteln. der bauherr lehnte ab mit der begründung - fehlende kostendeckung. die stützen wurden mit kleinen luftbläschen hergestellt.

    gleiches objekt, architekt stellte wc-anlagen mit allen details vor. immer 3 wc-kabinen nebeneinander und alle aus mattiertem glas, seitenwände und türen. bauherr rollte nur mit den augen. wurde vom bauherrn nach meinem hinweis auf fehlende kostendeckung abgelehnt.
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  6. #5
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    Stichwort WC-Anlagen. Vierstöckiges Gebäude, auf jeder Etage vier WC-Anlagen. Der Trockenbauer war fertig, ich gehe mit dem Winkel durch. Die haben es doch tatsächlich geschafft keinen einzigen rechten Winkel hinzubekommen. Bei der Besprechung mit der Bauleitung kam vom Trockenbauer nur mantramäßig: "Das kann gar nicht sein, die Wände haben den gleichen Abstand und sind genau parallel!" 5x5cm Mosaik, Wand und Boden durchlaufend, jetzt mit "wunderschönen" Schrägschnitten verziert.

    Anderes Gebäude. Gewünscht war das Fugenraster an der Wand so anzulegen, dass jeweils rechts und links ein gleichgroßer Streifen ist. Bei einem WC wollte ich das Raster um zwei Zentimeter verschieben, weil sonst die Fuge eben diese zwei Zentimeter neben dem Wasserhahn lief. Ging auf gar keinen Fall, die Streifen mussten gleich groß sein. Fällt ja an einer drei Meter langen Wand so arg ins Auge, sowieso wenn da noch eine Kabinenwand hinkommt. Die Streifen sieht man jetzt nicht mehr gleichzeitig, die versetzte Fuge schon.

    Neubau Firmengebäude, der Eingangsbereich sollte mit Bodenfliesen belegt werden. Die Bauleitung beorderte ein Gespräch mit sämtlichen beteiligten Firmen an um das zu timen. Der Juniorchef der Trockenbauer war anwesend. Gut, wir fangen an zu legen, taucht der Seniorchef der Trockenbauer auf, macht das HB-Männchen, wie wir es wagen können dort zu fliesen, seine Leute müssen jetzt Material rein tragen.

    Bauleiter haben es aber auch nicht einfach. Ich stand mal völlig perplex neben Estrichleger und, eigentlich sehr coolem, Bauleiter und habe verzweifelt überlegt, wo ich jetzt sehr schnell einen Eimer Wasser auftreibe, die waren kurz davor sich an die Gurgel zu gehen.

    Oder Jour-fix-Termine, hassenswert. 90% der Handwerker sind schnell durch, 10% labern sich nen Wolf. Da habe ich noch einen in Erinnerung, der sich erst einmal eine halbe Stunde rechtfertigte warum dies und jenes nicht geklappt hat, die nächste viertel Stunde was demnächst auf jeden Fall klappen wird, um im nächsten Jour-fix wieder eine halbe Stunde zu erklären warum es jetzt doch nicht geklappt hat. Der Bauleiter hat von mir in Gedanken einen Geduldsorden verliehen bekommen. Der Typ hat mich ja schon auf die Palme gebracht.

    Weia, wenn man das Nähkästchen erst mal aufmacht ...
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  7. #6

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    Neubau eines Bürogebäudes mit Data-Center.
    2x 700kW Scroll- Verdichter im Keller.
    Dazugehörige Rückkühler wurden bereits während der Rohbauphase aufs Dach gehoben.
    Rohrleitungsbau dazu war abgeschlossen, der Isolierer versteckte gerade die leitungen unter Armaflex und Blech, als ein Nachbar mit SV und Rechtsanwalt bei der Wöchentlichen Baubesprechung den Container betrat, und sich mit irgendwelchen Zetteln in der Hand über den Lärm in der Nacht beschwerte, die die gebläse am Dach verursachen, er könne in seinem Penthouse gegenüber nicht bei offenenm Fenster schlafen!

    Also sofort mit allen betreffenden Gewerken aufs Dach- inkl. Penthouse- Eigentümer+ RA & SV.

    Dort stellte sich heraus, daß die Zettel irgendwelche Lärm-Verordnungen der Stadt sind, als auch ein "Gutachten", daß die Beeinträchtigung über dem Grenzwert in zuvor besagter Verordnung liegt.

    Auf die Frage, welches Gerät denn so einen Lärm verursacht, war die Antwort:"Beide natürlich".

    die Frage wurde insgesamt 3 mal gestellt: dem Nachbarn, dem RA als auch dem SV.

    Nach dem Hinweis, daß die kabel, die die geräte ansteuern sollen, bzw mit strom versorgen, noch gar nicht gezogen wären, wurden 3 köpfe zusammengsteckt und der termin für beendet erklärt.

    Was lernt man daraus? Kälteanlagen/Rückkühler können sogar schon Lärm machen, wenn man sie nur sieht- da braucht das teil oftmals nicht mal in Betrieb zu sein.

    knappe 4 Monate später ist das Ganze dann in Betrieb gegangen- mwn ohne, daß der Nachbar nochmal da gewesen wäre.
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  8. #7
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    Neubau, ich säge gerade ein paar Natursteinplatten draußen auf der Nasssäge. Die Nachbarin kommt rüber, jammert ein bisschen über den Lärm den bauen so macht. Ich tröste sie, dass wenn wir da sind der Bau kurz vorm Abschluss ist und die Zeit absehbar. Sie jammert noch ein bisschen, ich schicke ein verständnisheischendes: "Sie haben doch auch mal gebaut." hinterher. Antwort: "Ja, aber wir haben extra ein Fertighaus gebaut!"
    Ist klar, extra, nur aus Rücksicht auf die Nachbarn.
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  9. #8

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    nachdem der architekt mit den gläsernen wc-kabinen abgeblitzt war, kamen ein paar wochen später neue detailpläne mit den wc-anlagen. die trockenbauwände wiesen merkwürdige maße auf z. b. 142 mm wanddicke. meine frage nach dem wie und warum, bekam ich zur antwort, ich sollte 125 mm wände bauen lassen und den rest zur wanddicke mit putz o. glw. auffüllen lassen. ich kann frei entscheiden, ob einseitig oder beidseitig geputzt wird. das warum wurde mit dem fliesenraster 50 x 50 mm (fliesenmaße 48 x 48 mm) begründet, er wolle in den ecken keine geschnittenen fliesen sehen.
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  10. #9

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    Moin,
    ich kenne das Bauen nur aus meiner Kindheit, war also nicht der Bauherr sondern nur der Nachwuchs, der da auf der Baustelle mit rum turnte:

    - Als sie bei uns die Decke zwischen Erdgeschoß und 1. Stock einbauen wollten, haben sie den Stahlträger, auf dem quasi die komplette Südseite des ZFH lastet, falsch eingebaut. Da war eine Unterfütterung mit Hartbrand-Ziegeln und z.T. sogar Stahl-Skelettbauweise angesagt weil die Fensteröffnungen im Erdgeschoß so extrem groß sind. Beim Bauen hatten sie den Träger einfach aufs Kalksandstein-Mauerwerk gelegt. Unser Bau.-Ing., den wir als Bauherrn mit der Aufsicht beauftragt hatten, hat daraufhin die Baustelle wegen Einsturzgefahr sofort stillgelegt. Anschließend durften sie im Erdgeschoß das Kalksand-Sichtmauerwerk über mehrere Meter neu machen, weil die Steine schon unter dem Eigengewicht des Trägers gerissen waren.
    - Als der Drempel im ersten Stock gegossen wurde, hat unser Bau.-Ing. dann nicht bloß die Stäbe im Stahlbeton vorm Betonieren gezählt sondern blieb auch so lange dabei, bis die Schalung komplett mit Beton gefüllt und verdichtet war. Nicht, daß da jemand nach dem Zählen die Eisen wieder ausbaut.
    - Die Maurer meinten, im 1. Stock nur, daß wir auf die Rollladen-Kästen verzichten müßten. Dafür wäre kein Platz mehr unter dem Satteldach. Tja, laut Plan war aber Platz da. Da hatten sie doch tatsächlich die Fenster um exakt einen Meter zuweit nach links versetzt. ... und wieder Kalksandstein-Sichtmauerwerk.
    - Der Elektriker hat die Kontroll-Leuchten einiger Lichtschalter nicht an N sondern an PE geklemmt. Bei dem alten FI-Schalter mit 0,5A Ausösestrom ging das auch über 25 Jahre gut. Als wir dann aber auf 0,03A FI-Schalter umgerüstet haben, ging das große Suchen nach den Fehlern los.
    - Im ach so tollen Partykeller (den brauchte man in den 1980er Jahren) sollte ein Dimmer rein. Ergebnis war, daß man in dem Raum das Licht auch dimmen konnte. Nur wurde es, wenn man dort runter dimmte, das Licht auf dem Flur gleichzeitig sehr viel heller. Die 60W Glühbirne leuchtet auf einmal wie 100W. Wenn man den Dimmer wieder aufdrehte, wurde es im Raum wieder heller und gleichzeitig im Flur dunkler.
    - Beim Abstecken des Gebäudes zu Baubeginn kam der Architekt auf meinen Vater zu. Als öffentlich bestellter Vermessungs-Ing. hat er natürlich seine eigene Hütte eingemessen. Also Papa als Bauherr fragt den Architekten wie genau er denn die Maße für en Standort des Fundaments braucht. Der Architekt antwortete nur, daß er die Maße mit einer Toleranz von 0 bräuchte, woraufhin Papa eingepackt hat und wieder ins Büro gefahren ist. Standard ist wohl eine Toleranz von 1cm, 1mm ist auch kein Problem, dauert nur länger, technisch wäre auch 0,1mm oder 0,01mm möglich, aber Toleranz 0,0 geht nicht.

    Die anderen Pannen kenne ich nur von anderen Bauten und nicht vom eigenen:
    - Ein Architekt hier am Ort hat die Pläne falsch auf den Tisch gelegt, es wurde auch so gebaut und am Ende war der Haupteingang des Gebäudes nach hinten zum Garten raus.
    - Als ich noch an der Universität war, haben es unsere frischgebackenen Architekten geschafft ein EFH ohne Bad zu planen. Der komplette Raum fehlte.
    - Ein mir bekannter Architekt hat die Treppe ins Obergeschoß vergessen. Fiel irgendwie aber auch keinem auf.
    - Ein Architekt hat die Heizung vergessen.
    - Das Rathaus hier am Ort mußte aufgrund der Höhe nachträglich nach der Planung und noch vor Baubeginn um ein paar Meter nach hinten verschoben werden, damit die Häuserfront stimmig ist. Soweit auch kein Problem, nur hat niemand die Pläne entsprechend angepaßt. Der Bau ging trotzdem gut. Jahre später haben sie an diese falschen Pläne dann einen neuen Sitzungssaal skizziert und auch gebaut. Blöd nur, daß der Saal zwar laut Plan noch auf dem eigenen Grundstück lag, in der Realität aber, aufgrund der Verschiebung vorne, hinten auf dem Nachbargrundstück errichtet wurde. Seitdem darf fleißig Pacht für das Grundstück gezahlt werden.
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  11. #10

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    Immer wieder gerne erinnere ich mich an die Gesichter der Kollegen / Angestellten ,wenn plötzlich aus der Wand ein Wasserstrahl austritt ,weil man mal wieder eine Wasserleitung angebohrt hat ...

    Oder auch die "frivolen " Momente ,wenn die Kundin am frühen morgen leicht bekleidet die Tür öffnet..


    Oder wenn man als Trinkgeld einen Apfel bekommt ..

    Oder Fliesenleger im Verbund mit dem Verputzer ein Öffnen des Fensters unmöglich machen..

    Oder das Gesicht des Fenster- Monteur , wenn er den Rollladen-Kasten öffnet und eine Siebenschläfer-Familie beim Winterschlaf gestört hat und danach pflichtbewusst den Revier-Förster informiert...
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ach ja, Springbrunnen auf der Baustelle

    Wir mussten für eine Randplatte den Estrich stutzen. Heizungsbauer gefragt wo die Leitungen laufen, lt. Plan 30cm Abstand von der Stelle die weg musste. Jou, oder auch nicht, nach 30 Sekunden hatten wir einen Springbrunnen.

    Eingangshalle einer Maschinenbaufirma. Dort sollten Mustermaschinen aufgestellt werden. Die Anschlüsse sollten in den Boden im Fugenraster, 30x30cm Fliesen. Im Estrich steckten vier Markierungen, dort sollten im Umkreis von einem Meter keine Leitungen sein. Also, Fliesen legen, an der Markierung aussparen, Estrich auftrennen und ausstemmen. Ergab gleich vier Springbrunnen.

    Tropfsteinhöhlen gehen auch. Die Sanitäter stellen Badewannen, füllen Wasser ein und lassen es ablaufen. Zufällig musste ich in den Stock drunter, dieses Bad tropfte munter vor sich hin. Der Elektriker hatte die Erdungskabel nachträglich verlegt und in jedem der sechs Bäder treffsicher die Abwasserrohre durchbohrt.
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  13. #12

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    Ach ja, Springbrunnen auf der Baustelle

    Wir mussten für eine Randplatte den Estrich stutzen. Heizungsbauer gefragt wo die Leitungen laufen, lt. Plan 30cm Abstand von der Stelle die weg musste. Jou, oder auch nicht, nach 30 Sekunden hatten wir einen Springbrunnen.

    Eingangshalle einer Maschinenbaufirma. Dort sollten Mustermaschinen aufgestellt werden. Die Anschlüsse sollten in den Boden im Fugenraster, 30x30cm Fliesen. Im Estrich steckten vier Markierungen, dort sollten im Umkreis von einem Meter keine Leitungen sein. Also, Fliesen legen, an der Markierung aussparen, Estrich auftrennen und ausstemmen. Ergab gleich vier Springbrunnen.

    Tropfsteinhöhlen gehen auch. Die Sanitäter stellen Badewannen, füllen Wasser ein und lassen es ablaufen. Zufällig musste ich in den Stock drunter, dieses Bad tropfte munter vor sich hin. Der Elektriker hatte die Erdungskabel nachträglich verlegt und in jedem der sechs Bäder treffsicher die Abwasserrohre durchbohrt.
    Eigentlich gibt's für solche Fälle ein Versicherungs-Unternehmen

    Der Rest fällt unter die Rubrik " Lebenserfahrung" ....
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  14. #13
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    Wird wohl über die Versicherung gelaufen sein, lästig war´s trotzdem.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Und wieso jetzt Sanitäter? Ich dachte immer, die fahren, um Menschen zu helfen, denen es gerade nicht so gut geht.

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  17. #15
    Themenstarter

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    Waah , tausche "t" gegen "r". Bin erkältet und habe Schlonz im Kopf, darin ist gerade auch das Hirn eingebettet. Also ein freud'scher Verschreiber. Gilt das als Entschuldigung?
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