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  1. #1

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    Installationsschacht zwischen den Geschossen sinnvoll?

    Hallo!

    Wir haben nun die Pläne für unsere Hütte vom Planer bekommen. Wir möchten mit Keller, EG, OG und Dachspitz bauen. Da wir haben jeweils eine Unterverteilung pro Geschoss gewünscht. Die Verbindung zwischen den Verteilern wird laut Planung mit 20er bzw. 40er Leerrohren ausgeführt. Da wir die Sat-Anlage selbst installieren möchten und ggf. später mal eine Wetterstation und PV Anlage auf dem Dach installieren möchten, hätte ich gerne ausreichend Leerrohre vom Dachspitz bis in den Keller, um hier die Leitungen legen zu können.

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese Menge an Leerrohren nicht zuträglich für die Statik der Wand ist und hätte lieber einen kleinen Installationsschacht, den ich laut Raumplanungen sehr schön jeweils in den Raumecken vom Technikraum (Keller), Speisekammer (EG) und Bad (OG) platzieren könnte, um so eine direkte Verbindung zum Dachspitz zu schaffen.

    Wie groß sollten diese Schächte sinnvollerweise sein bzw. macht es generell Sinn, diesen Weg zu gehen? Oder würdet ihr eher zu der Lösung mit den Leerrohren raten?

    Danke euch und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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  2. Installationsschacht zwischen den Geschossen sinnvoll?

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  3. #2

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    Ein Installationsschacht ist in meinen Augen immer sinnvoll. Die Abmessungen hängen davon ab, was in diesem Schacht untergebracht werden soll (Elektroleitungen, Datenleitungen, Heizungsrohre, Trinkwasser, Abwasser, LAS).
    Für die Elektrik genügt ein kleiner Schacht, beispielsweise 20cmx20cm um die Zuleitungen zu den Unterverteilungen und sonstigen Leitungen unterzubringen. Der Platz reicht auch aus um Datenleitungen mit Abstand zu den restlichen Leitungen zu führen.

    Bei Heizungsrohren und Trinkwasser sieht es etwas anders aus, da diese Rohre ja gedämmt werden und somit mehr Platz benötigen. Das gilt erst Recht für Abwasser oder ein LAS. Da wird der Schacht dann schnell mal 20cm x 40cm (oder ähnlich). Man muss die Abmessungen halt anhand der vorgesehenen Leitungen und den Gegebenheiten vor Ort wählen.

    Auch daran denken, dass so ein Schacht die Schalldämmung beeinflusst.
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  4. #3

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    Moin,

    ich würde auch ganz klar Schächte bevorzugen. Wohne in einem Haus Bj. 1977 und nur dank der Schächte war es möglich nachträglich die Kabelmengen einer kompletten Netzwerkverkabelung unterzubringen. Wer weiß schon, was in den nächsten Jahren an Technik noch kommt? Im Zweifelsfall hat man da dann doch die Leerrohre an die falschen Stellen gelegt. Außerdem besteht bei Leerrohren die Gefahr, daß sie im Beton zugedrückt werden.
    Was die Netzwerk-Verkabelung angeht, habe ich hier einen 20*20cm Schacht mit den Kabeln komplett voll in dem Zwei-Familien-Haus hier.

    Also ich würde es in einem EFH so machen: Zwei Schächte an den gegenüberliegenden Seiten des Hauses und auf dem Dachboden oder im Keller eine gut zugängliche Kabeltrasse, die die beiden Schächte quer verbindet. So sollte man so ziemlich alle Räume im Haus auch mit den Schächten erreichen können.

    Ach und: Nach dem Theater mit zwei dutzend Wasserrohrbrüchen (Kupferrohr von der Rolle ist der größte Mist, den ich je gesehen habe) werden die Schächte auch nicht mehr zugemauert. In normalen Räumen habe ich die Schächte mit großen Holzplatten zugeschraubt, im Bad mit Edelstahlblechen und fertig ist die Laube.
    So kommt man ohne Stemmhammer an die komplette Haus-Installation dran. Spart bei einem Wasserrohrbruch oder fehlenden Kabeln enorm Zeit, Geld und vor allem Nerven. Nur mal so als Idee, um die komplette Sache rund zu machen.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von plattypus Beitrag anzeigen
    Moin,

    ich würde auch ganz klar Schächte bevorzugen. Wohne in einem Haus Bj. 1977 und nur dank der Schächte war es möglich nachträglich die Kabelmengen einer kompletten Netzwerkverkabelung unterzubringen. Wer weiß schon, was in den nächsten Jahren an Technik noch kommt?
    Tja, und wer weiss schon, ob Leitung oder Luft das bevorzugte Übetragungsmedium werden wird? Ein Trend zu Mobilgeräten, die überall genutzt werden, ist zumindest andeutungsweise erkennbar.

    Zitat Zitat von plattypus Beitrag anzeigen
    Was die Netzwerk-Verkabelung angeht, habe ich hier einen 20*20cm Schacht mit den Kabeln komplett voll in dem Zwei-Familien-Haus hier.
    ...
    Ach und: Nach dem Theater mit zwei dutzend Wasserrohrbrüchen (Kupferrohr von der Rolle ist der größte Mist, den ich je gesehen habe) werden die Schächte auch nicht mehr zugemauert. In normalen Räumen habe ich die Schächte mit großen Holzplatten zugeschraubt, im Bad mit Edelstahlblechen und fertig ist die Laube.
    Diese Lösung stelle ich mir wärme(brücken)technisch, brandschutztechnisch und schallschutztechnisch lieber nicht vor... M.W. gelten ab GK3 Anforderungen an die Installation in solchen geschossübergreifenden Installationsschächten hinsichtlich Brandschutz.
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  6. #5

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    Ganz ehrlich, hören ich jetzt das erste mal, das Cu-Rohr von der Rolle nichts taugt. Haben wir vor über zwanzig Jahren schon in meiner Lehrfirma gebaut und ich habe bis heute nichts über vermehrte Rohrbrücke gehört. Ich tippe da eher auf eine Mischinstallation, die das begünstigt hat.

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  7. #6

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    @ plattypus
    Kennt die andere Familie , welche in dem Zweifamilienhaus wohnt , ihre sehr kreative Lösung ? Versicherungsschutz ? Querverbindung mit einer gut zugänglichen Kabeltrasse ? Ich glaub ich steh im Wald. Holz - und Blechplatten , rauchdichter geht nimmer. Schuster bleib bei deinen Leisten. Frage mich ernsthaft , ob in den Lücken noch Wissen ist. Hr. Nuhr besser beherzigen.
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  8. #7

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    @Freigeist:
    Die andere Familie ist selber auf die Lösung gekommen, weil es irgendwann einfach nicht mehr ging. Einmal Druck von den Leitungen genommen (z.B. um einen Schaden zu reparieren), Druck wieder drauf und das nächste Loch war da. Was den Versicherungsschutz angeht, nun ja, wir sind trotz der vielen Schäden noch in der Gebäudeversicherung drin. Das aber auch nur, weil sich jetzt die Schäden relativ günstig reparieren lassen. Die Lecksuche ist ja quasi kostenlos (können wir selber, muß kein Fachmann kommen) und Stemmarbeiten mit anschließendem Neuaufbau von Bad und Co. sind auch nicht notwendig. Alle 6 Monate eine Baustelle in der eigenen Wohnung, weil es mal wieder irgendwo tropft, ist einfach nicht vermittelbar.
    Und was Rauch und Feuer angeht: Warum willst die Steigschächte, die eh schon neben den Kabeln mit Steinwolle ausgestopft sind, komplett dicht machen, wenn es dann durch die Holzdecke selber kommt? Ok, ich hab die Holzdecke nur über mir, unten ist Stahlbeton.

    @am1003:
    Unser Klempner und die Versicherung sagen jedenfalls einhellig, daß da damals ausgeglühtes Kupferrohr von der Rolle verarbeitet wurde und das Zeug bei uns wohl mit großer Wahrscheinlichkeit aus der DDR kommt. Beide führen die Rohrbruchproblematik (Lochfraß) auf das Ausglühen der Rohre in Verbindung mit unserer Wasserqualität zurück. Zum Aufrollen müssen die Rohre wohl ausgeglüht werden. Die Kupferrohre (Stangenware, nicht ausgeglüht), die später zur Reparatur eingebaut wurden, zeigen diese Problematik nicht. Aber ich bin selber kein Klempner und kann da nur das wiedergeben, was Handwerker und Versicherung sagen.
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  9. #8

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    @ plattypus: Ich rede hier nur vom Brandschutz , weil ich etwas davon verstehe. Was ihr da mit den Schächten bastelt , ist unverantwortlich. Stichwort: Brandabschnitt , F30
    Decke: F30
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  10. #9
    Baufuchs
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    Die Ausführung von Decken hinsichtlich Brandschutz ist in der BauONW (TE kommt aus Herford, also NW) in § 34 geregelt:

    (5) Öffnungen in Decken, für die eine Feuerwiderstandsklasse vorgeschrieben ist, sind zulässig, wenn die Nutzung des Gebäudes dies erfordert. Die Öffnungen müssen mit selbstschließenden Abschlüssen entsprechend der Feuerwiderstandsklasse der Decken versehen werden; dies gilt nicht für den Abschluss von Öffnungen bei einschiebbaren Bodentreppen und Leitern nach § 36 Abs. 2 Satz 2. Leitungen dürfen durch Decken, für die die Feuerwiderstandsklasse F 90 vorgeschrieben ist, nur hindurchgeführt werden, wenn eine Übertragung von Feuer und Rauch nicht zu befürchten ist oder entsprechende Vorkehrungen hiergegen getroffen sind.

    (6) Absatz 5 gilt nicht für Decken in Wohngebäuden geringer Höhe mit nicht mehr als zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen.
    Geringe Höhe = OK Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums max. 7m über gemittelter Geländehöhe
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Trotzdem Decke F30. unabhängig hiervon Schacht F30. Dachboden ausgebaut , bzw. Ausbau möglich Decke F30
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  13. #11

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    P.S: Danke für Herford , war mir jetzt nicht geläufig.
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