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Leerrohre wirklich sinnvoll?

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  1. #1

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    Leerrohre wirklich sinnvoll?

    Guten Tag,

    die Frage ist ernst gemeint. Ich lese hier überall, dass man im Neubau unbedingt Leerrohre legen lassen soll. Das kann ich auch gut nachvollziehen.
    Nun habe ich mit dem Eli darüber gesprochen und er meinte, dass das mit den Leerrohren oft recht problematisch sei und er eher von zusätzlichen Leerrohren abrät.

    Er meinte sinngemäß, dass besonders bei vielen Wendungen die Leerrohre - wenn man sie dann in 10 Jahren vielleicht braucht - so brüchig werden, dass sie nicht immer genutzt werden können.

    Was ist von diesem Argument zu halten?
    Ich bin (in diesem Fall!) etwas verwirrt und hoffe auf eure Einschätzung!

    Danke!
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  2. Leerrohre wirklich sinnvoll?

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  3. #2

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    Das Argument mit dem "brüchig" ist Unsinn.

    Daten- und Kommuinikationsleitungen auf jeden Fall auswechselbar installieren lassen, bei den Netzleitungen kann man darüber streiten, je nach Verlegung ist ein Installationsrohr notwendig, sinnvoll, oder entbehrlich. Die Frage ist nicht, ob das Installationsrohr dann noch funktioniert (das ist sicherlich der Fall), sondern ob man wirklich in xx Jahren Leitungen auswechseln möchte/muss. Meist ist es doch so, dass die Leitungen Jahrzehnte lang nicht angerührt werden, und wenn dann mal eine Änderung ansteht, dann meist im Rahmen einer größeren Modernisierung/Sanierung, und dann werden nicht nur Leitungen ersetzt, sondern auch Steckdosen versetzt usw. d.h. es müssen zusätzliche Leitungen verlegt werden, und da hilft dann das Installationsrohr auch nicht viel weiter.

    Es gibt also gute Argumente für beide Varianten. Ich würde aufgrund der geringen Mehrkosten eine Installation mit Rohren ausführen, zumindest mache ich das bei meinen Installationen. Ich kann aber auch verstehen wenn jemand sagt, das brauche ich nicht.
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  4. #3

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    Es geht um Reserve-Leerrohre?

    Denn man verwendet Installationsrohr grundsätzlich auch für alle Arten von Kommunikationsleitungen (SAT, Netzwerk) oder bei der Verlegung von Einzeladern oder Mantelleitungen in Beton.

    Das mit dem brüchig hab ich ja noch nie gehört?!
    Wendungen sind natürlich ein Problem. Kann man die Verlegung nicht geradlinig(er) machen, sollte man Zugdosen dazwischen setzen.

    Massiv oder Holzrahmen (o.ä.) ?

    Ich werde in unserem Haus Sat ud Netzwerk natürlich in Leerrohr legen. Da wird es ein paar Rohre geben, die auch mehr als 2 Bögen haben. Ich werde dafür KEINE Zugdosen setzen.

    Echte Leerrohre im Sinne von "Reserve" werde ich im Wohnzimmer einrichten: Couch - TV (Beamer, 5.1..), TV - pot. Lautsprecherpositionen.

    1 Rohr werde ich noch vom TV in den Technikraum ziehen.
    Ansonsten hoffe ich, dass meine Netzwerkinfrastruktur ausreicht um alles zu realisieren, ggf. halt mit Umsetzer.
    Im Wohnzimmer habe habe ich z.B. 8 CAT-7 Leitungen zum Technikraum.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von SirSydom Beitrag anzeigen
    Ich werde in unserem Haus Sat ud Netzwerk natürlich in Leerrohr legen. Da wird es ein paar Rohre geben, die auch mehr als 2 Bögen haben. Ich werde dafür KEINE Zugdosen setzen.
    Nicht jeder kennt DIN 18015-1, 4.5 Rohrnetze und FTZ 731 TR1 und im eigenen Haus darf man sich auch mit Vorsatz ins eigene Knie schießen.

    Auch bei Einhaltung des Füllfaktors wird die Zuglastgrenze insbesondere von Koaxkabeln (bei RG 6 ~ 5,5 N) irgendwann überschritten und dann verkehrt sich diese "Sparmaßnahme" ins Gegenteil.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von supersonic92 Beitrag anzeigen
    ... im Neubau unbedingt Leerrohre legen lassen ...
    plane eine Zentrale und von dieser Zentrale werden sofort in alle Räume die notwendigen Leitungen für TV, Telefon und EDV , evtl. sogar ein Bussystem, gezogen .... EDV-Kabel großzügig auslegen um später noch Reserveleitungen zu haben , das ist alles billiger als später mühselig neue Leitungen einzuziehen
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Brüchig war früher, viel früher!
    Ordentlich verlegte Rohre sind auch später noch verwendbar.
    Machen momentan DG Ausbau, einige leitungen werden wir über min 40 Jahre alte Rohre über 5 Stockwerke hoch ziehen.
    Grüße
    Jonny
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    Brüchig war früher, viel früher!
    Sooo alt sind wir nun auch wieder nicht.
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  9. #8

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    Ich halte Leerrohre für sinnvoll, weil später leichter zu ändern, zusätzliche Adern einzuziehen sind, wenn man die Verschaltung ändern will usw. Ich hatte noch nie Probleme mit Kabel einziehen. Da kennt der Elektriker schon Tricks, wie man in störrische Leerohre trotzdem was rein bekommt. Es macht auch Sinn einen Zugdraht mit rein zu legen, wenn das Rohr erst mal leer sein soll. Man weiß ja nie was später ist. Während der Rohbauphase ist es ja auch kein Problem und man erkennt so auch gleich ob eine Kurve doch etwas zu eng geworden ist.
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  10. #9

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    Ich würde auf Leerrohre auf keinen Fall verzichten! Man weiß nie, was für Kabeln man zukünftig benötigen wird. Ich glaube, dass es nicht all zu lange dauern wird, bis Glasfaser auch in privaten Haushalten angesagt sein wird, dort wo hohe Bandbreite benötigt wird, z.B. beim digitalen Fernsehen. Was für Standards gibt es etwa in 10-15 Jahren? 8K mit 60p und hoher Farbauflösung? Da wird wird es evtl. ziemlich eng bei Kupfer. Schon heute ist z.B. ab 10Gbit Glasfaser sinnvoller als Kupfer wegen des Stromverbrauchs.
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  12. #10

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    Wenn man für die TK Dosen Rohre in M25 mit großzügigen Radien und eingeschaltetem Hirn verlegt, bekommt man da problemlos etwas eingezogen.

    Ich Verlege im EfH/Wohnungsbau grundsätzlich derartige Leitungen in Rohr, eingezogen wird wenn Putz/Estrich fertiggestellt.
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  13. #11
    Themenstarter

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    Vielen Dank für eure Antworten.
    Es geht tatsächlich um Reserve-Leerrohre.
    Ich höre aus den Antworten, dass das Argument des Elis nicht stimmig scheint und werde auf die Einrichtung weiterer Leerrohre vom HWR zum Wohnzimmer, zum Arbeitszimmer und in alle Schlafräume bestehen.

    Thanks!
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