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Lebensdauer von Nagelbindern

Diskutiere Lebensdauer von Nagelbindern im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Lebensdauer von Nagelbindern

    Hallo,

    unser Bugalow, Dachneigung 25°, soll eine Dachstuhl mit Nagelbindern bekommen (ist ja billiger....).
    Jetzt habe ich in einer offiziellen Liste über die Lebenserwartung von Bauteilen gelesen, dass die eine "Lebenserwartung von 30 - 50 Jahren" und eine "durchschnittliche Lebenserwartung von 30 Jahren" haben. Das beunruhigt mich dann doch etwas. Ich interpretiere das so, dass wir dann u. U. einen neuen Dachstuhl brauchen, bevor die Dachsteine kaput sind.
    Lohnt sich so ein Dachstuhl wirklich? Und warum ist die Lebenserwartung so viel geringer als beim "normalen" Dachstuhl?

    gundi
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  2. Lebensdauer von Nagelbindern

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  3. #2
    Themenstarter

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    Und noch ein paar Fragen hinterher:
    - was genau verschleißt da so schnell?
    - kann man das ggf. reparieren?
    - wie viel Aufwand ist das?

    gundi
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  4. #3

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    Schau mal über den Teich nach Amerika...da sind alle 100 Millionen Häuser so gebaut....
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  5. #4
    Avatar von Flocke
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    Die halten aber auch nicht und sind schon gar nicht auf längere lebensdauer oder Wärmedämmung ausgelegt. Nagelplatten können im Laufe der Zeit ermüden, dann ist keine wirtschaftlich vertretbare Sanierung möglich.
    In den meisten Fällen wrden sie allerdings deutlich länger halten, sind aber eben nicht dafür ausgelegt
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  6. #5

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    Zitat Zitat von gundi51 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    unser Bugalow, Dachneigung 25°, soll eine Dachstuhl mit Nagelbindern bekommen (ist ja billiger....).
    Jetzt habe ich in einer offiziellen Liste über die Lebenserwartung von Bauteilen gelesen, dass die eine "Lebenserwartung von 30 - 50 Jahren" und eine "durchschnittliche Lebenserwartung von 30 Jahren" haben. Das beunruhigt mich dann doch etwas. Ich interpretiere das so, dass wir dann u. U. einen neuen Dachstuhl brauchen, bevor die Dachsteine kaput sind.
    Lohnt sich so ein Dachstuhl wirklich? Und warum ist die Lebenserwartung so viel geringer als beim "normalen" Dachstuhl?

    gundi
    hallo gundi51,
    mit welcher Lebensdauer rechnest du denn für dich selbst, wenn dich die 50 Jahre für die Nagelbinder beunruhigen
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  7. #6
    Themenstarter

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    Mich beunruhigt eher die "mittlere" Lebenserwartung von 30 Jahren lt. Tabelle (d. h. nur einzelne werden wirklich 50 Jahre alt...), denn das bedeutet, dass ein potentieller Käufer in 20 bis 25 Jahren gleich einen neuen Dachstuhl in die Finanzierung mit einplanen muss. Und vielleicht möchte ich ja dann verkaufen......

    gundi
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  8. #7

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    Zitat Zitat von gundi51 Beitrag anzeigen
    Mich beunruhigt eher die "mittlere" Lebenserwartung von 30 Jahren lt. Tabelle (d. h. nur einzelne werden wirklich 50 Jahre alt...), denn das bedeutet, dass ein potentieller Käufer in 20 bis 25 Jahren gleich einen neuen Dachstuhl in die Finanzierung mit einplanen muss.
    Vielleicht liegt die geringe Lebensdauer eher an anderen Aspekten, welche die Objekte mit Nagelbinderdächern schon so früh dem Abriss weihen. Vielleicht sind diese komplett abgeschrieben und haben auch sonst einen so geringen Substanzwert, dass sich ein Umbau nicht rechnet?


    mit skeptischen Grüßen!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Vielleicht liegt die geringe Lebensdauer eher an anderen Aspekten, welche die Objekte mit Nagelbinderdächern schon so früh dem Abriss weihen. Vielleicht sind diese komplett abgeschrieben und haben auch sonst einen so geringen Substanzwert, dass sich ein Umbau nicht rechnet?
    Dem schließe ich mich an. Nagelbinder wurden bei uns doch eher im gewerblichen Bereich eingesetzt, und da ist die Abschreibung des Gebäudes anders als bei einem EFH. Schwachpunkt war da eher die Dimensionierung, die dazu führte, dass die Dächer bei hoher Last geschädigt wurden, oder Schäden an der Dacheindeckung die dazu führten, dass die Binder irgendwann die Grätsche machten. Ich habe auf 2 Dächern Nagebinder, beim einen Dach spannen sie über 12m, DN12°, und sind heute noch wie neu, wobwohl sie jetzt 50 Jahre auf dem Buckel haben, beim anderen Dach DN10°, überspannen sie gut 14m und haben vor einiger Zeit aufgrund Schneelast einen Knacks abbekommen. Heute sind die Lastannahmen strenger, und wenn man das nicht bis auf die letzte Nachkommastelle ausreizt, wüsste ich nicht warum die Binder nicht 50 Jahre und mehr leben sollten.
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  10. #9
    MoRüBe
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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Die halten aber auch nicht und sind schon gar nicht auf längere lebensdauer oder Wärmedämmung ausgelegt. Nagelplatten können im Laufe der Zeit ermüden, dann ist keine wirtschaftlich vertretbare Sanierung möglich.
    In den meisten Fällen wrden sie allerdings deutlich länger halten, sind aber eben nicht dafür ausgelegt
    Flocke, dann müsste ganz Skandinavien abreißen. Und die haben, was Dämmung angeht, weitaus mehr als Amerika und Deutschland.
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  11. #10

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    nagelbinder sind zusammengesetzte bauelemente, die im laufe der jahre durch wechselnde belastungen ermüdungserscheinungen aufweisen. das tritt immer bei den nägeln im holz auf.

    das ist bei allen bauelementen so, die zum zeitpunkt der errichtung billig sind, in der unterhaltung, instandhaltung, lebensdauer, instandsetzung und bei erneuerung sind es dann die teuersten bauelemente. der spruch - billich bauen ist am ende die teuerste bauweise - kommt nicht von ungefähr.
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  12. #11
    MoRüBe
    Gast
    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    das tritt immer bei den nägeln im holz auf.
    .
    Wobei ich mal stark bezweifle, daß in der heutigen Zeit da noch genagelt wird
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  13. #12

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    Kann man die Nagelbinder von früher mit heutigen Nagelplattenbinder (die gepresst werden) vergleichen? Es gibt genung EFH aus den 60er 70er die noch Nagelbinder haben und stehen, da weren andere Häuser wegen anderer Sachen schon längst abgerissen.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    Kann man die Nagelbinder von früher mit heutigen Nagelplattenbinder (die gepresst werden) vergleichen?
    Nö.
    Ich traue den heutigen Nageplattenbindern mehr zu (vorausgesetzt sie wurden korrekt dimensioniert). Eine mit dem Hammer genagelte Verbindung ist niemals so exakt und reproduzierbar wie gepresste Nagelplatten. In meinen Augen wird durch den Einsatz von Nagelplatten die Verbindung zuverlässiger.
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    Es gibt genung EFH aus den 60er 70er die noch Nagelbinder haben und stehen, da weren andere Häuser wegen anderer Sachen schon längst abgerissen.
    Hallo,

    so ganz viele werden das nicht sein, zumindest in den 60ern... Vorhin habe ich Folgendes gefunden:

    "Es ist bekannt, dass die ersten Versuche an Nagelplatten in Deutschland an der Universität in Karlsruhe ab 1966
    unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Dr.- Ing. Karl Möhler durchgeführt wurden.
    Da zu diesem Zeitpunkt die Erteilung von Zulassungen noch Ländersache war - das heutige Deutsche Institut für Bautechnik gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht - wurde in Baden–Württemberg erstmals eine Zulassung für den Einsatz von Nagelplatten erteilt." Quelle: http://www.nagelplatten.de/downloads...h_DIN_1052.pdf

    Demnach gibt es die noch garnicht sooo lange, und im Wohnungsbau haben die sich doch eher langsam durchgesetzt. Ich unterstelle mal, dass die Verfasser der Broschüre - die Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte e.V. und der Interessenverband Nagelplatten e.V. - wissen, wovon sie reden.

    Ich bin mir immer noch nicht schlüssig, ob ich diese Dachkonstruktion wirklich will. Unter den Nagelplattenbindern sollen die Dämmung, Dampfsperre und Rigipsplatten als Geschossdecke montiert. Wenn die ausgetauscht werden müssen, braucht der Bungalow also auch eine neue Dämmung nach oben und eine neue Geschossdecke. Das geht richtig ins Geld, und dementsprechend dürfte der Verkaufspreis sinken, wenn wir das Haus in 20 - 25 Jahren verkaufen wollen. Neben den "normalen" Renovierungskosten würden vom Käufer in dem Fall ja auch der komplette Oberbau des Hauses einkalkuliert werden müssen. - Vielleicht ist gerade unsere Zeitplanung ungünstig für so ein Dach....

    gundi
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  17. #15
    Avatar von Flocke
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    Moin Gundi. Theoretisch halten diese Verbindungen nicht so lange. Die Lebensdauer von Nagelbindern ist eben auf einen überschaubaren Zeitrum ausgelegt. Früher hat sich fast jeder Bauer seine Brettbinder selber zusammen genagelt, die halten heute noch, vorrausgesetzt der Bock hat sie nicht gefunden. Ist wie mit den alten genieteten Brücken. Rechnerisch können sie nicht mehr halten, in der Praxis aber findet man mit modernster Meßtechnik kaum Schwachpunkte. Die Brücken werden sicherlich nochmal 100 Jahre packen, auch wenn jeder Rechennachweis dies nicht zuläßt
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