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  1. #1

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    Energieausweis - für mich nicht nachvollziehbar

    Hallo Zusammen,

    vielleicht könnt Ihr mir bitte mal auf die Sprünge helfen. Folgende Werte habe ich im EA:

    Alles in kWh/a
    HWB: 11.136
    WWWB: 3.500
    HTEB RH: -8.204
    HTEB WW: -4.715
    HTEB: 6.252
    HEB: 2.366
    HHSB: 4.500
    EEB: 6.866
    PEB: 17.990


    Laut meinen Informationen sollte HEB=HWB+WWWB+HTEB sein. Wenn man die Werte zusammenzählt komme ich allerdings auf 20.888 kWh/a;
    Weiters ist mir die Berechnung von HTEB unklar. Eigentlich müsste ich 8.204 (RH=Raumheizung) + 4.714 (Warmwasser) = 12.919 kWh/a Heiztechnikverluste haben. Im EA steht jedoch 6.252 kWh/a. Was bedeuten negative Werte?


    Mein Installateur will mir eine 15kWh Wärmepumpe verkaufen.
    Jemand anderer rechnet mir aber eine Heizlastabschätzung vor:

    LT=149 W/K
    LV=77 W/K

    (149+77) * (24-(-13)) = 8.362 W
    Das wiederum wäre ohne die Wärmegewinne, ohne HT Verluste, ohne Warmwasser; (nehme ich mal an).

    Die volle Formel lautet:

    Qh = (Qt+Qv)-n*(Qs+Qi)
    Norm-Außentemp = -13 Grad
    Soll-Innentemp = 20 Grad
    Heiztage = 233
    Qs = 11.560 kWh/a (laut EA) = 11.560 / 233 / 24 = 2.067 W
    Qi = 3,75 W/m2 * 220 m2 = 825 W
    Qt = 149*33 = 4.917 W
    Qv = 77*33 = 2.541 W
    Qh = 4.917+2.541 - 0.9*(825+2067) = 4.855 W

    Und was muss ich jetzt noch tun damit ich die Wärmepumpe auslegen kann?

    Viele Fragen, ich weiß, aber vielleicht könnt Ihr mir die eine oder andere beantworten?

    Danke!
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  2. Energieausweis - für mich nicht nachvollziehbar

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Und was muss ich jetzt noch tun damit ich die Wärmepumpe auslegen kann
    Allen Nasenbären eins hinter die Löffel hauen und in den Hintern treten - Anlauflänge beliebig !

    Heizlastberechnung machen lassen und den EnEV Nachweis bei Auslegung der Heizung zum Hintern wischen nehmen.

    Seit 10 Jahren immer wieder die selbe Scheisse mit dem EnEV Geeier ... und die Hornschreitel werden nicht heller.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Zitat Zitat von tombert Beitrag anzeigen
    Und was muss ich jetzt noch tun damit ich die Wärmepumpe auslegen kann?
    EN12831 wäre das Stichwort, dann beantworten sich alle Deine Fragen von selbst. Für eine erste Abschätzung kann man die EnEV heranziehen, aber für die Dimensionierung ist sie einfach ungeeignet (und war dafür auch nie gedacht). Die EN12831 liefert dann gleich noch die Raumheizlasten, die für die Dimensionierung der Heizflächen sowieso benötigt werden.

    Also, Daten des Gebäudes zusammenstellen (U-Werte, Flächen etc.), Heizlastermittlung nach EN12831 erstellen lassen, Wärmeerzeuger definieren, Heizflächen berechnen, Lüftung berechnen, und alles wird gut.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    EN12831 wäre das Stichwort
    Also dieses Qh ist quasi Nutzlos?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von tombert Beitrag anzeigen
    Also dieses Qh ist quasi Nutzlos?
    Du hast es erkannt. Für die Planung des Wärmeerzeugers bestenfalls als Indikator zu gebrauchen.
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  7. #6

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    Nicht ganz. Es bildet recht zuverlässig den durchschnittlichen Energiebedarf über einen längeren Zeitraum ab. Kann aber niemals den Energiebedarf (Heizlast) zu einem BESTIMMTEN Zeitpunkt (und hier ist der Extremfall saukalt und drei Wocchen bewölkt gemeint) abbilden. Dafür ist die Ermittlung nach EN 12831 zuständig.
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  8. #7
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    Ich bin skeptisch. EN12831 rechnet auch nur mit den Leitwerten - die stehen aber bei mir im EA schon drinnen. In Lt ist bei schon der Leitwert für Aussen, Unbeheizt und über das Erdreich dabei.

    Qt und Qv rechnet auch schon mit der minimalen Aussentemperatur von -13 Grad: Qt = 149*(20-(-13)) = 4.917 W ... das ist dann doch schon der schlimmste Fall.

    Meine Theorie dazu ist, das Qh nötig ist damit sich ein Gleichgewicht im Haus einstellt. Ich kann also im Extremfall (-13 Grad draussen) gerade noch die Temperatur im Haus halten:
    Qh = 4.917+2.541 - 0.9*(825+2067) = 4.855 W
    Will ich das Haus jetzt weiter erwärmen muss ich mehr Energie zuführen.
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  9. #8

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    die EN rechnet mit den Bedarfen der einzelnen Räume (mit anderen Raumtemperaturen als die enev) zzgl. TWW zzgl. Aufheizreserve zzgl. Wärmeflüsse zwischen den Räumen und der tatsächlichen Betrachtung der in dem jeweilgen Raum verbauten Haizfläche und deren Leistungsfähigkeit ... Diese Bedarfe zusammengezogen ergeben idR einen anderen Wert, als wenn man die Gebäudehülle als einzig Energieverlierende Ebene betrachtet. DESWEGEN eine Ermittlung über die EN und das Ergebnis der enev-Berechnung nur als Schätzeisen.


    Anders ausgedrückt: Die enev beschreibt, wieviel Heizenergie dem Gebäude verloren geht und die EN beschreibt, wieviel Heizleistung benötigt wird um einen bestimmten Zustand im Gebäude (an jeder Stelle) herzustellen.
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  10. #9

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    Zudem rechnet die EnEV mit anderen RT.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Zudem rechnet die EnEV mit anderen RT.
    Habsch doch geschrieben ;-)
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Habsch doch geschrieben ;-)
    Sorry, hab´s überlesen. Bin nebenbei noch an einem Brenner am werkeln.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Ok - habs verstanden. Danke!
    Damit scheint mir aber die 15kW Wärmepumpe viel zu stark überdimensioniert.
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  15. #13

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    Zitat Zitat von tombert Beitrag anzeigen
    Ok - habs verstanden. Danke!
    Damit scheint mir aber die 15kW Wärmepumpe viel zu stark überdimensioniert.
    Könnte gut sein, kommt auch darauf an, um was für eine WP es sich handelt (Luft, Sole, DV), ob es sich bei den 15kW um die Nennleistung nach Norm handelt, usw..
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