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  1. #1

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    Feuchter Sockelputz

    Guten Tag liebe Forumsteilnehmer,

    unser Reihenendhaus (Fertigstellung Herbts 2002, nicht unterkellert), zeigt seit ca. einem Jahr am Sockelputz einen "Feuchtigkeitshorizont" mit weissen Ausblühungen. Ich stehe zwar mit dem Bauleiter deswegen in Kontakt, aber meine Fragen dazu hat er bis heute nicht beantworten können. Er will den Sockel mit Dichtschlämme verputzen lassen. Ist das ok, reicht es ggf. den Sockel neu zusteichen nachdem vorher die Ausblühungen abgekehrt wurden.
    Die Feuchtigkeit soll wohl durch den Sockelputz verursacht sein. Mich wundert nur, das der Feuchtigkeitshorizont nur im oberen Bereich des Sockel zu sehen ist. Wie ist das zu begründen? Ein Nachbar erzählte mir, dass sei aufsteigenden Feuchte aus dem Erdreich. Warum ist dann aber die Feuchtigkeit nicht unten am Sockel sondern oben zu sehen?
    Vielleicht werden meine Fragen hier bantwortet.

    Freundliche Grüße

    Onkel Peter
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  2. Feuchter Sockelputz

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  3. #2
    Avatar von T9-Liebhaber
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    schon mal daran gedacht...

    dass die Feuchtigkeit eventl. von ihnen kommt?
    Die auf dem Bild sichtbare Feuchtigkeit, könnte doch genau in der Höhe der Trittschalldämmung sein (ist es so?).
    Wenn ja wäre zu überprüfen woher die Feuchtigkeit kommt (Fussbodenheizung, Wasserleitung...)
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  4. #3
    Themenstarter

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    Feuchtigkeit von innern kann ich ausschliessen.

    Freundliche Grüße

    Onkel_Peter
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  5. #4

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    Sockelschäden

    Hallo Onkel Peter,

    Ferndiagnosen sind immer "gewagt" und es sind deinerseits zu wenig Angaben gemacht, aber ich vermute, dass der Putz im "erdberührten Bereich" nicht abgedichtet ist. Im Prinzip gilt hier DIN 18 195 Teil???.

    Wie ist der Putzaufbau? Mineralputz? Organischer Putz?Wärmedämmverbundsystem?

    Mineralputz ist ein Salz. Wenn dieser mit Wasser in Verbindung kommt wird er dieses "aufnehmen". Vermutlich, zumindest dem Bild nach zu urteilen, ist der Putz im Bereich des Kiesbetts, wie immer das nach unten auch aussehen mag nicht abgedichtet. Ich sehe auch keine "Maßnahme" den Putz vor direkter "mechanischer Einwirkung", z.B. mittels Noppenfolie, zu schützen.

    Hierfür gibt es eine "Richtlinie", d.h. so etwas wie eine allgemein anerkannte Regel der Technik in Schriftform.

    zu beziehen bei:
    http://www.stuck-verband.de/main-act...do=1865&lcr=ru

    Darin sind Beispiele für funktionsfähige Lösungen. Die muss aber auch jemand planen und beauftragen und BEZAHLEN. Bauträger/GU´s/GÜ`s sparen sich das oft.

    Zum sichtbaren "Feuchtehorizont": Der Putz nimmt im unteren Bereich das Wasser auf und "transportiert" es kapillar, durch den angestrebten Konzentrationsausgleich nach "oben" wo es "trockener " ist. Hier verdunstet dann das Wasser. Nicht verdunsten können im Wasser transportierte lösliche Salze und eventuell vorhandener "freier Kalk". Wenn das Wasser verdunstet kristallisieren diese an der Stelle aus (anfangs ein weißer Flaum), weiter geht es mit dem ablösen der Farbe, später zerbröselts den Putz. Die sichtbare Linie ist "meistens" am Übergang zwischen Grundputz Fassade und Sockelgrundputz.

    MfG Michael
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  6. #5

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    Denkbare Ursachen....

    1) Wasser von innen - Heizung, Frisch-, Abwasser
    2) Regenwasser, das in die Fuge zwischen Wand- und Sockelputz eindringt und wieder ausdunstet
    3) Kondenswasser aus Luftundichtigkeiten - Luftfeuchte gelangt von aussen nach innen.
    4) ......X) ??????
    An aufsteigenden Feuchte glaube ICH weniger, dazu ist der Sockel unten zu "gut".
    MfG
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  7. #6

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    Glaube

    soll ja Berge versetzen, lieber Ralf.

    Was für Berge? Kalkstein?

    Stimmt, es sind wenig Infos, aber es ist ein typischer Schaden am Sockelputz, soweit sich das aus dem Bild und der Beschreibung herleiten lässt.

    Ich habe dieser Tage so einen Schaden, der 40 Jahre vor sich hinsiechte "bearbeitet" - und bin noch dran. Farbe und Sockelfilzputz bröseln ab, der Sockelgrundputz war noch "bockelhart" Baustellenmischung 1964, aber im erdberührten Bereich isser komplett hohl "gelegen". Mauerwerk durchfeuchtet bis innen undundund...

    Und ich glaube nur was ich seh...
    Geändert von MichaelG (04.04.2006 um 17:03 Uhr) Grund: nicht nur Recht haben auch Rechtschreiben...*gg*
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  8. #7

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    @ Michael G...

    Gut bedeutete hier, daß er dort trocken, frei von Wasserrändern und ohne Ausblühungen zu seien scheint.
    Feuchte aus dem Erdanschlussbereich schafft es eher selten, so hoch zusteigen, ohne zwischendurch mal "sichtbar" zu werden. Und da ich auch nur glaube, was ich sehe und ich eben nichts sehe (zwischen Kies und Feuchterändern), GLAUBE ich nicht an die aufsteigenden Feuchte .
    Mfg
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  9. #8

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    Jo

    we will wait and see
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  10. #9
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    Liegt der Feuchtehorizont zufällig auf der selben Höhe wie die Dichtungsbahn unterm Mauerwerk?

    Wie ist der Sockel von innen nach außen aufgebaut?
    z.B.
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    Sockelputz
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    ganz einfach

    räum mal den Kies etwas beiseite und mach nochmal ein Foto (!)
    ... mal sehn ob:
    .
    a.) der Putz unten abgeschrägt wurde
    .
    b.) bindiger Boden ansteht
    .
    c.) eine Sockelabdichtung vorhanden ist
    .
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  12. #11
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    Meine und Josefs Fragen lassen sich wunderbar zusammen beantworten
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  13. #12

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    schräger putz

    hallo miteinander,

    @josef: da wirst du wenige gipser finden die den sockelgrundputz unten abschrägen,vorallem im bt-haus bereich...

    habe neulich eine anfrage bekommen,an einem neubau (altenheim)sockelfläche und lichtschächte nachzuarbeiten,hatte leider keine digi dabei sonst hätt ich euch tolle pics einstellen können...sockelgrundputz wurde max 20 cm hoch angebracht,dann einlagig abgefilzt,im unteren bereich wurde der sockelputz über den ganzen baudreck aufgetragen der an den xps platten klebte...ach ja,der sockelgrundputz wurde nicht abgeschrägt,statt dessen hat sich jetzt durch herabfallenden grund u.oberputz/mauermörtel/beton eine schöne harte anbackung um die ganze hütte (sockellänge 350m)gebildet,die jetzt mitm hilti stemmen kannst ->prost-mahlzeit...

    mfg benny
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  14. #13
    Avatar von susannede
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    Oh, ich sehe gerade die Frage gibbet doppelt...

    Nachttrag: Hallo Michael!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hallo und vielen Dank für die Antworten.
    Den geplanten Verputzer Einsatz für heute habe ich erstmal abgesagt.
    Ein weiteres Foto habe ich eingestellt. Dort ist zu erkennen dass der Putz unterhalb des Kiesbettes feucht ist. Details zum Wandaufbau sowie der benutzten Materialien kann ich nicht geben. Uns liegt nur eine allgemeine Baubeschreibung vor. Allerdings habe ich den Bau fotographisch festgehalten und kann mal laienhaft wiedergeben was man auf den Fotos im Sockelbereich sieht.
    Also auf die Aussenwand kam zuerst ein Schwarzanstreich.
    Danach im Bereich der Terrasse, des Fensters und der Tür eine schwarze Folie, Vedathene duo ist abzulesen.
    Ob die schwarze Folie durchgängig am Sockel ist kann ich auf den Fotos nicht erkennen. Auf die anderen Sockelbereiche kam eine blaue Folie. Danach wurde durchgängig am Sockel Polystyrol 18 cm dick aufgebracht. Die Polystyrol Platten haben den Aufdruck "Sockel", "Sockelplatte". Darauf ein Gewebe, dann 8 mm Putz.(laut Bauträger) Welchen Putz weis ich nicht.
    Eine Abdichtung des Sockels gegen anliegenden Materialien gibt es nicht.

    Der Traufstreifen besteht aus Kies ca. 10 cm, darunter noch cal 15 cm Frostschutz als Brechsand Splitt Gemisch. (Es liegen entlang der Wand Gehwegplatten) Darunter liegt wohl der ganze Müll der beim Bau angefallen ist. (Mein Nachbar fand letzten Sommer beim Umbau seiner Terrasse unter seinem Grundstück ein Fahhrad sowie eine Palette Pflastersteine).

    Vielleicht kann man davon ausgehen das der Feuchtigkeitshorizont durch den nicht abgedichteten Sockelputz kommt. Warum der nicht abgedichtet ist, ist mir nicht bekannt. Muss das extra beauftragt werden, oder entspricht es den "Regeln der Baukunst " das nicht abgedichtet werden muss? Soweit ich weis muss der Sockel nur mit wasserabweisenden Materialien ausgebildet werden. Der Putz ist ja "assserabweisend".

    Mich wundert nur folgendes: Letztes Jahr war es über einen längeren Zeitraum trocken (ca. 3 Wochen), der Feuchtigkeitshorizont war verschwunden. Dann kam ein Wetterumschwung, es regnetet nicht, allerdings war die Luft feucht und der Sockel wies auch wieder Feuchtigkeit auf. Demzufolge müsste der Sockelputz oder die Sockelfarbe die Feuchtrigkeit aus der Luft aufnehmen.

    Wie soll ich jetzt hier vorgehen? (Wir haben ja noch Gewährleistung und das Verhältnis zum Bauträger ist nicht all zu schlecht)

    Einen Gutachter beauftragen? Wenn ja, welchen nimmt man. Wo bekomt man einen Gutachter her?
    Muss der Sockel freigelegt (wie tief) und abgedichtet werden?
    Welcher Berufsstand mach so etwas?

    Vorschlag des Bauträgers war: Mit Dichtschlämme den Sockel verputzen, ab Gelände ca. 10-20 cm tief. Wäre das ausreichend. Strittig ist wer den Kies wegräumt. Der muss großflächig abgeräumt werden, weil er sonst immer wieder nachrutscht.

    Fällt mir noch eine Frage ein: Ist der Gebäudeversicherer zu informieren?
    Freundliche Grüße aus dem sonnigen Bad Homburg

    Onkel_Peter
    Geändert von Onkel_Peter (06.04.2006 um 16:02 Uhr)
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  17. #15

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    Aktualisierung?

    Liebe Experten,

    gibt es dazu eine Aktualisierung? Ich habe eigentlich genau die gleichen Probleme, sodass mich die Lösung (wenn es hier eine gab) interessieren würde.

    --> Was hat die Frage nach der Dichtungsbahn im Mauerwerk (SV Caden) für einen Hintergrund?

    --> Warum kommt die Feuchtigkeit nach langer Trockenperiode auch ohne Regen wieder?

    Dono
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