Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21

Giebel: Innenverkleidung / Wand herstellen

Diskutiere Giebel: Innenverkleidung / Wand herstellen im Forum Sanierung konkret auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    02.2016
    Ort
    BuBiBa
    Beruf
    Designer
    Beiträge
    7

    Giebel: Innenverkleidung / Wand herstellen

    Hallo Mitglieder des Bauexpertenforums,

    bei der Recherche nach Lösungsansätzen für verschiedene Probleme, bin ich bereits auf das Forum gestoßen. Jetzt ist es soweit, ich habe eine Frage, auf die ich bisher keine Antwort finden konnte.

    Wir haben ein Haus gekauft (Bj '33). Dieses wurde in der Vergangenheit aufgestockt, so dass die obere Etage keine Dachschrägen mehr hat. Während der Renovierung viel uns auf, dass die Giebelwand offensichtlich vorgesetzt ist. Da wir uns nicht erklären konnten, warum, haben wir die vorgesetzte Wand abgebaut.

    IMG_20160222_173627.jpg

    IMG_20160222_193130.jpg

    IMG_20160222_193135.jpg

    Wie ihr sehen könnte, wurde nicht der alte Giebel aufgestockt / gemauert, sondern mit Holz "verkleidet". Hinter diesem Holz ist Dachpappe, dahinter Eternit (wie man sie öfters an alten Fassaden sieht). Die herausgerissene Wand, war auf die oben beschriebene Konstruktion aufgebracht und bestand aus Heraklithplatten, die mit Gips verputzt waren.

    Die Giebelkonstruktion soll jetzt wieder verkleidet werden, allerdings wissen wir nicht genau wie wir vorgehen sollen.

    Wie sehen die möglichen Aufbauten aus? Würde es reichen, sicherzustellen, dass dort alles trocken ist und eine diffusionsoffene Wand (z. B. Ytong) davor zu mauern?

    Grüße,
    David
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Giebel: Innenverkleidung / Wand herstellen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Ich würde mir zuerst noch Gedanken über Wärmedämmung machen, denn das bisschen Holz hat keine nennenswerte Dämmwirkung. Die Wand wird im Winter verdammt kalt, und wenn das Wohnräume gibt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Luftfeuchtigkeit dort niederschlägt. Was dann folgt, das dürfte klar sein.

    Dämmung bis der U-Wert der Flächen besser wird als der U-Wert der Fenster, so dass sich Luftfeuchtigkeit vorzugsweise an den Fenstern niederschlägt, wo man sie wieder entfernen kann. An sich wäre hier auch mal die EnEV zu betrachten, dann wäre der notwendige U-Wert 0,24W/m²K. Außen "Dachpappe", also wäre es sehr wahrscheinlich sinnvoll, innen diffusionsdicht zu arbeiten. Da müsste man sich einmal hinsetzen und ein bisschen rechnen.
    Danach dann alles mit einer Vorbauwand, Gipskarton zum Beispiel, verkleiden.

    Das wäre "mein" Ansatz über den ich mal nachdenken würde.

    Nebenbei bemerkt, es wäre sinnvoll hier mal jemanden zu holen der sich auskennt. Das ganze sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2016
    Ort
    BuBiBa
    Beruf
    Designer
    Beiträge
    7
    Danke für die Antwort R.B.!

    Ich würde mir zuerst noch Gedanken über Wärmedämmung machen, denn das bisschen Holz hat keine nennenswerte Dämmwirkung.
    Eine Dämmung soll eingebracht werden, allerdings bin ich mir mit dem Aufbau noch nicht sicher. Die Balken werden mit 200mm SteicoFlex gedämmt und dann von unten mit einer Isover Vario KM Duplex UV "versiegelt". Vielleicht würde sich ein ähnlicher Aufbau für die Giebelwand eignen (außen nach innen):

    Eternit
    Dachpappe
    Bretter
    SteicoFlex (oder einen anderen passenden Dämmstoff)
    Dampfbremse (oben genannt)
    Vorbauwand

    Dämmung bis der U-Wert der Flächen besser wird als der U-Wert der Fenster, so dass sich Luftfeuchtigkeit vorzugsweise an den Fenstern niederschlägt, wo man sie wieder entfernen kann.
    Müsste dann nicht dementsprechend alle Wände gedämmt werden? Die Wände um die Fenster herum z. B. sind ja gar nicht gedämmt.

    Nebenbei bemerkt, es wäre sinnvoll hier mal jemanden zu holen der sich auskennt. Das ganze sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus.
    Habs gestern Abend erst aufgemacht. Werde mal meinen Nachbarn (Dachdecker) fragen, was er davon hält.

    Grüße
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    Ganz ganz ganz heikle Kiste! Das gedämmt werden muss ist wohl klar, weil dir sonst die Flächen den Raum permanent runter kühlen. Dass das aber nicht ganz so einfach ist hat R.B ja schon anklingen lassen.

    Problem sind das Mauerwerk und die Bitumenbahn. Kannst du mal ein Foto von Außen machen? Innen wirst du da meiner Meinung nach weniger Erfolg haben. Dämmst du nun vor dem MW, nimmst du dem MW die Heizquelle, es wird zwangsläufig ziemlich kalt und damit wird Wasserdampf hier im Zweifel ausfallen und Kondensat bilden. Mich nur auf die Luftdichtigkeit innen und einen ausreichende Sperrung der Gasmoleküle zu verlassen wäre mir zu heikel.

    Sinnvoller wäre es, wenn man hier ggf. mit einer VHF arbeitet und von außen dämmt oder aber das MW plus den darüber liegenden Teil mit dem Eternit hinterlüftet. Dann braucht es aber unten Zuluft und logischerweise oben Abluft. Klappt das alles nicht, dann bleibt vermutlich nur die Kombi aus sorptivem Dämmstoff und sorptivem Putzen (Lehm)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von belnack Beitrag anzeigen
    Müsste dann nicht dementsprechend alle Wände gedämmt werden? Die Wände um die Fenster herum z. B. sind ja gar nicht gedämmt.
    Theoretisch ja. Bei alten Fenstern wäre das egal, aber die Wand aus irgendwelche Steinen die man irgendwo aufgesammelt und dann zusammengemörtelt hat, wäre an sich eher ein Fall für den Bagger. Keine Ahnung wie man das rechnerisch ansetzen soll, und ob das "Mauerwerk" überhaupt noch lange lebt. Ich würde da nichts groß anfassen, denn die Steine können wohl kaum sich selbst halten, geschweige denn Lasten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    Zitat Zitat von belnack Beitrag anzeigen
    allerdings wissen wir nicht genau wie wir vorgehen sollen.
    da gibt es planer - architekten und ingenieure - die das wissen und können!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2016
    Ort
    BuBiBa
    Beruf
    Designer
    Beiträge
    7
    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Kannst du mal ein Foto von Außen machen?
    Viel zu sehen gibt es von dort aus nicht, habe aber trotzdem mal ein paar Fotos geschossen.

    IMG_20160223_174458.jpg

    IMG_20160223_174805.jpg

    IMG_20160223_174831.jpg

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Bei alten Fenstern wäre das egal
    "Leider" sind die Fenster vier bis fünf Jahre alt und dreifachverglast.

    Gestern war der Dachdecker da und hat sich die Geschichte mal angeschaut. Er meint ich soll etwas Luft zur Mauer lassen und mir eine diffusionsoffene Konstruktion davor setzen. Da weder die Außenmauer, noch die Giebel-Holzkonstruktion dicht seien und der Bereich zum Speicher hin offen wäre, bräuchte ich nicht mit Schimmel zu rechnen.

    Er gibt dem Dach noch 5-10 Jahre und schlägt vor es danach richtig zu machen. Sprich, weg von der Bretterkonstruktion des Daches (meine "Dachbalken" sind immer 3-5 miteinander vernagelte Bretter).

    Der Aufbau, den er angedacht hat könnte so aussehen (~10cm von der eigentlichen Wand entfernt):

    Sorptiver Dämmstoff (z.B. Holzfaserdämmung)
    Folie
    Lattung
    Sorptiver Dämmstoff/Putzträger
    Lehmputz

    Der Raum zwischen der "Dämmwand" und der Außenwand wäre ganzjährig belüftet.


    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    da gibt es planer - architekten und ingenieure - die das wissen und können!
    Bring mich echt weiter, danke
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    Mir fehlt da die definierte Luftdichtheit. Wenn man für eine Belüftung sorgen kann, dann kann man da mal drüber nachdenken, wenn man die Luftdichtigkeit ergänzt. In Form von Details der Anschlüsse und der Anordnung der Schicht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    Schwarzenbruck / Nürnberg
    Beruf
    Trockenbaumeister
    Beiträge
    7,989
    da du ja nicht weißt wie du vorgehen sollst, sollte dich Rolf aib´s Kommentar viel weiter bringen,
    ein Handwerker ist da nicht der richtige Ansprechpartner
    aber man will ja sparen auch wenn es dann mehr kostet.....
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2016
    Ort
    BuBiBa
    Beruf
    Designer
    Beiträge
    7
    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Mir fehlt da die definierte Luftdichtheit. Wenn man für eine Belüftung sorgen kann, dann kann man da mal drüber nachdenken, wenn man die Luftdichtigkeit ergänzt. In Form von Details der Anschlüsse und der Anordnung der Schicht.
    Die Luftdichtheit würde doch durch eine ordnungsgemäß angebrachte Dampfbremse mit Verbindung zu Boden, Wände und Decke gegeben sein. Oder? So wurde uns das zumindest von einem Bauingenieur für die Dämmung der oberen Geschossdecke empfohlen.

    Dort sollte der Aufbau wie folgt sein (kalt nach warm):

    - Ungedämmter Dachboden
    - Holzfaserdämmung zwischen den Dachbalken
    - Dampfbremse unterhalb der Dachbalken, luftdicht verklebt mit den Wänden
    - Lattung
    - Decke (z.B. Rigips oder Holzdecke)
    - Raum

    Da die Giebelwand und der Dachboden sich die selbe Luft und den selben Giebel teilen, sollte man doch hier ähnlich vorgehen können. nur vertikal. Leider waren die Giebelkonstruktion noch nicht sicht- und absehbar, als der Ingenieur da war…

    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    da du ja nicht weißt wie du vorgehen sollst, sollte dich Rolf aib´s Kommentar viel weiter bringen,
    ein Handwerker ist da nicht der richtige Ansprechpartner
    aber man will ja sparen auch wenn es dann mehr kostet.....
    Ich hätte erwähnen sollen, dass bereits ein Bauingeneur sich den Dachstuhl angeguckt hat. Allerdings als die Konstruktion des Giebels noch noch nicht sichtbar war.

    Bei einer Suche im Internet bin ich auf dieses Forum gestoßen und dachte, vielleicht hat hier jemand die zündende Idee.

    Habe heute auch dem Ingenieur die Bilder geschickt, mal schauen, vielleicht kann er ja noch was dazu sagen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    Zitat Zitat von belnack Beitrag anzeigen
    Bring mich echt weiter, danke
    wenn du wüsstest, wieviel dich das genau weiter bringt!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    Schwarzenbruck / Nürnberg
    Beruf
    Trockenbaumeister
    Beiträge
    7,989
    Ich hätte erwähnen sollen, dass
    dann hättest du aber auch das meckern sein lassen sollen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2016
    Ort
    BuBiBa
    Beruf
    Designer
    Beiträge
    7
    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    wenn du wüsstest, wieviel dich das genau weiter bringt!
    Sorry, wenn das falsch rübergekommen ist. Ich wollte nicht meckern, dein erster Post kam nur so im Befehlston (!) rüber
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    Zitat Zitat von belnack Beitrag anzeigen
    Die Luftdichtheit würde doch durch eine ordnungsgemäß angebrachte Dampfbremse mit Verbindung zu Boden, Wände und Decke gegeben sein. Oder? So wurde uns das zumindest von einem Bauingenieur für die Dämmung der oberen Geschossdecke empfohlen.
    Ja, ein wenig Luftdicht gibt es aber eben nicht. Einbindende Bauteile, Geschossdecken und anderes können vielfältige Probleme bringen um die man wissen MUSS, damit es auch wirklich Luftdicht wird und die Sperrwerte passen. Wenn es so einfach wäre, würde es nicht am laufenden Band schief gehen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    Schwarzenbruck / Nürnberg
    Beruf
    Trockenbaumeister
    Beiträge
    7,989
    vielleicht hat hier jemand die zündende Idee.
    naja, die hatte Rolf ja, aber es wäre bestimmt vorteilhaft, wenn der Bauing. im jetzigen Zustand eine Bestandsaufnahme und eine Ausführungsplanung macht.
    Wenn es so einfach wäre, würde es nicht am laufenden Band schief gehen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen