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welches Fundament für große Gebäude?

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  1. #1

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    welches Fundament für große Gebäude?

    Hallo, ich hätte da eine Frage an die Experten.
    Kann mir jemand eine Buchempfehlung oder hier ein Tipp geben, welche Fundamente man für größere Gebäude verwendet. Mich interessiert, ob es generell möglich ist, auch größere und damit schwerere Gebäude auf ein Streifenfundament zu setzen. Mit größeren Gebäuden meine ich ein 3gestöckiges Haus mit den Abmaßen ca.90m Länge und 35m Breite. Der Untergrund ist ein mitteldicht bis dicht gelagerter Sand der bis in eine Tiefe von 30m reicht. Ist bei einem solchen Gebäude eine Streifenfundamentgründung überhaupt sinnvoll, oder wird solch ein Gebäude immer auf Pfähle gesetzt. Bin für jeden Hinweis sehr dankbar und würde mich auch über eine Buchempfehlung mit Kennwerten, Tabellen etc. freuen, die man für einfache Kalkulation hernehmen kann.
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  2. welches Fundament für große Gebäude?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die Gründung legen Planer und Tragwerksplaner in Kenntnis des Baugrundfgutachtens fest. Für grosse Gebäude einfach mal Infos über Prora suchen. Das ist G R O ß
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  4. #3

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    in Bremen kann das schon erforderlich werden mit den gründungspfählen!

    näheres zur gründung deines gebäudes sagt dann der beauftragte bodengutachter.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für die schnellen Antworten!
    Mir ist jedoch immer noch nicht klar, ob es überhaupt möglich ist, solch ein Gebäude auf Streifenfundamente zu setzen. Habe einen befreundeten Geologen um Rat gefragt, der mir jedoch keine Auskunft über die Fundamentgründung sagen konnte, da dieses Thema in diesem Studium wohl nicht behandelt wird.
    Haben Sie als Architekt denn nicht schon größere Gebäude bis zur Fertigstellung begleitet und dort Erfahrungen gesammelt?
    Möchte aus Interesse selber über diese Thematik etwas in Erfahrung bringen. Das der Tragwerksplaner die entscheiden Person nachher ist, ist mir klar. Möchte jedoch auch etwas Hintergrundwissen sammeln.
    Wie sieht es mit passender Literatur aus, hat da vielleicht noch jemand einen Tipp für mich.
    Mit dem oben genannten Begriff Prora konnte ich nichts anfangen, haben sie dazu einen passenden Link für mich?

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen!!!
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  6. #5

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  7. #6
    Inkognito
    Gast
    Grundsätzlich ist das möglich, die Länge und Tiefe des Gebäudes ist dabei unwesentlich, relevant ist die Gebäudehöhe, die Geschossigkeit, die Nutzung und die Spannweiten, da damit die Größe der Kräfte in der Gründung beeinflusst wird.
    Üblicherweise wird aber auch ein Keller gefordert und damit ist man mit einer elastisch gebetteten Bodenplatte möglicherweise besser bedient, aber ein Streifenfundament ist jetzt nichts außergewöhnliches.
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  8. #7

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    die großen gebäude, bei denen ich mitgewirkt hatte, wurden alle auf eine bodenplatte gegründet, teils gleichmäßig durchgehend, teils unterschiedlich dick, mal mit auftriebssicherung, mal ohne auftriebssicherung, aber nie mit streifenfundamenten.
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  9. #8
    Lebski
    Gast
    Ich kenne Hallen mit über 200000 m² Grundfläche, mit Stützen, die auf Einzelfundamenten stehen. Zwischen den Einzelfundamenten dann Fertigteil-Frostriegel, Restliche Flächen als Panele.

    Streifenfundamente rechnen sich ab gewissen Abmessungen wohl nicht mehr.
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  10. #9
    Inkognito
    Gast
    Habe gerade was kleineres auf dem Tisch, Dreigeschosser, an der Giebelwand zum Nachbarn teilunterkellert (man wollte sich wohl die Abfangung sparen). Unter dieser Wand ist ein Streifenfundament.


    Edit: Moderne Bürogebäude sind aufgrund der variablen Nutzbarkeit häufig punktgestüzt, die Raumaufteilung erfolgt dann über Trockenbau. Nur bei Hotels, Studentenwohnheimen o.ä. findet sich noch eine Schottbauweise mit durchgehenden Wänden bis nach unten, wo sich dann Steifenfundamente lohnen würden. Wobei auch hier ist im Keller häufig eine Tiefgarage und der ganze Kram muss für teuer Geld abgefangen werden, weil genau eine Stellfläche fehlt.
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  11. #10

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    Ja, auch grosse Gebäude können auf Streifenfundamenten erstellt werden. Kommt immer auf die Konstruktion und den Boden an. Oft sind es auch Mischformen, z.b. bei Hallen. Da kann man die Wände auf Streifenfundamente und die Stützen auf Einzelfundamente machen. Alles ist möglich, je nach Tragfähigkeit des Bodens.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten!!!
    Kann mir vielleicht jemand zu diesem Thema noch ein passendes Buch empfehlen?
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von jk1122 Beitrag anzeigen
    .. Buchempfehlung mit Kennwerten, Tabellen etc. freuen, die man für einfache Kalkulation hernehmen kann.
    witzle?
    gipsned.

    bei 3 (oder 4 oder 5) geschossen auf mittleren bis
    guten baugrund wird man nicht unbedingt an pfähle
    denken .. obwohl, wenn´s der herzenswunsch des
    bauherren ist, dann .. na klar
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  15. #13

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    Ein Buch oder Tabellen werden Dir bei dieser Konstellation nicht viel helfen. Welche Lösung die wirtschaftlichste wird und wo der Punkt erreicht wird, an der eine Tiefgründung wirtschaftlicher wird als eine Flachgründung kann nur eine Voruntersuchung / Machbarkeitsstudie zeigen. Hierfür müssen die 3 Mitspieler an einen Tisch und die Karten offen hinlegen und dann ein paar Zahlen "würfeln".

    Der Bauherr muss sagen, wie das Gebäude genutzt werden soll (Wohnen, Gewerbe, Lager, Lagerregale, mit/ohne Gabelstapler, Verkaufsstätte/Schulungsraum/o.ä.--> Versammlungsstätte....) und ob zum Beispiel im untersten Geschoss Betonwände möglich sind, oder tragende+aussteifende Innenwände aus Beton oder ausgemauerte Stahlbetonrahemtragwerke.

    Der Baugrundgutachter muss Aussagen zur Belastbarkeit des Baugrundes machen; welche Bodenpressungen zulässig sind, welche Setzungen zu erwarten sind (gleichmäßige / ungleichmäßige), ob ggf. ein großflächiger Bodenaustausch hilft und falls es eine Tiefgründung werden sollte, welche Verfahren möglich sind und welche Pfahllängen erforderlich wären. Ihr braucht also ein projektbezogenes Baugrundgutachten auf Basis einer Vorplanung mit Gründungsempfehlungen und Aussagen zu den Tiefen und Lastfällen für Grundwasser.

    Ein Tragwerksplaner muss das alles zusammenfassen, die Möglichkeiten prüfen und Gründungsvorschläge unterbreiten. Das können breite Streifenfundamente sein, große dicke Bodenplatten oder Pfahlgründungen aus Rämmpfählen, Bohrpfählen, Verpresspfählen, Pfahlroste, Geopirsäulen, Rüttelstopfsäulen Fertigteilpfählen, oder... . Ebenso sollte Euch der Tragwerksplaner für jede Variante ein Kostenschätzung geben. Nur so erfahrt Ihr, was ggf. auf Euch zukommt. Er muss auch gleich prüfen, ob die vorgeschlagenen Varianten ausführbar sind, bezüglich Baugrubengrößen, Abstände zu Nachbargrundstücken, Erreichbarkeit mit großen Geräten für Tiefgründungen, Einflüsse auf Nachbargrundstücke, Kranstandorte, Kranfundamente, usw. usf. ....

    Wenn Du mehr über Tiefgründungen wissen möchtest, such nach Büchern zum Thema 'Spezialtiefbau', wobei diese Fachbücher i.d.R. für Fachleute geschrieben wurden.
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