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  1. #1

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    Erfahrungen zum Nutzen eines Ingenieurs für Haustechnik und Energieberatung

    Hallo zusammen,

    hat jemand beim Neubau eines Einfamilienhauses Erfahrungen mit einem Ingenieur für Haustechnik und Energieberatung gesammelt? Ist das eine sinnvolle Investition? Unser Architekt hat uns empfohlen solch einen Experten hinzuziehen, da die Technik in Neubauten immer komplizierter wird und hier ein Fachmann eine sinnvolle Ergänzung für die Planung sei (der sich dann aber auch gleich mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlägt).

    Habt Ihr so etwas gemacht, würdet Ihr das wieder tun? Lohnt sich die Ausgabe um z.b. die Energieversorung und Haustechnik planen und ausschreiben zu lassen?

    Danke vorab und einen schönen Abend!
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  2. Erfahrungen zum Nutzen eines Ingenieurs für Haustechnik und Energieberatung

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  3. #2

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    Als Architekt empfehle ich das ebenfalls regelmäßig und habe erst einmal damit bei Laien Erfolg gehabt. Architekten können das nicht und Heizungsbauer meistens auch eher theoretisch als tatsächlich und praktisch. Ich kenne inzwischen zwei Heizungsbauer, die Anlagen für EFH tatsächlich extern konzipieren und planen lassen - ohne es den Bauherrn zu sagen. Damit gab es auch noch nie wirkliche Probleme, mit den vom Heizungsbauer selbstgestrickten deutlich häufiger. Und komplexere moderne Systeme wie BKT + Lüftung bekommen die eh kaum hin.

    Ne Brennwerttherme kriegt jeder ausgesucht, aber kurz dahinter wird's dunkel. Und Heizungsbauer sind meist mit einem Systemanbieter verheiratet und von dem kommt dann alles ...


    mit skeptischen Grüßen!
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Skeptiker,

    Dankeschön!!! Das ist ja mal eine klare Ansage. Danke dafür.
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  5. #4

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    Was stell ihr euch denn vor?

    Was stellt ihr euch denn an Technik vor bzw. was ist in der Planung vorgesehen? Vermutlich mehr als die übliche Brennwert-Heizung und die Alibi-Solaranlage.
    Ob die Empfehlung eures Architekten sinnvoll ist, hängt auch davonn ab, in welcher Relation Budget für die Haustechnik zu den zusätzlichen Kosten für die Planung der Haustechnik steht? Vieleicht macht es dem A. ja nur zuviel Mühe, sich in eurem Sinne zu kümmern und sich um kostengünstige (nicht billige) Lösungen zu bemühen. Vieleicht sucht eer auch nur Wege, sich um verantwortungsvolle Aufgaben zu drücken. Vieleicht meint er es auch gut mit euch, weil eure Wünsche so komplex sind, dass wirklich ein zusätzlicher Fachplaner notwendig ist. (Für ein durchschnittliches EFH eher unwahrscheinlich).

    Setzt euch zunächst einmal mit der gewünschten Technik auseinander, lest Erfahrungsberichte dazu und versucht, die für Euch interessantesten Systemanbieter (Hersteller) herauszufiltern. Dann könnt ihr euch auf die Suche nach einem Fachbetrieb machen, der alles aus einer Hand anbieten kann (Kundendienst der Hersteller hilft bei der lokalen Suche).
    Schildert euer Vorhaben, lasst euch beraten und Vorschläge mit klaren Kostenvoranschlägen machen. Größere Betriebe werden oft von Fachingenieuren geleitet, die so etwas dann auch planen können. Wie sie sich diee Planung vergüten lasssen, bleibt deren Sache, in der Regel wird es eine Mischkalkulation sein, die immer noch günstiger ist, als ein externer Planer.

    Wenn jetzt der Aufsschrei der planenden Zunft kommt, dass der Unternehmer hier für lau in Vorleistung gehen soll, sage ich eindeutig nein. Das Unternehmen hat die Chance, euch zusätzliche Technik anzubieten, die ihr dann unbedingt haben wollt und vieleicht auch beaufttragt. So können alle Seiten davon profitieren und der Betrieb kann schon im Vorfeld seine Kompetenzen beweisen. Er muss ja für seine Kostenvoranschläge keine detailierte Planung liefern, die macht er eh erst, wenn er den Auftrag hat.

    Ob der Architekt nachher in der Lage ist, dass alles auch in seiner übergeordneten Planung und Bauüberwachung einfließen zu lassen, steht auf einem anderen Blatt. Im Zweifel und falls noch nicht zu spät, nochmal über den Architekten nachdenken.

    Viel Erfolg
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Faleis,

    Danke für Deine ausführliche Antwort. Die Frage hatten wir uns natürlich auch gestellt, da wir keine Raketenstation sondern ein ganz gewöhnliches EFH bauen. Allerdings werden wir eine kontrollierte Wohnraumbelüftung und eine zentrale Staubsaugeranlage haben. Vermutlich kommt dann noch eine automatische Beschattung dazu und ruckzuck hält ein Bussystem Einzug ins Haus.

    Aber das durchschlagende Argument war für mich der Hinweis von Skeptiker bzgl. der Planung der Energieversorgung. Das ist nun schon der zweite Architekt, der die Qualität der Planung durch einen Heizungsbauer tendenziell gefährdet ansieht (ohne jetzt den Berufsstand schlecht zu reden). Das ist uns aber wichtig, dass die Energieversorgung und die Be-/Entlüftung optimal funktionieren, sonst ärgert man sich wohl jahrzehnte über einen Fehler.

    Wir wissen auch noch nicht welche Energiequelle wir haben wollen (Wärmepumpe, Geothermie, Gas etc.). Das soll dann der Energie- und Haustechnikplaner vorschlagen.

    Schönen Abend :- )
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  7. #6

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    Hi, wir haben extra einen Technikplaner für Heizung und Lüftung in unserem Passivhaus neben dem eigentlichen Architekturbüro. Der hat Lösungsvorschläge germacht, Ausschreibung gemacht, Detailspläne von Technikraum, Lüftungsleitungen und FBH erstellt und führt jetzt die entsprechenden Abnahmen aus.

    Die ausführende Firma war sehr glücklich, den ganzen Technikraum bis ins letzte Details der Rohrführungen usw. als Plan zu haben und nicht wie üblich Pi mal Daumen die Gerätschaften zu installieren.

    Der Auftrag kostet im Endeffekt etwas mehr als 10.000 Euro allein für den Technikplaner. Ist eine Menge Holz, aber die Zukunft wird hoffentlich zeigen, dass es eine gute Investition war.

    Gruß
    Hannes
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  8. #7

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    Zitat Zitat von CGN2016 Beitrag anzeigen
    Wir wissen auch noch nicht welche Energiequelle wir haben wollen (Wärmepumpe, Geothermie, Gas etc.). Das soll dann der Energie- und Haustechnikplaner vorschlagen.
    Genau dafür ist er da!

    (Das können nach ihrer Ausbildung nämlich weder Architekten, noch Heizungsbauer.)
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    trassenplanung + durchbrüche > da trennt sich die spreu vom
    weizen, da trennen sich haben wollen und machen können,
    allein dafür lohnt der htp.

    ob energieberatung die *zwingende* kernkompetenz eines
    htp´s ist .. wär (und war) mir wurscht - weil energetiker
    macht u.u. wärmebrückenkunstwerke, rechnet vielleicht
    mal besondere feuchteschutzsituationen - kommt eher
    aus der bauphysikalischen ecke und macht damit anderes
    als der htp
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  10. #9

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    Ja, wenn ein Architekt schon überfordert ist, Vorschläge zur Energieauswahl zu machen, dann braucht man wohl einen speziellen Fachplaner.
    Wenn man selbst noch so gar keine Idee hat, könnte man sich natürlich auch erst einmal an einen Energieberater wenden. Die gibt es z.B. auch bei der Verbraucherberatung in Köln (dank staatl. Förderung schon für 5 €/30min). Danach weiß man in der Regel schon viel mehr, auch hinsichtlich der eigenen Wünsche. Wenn ihr euch dann doch für eine Standard-Lösung entscheidet (z.B. Gas-Brennwert mit 4 qm Solar, sollte das auch ein Heizungsbauer mit entsprechender Erfahrung und ohne Ing.- hinbekommen.
    Vieleicht interessant: http://www.energieberatung-regional...._allgemein.php

    Kontrollierte Lüftung, da könnte ein Fachplaner sicher mehr leisten als Architekt und/oder Heizungsbauer. Bei der Entscheidung für oder gegen ein solches System sollte euch aber schon euer Architekt hinreichend beraten können, auch hinsichtlich der Kosten.
    Hausautomation kann sehr komplex werdden, muss es aber nicht und hängt von der Vernetzung der Systeme ab. Die Beschatungssteuerung für sich alleine bekommt auch ein Elektriker für sich alleine hin. Man muss nur den richtigen finden. Zumindest das sollte der Architket können.
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  11. #10

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    Mal so nebenbei eine Frage an die hiesigen Experten:
    Sind die Kosten für zusätzliche Fachplaner Bestandteil der anrechenbaren Baukosten und beeinflussen sie somit das Architektenhonorar?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von faleis Beitrag anzeigen
    Sind die Kosten für zusätzliche Fachplaner Bestandteil der anrechenbaren Baukosten und beeinflussen sie somit das Architektenhonorar?
    nein und nein
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  13. #12

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    Zitat Zitat von faleis Beitrag anzeigen
    Ja, wenn ein Architekt schon überfordert ist, Vorschläge zur Energieauswahl zu machen, dann braucht man wohl einen speziellen Fachplaner.
    Natürlich können Architekten "Vorschläge zur Energieauswahl" machen ohne überfordert zu sein, sicherlich mind. genau so qualifiziert wie Sachbearbeiter aus der Baubranche. Es ging aber um die Frage, ob unabhängige Fachplaner sinnvoll seien.

    Je geringer das eigene Wissen, um so einfacher und eindeutiger die Antworten auf komplexe Fragen.
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  14. #13

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    Off-Topic:
    Wenn die Vorschläge eines Architekten genauso qualifiziert sind, wie die eines Sachbearbeiters aus der Baubranche, dann halleluja. Was noch gar nichts über die Qualifikation des Sachbearbeiters aussagt.

    Wäre schön, wenn die leidige Berufslästerei hier mal ein Ende nähme. Die Berufsbezeichnung KANN ein Anhaltspunkt für eine fachliche Qualifikation sein. Der Umkehrschluss ist fragwürdig. Es gibt sicher auch Architekten, die hochbegabte Musiker, Lehrer, oder Blumenhändler sind und sich in entsprechenden Foren beteiligen. Werden sie dort auch sofort als unqualifiziert gebrandmarkt?

    OFF-Topic Ende!

    Je geringer das eigene Wissen, um so einfacher und eindeutiger die Antworten auf komplexe Fragen.
    Wie soll ich das verstehen?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    planfix
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    Je geringer das eigene Wissen, um so einfacher und eindeutiger die Antworten auf komplexe Fragen.


    Wie soll ich das verstehen?
    na die stammtischprofis kennt doch jeder

    zur Ausgangsfrage:
    Der Architekt sollte wissen, wo seine Kompetenzen enden.
    Wenn er/sie das weiß, dann gilt es die Fachplanungen zu koordinieren.
    Wenn er/sie das selber kann, dann sollte das entsprechend dokumentiert werden.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    zur Ausgangsfrage:
    Der Architekt sollte wissen, wo seine Kompetenzen enden.
    Wenn er/sie das weiß, dann gilt es die Fachplanungen zu koordinieren.
    Wenn er/sie das selber kann, dann sollte das entsprechend dokumentiert werden.
    Sehe ich auch so. Entscheidend ist die Komplexität der Haustechnik, die bei einem EFH aber eher gering ausfällt. Um eine Gastherme und ein paar Heizkörper zu planen braucht man keinen TGA Planer, das sollte bzw. muss ein Heizungsbauer können. Von einem Elektriker muss man auch erwarten können, dass er die E-Anlage in einem EFH planen kann.

    Die Frage ist, wo sollen alle diese Informationen/Planungen zusammenlaufen? Ansprechpartner wäre der Architekt, doch was soll/kann der noch alles machen? Hat er wirklich die Zeit und die notwendigen Kenntnisse um jedes technische Details zu planen? Da melde ich mal Zweifel an, denn Hausbau im Jahr 2016 ist schon so komplex, dass niemand alle Gewerke und jedes Detail kennen kann. Folglich ist es sinnvoll, wenn man sich jemanden zur Seite holt, der dann diese Teilbereiche abdeckt, und das kann beispielsweise der Heizungsbauer sein oder bei komplexeren Vorhaben auch ein Fachplaner.

    Ein weiterer Punkt den man berücksichtigen sollte, bei einem einfachen EFH wird es gar nicht so einfach einen TGA Planer zu finden, denn der Arbeit ja auch nicht für ein Taschengeld, und kleinere Vorhaben sind dann kaum rentabel.
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