Werbepartner

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 44
  1. #1

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Sundern
    Beruf
    Buchhalterin
    Beiträge
    26

    Stundenabrechnung Architekt nachvollziehbar?

    Hallo Zusammen,

    gibt es eine Möglichkeit neutral zu beurteilen ob die abgerechneten Stunden realistisch sind?

    Es geht um einen Vertrag auf Stundenlohnbasis (65 Euro Inhaber/55 Euro Angestellte) für eine Bauvoranfrage.

    Nach zwei Konzeptskizzen (eine davon sehr einfach und nicht weiter verfolgt) und einem etwas weiterführenden „Entwurf“ und der Zusammenarbeit in dieser Zeit ist klar, dass wir nicht weiter zusammen arbeiten werden und die abzurechnenden Stunden kommen mir persönlich sehr hoch vor.

    Für die, die ein wenig Hintergrund Wissen möchten:

    Es geht um zwei nebeneinanderliegende Parzellen, die zu unterschiedlichen B-Plänen gehören. In der Mitte ist ein nicht bebaubarer Bereich festgelegt.

    Erst schlug man mir vor, nur dies anzufragen. Ich wollte jedoch ein wenig genauer wissen, was auf diesem Grundstück überhaupt sinnvoll möglich ist. Wir haben daher den Vertrag auf Stundenbasis geschlossen, mit der Absprache dass die Aufgaben LP 1-4 nicht berechnet werden, wenn wir später tatsächlich zusammen bauen.

    Während alle Vorgespräche mit dem Chef liefen, hat sich dann ohne vorherige Absprache die jüngste angestellte Architektin um meinen Fall gekümmert. Allerdings habe ich das auch erst jetzt bemängelt und erstmal so hingenommen.

    Nun soll sie für die Erstellung dieser Skizzen 47,25 Stunden gebraucht haben und der Chef hat 7 Stunden mitgearbeitet bzw. war bei zwei von drei Terminen dabei.

    Generell will ich meine Schulden begleichen, aber irgendwas um die 3.800 Euro incl. MwSt und Nebenkosten für ein paar Skizzen, mit denen ich nicht wirklich was anfangen kann kommt mir persönlich viel vor.

    Ich hätte wohl noch weiter mit denen gearbeitet wenn ein erfahrenerer Architekt mit meinem Projekt betraut worden wäre. Die Entscheidung nicht weiterzumachen ging vom Chef des Büros aus. Ich war selbst beim Bauamt und habe nach dem Gespräch dort (was mir viel mehr Infos brachte als die Gespräche mit der jungen Architektin) die Voranfrage bezgl. der Überbaubarkeit selbst gestellt. Dies empfand er als Vertrauensbruch. Allerdings bin ich nach einigen Aussagen im letzten Gespräch auch der Meinung, dass wir besser getrennte Wege gehen.

    Obwohl ich nichts gesagt habe als er mir die Stundenaufstellung gab, hat er von sich aus angeboten mir bei der Rechnung entgegenzukommen. Das hat mich stutzig gemacht.

    Wenn ich nun die Skizzen und die Stundenaufstellung habe, gibt es dann jemanden der das einschätzen kann? Ein Anwalt wird es wohl nicht sein, aber ich will ja auch nicht gleich zu einem neuen Architekten gehen und sagen dass er mal die Kosten seines Vorgängers checken soll. Das macht sicher keinen guten Eindruck. Aber irgendwie habe ich den Eindruck dass ein erfahrener Architekt dafür nicht so lange gebraucht hätte.

    Vielleicht könnt ihr mir etwas Input geben.

    Gruß
    Isa
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Stundenabrechnung Architekt nachvollziehbar?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2007
    Ort
    Ravensburg
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    16,081
    letzte woche war bei mir ein fliesenleger zu gange.
    er sollte mein badezimmer neu fliesen.
    dafür benötigte er 23 stunden.
    das macht mich stutzig, das kommt mir viel vor!
    kann mir jemand was dazu sagen?

    merkste was?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    erst einmal müssen dir die stundenzahlen plausibel und nachvollziehbar offen gelegt werden. hast du eine stundenliste mit name des mitarbeiters/der mitarbeiterin, aus denen hervorgeht, was genau an welchem tag mit angabe der tätigkeiten - besprechungen mit bauherrn, abklärung mit bauaufsicht, vorentwurfskizzen, entwurfzeichnungen, berechnungen, beschreibung etc.?

    wenn nicht, dann ist die rechnung nicht prüfbar und kannst die rechnung wegen fehlender prüfbarkeit zurückreichen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Isabellwe Beitrag anzeigen
    Aber irgendwie habe ich den Eindruck dass ein erfahrener Architekt dafür nicht so lange gebraucht hätte.
    Mit einem "Eindruck" kommt man hier nicht weiter. Wie schon geschrieben, muss eine Rechnung nachvollziehbar/überprüfbar sein.

    Aber mal zum Nachdenken. Da wurde 1 Woche Arbeit der Architektin abgerechnet, also 5 Arbeitstage. Die sind schnell verbraten. Was sie während dieser Zeit wirklich "gearbeitet" hat, das ist im Moment nicht nachvollziehbar. Es wäre aber ein Fehler wenn man diese Arbeit auf ein paar Skizzen reduziert, und ob Du etwas damit anfangen kannst, das steht auch noch auf einem anderen Blatt. Wer weiß schon, was, wie besprochen war.

    Die Entscheidung nicht weiterzumachen ging vom Chef des Büros aus. Ich war selbst beim Bauamt und habe nach dem Gespräch dort (was mir viel mehr Infos brachte als die Gespräche mit der jungen Architektin) die Voranfrage bezgl. der Überbaubarkeit selbst gestellt. Dies empfand er als Vertrauensbruch.
    Da kann ich den Chef teilweise verstehen. Entweder man arbeitet zusammen, oder halt nicht. Wenn man zusammen arbeitet, dann stimmt man sich ab und unternimmt keine Alleingänge, schon gar nicht, wenn diese vielleicht die Vorgehensweise des anderen torpedieren.

    Kurzum, bei Euch stimmt die Chemie nicht, und der Chef hat in meinen Augen zu Recht entschieden, dass es nicht sinnvoll ist auf so einer Basis weiter zu arbeiten.

    Also, dem Chef mitteilen, dass er eine nachvollziehbare Rechnung stellen soll, bezahlen, abhaken.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Sundern
    Beruf
    Buchhalterin
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von Baumal Beitrag anzeigen
    merkste was?
    Und wenn der Fliesenleger-Azubi für 10 qm Bodenfliesen 3 Tage braucht? Würdest Du da nicht überlegen ob der Chef schneller fertig gewesen wäre?

    Ich weiß dass der Vergleich hinkt, weil Denkarbeit schwerer zu beurteilen ist, aber mich macht stutzig wenn mir jemand sofort einen Nachlass anbietet ohne das ich mich vorher beschwert habe. Und nun möchte ich einfach wissen was realistisch ist.

    Im schlimmsten Fall muss ich halt in den sauren Apfel beißen und hab gleich zu Beginn ne Menge Lehrgeld bezahlt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Lebski
    Gast
    Die Stundensätze waren ja so vereinbart?

    Was wäre in deinen Augen angemessen? Wie viele Stunden kannst du selbst bestätigen, wie viele vermutest du für Skitzen und überlegen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Sundern
    Beruf
    Buchhalterin
    Beiträge
    26
    Rolf und R.B.

    Man hat mir die Stundenabrechnung vorgelegt. Bis zu einem Punkt in unserer Planung kann ich die auch nachvollziehen.

    Bei den meisten investierten Stunden läuft es wohl auf Missverständnis raus. Es wurde etwas gemacht um das ich nicht gebeten hab. Wir hatten uns auf eine Konzeptskizze festgelegt und gefragt ob statt eines "Kellereingangs" auch eine Außentreppe ins erste Wohngeschoss möglich wäre. Hierzu hatte ich ein Bild einer Treppe wie sie mir gefiel mitgeschickt.

    Bekommen hab ich dann eine Planung in der das Haus genauso aussah wie auf dem Bild (jede Menge Auskragungen) und für beide Etagen nen Grundriss.

    Das hab ich aber gar nicht bestellt. Deswegen ärgere ich mich ein wenig über die Stunden.

    In der Auflistung sind dazu noch einige Stunden aufgeführt in denen sie sich mit dem Chef über die Planung besprochen hat. Bei uns wird ne Dusche auch nicht teurer weil der Azubi im Telefonverkauf noch mal bei seinem Ausbilder klären muss ob er denn das richtige Modell mit den richtigen Maßen aufgeschrieben hat.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    haan
    Beruf
    Bautechniker
    Benutzertitelzusatz
    Maurermeister seit 1976
    Beiträge
    1,091
    wenn ich das so lese
    bin ich ja mal gespannt wie das beim nächsten Versuch, einen
    "genehmeren" Architekten zu finden,ausgehen wird.
    ich hab da so meine Bedenken !!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Isabellwe Beitrag anzeigen
    ...aber mich macht stutzig wenn mir jemand sofort einen Nachlass anbietet ohne das ich mich vorher beschwert habe.

    Mein "Eindruck", der möchte das Ding möglichst schnell vom Tisch haben, und bevor man sich noch wegen einzelner Stunden streitet, hat er halt einen Nachlass angeboten. Für ihn ist das "Projekt" schon längst gestorben.

    Deswegen war mein Rat, dass er eine neue Rechnung ausfertigen soll, da kann er dann einen Nachlass einarbeiten, und dann abhaken. Ein Streit lohnt nicht wirklich, denn ich bin mir sicher, dass er auch die 47h nachweisen könnte, wenn es darauf ankommt. Im Streitfall produziert man nur noch mehr Kosten, und am Ende wird´s teurer.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Sundern
    Beruf
    Buchhalterin
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Da kann ich den Chef teilweise verstehen. Entweder man arbeitet zusammen, oder halt nicht. Wenn man zusammen arbeitet, dann stimmt man sich ab und unternimmt keine Alleingänge, schon gar nicht, wenn diese vielleicht die Vorgehensweise des anderen torpedieren.

    Kurzum, bei Euch stimmt die Chemie nicht, und der Chef hat in meinen Augen zu Recht entschieden, dass es nicht sinnvoll ist auf so einer Basis weiter zu arbeiten.
    Danke für deine Einschätzung. Ich hab die Voranfrage bezgl der Bebaubarkeit nicht als torpedieren angesehen. Bereits seit Ende November machen wir diesen Akt nur um zu entscheiden ob ich das Grundstück kaufe oder nicht. Die Planungen waren grundsätzlich von der Etagenzahl ok und es ging nur um den überbaubaren Streifen. Zu dem Zeitpunkt war ich aber schon am überlegen ob das Büro das richtige für mich ist und vermutlich hab ich das Ergebnis so auch gewollt Ich bin nicht böse und wir sind ganz vernünftig miteinander umgegangen. Aber Geld wächst bei mir auch nicht auf Bäumen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    wieviel stunden stehen denn in der stundenauflistung für den strittigen punkt planung? wieviele grundrisse, schnitte, ansichten und lagepläne hast du dafür bekommen?

    nur über den realenzeitaufwand und dem umfang der darstellungen kann man etwas dazu sagen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Sundern
    Beruf
    Buchhalterin
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von baufix 39 Beitrag anzeigen
    wenn ich das so lese
    bin ich ja mal gespannt wie das beim nächsten Versuch, einen
    "genehmeren" Architekten zu finden,ausgehen wird.
    ich hab da so meine Bedenken !!


    Ich bin ein ganz umgänglicher Mensch. Die meisten Freunde halten mir eher vor, dass ich zu nett bin und nicht auf den Tisch haue wenn es nötig wird.

    Auf jeden Fall werden zwei Punkte diesmal vorher geklärt. Wer kümmert sich drum? In der Planung und insbesondere später in der Ausführung. Denn das hat mir die meisten Sorgen gemacht bei seiner Mitarbeiterin. Und wie lang sind Bearbeitungszeiten in der Regel. 4 Wochen für eine Konzeptskizze (nein, da waren weder Urlaub noch Weihnachten zwischen) empfand ich als lang, wenn es vorher besprochen ist muss ich damit aber leben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Isabellwe Beitrag anzeigen
    Danke für deine Einschätzung. Ich hab die Voranfrage bezgl der Bebaubarkeit nicht als torpedieren angesehen.
    Das war es aber, vor allen Dingen wenn man dies vorher nicht miteinander abgestimmt hat.

    Bereits seit Ende November machen wir diesen Akt
    Monate sind nichts wenn es um Planung geht. Die Planer sitzen ja nicht das ganze Jahr in ihrem Büro und warten darauf, dass der eine Kunde vorbei kommt. Überlegen wir mal, Ende November, also quasi vor Weihnachten. An den paar Tage lief nicht viel. Wir reden also über max. 2 "Arbeits"Monate (bis heute), und das Büro hat in der Zeit anscheinend auch geliefert, sonst wäre ja keine Rechnung gekommen.

    Wenn bei mir ein Kunde im November vor der Tür steht, dann kriegt er als erste Info, dass er vor Weihnachten wohl nicht mehr mit Ergebnisse rechnen sollte. Mitte/Ende Januar wäre möglich, aber nicht mehr vor Jahreswechsel.

    Ich bin nicht böse und wir sind ganz vernünftig miteinander umgegangen. Aber Geld wächst bei mir auch nicht auf Bäumen
    Niemand hat etwas zu verschenken, aber letztendlich hast Du eine Leistung beauftragt, diese auch bekommen, und somit wäre auch die Rechnung zu bezahlen. Ob die Höhe der Rechnung gerechtfertigt ist, das lässt sich ja überprüfen. Ob die Leistung dem entsprach was Du bestellt, oder Dir vorgestellt hast, das steht auf einem anderen Blatt. Evtl. wurde die gewünschte Leistung auch nicht ausreichend spezifiziert, das kann ich von hier aus nicht beurteilen.

    Man wird jetzt einen Kompromiss finden müssen, und darin wird auch ordentlich Lehrgeld enthalten sein, da bin ich mir sicher. Beim nächsten Mal den Leistungsumfang genau festlegen, und miteinander anstatt gegeneinander arbeiten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Sundern
    Beruf
    Buchhalterin
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    wieviel stunden stehen denn in der stundenauflistung für den strittigen punkt planung? wieviele grundrisse, schnitte, ansichten und lagepläne hast du dafür bekommen?

    nur über den realenzeitaufwand und dem umfang der darstellungen kann man etwas dazu sagen.
    Nach dem Konzeptentwurf auf den wir aufsetzen wollten 34,25 Stunden, davon ca 1,5 für den Termin in dem es mir vorgestellt wurde

    Es gab je einen Grundriss für KG, EG, DG und einen Schnitt

    Es gab zwei Ansichten von vorn (geändertes Dach), eine von der Rückseite und 2 von West und 3 von Ost die jeweils unterschiedliche Fenstervarianten zeigten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2015
    Ort
    Sundern
    Beruf
    Buchhalterin
    Beiträge
    26
    Darf ich das hochladen? Ansonsten ganz schnell löschen

    Zwischen Version 2 und 3 sollen die besagten 34,25 Stunden angefallen sein.

    Version3.pdf
    Version2.pdf

    Wenn das passt, dann spar ich mir den Ärger und zahle was er aufruft. Und für die Zukunft weiß ich, dass man genauere Absprachen treffen muss.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen