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Thema: U-wert 0.54?

  1. #1

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    U-wert 0.54?

    Hi

    für einen Hausbau in Argentinien (Region BA) stehen zur Auswahl zwei Optionen für das Mauerwerk:

    1) doppelwandig mit einfachen Ziegeln, 12cm + 3cm Luftspalt + 12cm, U-Wert ca. 0.70

    2) HCCA retak® Ziegel, 20cm, u-Wert ca. 0.55

    abgesehen vom besseren uWert bei 2) wo wären hier die Knackpunkte? Kennt jemand "HCCA"? Wo wären eventuelle Vorteile/Nachteile für doppelwandiges Mauerwerk? Fehlerquellen etc? Haltbarkeit? Feuchtigkeit?

    Kann es bei 1) oder 2) zu Problemen mit dem Taupunkt kommen (z.b. Taupunkt in der Luftkammer und dann Feuchte auf der Innenwand bzw Ansammeln von Wasser auf dem Boden der Luftkammer)?

    Bitte auch keine EnEV diskutieren Ist weder anwendbar noch sinnvoll.

    Wofür würden sich die Experten entscheiden? Wie gesagt Klimazone ist Argentinien/BA (Sommer bis 32°, Winter 7-8°, relativ viel Regen).

    viele Grüße aus der Ferne
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  2. U-wert 0.54?

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  3. #2
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    HCCA = Hormigon Celular Curado en Autoclave, so daß es wohl das gleiche wie Porenbetonsteine ist. Wird unter Lizenz von H**** AG in München hergestellt.
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  4. #3

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    Ein Freund von mir wohnt in Buenos Aires und jammert regelmäßig über den brutal heißen Sommer. Insofern glaube ich nicht so recht an die " bis zu 32°C". Kann auch mehr sein. Also: deutlich mehr. Oder der Kerl jammert einfach nur gerne. Auch möglich

    Insofern -egal was die EnEV vorschreibt- ist eine gute Wärmedämmung sicher für das Wohlbefinden zuträglich. Natürlich kann man anfallende Wärme im Sommer auch mittels Klimaanlage wegkühlen. Aber eine gewisse Trägheit des Bauteils ist schon gut, vor allem wenn es nur mal kurz warm wird...für ein paar heiße Tage.

    Variante 1 ist schon mal recht dünnhäutig. Was trägt denn da? Bei V2 sehe ich das statisch schon mal entspannter, würde aber dennoch dicker bauen (Schallschutz, Wärmeschutz).
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Variante 1 ist schon mal recht dünnhäutig. Was trägt denn da? Bei V2 sehe ich das statisch schon mal entspannter, würde aber dennoch dicker bauen (Schallschutz, Wärmeschutz).
    HI

    das Haus wird in Stahlbeton-Skelettbauweise errichtet (tragende Säulen & Betondach), dazwischen wird ausgemauert. Von daher 20cm unkritisch.

    Ja es kann mehr als 32° sein, aber nicht durchgehend. Ich sprach eher von Durchschnittstemperatur.
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  6. #5
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    Egal wie ich rechne, ich komme nicht auf u=0.70 bei 1)........
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  7. #6
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    Ich schaue mir Baustellen in der Gegend an, um zu sehen was so verbaut wird.

    Kann jemand auf dem Bild erkennen, was das für Platten sind? Mineraldämmplatten? schätze ca. 5cm? Kommt mir ziemlich dünn vor? Oder was könnte das sonst sein? (Ausführung eher be.......scheiden?)...

    danke!

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  8. #7

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    erster und letzter Blick: Holzfaser
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  9. #8
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    ok danke!

    ist das Dämmung? nur 5cm?
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  10. #9

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    Gängiges Maß bei uns wären 60mm...

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  11. #10
    planfix
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    bei den bildern und dem klima gruselt mir vor all zu viel dämmung.
    bei holzfaser hätte ich bedenken, daß die das krabbeln anfängt. da würde ich variante 1 bevorzugen.

    mein tipp wäre eine lüftungsanlage mit möglichst viel erdwärmetauscher, wenn keine klimaanlage eingebaut werden soll.
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  12. #11

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    "Sauerkrautplatten" oder -richtiger- zementgebundene Holzwolleleichtbauplatten.

    War bei uns auch mal eine gängige Art der Wärmedämmung. O.K., da war ich noch nicht geboren....war aber so.

    Als Putzträger gut geeignet, als Wärmedämmung erfüllt es heute nicht mal Mindeststandards.

    Wegen "krabbeln" hätte ich da jetzt keine Probleme. Wird zum einen noch verputzt, zum anderen sind es ja zementgebundene Fasern...da krabbelt ja bei uns auch nichts. Und BA liegt ja auch nicht im tropischen Regenwald.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    " O.K., da war ich noch nicht geboren...
    Bist Dir da sicher?


    Duckundwech
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  14. #13

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    Bist Dir da sicher?
    Absolut!!!! Frechheit!

    Die Häuser, bei denen ich mit solchen Dämmungen (idR als Putzträger auf Sparren genagelt und nass verputzt, mit minimaler Wärmedämmung, Sparrenzwischenraum ohne jedwede Dämmung) zu tun hatte, stammten alle ausnahmslos aus den 50er Jahren.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    , stammten alle ausnahmslos aus den 50er Jahren.
    Eben - deswegen


    Ok, ok - ich nehms zurück
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  17. #15
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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    "Sauerkrautplatten" oder -richtiger- zementgebundene Holzwolleleichtbauplatten.
    ok danke. dieses Zeug würde man für das Projekt nicht nehmen, zu wenig Dämmung. Hat mich interessiert, was es sein könnte. Es muss bessere Systeme hier geben.

    Aber zurück zu ursprünglichen Frage: Poroton 20cm oder zweischalig mit Vollziegel? Ich komme auf keinen Fall auf die beworbenen 0.70 bei zweischallig Vollziegel, egal wie ich rechne (mit dem uWertRechner). Eher so in der Größenordnung u=1.30. Müssen wohl magische Ziegel sein!

    Desweiteren kommt bei mir immer starker Tauausfall auf der Innenschale heraus - außer wenn es nicht hinterlüftet ist (ruhende Schicht). Ich konnte leider noch nicht in Erfahrung bringen, wie das zweischalige Mauerwerk genau ausgeführt wird, aber es macht ja wohl eher die ruhende Luftschicht Sinn..? Würde das im Umkehrschluss bedeuten, daß man bei zweischaligem Mauerwerk mit ruhender Schicht Probleme bekommt, wenn es zu Undichtigkeiten kommt?
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