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Hilfe! welliger Dielenboden gespachtelt, - trotzdem Mist!

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  1. #1

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    Hilfe! welliger Dielenboden gespachtelt, - trotzdem Mist!

    Hallo Forengemeinde,

    unser Umbau schreitet voran, aber nun haben wir folgendes Problem:

    Unser Haus ist Baujahr 1912 und liegt im Ruhrgebiet.

    Durch den Bergbau hat das Haus eine gewisse Schieflage. Man bemerkt es auch an den neu eingebrachten Decken aus Gipskarton... Die Höhendifferenz von einer zur anderen Raumecke kann schon mal 8 cm betragen.

    Das ist nicht das einzige Problem! Der Rohboden besteht aus Dielen. Nur eine Hälfte des Wohnzimmers hat mal einen Estrich erhalten, weil dort die komplette Decke getauscht werden musste.
    Also kommt zum Gefälle, das ohnehin schon vorhanden ist hinzu, dass der Boden an sich wellig ist.

    Das ist nicht genug? Des Weiteren haben wir einen Durchbruch zwischen Küche und Wohnzimmer erstellen lassen.

    Deshalb haben wir in Auftrag gegeben, den Boden auszugleichen, damit man einen vernünftigen Oberbelag legen kann. Eigentlich hatten wir an Dielen (Fertigparkett) gedacht.

    Das war auch der ausführenden Firma bekannt.

    Nun nach dem ersten Ausgleich sah das Ganze so aus: IMG_8856.jpg

    Dort, wo der Durchbruch war (und auch an einer anderen Stelle (Übergang Estrich - Dielen) hatten wir auf einem kurzen Stück rund 2,5 cm Höhendifferenz (fast wie vorher). Welchen Boden soll man da legen? Wir haben reklamiert und es wurde nachgearbeitet. Zunächst mit einer standfesten Masse und dann mit Nivelierspachtel. Zwar sind die "großen" Problemzonen nun etwas besser, aber es gibt immer noch Berg und Tal. Höhendifferenzen von mehr als 5mm auf einen Meter sind vorhanden. Das ist zu viel für Parkett! Zudem gibt es bereits Risse, die sich in den Fugen der Dielen, bzw. an Übergängen abzeichnen. Der Boden wurde mit einer Niveliermasse ausgeglichen, die auch einen Anteil Glasfaser besitzt.

    Es wurde uns nun geraten, Vinylplanken kleben zu lassen. Aber auch hier muss der Untergrund doch sehr eben sein?!
    Der Bauleiter der Firma meint, dass das "Auf-und Ab" nicht auszugleichen sei und nur die "große" Lösung: "Estrich" etwas bringen würde.
    Jedoch denke ich nicht, dass das Gefälle selbst das Problem ist, sondern dieses "hoch- und runter".IMG_8854.jpg
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  2. Hilfe! welliger Dielenboden gespachtelt, - trotzdem Mist!

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  3. #2

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    wurde eine mineralische spachtelmasse auf holzdielen aufgebracht???
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ja.
    Ich weiß zwar noch von welchem Hersteller das Produkt war, kann mich aber nicht an die genaue Bezeichnung erinnern.
    Allerdings habe ich mir die Produktpalette angesehen. Da gibt es nur ein Produkt, das faserarmiert ist und bis auf eine Schichtdicke von 25 mm aufgebracht werden kann: "faserarmierter Calciumsulfat-Bodenausgleich".
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo,

    ich hole den Thread noch mal hoch, weil wir bislang nicht wirklich weitergekommen sind. Die Unebenheiten sind auch nach dem zweiten "Ausbessern" immer noch viel zu groß.

    Die Idee, die vom Bauleiter kam und auch von der Firma selbst, die den Boden gespachtelt haben, einfach Klebevinyl zu nehmen, kommt für uns nicht in Frage.
    Die Planken sind ja nur 2-2,5 mm dick und soviel ich weiß, erfordert diese Tatsache einen besonders ebenen Boden. Jede Unebenheit wird sofort sichtbar.

    Inzwischen überlegen wir, ob wir die größten Unebenheiten nochmal selbst ausgleichen. Dann gibt es Dämmmatten, z.B. aus Holzfaser, die zumindest kleinere Unebenheiten ausgleichen können. Anschließend dann Fertigparkett. Muss man eigentlich nun zusätzlich eine Dampfbremse auslegen? Ich bin im Moment ratlos...

    Hier noch ein paar Bilder.

    PS: Ich hatte ja geschrieben, dass Risse gebildet haben, insbesondere in den Fugen der Dielen. Ich glaube, irgendwo gelesen zu haben, dass das vorkommen kann und nicht schlimm wäre.
    Nun entstehen auch Risse dort, wo die Masse am dicksten aufgebracht wurde (Durchbruch Küche/ Wohnzimmer). Diese verlaufen in sämtliche Richtungen und sind zur Zeit nur fein. Kann mir jemand sagen, woher das kommt und ob das auch unbedenklich ist. (Bilder anbei)

    Besten Dank!IMG_8889.jpgIMG_8888.jpgIMG_8882.jpgIMG_8890.jpgIMG_8884.jpg
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  6. #5

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    Zitat Zitat von nana Beitrag anzeigen
    Die Idee, die vom Bauleiter kam und auch von der Firma selbst, die den Boden gespachtelt haben, einfach Klebevinyl zu nehmen, kommt für uns nicht in Frage.
    Warum nicht?

    Die Planken sind ja nur 2-2,5 mm dick und soviel ich weiß, erfordert diese Tatsache einen besonders ebenen Boden. Jede Unebenheit wird sofort sichtbar.
    Soviel Du weißt... woher? Siehst oder spürst Du so eine großflächige Delle wie die unter der Richtlatte jetzt (natürlich ohne Richtlatte)? Wenn nicht, wirst Du sie auch nicht mit dem Belag sehen.
    Was dagegen nicht geht ist Klick-Vinyl - da würden bei solchen Unebenheiten eben die Klickverbindungen aufgehen.
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  7. #6
    wasweissich
    Gast
    ist halt nicht einfach mit einer 38 jahre alten mähre die velka pardubicka zu gewinnen .solche langen wellen sind beim alter des gebäudes schon ein ganz ordentliches ergebnis ,

    wenn es topfeben weden soll , muss man da ganz andrs rangehen . will man das ??

    https://de.wikipedia.org/wiki/Velk%C...ardubick%C3%A1
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Summertimer Beitrag anzeigen


    Problem:
    Laut Aussage unseres Architekten soll der Vinylboden vollflächig, direkt auf den gespachtelten Estrich, verklebt werden.



    Gruß und schönen Abend

    Such Firma die das ausführt was dein Architekt vorschlägt, alles andere ist Murks bei Neubau

    Wir haben 2,5mm Planken vollflächig geklebt

    Vorher wurde Estrich(Zementestrich) geschliefen, grundiert, mit Ausgleichmasse nivelliert , angeschliefen , grundiert.

    Mann muss drauf achten dass der Boden gerade ist, sonst beim Streifenlicht sieht man unebenheiten.


    http://www.bauexpertenforum.de/showt...d-viele-Fragen


    Ganz oben steht Beitrag #8 aus dem obigen Thread.

    Klickvinyl wird nicht halten, Klebevinyl wohl schon, aber siehe oben...

    Außerdem war im EG Parkett gewünscht.

    Wir haben uns für Landhausdielen (Klick-System) eines namhaften deutschen Herstellers entschieden, das wir auch im OG verlegen wollen. Dort ist der Dielenboden nicht ganz 40 Jahre alt und stellt kein Problem dar.
    Dort würden wir auch diese Holzfasermatten (5,5 mm) direkt auf den alten Dielen verlegen und dann die Landhausdielen (quer). Wir haben dort auch ein gewisses Gefälle (Bergbau), aber insgesamt ist der Boden eben und diese Matten gleichen, wie gesagt, auch kleinere Unebenheiten aus.

    Der Bauleiter hat sich ein Musterstück des Parketts angesehen und meinte, es sähe sehr stabil aus. Wenn der Boden für das DG kommt, sollten wir einfach mal ein paar Dielen auch im EG auslegen, evt. die Holzfaserplatten an den entsprechenden Stellen doppelt legen...

    Aber, das it doch Murks, oder?

    Topfeben muss der Boden ja nicht unbedingt sein, von "in der Waage" sind wir auch entfernt. Beim Fertigparkett sagt der Hersteller: "maximal 3 mm pro Meter"...
    Mit den Holzfaserplatten könnten wir bis zu 3 mm ausgleichen; es gibt auch Platten aus anderen Materialien, die bis zu 4 mm versprechen. Noch die auffälligsten Unebenheiten weiter nivellieren, könnte das reichen?

    Und noch einmal: Bei Holzböden sollte man keine Dampfbremse einbringen. Ändert sich daran etwas, weil eine Nivelliermasse aufgetragen wurde?
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    hat jemand geprüft, ob diese ausgleichsmasse geeignet ist, auf holzunterböden aufzubringen?
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  11. #9
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    Naja, wie gesagt, ich konnte mich nicht mehr an die genau Bezeichnung der Ausgleichsmasse erinnern. Firma, - und dass Fasern beigemischt sind, waren bekannt. Da gab es nur ein Produkt und das ist, laut Datenblatt, auch für Holzböden geeignet.
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