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  1. #1

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    Schallschutz Holzbalkendecke

    Moin,

    es ist ja ein leidiges Thema: Schallschutz in Holzbalkendecken. Überwiegend geht es um Trittschall. Man hört die Kinder recht laut trampeln.
    Wir haben mal ein Dielenbrett von oben weggenommen und geschaut: Die Holzbalken sind in einem Teil des Hauses 15 cm, im anderen Teil 20 cm stark. Auf den Dielenbrettern befindet sich dort, wo die Balken nur 15 cm stark sind, noch OSB-Platten. Unter den Balken befindet sich eine Lattung, an der die Gipsfaserplatten (Decke des unteren Geschosses) geschraubt sind. Zwischen den Balken liegt nur dünne mit Alu kaschierte Glaswolle, ansonsten nichts. Einschübe sind nicht vorhanden. Nun haben wir uns schon verschiedene Tipps geben lassen oder selber gegooglet:
    - Alte Glaswolle raus, neue Steinwolle in der Balkendicke rein
    - Decke von unten nach und nach abhängen, wenn Räume unten renoviert werden (werden aber demnächst nicht)
    - Auf den Dielenbrettern Fermacell 2 E 35, evtl. mit Wabenschüttung
    - Auf den Dielenbrettern Styroporplatten zweilagig, darauf OSB-Platten
    - Auf den Dielenbrettern trittfeste Steinwollplatten, darauf Holzwolleplatten, zwischen den Holzwolleplatten etwas dünnere Bretter, auf den Brettern Bodenbelag / OSB-Platten schrauben
    - Irgendwelche andere Trockenestrich-Elemente, die wir noch nicht kennengelernt haben
    Was wir auch immer wieder gehört haben, ist Betonsteine aufzubringen oder Masse zwischen den Holzbalken. Ob das statisch möglich ist, wissen wir aktuell noch nicht.

    Nun sind wir am abwägen: Preis, Arbeitsaufwand, Effizienz. Gibt es eine Methode, die weniger aufwändig und preislich machbar ist, aber trotzdem möglichst viel bringt?

    Vielen Dank für die Hilfe!
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  2. Schallschutz Holzbalkendecke

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  3. #2

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    Wann wurde die Decke gebaut? Welchen Abstand haben die Balken? War der Raum über der Decke schon immer Aufenthaltsraum?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    ... geht es um Trittschall. Man hört die Kinder recht laut trampeln...

    Nun sind wir am abwägen: Preis, Arbeitsaufwand, Effizienz. Gibt es eine Methode, die weniger aufwändig und preislich machbar ist, aber trotzdem möglichst viel bringt?...
    1. Kinder erziehen. Kostet außer Nerven überhaupt nichts.
    2. Abwarten bis die Kinder aus dem Haus sind. Kostet nur Zeit.
    3. Für die Übergangszeit: Dicke Teppiche auslegen und Schuhtrageverbot im Haus durchsetzen.
    4. Umziehen in ein Haus mit massiven Decken ist vermutlich zu teuer.

    Alles andere liegt preislich dazwischen und bringt außer Löchern in der Geldbörse: Nichts.

    Gruß
    Thomas
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  5. #4
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    Hallo. Entschuldigen Sie meine fehlenden Angaben.
    Wann genau gebaut weiß ich nicht, ich vermute 1961 oder 1989. Da wurde zumindest komplett saniert. Es war nicht immer Aufenthaltsraum, nur ein Teil des Dachbodens. Der andere Teil wurde zuvor und auch, als wir das Haus gekauft haben, zunächst als Abstellraum genutzt. Nun sollen dort Kinderzimmer hin.
    Die Balken haben einen Abstand von 70 cm.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    ... nicht immer Aufenthaltsraum, nur ein Teil des Dachbodens. ... Nun sollen dort Kinderzimmer hin. Die Balken haben einen Abstand von 70 cm.
    Dann kommen wirksame, masseerhöhende Maßnahmen sehr wahrscheinlich mangels Tragfähigkeit der Decke nicht in Frage. Es könnte sogar sein, dass die vorhandene Tragfähigkeit nicht einmal für einen Aufenthaltsraum ausreicht.

    Die Vorschläge nehmen sich alle nicht viel. Bei Systemaufbauten aus einer Hand kann man wenigstens vorher abschätzen, welche Tritt- und Luftschall-Verbesserung sich ungefähr einstellen dürfte. Aber auch die erhöhen alle die Masse, deshalb zuerst die Tragfähigkeit prüfen lassen. Und ja, 35 kg / m2 mehr können da schon zu viel sein!

    Ist die Nutzungsänderung überhaupt genehmigungsfähig?

    Wenn ja, gleich die evtl. dadurch sich ändernden Brandschutzanforderungen prüfen!
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  7. #6
    Themenstarter

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    Okay, auch hier war ich wahrscheinlich nicht detailliert genug. Der Vorbesitzer des Hauses hatte den Dachboden (Haus hat nur Erdgeschoss und Dachboden) für Wohnzwecke vorgesehen und auch schon teilweise vorbereitet. Es ist halt noch nie dazu gekommen, dass dort Kinderzimmer eingerichtet wurden, lediglich ein Zimmer wurde bereits genutzt.

    Bringen denn alle aufgezählten Maßnahmen überhaupt nichts?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Okay, auch hier war ich wahrscheinlich nicht detailliert genug. Der Vorbesitzer des Hauses hatte den Dachboden (Haus hat nur Erdgeschoss und Dachboden) für Wohnzwecke vorgesehen und auch schon teilweise vorbereitet. Es ist halt noch nie dazu gekommen, dass dort Kinderzimmer eingerichtet wurden, lediglich ein Zimmer wurde bereits genutzt.
    Statisch ist relevant, ob die Räume als Aufenthaltsräume geplant waren, baurechtlich, ob sie als solche auch genehmigt sind.

    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Bringen denn alle aufgezählten Maßnahmen überhaupt nichts?
    "Überhaupt nichts" habe ich nicht geschrieben. Die Frage ist, was Du erwartest und was die von Dir betrachteten Systeme an Verbesserung bringen. Ein Boden kann aber nur dann sinnvoll entkoppelt werden, wenn die Tragschicht darunter wenig schwingt. Und das tut sie um so weniger, je schwerer sie ist. Deine Decke ist sehr leicht. Die Systembeschreibungen bei F. enthalten meiner Erinnerung nach Aussagen über die Grundannahmen der Messwerte. Die müssen natürlich zu Deiner Decke passen, sonst passt's hinterher nicht.

    Welche Spannweite haben die Balken denn?
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
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    Okay, ihre vorletzte Antwort haben Sie auch noch ergänzt, sehe ich gerade. Die Balken haben eine Spannweite von gut 6 m. In der Mitte ist noch eine Wand, auf der die Balken aufliegen. Laut Vorbesitzer sind die Dachbodenräume als Aufenthaltsräume geplant worden.

    Auf der Fermacell-Seite habe ich übrigens gefunden, dass bei meiner Zwischendecken-Konstruktion schalldämmende Möglichenkeiten von 80 auf 59 dB drin sind. Das ist doch schon was.

    Am einfachsten schien uns ursprünglich dieses System: https://www.youtube.com/watch?v=EPodiZUcv_8 Das sieht auch erfolgsversprechend aus.

    Ist es denn sinnvoll, zwischen den Balken mit neuer Mineralwolle zu füllen?

    Vermutlich ist es doch am besten, einen Fachmann zu befragen, der sich das vor Ort anschaut.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Die Balken haben eine Spannweite von gut 6 m. In der Mitte ist noch eine Wand, auf der die Balken aufliegen.
    Spannweite 6 m oder 3 m?

    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Laut Vorbesitzer sind die Dachbodenräume als Aufenthaltsräume geplant worden.
    Das klingt ja schon besser. Sind sie auch wirklich so gerechnet oder hatte der Vorbesitzer nur vor vielleicht 'mal später ... Aber noch einmal zur anderen Frage: Sind die Räume auch als Aufenthaltsräume genehmigt?

    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Auf der Ferm...l-Seite habe ich übrigens gefunden, dass bei meiner Zwischendecken-Konstruktion schalldämmende Möglichenkeiten von 80 auf 59 dB drin sind. Das ist doch schon was.
    Bezieht sich diese Aussage wirklich auf eine Holzbalkendecke ohne schwere Schüttung? Ich mag jetzt nicht nachschauen.

    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Am einfachsten schien uns ursprünglich dieses System: https://www.youtube.com/watch?v=EPodiZUcv_8 Das sieht auch erfolgsversprechend aus.
    Das ist in jedem Fall dicker. Vorteile erkenne ich auf den ersten Blick nicht, vielleicht den Preis. Ich bevorzuge in der Planung und Ausführung Systeme mit bekannten Mess- bzw. Kennwerten. Da weiß ich, was ich kriege!

    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Ist es denn sinnvoll, zwischen den Balken mit neuer Mineralwolle zu füllen?
    Es hat keinen nennenswerten Einfluss auf die Schalldämmwerte der Decke. Gut, minimal besser als leichtere Faserdämmstoffe ist es schon. Aber wie gesagt, ich präferiere System mit definierten Eigenschaften.

    Zitat Zitat von befo Beitrag anzeigen
    Vermutlich ist es doch am besten, einen Fachmann zu befragen, der sich das vor Ort anschaut.
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