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Aufsteigende Feuchte im Keller, auch Kellerinnenwände, Revisionsschacht

Diskutiere Aufsteigende Feuchte im Keller, auch Kellerinnenwände, Revisionsschacht im Forum Baumurks in Wort und Bild auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Aufsteigende Feuchte im Keller, auch Kellerinnenwände, Revisionsschacht

    Hallo zusammen,

    unser Bau ist von 1970. An sich war der Keller bei der Besichtigung im Sommer trocken und man hat kaum irgendwelche aufsteigende Mauerfeuchte gesehen.
    Mittlerweile sieht das etwas anders aus. In einem Raum (Raum1), der als Feuchtkeller genutzt wurde, steigt ganz allmählich Wasser in der Außenwand zur Garage hin auf. Auch der Boden selber ist sehr feucht. Das Feuchtemessgerät schlägt sowohl bei Wand als auch Boden bis 90% aus.

    Raum1.jpg Raum1a.jpg

    Hier erst mal eine Übersicht vom Grundriss:
    rot feuchte Stellen
    blau Ableitungssystem im Haus (soweit uns bekannt und ersichtlich)

    Grundriss.jpg

    Nun haben wir uns auf die Suche nach weiteren feuchten Stellen gemacht. Insgesamt ist der Keller schon noch trocken, aber auch in den anderen Räumen haben wir erste Spuren von aufsteigender Feuchte entdeckt.

    Raum3
    Raum3.jpg Raum3a.jpg
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  2. Aufsteigende Feuchte im Keller, auch Kellerinnenwände, Revisionsschacht

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  3. #2
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    Raum5
    Raum5Heizung.jpg Raum5Heizung.jpg

    Raum4 kommt uns etwas komisch vor. Hier sitzt der Revisionsschacht. Ist es normal, dass in diesem das Wasser ca. 5 cm steht? Der Boden um den Schacht ist auch recht feucht (ca. 60%)
    Raum4a.jpg Raum4.jpg

    Merkwürdig ist auch, dass die Garagenwand ebenfalls von unter her feucht wird. Wir können uns diesen Feuchteschaden nicht erklären. In der Garagen stand seid Wochen kein Auto mehr.
    Garage1.jpg

    Uns ist bewusst, dass wir möglicherweise einen Baugutachter bestellen müssen, um dem Problem richtig auf die Spur zu kommen, aber vielleicht hat jemand von euch eine erste Idee, woran es liegen könnte.

    Danke und Liebe Grüße
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  4. #3

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    beim ersten Raum schreibst du daß das ein "Feuchtkeller" war, da ist es doch nicht ungewöhnlich wenn er feucht ist?
    aber um das zu beurteilen müsste man wissen welchen Aufbau der Kellerboden hat. Auf den Bildern sieht man Ziegelboden, was ist da drunter?
    Allgemein scheint mir das für das angegebene Baujahr 1970 eine ungewöhnliche Ausführung zu sein, ich hätte die Bilder eher auf ca. 1950 eingeordnet.
    Meine Vermutung ins Blaue : Keine Bodenplatte, Wände auf Streifenfundamenten, dazwischen dünner Betonboden oder Ziegelboden "auf den Dreck" verlegt
    keine Flächenabdichtung, bindiger Boden, dann siehts so aus wie auf den Bildern.
    (Dazu passt auch die Angabe, daß im Sommer nichts zu sehen war)
    Für diese Ausführung wären die abgebildeten Schäden auch nicht dramatisch, sondern eher "normal".
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  5. #4

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    nach 70er jahre schaut mir das aber auch nicht aus.
    eher nach kurz den nachkriegszeiten,
    oder schon vorkriegszeiten.

    was soll es denn werden, ein wohnkeller?
    vermutlich nicht, das würde auch den finanziellen
    rahmen sprengen.

    was dramatisches kann ich nicht erkennen, ist halt
    so, bei dieser bauweise -und /baujahr.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Eva Pano Beitrag anzeigen
    aber auch in den anderen Räumen haben wir erste Spuren von aufsteigender Feuchte entdeckt.
    Hast Du schon mal die (Oberflächen)Temperaturen an den Wänden gemessen?
    Wie werden/wurden die Räume genutzt?

    Wasser von außen möchte ich zwar nicht ausschließen, doch bitte daran denken, dass die gezeigten Stellen für Kondensat prädestiniert sind.
    Nebenbei bemerkt, das ist ein Nutzkeller und angesichts des Baujahres ist Feuchtigkeit nicht auszuschließen, wobei ich mit der Jahresangabe 1970 noch so meine Probleme habe.
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  7. #6

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    Mein Tip: Baujahr zwischen 1953 - 1958.
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  8. #7

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    den türen nach (die sich übrigens sehr gut gehalten haben)
    ende 40 - bis mitte 50er jahre.

    jedenfalls nicht 70er jahre. mein tip.
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  9. #8
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    Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

    Das Haus ist definitiv 1970 fertig gestellt worden. 1969 war der Bauantrag. Wir haben die alten Bauunterlagen vom Vorbesitzer, der das Haus selbst gebaut hat und auch die Stadtdaten stimmen damit überein.
    Wir werden heute Abend mal reinschauen, was es für ein Fundament ist.
    Falls die Feuchtigkeit für die Bauweise normal sein sollte, sollte man das Ganze nicht dennoch behandeln? Der Keller soll nie Wohnkeller werden, aber ein feuchter Keller kann doch trotzdem nicht gut sein, oder? Mal abgesehen von dem Feuchtraum.

    Was ist mit dem nassen Revisionsschacht? Sollten die Abwasserrohe über ein Halbrohr verbunden werden, damit das Wasser von dort nicht ins Mauerwerk ziehen kann?
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  10. #9

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    Sind die Kellerräume auch neu errichtet worden?
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  11. #10
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    Ja, ganz defintiv auch 69/70.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Eva Pano Beitrag anzeigen
    Ja, ganz defintiv auch 69/70.
    Retro-Fanatiker oder Sparfuchs?
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  13. #12
    planfix
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    den fotos nach zu urteilen war der früher auch schon mal naß / feucht. der anstrich im unteren bereich wirkt so.
    mit einem sanierputz könnte man das aufsteigen der feuchtigkeit in den wänden vielleicht ausbremsen.

    was erwartes du vom gutachter?
    wertminderung, rückabwicklung, ... sanierungsvorschläge?

    wie wurde das haus verkauft?

    heute baut man anders und keller haben andere abforderungen als Öl-, Kohle-, kartoffellager, waschküche.

    das problem sind keine baufehler von damals, sondern das war damals so der nutzung entsprechend angedacht und sparsam ausgeführt. es wird im unteren wandbereich auch keine steckdosen o.ä. geben.

    ihr hättet vielleicht vor dem kauf einen fachmann/frau hinzuziehen sollen.

    sicherlich gibt es möglichkeiten da was zu sanieren oder trocken zu bekommen, die frage ist, ob der aufwand lohnt.
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  14. #13
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    Was wir wollen ist, dass sich die Feuchtigkeit natürlich nicht weiter ausbreitet. Eine Rückabwicklung kommt für uns nicht in Frage, da uns das Haus an sich gefällt und alle großen Sanierungen 2001 bereits vorgenommen wurden: neuer Dachstuhl, Fenster, Außendämmung und Heizung.

    Angenommen es ist ein Streifenfundament und die Feuchtigkeit rührt daher, wie kann man ein möglichst trockenes Ergebnis bei wenig Aufwand erreichen?
    Sanierputz oder gibt es noch andere Möglichkeiten?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Eva Pano Beitrag anzeigen
    Angenommen es ist ein Streifenfundament und die Feuchtigkeit rührt daher, wie kann man ein möglichst trockenes Ergebnis bei wenig Aufwand erreichen?
    Sanierputz oder gibt es noch andere Möglichkeiten?
    die Feuchtigkeit kommt ja nicht vom Streifenfundament, sondern diese Bauweise würde den beschriebenen Zustand erklären.
    Sanierputz macht den Keller auch nicht trocken, er hält nur länger bis die Schäden wieder auftreten.
    Ein "trockenes Ergebnis" würde man möglicherweise dadurch erhalten können, wenn der Feuchtigkeitszutritt von unten oder von außen verhindert werden könnte.
    Vertikalabdichtung der Außenwände, Horizontalabdichtung der Bodenfläche, Horizontalsperre in den Wänden, Abführung von Sicker- oder Schichtenwasser
    Was davon fehlt, kann nachträglich nur mit (unverhältnismäßig) großem Aufwand hergestellt werden.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Eva Pano Beitrag anzeigen
    Ja, ganz defintiv auch 69/70.
    kann ich immer noch nicht glauben.
    ich bin kein gutachter, aber von einem
    kauf hätte ich euch nicht abgeraten.

    so ist das halt manchmal, in alten bauten.
    das ist halt ein keller, nix anderes.

    was ist ein "trockenes ergebnis" für dich?
    wohnräume über dem keller werden doch nicht von
    feuchtig betroffen sein.?

    alles was du machen kannst, ist ein kosmetischer, mit
    weniger oder mehr finanziellen, aufwand.
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