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Ringdrainage und Fragen zur Abdichtung im Keller

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  1. #1

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    Ringdrainage und Fragen zur Abdichtung im Keller

    Hallo zusammen,

    ich lese hier schon eine Weile mit, bald beginnt unser Häuselbau und die ersten Fragen tuen sich auf.

    Wir haben letzte Woche unser Bodengutachten bekommen. Zum Lastfall steht direkt nichts drin. Aber laut Gutachter sind eine Drainage und eine Ringdrainage erforderlich.
    Das Ergebnis in Kurzform:
    Nach 30 cm Mutterboden (Bodenkl. 1) folgt eine 60cm starke Lehmschicht (Bodenkl. 2-4) und dann geht es mit lehmigem Sand (Bodenkl. 3-4) weiter. Grundwasser wurde bei der rund 4 Meter tiefen Bohrung nicht aufgefunden.
    Die maximal zulässige Bodenpressung liegt bei 200 kN/m²
    Hauptbodenart im Gründungsbereich: Sand, schluffig Bodenklasse 4

    Die für uns wichtige Bemerkung lautet:
    Da der Boden bis unter die Gründungsebene lehmig ist, wird empfohlen, eine Dränage an zu legen. Wenn eine Einleitung nicht möglich oder erlaubt ist, wird die Anlage eines Sickerschachtes empfohlen.


    Nun hat unser Bauunternehmer ein Angebot für die Ringdrainage geschickt.

    * 4600€ : Einbau einer Ringdrainage umlaufend um den Keller bestehend aus geschlitztem Rohr (Stangenware), Überdeckung mit Drainagekies und Filterflies, Einbau von 3 Stück Kontrollschächten (Kunstoff DN300 -315), Einbau von 4 Spülschächten DN 100, Anschluss der Kellerlichtschächte an die Drainageleitung, Anschluss der Drainageleitung an den bauseits zu erstellenden Drainage-Revisionsschacht DN 1000.
    * 1280€ Liefern und Einbauen eines Drainage-Revisionsschachtes DN 1000 (Beton) im Zuge der Erdarbeiten, Höhe bis 2,40 m inkl. Sandfang (ohne Pumpe, ohne elektrische Zuleitung, ohne Anschluss des Schachtes an die in Eigenleistung zu erstellenden Regenwasserleitungen).
    * 460€ Liefern und einbauen einer Drainagepumpe inkl. elektrische Zuleitung und Verrohrung im Schacht.
    * 3460€ ca 130 m³ (feste Masse) Füllkies bzw. -sand liefern und im Bereich der Baugrube einbauen und verdichten (anstelle Einbau von Aushubmaterial)./> Hinweis: gem. Bodengutachten ist das Aushubmaterial (bindiger Boden mit hohem Lehm- und Schluffanteil) nicht zur Verfüllung geeignet ist, da eine Versickerung des Regenwassers bzw. die Einleitung des Oberflächenwassers in die Drainage nicht gewährleistet ist. Sofern Sie trotzdem auf den Einbau des Aushubmaterials bestehen, kann Firma XXXX Bauunternehmen GmbH keine Gewährleistung auf die Dichtheit des Kellers geben und meldet für diesen Fall Bedenken an (separate Enthaftungserklärung notwendig).

    Der Preis erscheint mir auf den ersten Blick recht hoch und eigentlich bin ich mir auch nicht sicher ob das so passt.

    Wir haben vor den Keller zu dämmen mit 8 cm Perimeterdämmung. Wenn wir die Dämmung mit einer Drainfunktion nehmen, können wir mit dem vorhandenen Boden verfüllen und brauchen keinen Füllkies, oder!?

    Wenn wir auf eine Ringdrainage verzichten, könnten wir doch auch mit einer etwas dickeren Dickschicht auskommen, oder Verlauf ich mich da jetzt ganz?

    Über ein paar Tipps bin ich sehr dankbar... Grüße Micha.
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (10.04.2006 um 07:28 Uhr) Grund: Firmenname gelöscht
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  2. Ringdrainage und Fragen zur Abdichtung im Keller

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  3. #2

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    Hallo zusammen,

    ich lese hier schon eine Weile mit, bald beginnt unser Häuselbau und die ersten Fragen tuen sich auf.

    Wir haben letzte Woche unser Bodengutachten bekommen. Zum Lastfall steht direkt nichts drin.
    Fragt sich wieder: Was war beauftragt?
    Aber laut Gutachter sind eine Drainage und eine Ringdrainage erforderlich.
    Das Ergebnis in Kurzform:
    Nach 30 cm Mutterboden (Bodenkl. 1) folgt eine 60cm starke Lehmschicht (Bodenkl. 2-4) und dann geht es mit lehmigem Sand (Bodenkl. 3-4) weiter. Grundwasser wurde bei der rund 4 Meter tiefen Bohrung nicht aufgefunden.
    Die maximal zulässige Bodenpressung liegt bei 200 kN/m²
    Hauptbodenart im Gründungsbereich: Sand, schluffig Bodenklasse 4

    Die für uns wichtige Bemerkung lautet:
    Da der Boden bis unter die Gründungsebene lehmig ist, wird empfohlen, eine Dränage an zu legen. Wenn eine Einleitung nicht möglich oder erlaubt ist, wird die Anlage eines Sickerschachtes empfohlen.
    *grübelrätselundstudier* Entweder ist der Boden sickerfähig, dann brauchts keine Drainung, oder ist nicht sickerfähig, dann ist der Schacht ein Schildbürgerstreich.


    Nun hat unser Bauunternehmer ein Angebot für die Ringdrainage geschickt.

    * 4600€ : Einbau einer Ringdrainage umlaufend um den Keller bestehend aus geschlitztem Rohr (Stangenware), Überdeckung mit Drainagekies und Filterflies, Einbau von 3 Stück Kontrollschächten (Kunstoff DN300 -315), Einbau von 4 Spülschächten DN 100, Anschluss der Kellerlichtschächte an die Drainageleitung, Anschluss der Drainageleitung an den bauseits zu erstellenden Drainage-Revisionsschacht DN 1000.
    * 1280€ Liefern und Einbauen eines Drainage-Revisionsschachtes DN 1000 (Beton) im Zuge der Erdarbeiten, Höhe bis 2,40 m inkl. Sandfang (ohne Pumpe, ohne elektrische Zuleitung, ohne Anschluss des Schachtes an die in Eigenleistung zu erstellenden Regenwasserleitungen).
    * 460€ Liefern und einbauen einer Drainagepumpe inkl. elektrische Zuleitung und Verrohrung im Schacht.
    * 3460€ ca 130 m³ (feste Masse) Füllkies bzw. -sand liefern und im Bereich der Baugrube einbauen und verdichten (anstelle Einbau von Aushubmaterial)./> Hinweis: gem. Bodengutachten ist das Aushubmaterial (bindiger Boden mit hohem Lehm- und Schluffanteil) nicht zur Verfüllung geeignet ist, da eine Versickerung des Regenwassers bzw. die Einleitung des Oberflächenwassers in die Drainage nicht gewährleistet ist. Sofern Sie trotzdem auf den Einbau des Aushubmaterials bestehen, kann Firma XXXX Bauunternehmen GmbH keine Gewährleistung auf die Dichtheit des Kellers geben und meldet für diesen Fall Bedenken an (separate Enthaftungserklärung notwendig).

    Der Preis erscheint mir auf den ersten Blick recht hoch und eigentlich bin ich mir auch nicht sicher ob das so passt.
    Jau, ist er. Aber mal ganz ehrlich. Was wollen Sie denn machen???? Wenn Sie den drauf ansprechen, sagt der DAS ist UNSER Preis. Basta. Vogel friss oder stirb. Sie glauben doch nicht wirklich, daß sie den Preis runterkriegen.
    Und wenn Sie einen anderen damit beauftragen und irgendwo kommts zum Leck, dürfen Sie sich auf 10 Jahre rechtstsreit und 5 Gutachter einrichten (und am Ende kommt ein Vergleich raus aber das nur nebenbei), denn der BU wird sagen, der Drainer ist schuld und der behauptet natürlich immer das Gegenteil. .


    Wir haben vor den Keller zu dämmen mit 8 cm Perimeterdämmung. Wenn wir die Dämmung mit einer Drainfunktion nehmen, können wir mit dem vorhandenen Boden verfüllen und brauchen keinen Füllkies, oder!?
    Bindiger Boden ist GRUNDSÄTZLICH nicht geeignet für eine fachgerechte, nicht nachsackende Baugrubenverfüllung!

    Wenn wir auf eine Ringdrainage verzichten, könnten wir doch auch mit einer etwas dickeren Dickschicht auskommen, oder Verlauf ich mich da jetzt ganz?
    Eine Abdichtung ist zu PLANEN. Entsprechend dem Lastfall. Gehen geht viel, aber nicht alles.

    MfG
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  4. #3
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    Heute habe ich nochmal mit dem Bodengutachter telefoniert. Die ersten 90 cm sind recht lehmig und das Wasser fließt da nicht so gut durch, dann wird der Boden besser, aber halt noch schluffig mit leichten Lehmanteilen. Aus diesem Grunde hat er die Drainage empfohlen. Der Keller soll ja in 20 Jahren auch noch dicht bleiben. Zu dem Sickerschacht sagt er, der Boden unten lässt Wasser durch und das Wasser kann weg.
    weiterhin soll ich wirklich lieber anderen Boden zum verfüllen nehmen, nicht weil der kein Wasser durchlässt, sondern damit die Lempartikel nicht im Laufe der Jahre in die Drainage gespült werden und das System verstopfen.


    Na ja das ist die Ausbeute von heute. Für unsere Drainage holen wir uns noch mindestens ein anderes Angebot ein. Wir müssen ja nicht zwangläufig alles von unserem GU machen lassen.
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  5. #4
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    ES ist aber so, dass die Abdichtung und die Dränung besser in einem Zuständigkeitsbereich bleiben = Gewährleistung
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