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Eingangsüberdachung Sichtbeton

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  1. #1

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    Eingangsüberdachung Sichtbeton

    Mahlzeit an das Forum,

    ich hoffe ich bin hier richtig. Wir haben vor 2 jahren unser kleines EFH fertigstellen lassen welches nun eine Eingangsüberdachung benötigt.
    Da ich in der Arbeitsvorbereitung eines Betonfertigteilwerkes arbeite, möchten wir auch die Überdachung mittels Betonfertigteil realisieren.
    Aus statischer Sicht ist das Fertigteil laut Statiker selbsttragend. Allerdings würde ich gerne eine Rückmeldung der Experten in Form einer 2.
    Meinung erhalten. Wir haben rund um das Haus 1,50m Schotterpolster welches bis in einer Tiefe von 95cm reicht. Laut Statiker reicht es aus
    das Fertigteil in Magerbeton / Sauberkeitsschicht aus Kiessand zu setzen und auszurichten, sowie wir es bei unseren Fertigteilen kennen.

    Die Frage ist nun, ob dies eine gängige Praxis ist, das Fertigteil selbsttragend ohne Verbindung zum Haus herzustellen, sodass bei ungleichmäßige
    Setzung es hier zu keinen Problemen kommt. Wie würde man die Fuge zwischen Fertigteil und Haus schliessen? Ich schätze diese wird ca. 1cm betragen.

    Wäre Klasse, wenn hier kurze Hilfestellung gegeben werden kann.

    Grüße Walter

    k800_pc150366.jpg

    Überdachung.jpg
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  2. Eingangsüberdachung Sichtbeton

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  3. #2

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    Die Zeichnung entsprich aber nicht dem Foto.
    Das Teil laut Zeichnung würde ich , wenn berechnet, bedenkenlos wie vom Statiker empfohlen aufstellen. Die Fuge zum Haus offen lassen. Oben unter Dachüberstand, da regnet es nicht rein und durch die Senkrechte schon gar nicht. Der Deckel braucht irgendwie Gefälle und Wasserableitung. Nach vorne mit Tropfkante?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von waltervogt Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nun, ob dies eine gängige Praxis ist, das Fertigteil selbsttragend ohne Verbindung zum Haus herzustellen...
    Gängige Praxis ist, so etwas gleich beim Rohbau mit dem "Rest" des Hauses zu bauen. Das geht ja nun nicht mehr.

    Unter der Voraussetzung, dass das Ding standsicher ist, könnte man es so aufstellen. Wichtig ist eine frostsichere Gründung, die aber u.U. durch eine entsprechende Kieskörnung herzustellen ist. Ich würde ein Fundament aus Magerbeton vorziehen, schon um Einschwemmungen von feinkörnigen Bestandteilen in den "Frostschutzkies" zu vermeiden.

    Mit geringfügigen Setzungen ist zu rechnen, die dürften sich aber im 10tel-mm Bereich abspielen. Was aber mit Sicherheit passieren wird, sind Verformungen infolge Wind- und Schneelast. Das Fertigteil knirsch an die Hauswand zu setzen, kann also problematisch werden.

    Die erforderliche Fuge im Dachbereich könnte mit einem Blech und Kappleiste geschlossen werden, falls sie stört. Das ist weich genug, um die geringen Bewegungen mitzumachen.
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  5. #4

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    Die Voute würde ich etwas deutlicher ausbilden (schon für den Transportlastfall).
    Die Stütze (wie im Foto) weglassen,
    Gefälle auf der Oberseite,
    bei Gefälle nach rechts, Dach mit kleinem Kragarm und Tropkante
    bei Gefälle nach vorne: mit Rinne (Vertiefung auf Oberseite, Kleinstrinne vorn, Aufkantung...) wg. Tropfen und Wasserspuren.
    Unterbau: 10-15cm unbewehrten Beton, glatt abgezogen, + Mörtelbett
    Luftspalt zwischen FT und Haus.
    Gefälle auf der "Bodenplatte" ??
    Aussparung in der Bodenplatte für Fußabtreter / Rost ?

    Der Statiker/Planer hat:
    Transportlastfälle berücksichtigt (Ausschalen [Abheben von der Schalung], drehen, Aufladen, Abladen und Versetzen ) ?
    Bauaufsichtlich zugelassene Abhebeanker + Zusatzbewehrung für Abhebeanker berechnet und ausgewiesen ?
    genau Lage der Abhebeanker berechnet (wg. Schwerpunkt) ?
    Verfüllung der vertieft eingesetzen Abhebeanker mit PCC im Plan drinne ?
    Schneesackbildung und abrutschenden Schnee (Lawine) berücksichtigt ?
    Betondeckung und Expositionsklassen für Außenbauteile mit Frost-Tauwechsel und Taumittelkontakt berücksichtigt ?
    Abstandhalter aus Faserbeton und Anzahl pro m² im Plan ausgewiesen ?
    die gewünschte Sichtbetonklasse und die Anzahl der sichtbaren Durchankerungen im Plan ausgewiesen ?
    die Abmessungen der Dreikantleischten im Plan angegeben ?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Guten Morgen an die Antworter. Zunächst einmal vielen Dank für Ihre Hilfestellung. Wir haben uns im Vorfeld noch keine Gedanken gemacht und auch der Architekt hat uns hierzu
    auch keinen Hinweis gegeben. Sonst hätten wir das in der Rohbauphase schon gleich mitmachen können. Ich gehe mal auf OLger MD Antwort ein. Zunächst kurz noch einmal den Hinweis.
    Wir produzieren das Fertigteil selbst in unserem Betonfertigteilwerk. Eventuell ist das untergegangen.


    Zitat Zitat von OLger MD Beitrag anzeigen
    Die Voute würde ich etwas deutlicher ausbilden (schon für den Transportlastfall). -> Beim Transport wird ein Träger als Stütze dazwischen geklemmt.
    Die Stütze (wie im Foto) weglassen, -> Na klar, ich hatte nur kein "besseres" Photo gefunden
    Gefälle auf der Oberseite,
    bei Gefälle nach rechts, Dach mit kleinem Kragarm und Tropkante -> Wir bilden oben noch eine mini Attika aus mit Gefälle rechts in den Ablauf

    Unterbau: 10-15cm unbewehrten Beton, glatt abgezogen, + Mörtelbett -> Alles klar. Sauberkeitsschicht aushärten lassen und in das frische Mörtelbett setzen
    Luftspalt zwischen FT und Haus. -> Ja wird gemacht, wie am besten zumachen? Rundschnur?
    Gefälle auf der "Bodenplatte" ?? -> Nein, gibt noch einen Überbau mit Platten


    Der Statiker/Planer hat:
    Transportlastfälle berücksichtigt (Ausschalen [Abheben von der Schalung], drehen, Aufladen, Abladen und Versetzen ) ? -> Ja, kein Problem. Wir haben 2 Hausinterne Statiker die nicht nur die zukünftigen Lasten berücksichtigen.
    Bauaufsichtlich zugelassene Abhebeanker + Zusatzbewehrung für Abhebeanker berechnet und ausgewiesen ? -> Auch hier kein Problem. Pfeiffer wird bei uns verbaut
    genau Lage der Abhebeanker berechnet (wg. Schwerpunkt) ? -> Können wir auch selbst errechnen
    Verfüllung der vertieft eingesetzen Abhebeanker mit PCC im Plan drinne ? -> Edelstahl Gewindehülse mit Edelstahl Abdeckung. Dann rostet auch nichts
    Schneesackbildung und abrutschenden Schnee (Lawine) berücksichtigt ? -> Werde ich mit unserem Statiker noch einmal sprechen. Danke. Begehbar ist die Platte definitiv.
    Betondeckung und Expositionsklassen für Außenbauteile mit Frost-Tauwechsel und Taumittelkontakt berücksichtigt ? -> Japp, C30/37 LP
    Abstandhalter aus Faserbeton und Anzahl pro m² im Plan ausgewiesen ? Das machen unsere Jungs in der Produktion
    die gewünschte Sichtbetonklasse und die Anzahl der sichtbaren Durchankerungen im Plan ausgewiesen ? -> SB3 wird angestrebt
    die Abmessungen der Dreikantleischten im Plan angegeben ?
    -> Japp, kanten sind 15mm gebrochen

    Vielen Dank für deinen Fragekatalog. Das ein oder andere werde ich mit meinem Kollegen noch besprechen. Ich müsste nur noch herausfinden wie ich die Fuge seitlich zum Haus hin sauber schließe. Wir könnten im Werk schon eine Dichtung Stirnseitig draufkleben und beim Einbau auf einen einheitlichen Fugenspalt achten.. Oder eben nachträglich mit einem Dichtstoff.

    Grüße Walter
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  8. #6

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    Da hat ja mal einer an alles gedacht, aber wirklich alles.

    Der "Überbau" auf der Platte erhält Gefälle -> dann hat mindestens eine Schicht eine variierende Schichtdicke.

    Wir hatten lange Zeit vor der Haustür (überdacht) nur eine Fußmatte liegen. Die war bei Regen / Schnee immer nass, bei Frost angefroren. Hat nicht viel geholfen und ist schlecht abgetrocknet.
    Deshalb habe ich jetzt, als der Belag erneuert wurde, ein 40/60cm Abtreter mit Rost , einschließlich Auffangwanne, einbauen lassen. In der Auffangwanne ist ein Loch und unter dem Loch im Beton eine Aussparung, so dass Wasser nach unten weglaufen kann. Quasi ein Micro-Sicker-Schacht. Der Rost ist immer trocken und auch bei Schnee kann man sich die Schuhe gut abstreifen.

    Ich würde die Fuge zwischen FT und Hauswand offen lassen. Wird nie 100% parallel. Mit Rundschnur drinne bilden sich Dreckecken. Bleibt die Fuge offen kann man schnell mal mit einer kleinen Flaschenbürste durch. Ob kleine Blechwinkel was bringen, hängt davon ab, wie eben und wie strukturiert die Fassadenfläche der Hauswand ist.

    Dass Ihr das FT selber herstellt war schon klar. Aber es wird ja i.d.R. so gebaut wie es im Plan steht. Daher die Hinweise an den Planer.
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  9. #7

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    Wäre es nicht auch etwas, vielleicht sogar 5-10cm von der Hauswand wegzubleiben? Dann gibt es keine Fuge...
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