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Flachdachentwässerung mittes Attikagully "in" Dachterrasse

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  1. #1

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    Flachdachentwässerung mittes Attikagully "in" Dachterrasse

    Hallo,

    die Entwässerung beim Neubau von mehreren Reihenhäusern mit Flachdächern sieht eine außenliegende Entwässerung mit Fallrohren über die Attika vor. Das Fallrohr mündet in eine Rinne in der Dachterrasse. Die Rinne leitet das RW weiter über die Terrassenlänge ehe dort wieder ein Fallrohr angebracht wird und dies bis an die Grundleitung geführt wird.

    1. Ist das so in Ordnung? Bei starkem Regen kann ich mir vorstellen, dass sich die Rinne in der Dachterrasse verstopft bzw. das Wasser anstaut.

    2. Wie sieht das Detail bei der Einführung des Fallrohrs auf die Dachterrasse aus? Was für eine Rinne ist ausreichend?

    Danke

    Entwa?sserung.pdf
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  2. Flachdachentwässerung mittes Attikagully "in" Dachterrasse

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  3. #2

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    Viel Wasser sorgt sicher nicht für Verstopfen der Leitung, aber es ist schon mal sehr ungewöhnlich dass Wasser eines oberliegenden Daches auf eine darunterliegende Dachterrasse zu leiten und dann á la Flusslauf bis zu dessen Entwässerung.

    Was passiert wenn doch mal etwas verstopft ist? Zum Beispiel der unterliegende Ablauf. Da bekommt dann die kleine Dachterrasse das Wasser, das auf sie hernierderprasselt plus das Wasser (unbekannter Menge) der darüberliegenden Terrasse. Das mag über Notüberläufe absicherbar sein, erscheint mir aber höchst fragwürdig. Was sagt der und Abwasserabt dazu?
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  4. #3

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    Mangel. Dachflächen dürfen nicht auf andere entwässern.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Mangel. Dachflächen dürfen nicht auf andere entwässern.
    Richtig, habe ich mir auch gedacht. Nur ist es so, dass die Dachterrasse zur selben Einheit gehört, sprich ein und die selbe Familie.

    Kann man die Rinne unterirdisch einbinden? Im Prinzip: Das Fallrohr vom Hauptdach kommt auf der Terrasse an, mit einem ca. 90 Grad Winkel wird das RW unter dem Belag weitergeleitet und endet im nächsten Fallrohr/bzw. Wasserfangkasten...

    Diese Art der Entwässerung ist wirklich unüblich oder?
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  6. #5

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    Wie will man die Hydraulik nachweisen? Da kommt doch weit über NW 200 für das Rohr und die Rinne liegt sicherlich weit über 500er Zuschnitt. Das Detail ist großer Käse! Jede Fallleitung sollte ein in sich geschlossenes System ergeben. Wasserverteilung auf der Hauptdachfläche lässt mit LES lösen. Vom Baurechtlichen mal garnicht gesprochen.
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  7. #6

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    wer plant denn so etwas?

    das sollte auf jeden fall rechnerisch nachgewiesen werden und mit einem 2. überlauf in der dachterrasse abgesichert werden. der wasserablauf wird auf der dachterrasse durch platten im splittbett auch noch verzögert!

    in dem szenario bitte den winter mit betrachten - soll es auch in Potsdam noch ab und zu geben - wenn plattenbelag und splittbett wassergesättigt durchgefroren sind! da bringt die rinne vor dem fenster-tür-element gar nichts!
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  8. #7

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    Die DIN 1986-100 schließt das Entwässern auf andere Dachflächen ausdrücklich aus, egal wem diese gehören.
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  9. #8
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    Kalle, die Hydraulik nachzuweisen ist das kleinere Problem ... kann man kriegen.
    Das größere Problem ist die Aufrechterhaltung des Planungszustandes über die Lebensdauer des Bauvorhabens (so man eine Lösung hinbekommt). Die Normung ist im Kommentar relativ klar zu diesem Punkt.

    Stellungnahme eines Herstellers.

    Nach der angehängten PDF Schnittzeichnung kann eine Leitungsführung in der Dämmung unter dem Belag m.E. nicht erfolgen, da man sich ne kräftige Wärmebrücke einfängt. Offene Führung des Dachwassers im Bereich der unteren Dachterrasse - is nich.

    Perfekter Sockenschuss durch ein nicht durchdachten Details. In wie weit eine andere Lösungsmöglichkeit bestehen könnte lässt sich aus dem Schnitt nicht ableiten. Hier bräuchte es mehr Infos zum Grundriss und der Fassade des Gebäudes.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9
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    Ich habe mal ein Bild gefunden; so könnte es wohl gemeint sein...wirklich merkwürdig.

    http://www.bba-online.de/wp-content/.../5/3505489.jpg
    Geändert von conrem26 (02.04.2016 um 15:03 Uhr) Grund: Bild fehlt
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  11. #10

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    Okay, ich formuliere um: Der Nachweis wird vermutlich Größen, in Folge der baulichen Bedingungen liefern, die das Vorhaben noch verkomplizieren würden.

    Wenn ich jetzt eine Freispiegelentwässerung nehme und diese Fallleitung vom oberen Gully unten 90 Grad verschrenke, schieße ich mir doch selber in das Bein. Strömungsabriss und damit geminderte Abflussleistung. Mach ich den Winkel flacher, bekomme ich irgendwann Probleme das Rohr unter dem Belag zu verstecken.

    Setze ich zwei Gullys (einer Pro RH) und schließe sie auf dem Balkon als Druckspiegelentwässerung an habe ich das Problem, dass mir durch den nötigen Füllstand dat Wasser gefrieren könnte, wenn ich keine Ersatzmaßnahmen dafür einplane.

    Das Rohr unter einem gestelzten Belag zu verstecken ist ja weniger die Schwierigkeit. In der Dämmung zu verlegen macht wenig Sinn, vor allem weil ich mir bei Undichtigkeiten (Hans Dampf vergisst die Gummidichtungen) mir den ganzen Wärmedämmaufbau zerschieße. Auch hier müsste man dann über Abschottungen etc. nachdenken.

    Führe ich das Rohr hinter einer möglichen VHF herunter, dann kommt es auf das Material der Fallleitung an. Zink wäre da wohl denkbar ungünstig, dat kann nämlich auch mal platzen.... und überhaupt auf die Wasserführung durch die Attika. Wat, wenn das mal zufriert?

    Den ganzen Krampf brauch ich mir doch gar nicht geben? Hier hat mal wieder der Planenden so etwas von geschlafen.... Ist es denn so schwer einen Gully über einer Innenwand, praktikablerweise so im Grundriss anzuordnen, dass ich spielend eine innenliegende Abführung des Wassers ermöglichen kann? Natürlich muss ich mir dann Gedanken machen wie ich die Notentwässerung auf kürzestem Wege auf frei überflutbare Flächen bekomme.

    Aber doch nicht so einen Krampf? Dazu dann noch Splittbett, einlagige Kunststoffabdichtungen und Plattenbelag.... Das zeugt doch davon, dass sich nie ausreichend mit der Materie befasst wurde... Wer macht denn so einen *piep* heute noch? Echt gruselig, was da so im Flachdachsektor getrieben wird. Ich will gar nicht wissen was sich die öbuv SV da alles geben müssen...
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Ist ein nach außen durch die Attika geführter Ablauf gem. Foto generell abzulehnen?

    Flachdach Abfluss nach außen.jpg
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  14. #12

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    Nein.
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