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Feuchter Keller Haus um 1900 Sorge um Substanz berichtigt? Viele Bilder & 2-3 Fragen

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  1. #1

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    Feuchter Keller Haus um 1900 Sorge um Substanz berichtigt? Viele Bilder & 2-3 Fragen

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    Hier mal die ersten Bilder. Wie eman sieht wurde hier wohl über die Jahre immer wieder was aufgetragen, ob das wirklich immer so sinnvoll war.

    Kurze Zusammefassung:

    Haus vor ca. 3 Jahren gekauft. Besichtigt mit einem Architekten (Bekannter vom Bekannten der "viel Altbau in Berlin macht") Der fand das alles OK. Na ja..vielleicht ist er Schlimmeres gewohnt
    Ich vertraute darauf , meine aber jetzt mit meiner dreijährigen Erfahrung als Hausbesitzer zu meinen da muss was passieren.

    Nur was? Habe natürlcih schon alles gwälzt und wenn man alles wälzt , ließt man auch alles

    Der Keller wird im Grunde nur genutzt um da ein paar Sachen abzustellen und als Heizungskeller, wie man sieht. ALso KEIN Wohn- oder Hobbyraum. Auch wenn man irgendwo auf den Bildern eine Wäascheleine sieht, diese hängt das seit bestimmt 30 Jahren und wird nciht genutzt von uns. Schimmel habe ich auch keinen gefunden, im Grunde wäre mir die Feuchtigkeit so auch egal, wenn ich mir nicht Sorgen um die Subtanz machen würde. Denn der "eine oder andere" Backstein, sowie die ein paar Fugen sehen schon arg mitgenommen aus. Es blühen die Salze, so dass ich sie teilweise Teelöffelweise von der Wand kratzen bzw. löffeln kann Wirklich war!

    Gemessen habe ich nun auch mal alles, und die Werte sind schon hoch. Alles zwiswchen 50 - 100 Digits dabei. Obwohl ich nicht mal sagen kann, das im unteren Teil der Außenwände es zwingend feuchter ist als im oberen, es mischt sich. Die Raumfeuchte schwankt stark Sommer/Winter/Regen so zwischen 40 - 70% (die letzen tage eher 70%)

    Eine umfangreiche Aussensanierung kommt nicht in Frage. Zumindest erst mal nicht. Meine Maßnahmen die ich einleiten möchte sollen auch nicht für die Ewigkeit sein, sondern mir Aufschub geben, gerne ein paar Jahre

    Meine Fragen:

    1. Die die Ausblühungen tatsächlich Salpeter? Meist ist das " Salz" sehr feinpulvrig. Wie bekomme ich das selber heraus? Mal lecken?

    2. Zuerst will ich alles "überflüssige" Material runter holen. Mechanisch. Also abbürsten und auch abklopfen. Putz, evtl. "Speerputz" (meine ein paar Stellen entdeckt zu haben) und Farbe ab, etc. Ist das erst mal vernünftig?

    3. Mit einem Salpter Enftferner alles schön sauber machen? Aber ist das denn auch Salpter? Wenn nicht, kann da was kaputt gehen?

    4. Dann mal eine zeit lang ausdünsten lassen und mal sehen wie sich so die Messwerte verhalten.

    5. Kann ich durch diese Maßnahmen was verschlechtern? "Never change a running system"

    Aber was dann?

    - Eine Horizontal Sperre mittel "Infusion" macht da wohl keinen Sinn.
    - Komplett Sperrputz drauf? Dichtschlämme? Lehmputz? Kalkputz? Man ließt soviel.

    Vielen Dank für jede Einschätzung
    Grüße
    Stefan
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  2. Feuchter Keller Haus um 1900 Sorge um Substanz berichtigt? Viele Bilder & 2-3 Fragen

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  3. #2
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  4. #3

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    mit großer Wahrscheinlichkeit vor allem auf eine unzureichende äußere Vertikalabdichtung zurückzuführen.

    ich sehe es so: Salz macht dem Material nur dort was, wo die Feuchtigkeit verdunstet und das Salz dann zurückbleibt und auskristallisiert. Beim Auskristallisieren entsteht eine Sprengwirkung, welche das Material aufbricht und zerstört und zu dem beobachteten Absanden (Festigkeitsverlust) führt.

    daraus folgere ich für mich: will ich die Mauerwerkssubstanz vor Zerstörung schützen, muss ich raumseitig eine Schicht aufbringen, in welcher planmäßig die Verdunstungszone und dieser Kristallisationsvorgang liegt. Diese Schicht wird damit ebenso planmäßig durch diese Vorgänge zerstört. Wir nennen das Opferschicht bzw. Opferputz. Dieser muss dann regelmäßig erneuert werden, weil er ja immer wieder kaputt geht. Das ist das, was man hier auch sieht.

    Wäre keine Putzschicht vorhanden (man sieht leider oft, dass alter Putz abgeschlagen wird und das Mauerwerk dann offen bleibt), dann liegt diese Verdunstungs- und Kristallisationszone in der äußerem Mauerwerksschicht. Also in der baukonstruktiv und statisch relevanten Schicht. Nicht so gut, weil Substanzverlust hier nicht so unproblematisch passiert.

    Mit Sperrputz wäre ich sehr vorsichtig, weil zwar momentan subjektiv eine "trockene" Wand anliegt, sich die Feuchtigkeit dahinter aber ggf. anreichert und zu Problemen in angrenzenden Bereichen (ggf. aufsteigend) führt.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    muss ich raumseitig eine Schicht aufbringen, in welcher planmäßig die Verdunstungszone und dieser Kristallisationsvorgang liegt. Diese Schicht wird damit ebenso planmäßig durch diese Vorgänge zerstört. Wir nennen das Opferschicht bzw. Opferputz. Dieser muss dann regelmäßig erneuert werden, weil er ja immer wieder kaputt geht. Das ist das, was man hier auch sieht.
    Das hört sich für mich alles sehr nachvollziehbar an. Danke für die Einschätzung.

    1. Also einmal alles runter
    2. Salpter entfernen (dazu wäre dann noch meine Frage, ob es eben Salpter ist, und wenn nicht ob ich mit einem faslchen Entfernen da Schaden anrichten kann)
    3. Etwas abtrocknen lassen, ggf. dabei den Entfeuchter 2-3 Tage laufen lasssen und dann eine
    4. Grundierung und Opferschicht - Kalkzementputz

    Gut?

    Was bietet sich als Grundierung da so am besten an? Was spezielles oder eben "standart" Kalputzgrundierung?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von sawsaw Beitrag anzeigen
    Eine umfangreiche Aussensanierung kommt nicht in Frage. Zumindest erst mal nicht. Meine Maßnahmen die ich einleiten möchte sollen auch nicht für die Ewigkeit sein, sondern mir Aufschub geben
    .. und wo ist denn da nun das Problem ? Drahtbürste, Schmiergelpapier , ausbessern , Grundierung , Farbe ... fertig ...
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