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  1. #1

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    Bodenaustausch wg. Starkregen notwendig? (Lehmboden)

    Wir bauen in Oberbayern, ganz nahe zu den aktuellen Überschwämmungsgebieten. Aufgrund des vielen Regens hat sich auch in meiner Baugrube (wurde vor 1 Woche begonnen auszuheben) Wasser angesammelt. Ein Drainageschacht war da bereits gesetzt und wir haben auch fleißig abgepumpt - allerdings war immer etwas Wasser in der Grube (einmal hat es die Pumpe auch eingeschlammt weshalb diese nicht mehr funktioniert hat).

    Der Boden an sich wäre eigentlich tragfähig (reiner Lehmboden). Aufrund des starken Regens und da der Bauunternehmer unbedingt anfangen möchte hat mir nun mein Tiefbauunternehmen vorgeschlagen die Grube ca. 20cm Tiefer zu machen. Am Boden soll dann ein Fließ gelegt werden, darauf "20cm mineralisches Material" (welches wohl Wasser durchlässt, sich jedoch stark verdichtet und somit ein gutes Fundament bildet auf dem die Bodenplatte errichte werden kann). Brutto würde das knapp 3.000€ kosten. Angedacht war ursprünglich eine Kiesschicht von ca. 5cm um darauf die Dämmung zu verlegen und die Bodenplatte zu erstellen.

    Stehe nun natürlich vor dem Problem, dass ich nicht weis was ich tun soll - Haus ohne diesen Bodenaustausch bauen (so wie angedacht), oder den Bodenaustausch machen?
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  2. Bodenaustausch wg. Starkregen notwendig? (Lehmboden)

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wurde ein geologisches Bodengutachten erstellt ?
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Interessant ist es zu wissen wie schlimm der unterbau wirklich zerstört ist. Wenn Sie auf aufgeweichten boden gründen können Sie das Haus komplett abreißen. Also sofort bodengutachter einschalten und nach seine Anweisungen weiterarbeiten. Mit freundlichen Grüßen
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  5. #4

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    Brutto kostet die Nachbesserung ca . 3000€

    @ Yilmaz


    Natürlich wird hier jedem geholfen ..

    Und ich wette ,daß ein Bodengutachten vorhanden ist !....

    Wenn nicht vorhanden
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zeigt mir ein Bodengutachten, dass bei ca. 150 Litern / m² Regen innerhalb der letzten 4 Tage noch Gültigkeit hat? Das Problem ist nicht der Boden an sich - der wäre problemlos tragend gewesen (die Gemeinde hat ein Bodengutachten vom Baugebiet machen lassen und wir haben ebenfalls ein paar Probebohrungen durchgeführt). Mein Problem ist eher, dass ich etwas unten am Hang liege und die Baugrube komplett verschlammt wurde - da hat es alles mögliche reingespült. Schaut euch mal die Nachrichten an und gebt "Simbach" ein. Am Samstag vor dem Unwetter hätte die Grube eigentlich fertig sein sollen - haben nur noch ein paar Stunden gefehlt.

    Die Drainagepumpe läuft seit Montag - ist aber drei mal ausgefallen (mit Schlamm verstopft).
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  7. #6

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    Angedacht war ursprünglich eine Kiesschicht von ca. 5cm um darauf die Dämmung zu verlegen und die Bodenplatte zu erstellen.
    hallo
    lehm und nur 5 cm kies war eh schon falsch. erklärung gibts an anderer stelle.

    gruss aus de palz
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  8. #7

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    Zitat Zitat von R0Li84 Beitrag anzeigen
    Zeigt mir ein Bodengutachten, dass bei ca. 150 Litern / m² Regen innerhalb der letzten 4 Tage noch Gültigkeit hat?
    Das Baugrundgutachten bleibt auch weiterhin gültig, da sich (außer bei Erdrutsch) die Bodenarten, die Bodenklassen, die Schichtdicken und die Bodeneigenschaften nicht geändert haben.

    Anhand des vorhandenen Gutachtens kann ein Baugrundgutachter abschätzen, wie der Boden aufgrund des Starkregenereignisses / Wassereintrages aus Oberflächenwasser "Schaden" genommen hat. Vereinbare einen Vor-Ort-Termin und lass Dir einene Arbeitsanweisung für die weiteren Erdarbeiten geben (Abtrag, Messungen, Austauschmaterial, exakte Bezeichnung des Materials, Einbaustärke, Verdichtung, Wasserhaltung, ...).
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  9. #8
    Inkognito
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    Zitat Zitat von R0Li84 Beitrag anzeigen
    Zeigt mir ein Bodengutachten, dass bei ca. 150 Litern / m² Regen innerhalb der letzten 4 Tage noch Gültigkeit hat?
    Da stehen so Sachen drin wie "Nässeempfindlichen Boden erst direkt vor den Arbeiten an der Bodenplatte ausheben" oder "Der nässeempfindliche Boden ist nach Herstellung des Planums mit einer Sauberkeitsschicht gegen Tagwasser zu schützen". Das Baugrundgutachten nimmt man dann mit als Bestandteil des Vertrags mit dem Bauunternehmer auf.

    Wenn dann die Pumpen des Bauunternehmers trotz des vorhersehbaren Starkregenereignisses nicht ausreichend dimensioniert sind, dann lohnt es sich vielleicht rumzustreiten, auch wenn er "Baugrundrisiko ist Bauherrenrisiko" ins Feld führt.

    Aber so.. naja, 3000€ Lehrgeld - das Baugrundgutachten hätte es vielleicht günstiger gegeben.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Inkognito Beitrag anzeigen
    auch wenn er "Baugrundrisiko ist Bauherrenrisiko" ins Feld führt.
    Muss nicht zwangsläufig Bauherrenrisiko sein.
    http://www.bgbau.de/presse/fach-tief...uportal-heft-3
    Sete 47
    Wenn der BU anfängt zu buddeln und lehmigen Boden vorfindet muss er reagieren - denn er kennt ja den Wetterbericht...
    Sind keine ausreichenden Maßnahmen im LV muss er Bedenken anmelden und ggf. gegen Mehrkostenerstattung Maßnahmen ergreifen....
    Hätte aber auch schon der Planer als Bedarfsposition ins LV schreiben können/sollen/müssen/dürfen.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Themenstarter

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    Ich baue ein Ausbauhaus. Erarbeiten habe ich separat vergeben - sind nicht im Leistungsumfang enthalten und das das Wetter so extrem wird wie hier in den letzten Tagen konnte keiner ahnen.
    Habe mich nun für die Lösung mit dem zusätzlichen Abtrag + Fließ + Mineralgemisch entschieden. Die Variante mit der 4cm Kiesschicht von meinem BU war wohl eh nicht "ausgereift". Er baut aber hauptsächlich auf Kiesböden - da passt das wohl so.
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  13. #11

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    Du als Bauherr , fragen :

    Haushersteller und Tiefbauer erstellen ihre Leistungen aufgrund der aktuellen Wetterlage und die daraus momentan erforderlichen Maßnahmen ..

    Und dauerhaft ?
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