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Dachboden "Bodenbelag"

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  1. #1

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    Dachboden "Bodenbelag"

    Hallo zusammen,
    ich weiß das das Thema schon oft durchgekaut wurde. Da ich aber hier und da immer etwas anderes lese möchte ich euch um eure Meinung zu "unserer Situation" fragen.

    Also es handelt sich bei uns um einen Neubau mit versetztem Pultdach. Unser Dachboden ist recht groß und auch ziemlich hoch. Hier würde ich nun gerne später mal einen kleinen Fitness Raum mit ein paar Geräten bauen. Der Dachboden ist unbeheizt aber voll gedämmt, d.h. Zwischensparrendämmung und Dämmung der Geschossdecke. In der Wand des versetzen Pultdaches befinden sich auch 3 Fenster.

    Meine eigentliche Frage ist folgende:
    Welche Platten nehme ich am besten für den Boden? Ich dachte eigentlich an 25mm OSB, nun habe ich aber des Öfteren gelesen das davon abgeraten wird. Seht ihr da bei uns auch ein Problem oder kann ich die OSB Platten nehmen?

    Der Bodenaufbau Richtung darunter liegendem Wohnraum sieht dann so aus:
    - OSB 25mm
    - Balkenlage 6/18 mit Mineralwolldämmung 18cm
    - Dampfsperre
    - Konterlattung
    - Gipskartonplatten

    Der Aufbau der Dachkonstruktion sieht dann so aus:
    - Gipskartonplatte
    - Konterlattung
    - Dampfbremse
    - Zwischensparrendämmung 18cm
    - Unterspannbahn
    - Konterlattung
    - Traglattung
    - Sandwichplatten 3cm (hinterlüftet)

    Was sagt ihr dazu? OSB Platten ok?

    Gruß
    Paco
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  2. Dachboden "Bodenbelag"

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  3. #2

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    @PACO 38,

    Diese Bauteile, Decke wie auch Dach, sind nun völlig "daneben".

    Es ist völliger Unsinn, sowohl die Decke als auch die geneigte Dachfläche mit jeweils 18 cm zu dämmen.
    Richtig wäre die Dämmung der Decke allen mit dann über 30 cm, wenn der Dachraum unbeheizt bleibt.
    Falls der Dachraum bewohnt werden soll, wird die Dämmung über das Dach geführt und nicht in der Decke.

    Zwei Dämmlagen sind nur dann wirksam, wenn Sie "gemeinsam" dämmen.
    Pullover und Wintermantel sind nur dann sinnvoll, wenn Sie den Wintermantel direkt auf dem Pullover tragen, nicht aber 2 Meter davon entfernt (unbeheizter Dachraum)

    Alles muss geändert werden.
    Vorher ist die "Diskussion" zur Dampfsperre oder Dampfbremsem, zur OSB oder zur Unterspannbahn nicht zielführend.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Achso, hmm.. Unser Architekt hat nur vorgesehen die Geschossdecke zu dämmen, da ich aber ab und zu den Dachboden als "Sportraum" nutzen möchte dachte ich es wäre sinnvoll dann zusätzlich noch das Dach zu dämmen. Ist das grundsätzlich so falsch? Wie wäre das ganze denn hier sinnvoll gelöst?

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  5. #4

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    @Paco38,
    bei aller Liebe zur Sache - ich kann aber nicht die Planung Ihres Architekten korrigieren ohne "neue Baustellen" aufzureissen.
    Soviel vorab:
    Dämmung kommt entweder oben im Dach oder in der Decke.
    Hat der architekt tatsächlich 180mm Dämmung in der Decke geplant?
    Egal wo oder wie, 180mm ist weitaus zu wenig.
    Doppelt Dämmen, oben und unten kostet doppeltes Geld und ist weniger als die Hälfte wert.
    Auch der EURO ist eine Energieform, mit der man sparsam umgehen sollte.

    Für eine hinreichend sinnvolle Antwort müssten viele weitere Informationen vorliegen - z.B: der Wärmeschutznachweis und der energetische Standard des Hauses und das verfügbare Budget.

    Es ist weder wirtschaftlich noch technisch oder bauphysikalisch sinnvoll die Planung des Architekten so einfach nach eigener Meinung zu ergänzen, zu kombinieren oder gar zu verändern.

    Übrigens: Dazu passt auch Ihre Frage zur Ausführung der Pultwand:
    Wenn der Dachraum unbenutzt bleibt, ist der teure Aufbau der gedämmten Pultwand unnötig,
    jedoch sollte diese Pultwand besser gedämmt werden, wenn der Dachraum für wohnzwecke beheizt wird.
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  6. #5

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    Wenn in der ursprünglichen Planung nur das Dämmen der obersten Geschossdecke des "warmen" Wohnraumes geplant war und auch ausgeführt wurde, und dann im Nachhinein der kalte Spitzboden ausgebaut werden soll (mittels Zwichensparrendämmung, DB, GK usw.) muss dieser Raum ordentlich be- und entlüftet sowie auch im besten Fall beheizt werden, dann ist er mit Bestandteil der beheizten Gebäudehülle. Über die Sinnhaftigkeit der dann zwischen OG und DG liegenden Dämmung kann natürlich noch diksutiert werden, ich würde diese einfach verbaut lassen.

    Eine andere Sache: Bei einem Ausbau zu einem Wohnraum ist dieses baugenehmigungspflichtig (Problematik 2. Fluchtweg!); zusätzlich ändert sich die EnEV-Berechnung für das gesamte Gebäude - dieses kann bei Inanspruchnahme von KfW-Mitteln zu Problemen führen!
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