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Wie stark sind Schweißnähte???

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  1. #1

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    Frage Wie stark sind Schweißnähte???

    Hallo zusammen,

    wir haben vor einiger Zeit unser Haus bezogen und ich bin eigentlich sehr zufrieden. Doch immer wenn ich mir meine Treppe (Stahlwange) ansehe, frage ich mich ob die Schweißnähte, welche die Auflagen der Stufen an der Treppe halten auch wirklich zig Jahre und wer weiß wieviele Treppengänge aushalten. Meine Horrorvorstellung ist, dass irgendwann mal eine Naht bzw. Auflage nachgibt - die möglichen Folgen muss ich ja wohl nicht weiter ausführen. Also, vielleicht übertreibe ich ja auch, aber ich hab wirklich gar keine Vorstellung welche Lasten so eine Konstruktion bzw. wie lange eine doch so kleine Schweißnaht der täglichen Belastung Stand hält.

    So siehts bei mir aus:

    20160626_143420.jpg20160626_143325.jpg20160626_143253.jpg


    Ich bin mal gespannt auf eure Meinungen / Erfahrungen. Feuer frei!

    Danke schon mal
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  2. Wie stark sind Schweißnähte???

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  3. #2
    SteveMartok
    Gast
    Die Schweißnähte werden das mit Sicherheit aushalten, die Schweißnaht bildet im Idealfall, wenn ordentlich geschweißt wurde, eine Einheit mit den verschweißten Werkstücken, quasi aus einem Guss!
    Allerdings finde ich die Schweißarbeit hier nicht besonders gut, gerade weil es sich anscheinend um eine sichtbare Konstruktion handelt. Die Schweißnähte sind sehr ungleichmäßig, auch gibt es unterschiedliche Naht-Längen der einzelnen Stufenauflager. Man sieht auch noch überall die Schlackereste auf der Wange, das hätte man sauberer machen und wegschleifen können, statt es einfach über zu lackieren!
    Im Ganzen denke ich, es war eine einfache Arbeit und bei der Konstruktion war da kein Schlosser mit Herz dabei. Ich würde sicher hier durchgezogene, gleichmäßig geschuppte Schweißnähte wesentlich besser finden. Noch besser wäre es gewesen, die Wange für die Auflager zu schlitzen und diese dann von hinten zu verschweißen und zu verschleifen, auf der Wange. So würde man gar nicht diese Nähte sehen und es wäre wesentlich hochwertiger. Als Schweißer muss man natürlich schauen, wie es mit Materialspannung und Verzug beim Schweißen ist bei langen Nähten und dann kommt ja sicher auch der finanzielle Aspekt dazu.
    Letzten Endes aber, um nicht zu sehr abzuschweifen: Ich würde mir da keine Sorgen machen!
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  4. #3
    Themenstarter

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    Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort.
    Zum Thema Optik: Das habe ich mir auch schon gedacht. Der Schlosser hat jetzt auch nicht den allerbesten Eindruck gemacht, auch wenn mir da die Vergleiche fehlen.
    Viel wichtiger ist mir aber der (sicherheits-)technische Aspekt. Schon mal gut zu hören, dass ich mir da anscheinend keine Sorgen machen muss. Auch wenn ich mir immer noch nicht so richtig vorstellen kann, wie so eine kurze, dünne Naht den Alltagsbelastungen über Jahre Stand halten kann. Aber vielleicht fehlt mir da einfach die Vorstellungskraft. Deine Ausführungen leuchten auf jeden Fall ein. Wenn noch jemand seine Meinung äußern will, immer her damit. Ansonsten schon mal vielen Dank!
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  5. #4

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    Der Schlosser hat wohl nie Schweißen gelernt!

    Selbst wenn es sich um untergeordneten Stahlbau handelt, sind die Schweißnähte
    zu beanstanden, zu entfernen und neu auszuführen.

    Sie verstoßen gegen alle Regeln der Schweißtechnik.

    Spritzer, Lufporen, Undercut .... .

    Als Schweißfachingenieur muß ich sagen, das kann ein jeder besser!
    Selbst ich und ich kann nicht schweißen!

    Eigentlich ein Skandal!
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  6. #5

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    Hier wurde ohne Sachverstand oder mit Gleichgültigkeit und Dreistigkeit
    einem bezahlendem Kunden Dreck verkauft, den man sich nicht bieten lassen muß.

    Hier ist so viel falsch gelaufen, dass man dem "Schlosser" das Schweißgerät polizeilich
    beschlagnahmen müsste!
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  7. #6

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    Man kann sogar Verkohlungen an den Treppenläufen erkennen (Bild 1)?

    Kontaktschweißung auf der Oberseite der Flacheisen (Bild 1).

    Warum kein Winkel?

    Der läßt sich sogar verschrauben.

    Keine Schweißnaht, ist die beste Schweißnaht!
    Was sich hier mal wieder bestätigt hat.
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