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  1. #1

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    Frage zur Sicherheit von Fenstern und Rolläden

    Wir bauen zur Zeit ein EFH in einer kleinen Neubauseidlung (max. 20 Jahre alt) mit einer kleinen Baufirma, die sich um alles kümmert. Wir haben lediglich den Trockenbau, die Elektrik und Heizung und Sanitär anderweitig vergeben.

    Bezüglich der Fenster und Außentüren haben wir mindestens RC2N vereinbart. Leider ist der Fensterbauer pleite gegangen, sodass sich die Baufirma einen neuen Partner suchen musste. Dieser bietet jedoch nicht wie ursprünglich geplant Fenster und Türen der Marke X an, sondern der Marke Y.

    Der Fensterhersteller bietet verscheidene Sicherheitsabstufungen für seine Fenster (normal, xxx 50, xxx 100, xxx 200). xxx 200 ist dabei ein RC2 zertifiziertes Bauteil. xxx 50 hat lediglich die Beschläge von xxx 200 und eine Druckknopfolive; xxx 100 hat zusätzlich P2A-Verglasung, allerdings ohne gesicherte Glasanbindung.

    Da keines dieser Modelle RC2N entspricht will der Fensterbauer nun aufgerüstete xxx 50 Fenster nehmen. Die Fenster sollen die Beschläge des xxx 200 bekommen, eine abschließbare Griffolive und eine gesicherte Glasanbindung und der Einbau soll nach Vorschrift der RC2-Fenster erfolgen.

    1. Frage: Sind die Fenster dann von der Sicherheit her als RC2N gleichwertig anzusehen, auch wenn natürlich die Zertifizierung und Bescheinigungen fehlen?
    2. Frage: Gibt es bei RC2N überhaupt schon eine Zertifizierung und Bescheinigungen?
    3. Frage: Wäre mit diesen Fenstern die vertraglich geschuldete Leistung erbracht oder habe ich ein Anspruch auf ein zertifiziertes Fenster?
    4. Frage: Ich habe ja bis auf die Verglasung dann ja schon alles von einem RC2-Fenster - was schätzt Ihr, was da nochmal für ein Mehrpreis kommt, wenn man auf richtige RC2-Fenster upgraded? Ist ja theoretisch nur ne Folie und ne 4. Glasscheibe^^


    Noch ne Frage zu Rolläden: Wir wollten eigentlich Kunststoffrolläden nehmen, weil Alu so teuer ist. Nun sagte aber der Fensterbauer, dass Kunststoffrolläden nur etwa 10-15 Jahre halten, Alu dagegen unverwüstlich sei. Stimmt das? Lohnt es sich eventuell gleich auf Alu zu setzen, statt in 15 Jahren alle Panzer tauschen zu müssen? Die günstigen Alurolläden bieten ja leider auch keinen nennenswerten Schutz vor Einbrechern und verstärkte Alurolläden kann wieder keiner bezahlen. Wir haben ein 2,25m breites Fenster mit SO-Ausrichtung - wie sieht es da allgemein mit Kunststoffrolläden aus?

    Danke für eure Unterstützung!

    MfG Markus
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  2. Frage zur Sicherheit von Fenstern und Rolläden

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  3. #2

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    RC2 und / oder RC2N sind in jedem Fall immer vom Hersteller selbst geprüft, oder in Lizenz gebaut.
    Wenn der Hersteller sein Fenster nicht geprüft hat kann er nicht wissen ob sein Fenster tatsächlich RC2 oder RC2N entspricht.
    Wenn der Hersteller nicht in Lizenz baut hat er auch keine Unterlagen( z.B. vom Beschlaghersteller) daher kann er auch dort nicht wissen ob sein Fenster tatsächlich RC2 oder RC2N entspricht.
    (Da gibt es viele Faktoren zu beachten, richtiger Beschlag dazu auch passende Schrauben, Anzahl der Schließbleche, wie die Glasanbindung ausgeführt wird und wo und wie diese
    Verschraubt werden, richtige Montage usw...)

    Das bedeutet für mich das die Fenster nicht gleichwertig sind da der Nachweis fehlt.

    Wenn für die Ausführung der Fenster RC2N vereinbart wurde kann die Leistung so nicht erbracht werden.

    Über die Mehrkosten könnte man hier diskutieren bringt aber nichts, da das was hier raus kommt entweder zu viel oder zu wenig ist da jeder anders Kalkuliert.

    Das mit den 10-15 Jahren bei Rollläden halte ich für zu allgemein, über den großen Behang würde ich mir Gedanken machen sofern die Farbe in Aluminium dem in Kunststoff entspricht oder man mit dem Farbunterschied gut leben kann. Bei kleineren sehe ich da kein Problem.

    Zur Einbruchhemmung bei Rollläden gibt es ansonsten für den Anfang: Motorantrieb mit Abschaltung auf Druck beim Schließen in verbindung mit festen Wellenverbindern.
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  4. #3
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    Danke für deine umfangreiche Antwort.

    Ich dachte mir das schon so, mit den RC2-Fenstern, aber das wird ein interessantes Gespräch mit der Baufirma, wenn ich denen eröffne, dass sie mir wohl RC2 einbauen müssen, da die aufgerüsteten normalen Fenstern zwar bis aufs Glas alle Merkmale des RC2-Fensters haben, aber eben nicht geprüft sind und damit keine RC2N-Fenster sind.

    Bei den Rolläden wurde uns zugesichert, dass optisch kein Unterschied zwischen Alu und Kunststoff zu sehen ist. Motorantrieb bekommen bei uns auch alle Rolläden, aber wenn ich dich richtig verstehe heißt das noch nicht, dass automatisch auch die Hochschiebesicherung integriert ist? Die Sache mit den Rolläden iost ja die, dass ich bei Youtube ein Video gesehen hab - da fällst du vom Glauben ab. Kunststoffrolladen macht zwar gut Radau, aber nach nichtmal 10 Sekunden ist der komplett weggerissen. Genauso ergeht es dem Standard-Alurolladen in etwa 15 Sekunden. Erst die speziellen Rolläden mit WK2 halten dann knapp über 3 Minuten Stand, aber die passen echt nichtmehr ins Budget.
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  5. #4

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    So wie ich das jetzt verstanden habe im ersten Text sind RC2N Fenster vereinbart, das bedeutet aber das keine Anforderung an die Verglasung gestellt wird.

    Mit den Rollläden kann man das von hier aus schlecht beurteilen was in eurem Angebot enthalten ist, vllt. gehört bei dem Hersteller eine Hochschiebesicherung zur Grundausstattung, oder auch nicht.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Richtig, RC2N stellt keine Anforderung an die Verglasung, aber zertifiziert müssen sie ja trotzdem sein, oder geht der ganze Papierkram erst ab RC2 los?

    Darf ich den Hersteller der Rolläden und Motoren hier nennen? Vielleicht brächte das ja Klarheit. Unabhängig davon werde ich aber mal beim Fensterbauer nachfragen. Zumindest müssen die Rolläden ja recht lautstark abgerissen werden, wenn man Sie nicht hochschieben kann - ein kleiner Vorteil wäre das ja.
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  7. #6

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    Richtig RC2 und auch RC2N selber geprüft oder in Lizenz.

    Hersteller dürfen hier nicht genannt werden, am besten noch mal Rücksprache mit dem Lieferanten.

    Da wir davon ausgehen das der "Standarteinbrecher" mit einem Schraubendreher los zieht und nicht mit einem Brecheisen ist eine Hochschiebesicherung besser wie keine.
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