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WDVS - Kreuz- oder T-Fugen beim Altbau egal?

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  1. #1

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    WDVS - Kreuz- oder T-Fugen beim Altbau egal?

    Guten Abend,

    kann mir evtl. hier jemand aus eigener Erfahrung eine Einschätzung geben?

    Wir lassen ein 40 Jahre altes EFH dämmen. In den letzten zwei Tagen hatte ich wenig Zeit, den Baufortschritt zu beobachten. In dieser Zeit wurden nun einige Fensterbereiche gedämmt. Ca. die Hälfte der Fenster sind mit Kreuz- oder T-Fugen in die Dämmung eingebunden. Die Dichtbänder und Laibungsprofile wurden ordentlich angebracht. Das WDVS ist ansonsten auch ordentlich im Verbund verlegt.

    Ich wies heute den Bauleiter auf die Kreuz- und T-Fugen hin. Der meinte, das sei erstens keine Vorschrift und zweitens bei Altbauten nicht notwendig: Die Wände würden sich bei einem Altbau anders als beim Neubau nicht mehr setzen und es komme daher nicht zu irgendwelchen Bewegungen in den Ecken der Fenster. Daher würde er solche Fugen nur bei Neubauten vermeiden. Außerdem erhalten die Fenster eine doppelte Armierung, so dass auch deswegen nichts passieren könne.

    Die Systemhersteller unterscheiden soweit ich sehe nicht zwischen Neu- und Altbau in ihrer Empfehlung, solche Fugen zu vermeiden.

    Ist nach Eurer Erfahrung dieses Vorgehen in der Praxis (beim Altbau) in Ordnung bzw. akzeptabel? Eine DIN-Vorschrift dazu scheint es wohl wirklich nicht zu geben.

    Vielen Dank und noch einen schönen Abend.

    Christoph
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  2. WDVS - Kreuz- oder T-Fugen beim Altbau egal?

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  3. #2

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    Antwort :

    Wenn das WDVS nach Hersteller-Vorschrift befestigt wurde und die Putzüberdeckung ausreichend ist ,sollte das kein Problem darstellen.
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  4. #3

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    Oder besser :

    Wenn der Unterputz in der richtigen Stärke und an den rissempfindlichen Stellen ausreichend aufgetragen wird , sollten keine Probleme auftreten ...
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  5. #4

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    T Fugen sind flächendeckend bei jedem, im Verbund gesetzten WDVS vorhanden. Es gibt auch WDVS wo, neben dem EPS, über den Fenstern/Öffnungen Mineralwolle-Platten gesetzt werden, das ist ohne T-Fuge gar nicht anderst möglich.
    Mit eine ordentlich ! verlegten Gewebe (Gewebe muss, soweit mir bekannt, bei den meisten WDVS im oberen drittel der Armierunsgschicht liegen) darüber funktioniert das auch, selbst bei Kreuzfugen (die vermieden werden sollten).
    Von einem fachfremden Bauherrn lassen sich die wenigsten Handwerker was vorschreiben, insofern ist die Aussage dass Neubau anderst wie Altbau auch als Märchen zur Beruhigung des Bauherrn gedacht. Kannst bei dem WDVS die Verarbeitungsrichtlinien anfragen und dem Bauleiter mal fragen ob die nicht Teil des Werksvertrags sind und warum er davon abweicht und ob er das mit Unterschied Altbau/Neubau mit Herstellerempfehlungen belegen könnte. Als Rechtsanwalt wirst da schon die richtigen Formulieren drauf haben :-)

    Manche Handwerker sind beim Auftragen der Armierungsschicht zu sparsam, die Mindestdeckung sollte eingehalten werden (steht alles in den WDVS Herstellervorgaben)

    Achte darauf dass auch wirklich doppelt Gewebe, idealerweise vorgefertige Sturzeck-Armierung, gelegt wird.
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