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  1. #1

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    Böse Drainage um Bodenplatte nicht nach Din 4090 verlegt – Mangel?

    Hallo Miteinander,

    ich habe eine Frage an die Experten hier von Euch.

    Die Tiefbauleistung und alles mit ihr verbundene ist bei der Hausbaufirma nicht im Vertrag drin und somit Bauherrensache.

    Gestern wurde die Schotterschicht und am Rand der Schotterschicht die Drainage verlegt. Leider war ich zu dem Zeitpunkt zu einem Termin und nicht vor Ort um noch darauf hinweisen zu können, dass das nicht richtig ist, was die beiden von der Tiefbaufirma da machen.

    Was haben sie gemacht:
    1. Gebäude neu abgesteckt mit Schnurr spannen und in die Baugrube loten. Das hat gepasst von den Werten.
    2. 0/45 Schotter in der Sohle der Baugrube verteilt. Den Rand frei gelassen für die Drainage.
    3. Ca. 50cm neben der späteren Bodenplatte die Drainagerohre (Stangenware) verlegt und mit Vlies umhüllt.
    4. Die Drainagerohr an die Spülschachte DN300 angeschlossen
    5. 8/16 Kies über die umhüllten Drainagerohre gedeckt
    6. Die Schotterschicht der Baugrube (0/45) über den Kies der Drainage gezogen und alles mit einer großen Rüttelplatte abgerüttelt. Auch die Bereiche der Drainage.

    Nun zu meiner Frage:
    Ich kenne nur die Herstellerangaben, dass das Drainagerohr von dem 8/16 Kies umhüllt sein muss. Das Vlies umhüllt dann den 8/16 Kies und nicht das Drainagerohr.

    Kann es nun dazu kommen, dass sich das Vlies von Feinstpartikel über die Zeit hinweg zusetzt, da die Filterregel nicht stimmt? Und auch, da dort 0/45 Schotter über den Bereich gegeben wurde.

    Darf man mit der Rüttelplatte über den Drainagebereich fahren?

    Was sagt ihr dazu? Ich habe da meine Bedenken bei der Ausführung der Drainage?

    Oder gibt es inzwischen durch neuere Materialien auch andere neu Einbauvorschriften?

    Danke für Eure Antworten
    Gruß
    Stefan Wi
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  2. Drainage um Bodenplatte nicht nach Din 4090 verlegt – Mangel?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Gib mal bitte die Einbaustärken über der Drain an .

    Für mich hört es sich so an , das die Fa. alles richtig gemacht hat .

    Kann es nun dazu kommen, dass sich das Vlies von Feinstpartikel über die Zeit hinweg zusetzt, da die Filterregel nicht stimmt?
    Definier das mal !!! In wie fern willst du der Fa. einen " pinnen " ?

    Gebe Obacht ; dies Forum sollte nicht so verstanden werden , das Laien alles und jedes anzweifeln können was Fachfirmen ausführen ! Punkt !

    Darf man mit der Rüttelplatte über den Drainagebereich fahren?
    Wie kommst du auf solche Frage ? Ist eine Drain im Kellerbereich weniger Bodenbelastung ausgesetzt wenn diese in 2,5 Metern Tiefe unterhalb von Oberkante Fußboden liegt ??
    Wäre super wenn du deine Aussage begründen könntest .

    Stone
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    nach Aussage von der Herstellerfirma der Drainage, ist sie nicht nach DIN verlegt, wenn das Drainrohr mit Filtervlies umhüllt wurde. Der Bodengutachter der Hausbaufirma sagt das gleiche und die Hausbaufirma lehnt die Gewährleistung der Kellers ab.

    Die Drainage hat trotz Umwickelung mit Filtervlies schlammteile in den Rohren und auch Spülschächten.

    Die Drainage darf laut Hersteller mit einer Rüttelplatte befahren werden.

    Die Einbaudicke über der Drainage sind ca. 10cm 8/16 Kies gemischt mit 0/45 Schotter.

    Gruß
    Steve.wi
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  5. #4

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    nach Aussage von der Herstellerfirma der Drainage, ist sie nicht nach DIN verlegt
    Das kann man so nicht glauben ; frag mal Tante Google was das Wort DIN beinhaltet .

    Die Drainage hat trotz Umwickelung mit Filtervlies schlammteile in den Rohren und auch Spülschächten.

    Die Drainage darf laut Hersteller mit einer Rüttelplatte befahren werden.

    Die Einbaudicke über der Drainage sind ca. 10cm 8/16 Kies gemischt mit 0/45 Schotter.
    Feinanteile sollten sich in einer frisch verlegten Drainage nicht finden .

    Mach doch bitte mal eine Skizze wie deine Filterpackung aussieht .

    MfG Stone
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  6. #5
    Themenstarter

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    die Filterpackung ist quasi nicht vorhanden.
    Das Rohr wurde mit einem Filtervlies umwickelt, dann wurde es auf den Löß-/ Lehmboden gelegt und mit 8/16 Kies überschüttet. Die Gesamtdicke der Konstruktion ist ca. 30cm.

    Beim Versetzen der 4 Drainageschächte ist man recht grob vorgegangen, denn alle Bodenteile sind dabei gerissen.

    Außer dass bei der Drainage Vollsickerrohr als Stangenware verwendet wurde, ist nichts richtig gemacht worden.

    Die Frage, die mir keiner von der Firma beantworten konnte ist, welches Filtervlies mit welchen Eigenschaften dort verwendet wurde.
    ich höre immer nur, "das nehmen wir seit Jahren und hat immer funktioniert."

    Was aber viel schlimmer ist als die Drainage, steht hier in einem anderen Beitrag im gleichen Unterforum; die Baugrube selbst.

    Gruß
    Steve wi
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  7. #6

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    Wenn die Hausbaufirma die Gewährleistung für den Keller ablehnt, solltest Du die Drainage korrigieren lassen. Zumindest sollte die Kiespackung mit Geotextil umhüllt sein, um ein Eindringen von Feinanteilen zu verhindern.

    Grundsätzlich gilt:

    Stangenware in Kies ohne Nullanteile - Geotextil um die Vliespackung
    Stangenware in Geotextil einwickeln, in Kies 0.2/32 - dann sollte ein Vlies auf die Kiespackung

    In den seltensten Fällen ist die nicht funktionsfähige Drainage an einer Feuchtigkeit im Keller Schuld, sondern Mängel an der Abdichtung. Im Ernstfall erschwert sich die Klärung allerdings erheblich, wenn der Bauunternehmung seine Bedenken ggü. der Drainage im Vorfeld geäußert hat.
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