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  1. #1

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    SAT-Anlage Verteiler im Dach oder Keller?

    Hallo erstmal,

    Es geht um folgendes Objekt: Doppelhaushälfte 1960, momentan komplett entkernt, Kabelführungen für Koax-Kabel in 25er Leerrohr geplant, SAT-Schüssel wird wohl an der Nord-Ost-Giebelseite in Dachbodenhöhe angebracht und entsprechend ausgerichtet, falls relevant: TV-Kabelanschluss im Keller.

    Nun die Frage, ob der Verteiler nach der Schüssel generell lieber in den Dachboden (Dachboden gedämmt und ausgebaut) oder in den Keller soll? Eine Direktverbindung zwischen Dachboden und Keller ist ohne weiteres über einen nicht genutzten Karminschacht mittig im Haus möglich. Ich schätze den Kabelweg von der Schüssel zum Verteiler bei Dachbodenvariante auf ca. 6m, bei Keller auf 14m. SAT-Anschlüsse sind im DG, OG und EG geplant.

    Am Keller sehe ich als Vorteil, dass dieser generell Kabelverteilungen (Strom, Netzwerk) und Heizungsverteilung beinhaltet. Jedoch muss dort erst ein längerer Weg zum Verteiler durch das Haus (Stichwort Signalqualität?!) erfolgen. Dachboden hätte die kürzeren Kabelwege als Vorteil, Parallelverlegung mit Stromkabeln "nur" in den Vertikalschächten DG-OG und OG-EG.

    Wozu würdet ihr mir raten?
    Vielen Dank für jede Hilfe :-)
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  2. SAT-Anlage Verteiler im Dach oder Keller?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Meine Überlegungen dazu

    Von den Leitungslängen sehe ich beide Varianten problemlos.

    Da eine eventueller Kabelanschluss im keller kommt, würde ich eher dort den Multischalter montieren.

    Weiters muss man auch die sternförmige Anspeisung aller Zimmer berücksichtigen, ob diese vom Dachboden oder vom Keller einfacher ist.

    Multischalter benötigen auch Strom, was eventuell im Keller einfacher ist als am Dachboden

    Die Schirme der abgehenden Leitungen sollten in den potentialausgleich eingebunden werden. Die passiert am einfachsten zentral vor dem Multischalter. Das ist eventuell im keller auch elichter durchführbar als am Dachboden.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von fuchsi Beitrag anzeigen
    Multischalter benötigen auch Strom, was eventuell im Keller einfacher ist als am Dachboden
    Stand der Technik bei Multischaltern ist Receiverspeisung mit DC-DC-Wandler

    Zitat Zitat von fuchsi Beitrag anzeigen
    Die Schirme der abgehenden Leitungen sollten in den potentialausgleich eingebunden werden. Die passiert am einfachsten zentral vor dem Multischalter. Das ist eventuell im keller auch elichter durchführbar als am Dachboden.
    Nicht alles was einfach ist entspricht auch den Normen, bei erdungspflichtigen Antennen ist der PA ebenfalls Pflicht.

    Nach Blitzschutzgrundsätzen und auch nach der für Antennensicherheit primär maßgeblichen DIN EN 60728-11 sind die Schirme von Kabeln, welche aus LPZ 0A ins Gebäude ein- oder austreten, möglichst nahe der Gebäudehülle in den Schutzpotenzialausgleich einzubeziehen. Der PA der Kabelschirme ist zwingend und kein "soll" und nur dann normkonform, wenn er auch bei Ausbau von Komponenten wie z. B. einem Multischalter an allen Leitungen erhalten bleibt.

    Zudem ist der PA erdungspflichtiger Antennen möglichst nur "schleifenfrei" am geerdeten Antennenträger anzuklemmen, was auch bei einem Multischalter im UG gilt. Wird der MS gemäß aktueller DIN 18015 in einem zentralen Kommunikationsverteiler eingebaut, muss der PA zwangsläufig auch am geerdeten Antennenträger und der HES vermascht werden.

    Neue Antennen sollen möglichst nur noch nach dem Stand der Technik durch getrennte Fangeinrichtungen und nicht mehr nur konventionell direkt geerdet werden, da sie nur so gegen galvanische Blitzstromeintragungen optimal geschützt sind. Bei einem MS im UG ist somit meistens mit den Antennenleitungen auch ein PA-Leiter mit zu verlegen.

    Name:  BS-Erdung-PA [Fo146].jpg
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    Blitzstrombelastete Erdungsleiter sollte man nicht mehr mit gefährlichen Näherungen innen als Blitzeinleiter sondern wie Ableitungen von Blitzschutzanlagen außen mit ausreichenden äquivalenten Trennungsabständen verlegen.
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