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  1. #1

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    unbehandeltes KVH für Dachkonstruktion, Probleme zu erwarten?

    Hallo liebe Foren-Gemeinde!

    Ich stehe kurz davor mir ein Fertighaus aus Holzständerwerk zu kaufen.
    Das Haus ist aus 2004 und in einem wahnsinnig guten Zustand (zumindest was ich als absoluter Bau- und Handwerkslaie so sehen kann).
    Allerdings gibt es da etwas, was mich stutzig gemacht hat.
    Da ich mir hier zuverlässige Antworten und Tipps von den Forennutzer erhoffe, stelle ich meine Frage/ mein Problem mal hier ein:

    Die Dachkonstruktion (Satteldach) ist laut Baubeschreibung aus "getrocknetem Konstruktionsvollholz" gefertigt.
    Da das Dachgeschoss nicht ausgebaut ist, konnte ich vom Dachboden aus einen Blick riskieren.
    Tatsächlich wirkt das Holz auf mich tadellos, jedoch unbehandelt.

    Meine Frage an euch lautet nun:
    - Kann das tatsächlich unbehandeltes Holz sein? (das Haus wurde 2004 erstellt)
    - Muss ich mir da Gedanken um Schädlingsbefall machen?
    - Schimmelt dieses Holz bzw. muss ich mir Gedanken wegen eines Pilzbefalls machen?
    - gibt es sonst noch etwas, worauf ich achten sollte (ich bin da wirklich für jeden Tipp dankbar!)?


    Als kleines Nachtrag: Der Teil der Dachsparren der nach außen übersteht ist gestrichen. Alles was zum Dachboden gehört und von außen nicht einsehbar ist, ist -zumindest optisch- unbehandeltes KVH.


    Danke für eure Zeit und hoffentlich guten Tipps.

    Und sollte ich hier einen typischen Foren-Anfänger-Fehler gemacht haben, seid bitte gnädig :-)
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  2. unbehandeltes KVH für Dachkonstruktion, Probleme zu erwarten?

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  3. #2

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    Das ist völlig korrekt so .
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  4. #3
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    Danke für die Antwort.
    Aber muss ich mir da wegen Schädlingen oder Pilzbefall Sorgen machen?
    Gibt es etwas, dass ich beachten oder machen sollte?
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  5. #4

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    Keine Angst.
    Bitte alle paar Monate reine Sichtkontrolle.
    Wichtig:Türen vom Wohnraum zum Dachboden geschlossen halte.
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  6. #5

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    Ist so üblich. Nennt sich konstruktiver Holzschutz, sprich das Holz ist nicht der Witterung ausgesetzt und durch die künstliche Trocknung soll es für Schädlinge uninteressant sein.
    Wer allerdings glaubt, daß der Hausbock grundsätzlich in KVH nicht vorzufinden ist, der irrt.

    Gruß
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  7. #6
    Themenstarter

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    Gibt es da Fallen mit Ködern o.ä. wo man diverse Schädlinge frühzeitig mit anlocken und somit ausfindig machen kann?
    Meine Google-Recherche hat ergeben, dass eine reine Sichtkontrolle oftmals ohne Befund bleibt, weil nicht einsehbare Stellen betroffen sin könnten.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Marceligno Beitrag anzeigen
    Gibt es da Fallen mit Ködern o.ä. wo man diverse Schädlinge frühzeitig mit anlocken und somit ausfindig machen kann?
    Meine Google-Recherche hat ergeben, dass eine reine Sichtkontrolle oftmals ohne Befund bleibt, weil nicht einsehbare Stellen betroffen sin könnten.
    KVH hat schonmal den Vorteil daß es bereits sehr trocken verbaut wird und somit im Nachhinein kaum noch Trocknungsrisse entstehen, die der Hausbockkäfer gerne nutzt um seine Larven abzulegen.
    Je nach Schädlingsart ist es sehr schwer einen vorhanden Befall festzustellen, da gerade z. B. die Hausbocklarve sich mehrere Jahre lang unbemerkt im Inneren des Balkens durchfrißt und erst kurz vor dem Ausflug relativ große Löcher hinterläßt.
    Bei meinem Altbau wurden durch mehrere Fachleute die Sparren begutachtet und für Schädlingsfrei befunden, bis dann im Rahmen der Sanierung ein Befall festgestellt wurde.
    An Deiner Stelle würde ich den Dachstuhl von einem erfahrenen Zimmermann begutachten lassen und mir anschließend überlegen, die Sparren zu verkleiden. Außerdem würde ich während der Flugzeit des Hausbocks (Mai - Juli) nicht unbedingt ständig die Fenster und Zugangstüren geöffnet lassen (evtl Fliegengitter montieren).
    Eine 100-%-ige Sicherheit wird es nicht geben.

    Gruß
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  9. #8
    Themenstarter

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    Aha, jetzt verstehe ich auch den Hinweis von "Dachmann", warum ich die Türen und Fenster geschlossen halten soll :-)

    Da der Dachboden nur über eine Luke zu erreichen ist, wird mir das nicht schwerfallen!
    Super, vielen Dank an euch alle!

    Wenn noch einer Tipps hat, immer her damit!
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  10. #9

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    Temperaturen von 30°C und eine Holzfeuchte von 40 bis 50 % bieten den Hausbocklarven optimale Lebensbedingungen.

    Möchte mal wissen wo solche Lebensbedingungen herrschen???????????

    Das Angst schüren ist vollkommener Nonsens.

    Fällt mit mir Asterix und Obelix ein. Die kennen nur eine Angst, das ihnen der Himmel auf den Kopf fällt.

    KVH wird verwendet weil max. 18 % feucht und deshalb für Schädlinge uninteressant.
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  11. #10

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    @Marceligno,
    ich erlaube mir den Rat: Vertrauen Sie der zweifellos kompetenten Aussage von Friedl.

    Nur eine Ergänzung zu meinem früheren Beitrag:
    Ich hatte geschrieben, , es sollten die Türen zum Wohnraum geschlossen gehalten werden.
    Daraus haben Sie missverstanden; Fenster und Türen, um Insekten den Zugang zu verwehren.

    Das war von mir nicht gemeint.

    Die Türen zum Wohnraum müssen deshalb geschlossen bleiben, weil ansonsten warme feuchte Wohnraumluft in den unbeheizten Dachraum gelangen und dort zur Feuchtebildung führen kann. Diese Feuchte könnte oberflächlich an allen kalten Flächen, auch am Holz, zu evtl. Schimmel führen.

    Der Zuflug von Insekten (Hausbock) durch Türen oder Fenster ist nicht zu befürchten.
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  12. #11

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    Hallo Dachmann, nicht einmal das würde ich als Problem sehen. Bei einem offenen Dachstuhl bläst der Wind munter durch das Gebälk. Da ist Kondensat so was von schnell weg, der Schimmel hat da keine Zeit etwas zu entwickeln.
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  13. #12

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    @Friedl,
    zweifellos...
    aber ich habe schon Pferde kotzen sehen.

    Beispiel; Wenn, wie in anderen Themen die "Verklebung" von USB-Folien auch im nicht ausgebauten Dach gefordert wird und wenn, was ich nicht weis, der Dachraum nur wenig Volumen hat und wenn die Hausfrau den Dachspitz als Trockenraum nutzt oder ...dann..usw.

    Ansonsten alles klar auf der Andrea Doria...
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Temperaturen von 30°C und eine Holzfeuchte von 40 bis 50 % bieten den Hausbocklarven optimale Lebensbedingungen.

    Möchte mal wissen wo solche Lebensbedingungen herrschen???????????

    Das Angst schüren ist vollkommener Nonsens.

    Fällt mit mir Asterix und Obelix ein. Die kennen nur eine Angst, das ihnen der Himmel auf den Kopf fällt.

    KVH wird verwendet weil max. 18 % feucht und deshalb für Schädlinge uninteressant.

    Da gibt es mittlerweile neuer Erkenntnisse. Durch die technische Trocknung wird der Schädling zwar nicht mehr so angelockt, allerdings heißt das nicht, daß er seine Eier nicht auch dort ablegt. Die Larven fressen sich dort genauso durch.
    So war es dem Hausbock beispielsweise auch völlig egal, daß meine 80 Jahre alte Holztreppe im beheizten Raum (Holzfeuchte 9%) eigentlich gar kein Aufenthaltsgebiet von diesem ist. Die Larve hat sich munter durchgefressen.
    Und mit Panikmache hat das nichts zu tun, man kann nur etwas vorsichtig sein.

    Gruß
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hierzu noch ein interessanter Link:
    http://www.jochenwiessner.de/news/hausbock
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  17. #15

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    @Siedler,
    ich möchte einen Kommentar dazu abgeben.

    1. Ein derartiger Befall ist extrem ungewöhnlich - es gibt aberc auch 6er im Lotto - mit zusatzzahl.
    2. Der chemische Holzschutz könnte dies vermutlich verhindern -
    aber;
    Es ist schädlich für den Menschen, wenn man Bauholz in Wohnhäusern mit Gift tränkt, um deerartige seltene Vorfälle "sicher " zu vermeiden.
    Chemischer Holzschutz ist - aus gutem Grund - zum SCHUTZ DER MENSCHEN verboten.

    Bitte gstatten sie einen dummen Vergleich:
    Wollte man das "Letzte" Risiko gegen Zahnschmerzen ausschliessen,
    müsste man alle Zähne fürsorglich ziehen
    oder gegen Verkehrsunfälle den gesamten Strassenverkehr verbieten.

    Ich meine damit, nwie ich der TE bereits gepostet hatte:
    Es ist völlig korrekt und gut so, KVH ohne chemischen Holzschutz zu verbauen, weil man so unnötiges GIFT aus dem Haus hält - man sollte jedoch bisweilen aufmerksam bleiben.

    Es ist nicht sinnvoll Lebensmittel mit Giftstoffen "zu schützen", um eine längere Lagerzeit zu erreichen.
    Pardon aber der Mensch und Bewohner eines Hauses ist die Hauptsache, nicht der erhalt von Baustoffen gegen Larvenfraß.
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