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  1. #1

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    Fenster und Türen extra groß?

    Hallo,

    Ich plane gerade den Bau einer DHH. Ziel ist es großzügig zu bauen, daher gibt es im EG eine Deckenhöhe von 2,90m oder 3,00m. Im OG ist die Wandhöhe ca. 2,60m plus Übergang in einen Sichtdachstuhl.

    Mir stellt sich jetzt die Frage ob es sinnvoll ist höhere Fenster und auch höhere Türen einzubauen um die Großzügigkeit der Räume weiter zu unterstreichen?

    Wo liegen die Vor- und Nachteile bei dieser Idee?

    Liegen die Mehrkosten noch im Rahmen oder steigert das die Kosten exorbitant?
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  2. Fenster und Türen extra groß?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo!

    Natürlich wird ein Fenster oder eine Tür teurer, je größer/höher sie wird.
    In weiterer Folge auch der Sonnenschutz (Raffstore/Rollläden, etc.)

    In der Regel gibts alle 10 cm einen Preissprung.
    Zum Beispiel: 140 cm Höhe 357 Euro, 150 cm Höhe 371 Euro.

    Je nachdem welchen Sonnenschutz du hast, gibts auch hier irgendwo einen Punkt, wo die Kästen größer werden.
    Bei einem Rollladen sind es bei ca. 140-145 cm, wo sich die Kastengröße verändert.
    Das hängt aber auch davon ab, welches System du verwendest (Vorbaukasten, Aufsatzkasten) und wie du den Sturz ausführst.
    Generell ist es aber kein Problem.

    3 Infos hätte ich noch für dich:

    1.) Bei Balkontüren oder bodentiefen Fixverglasungen brauchts dann ab einer gewissen Höhe auch ein dickeres Glas.
    Bei den meisten Herstellern kommst du bei 240 cm Höhe noch mit 4 mm Glas durch, darüber wirds dann 6 mm dick. Wenn dann auch noch Sicherheitsglas gebraucht wird (zB ESG) treibt das dann den Preis in die Höhe.
    2.) Die Auswahl an (günstigen) Haustür-Anbietern kann dann schon mal eingeschränkt werden, wenn auch diese in Übergröße kommen soll (zB 240 oder 250 cm hoch). Nicht jedes Modell/Motiv ist dann erhältlich, oder mit höheren Kosten verbunden.
    3.) Werden die Außentüren hoch, würde man vermtlich auch die Innentüren in gewisser Höhe nehmen wollen. Hier wird das dann richtig teuer, wenn Innentüren zB auch 240 hoch sein sollen.

    Mein Tipp aus der Ferne (ohne deine Baustelle zu kennen):
    Außentüren mit 240 cm Höhe wären meiner Meinung nach ausreichend und auch preislich noch im Rahmen. Fensterhöhe ergäbe sich dann mit 150 cm, das ist auch schon sehr groß.
    Haustür und Innentüren kann man dann mit 220 cm nehmen, auch das ist größer als normal, passt gefühlsmäßig auch zu den anderen Größen.
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  4. #3

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    @ Romeo:
    Dein "Tipp" zu den Innentüren ist so nicht richtig. Die Höhe von Innentüren ergibt sich aus den Baurichtmaßen. Standard ist da eine Höhe von 2,01 (Öffnungshöhe Rohbau). Die nächste Größe ist 2,135 m. Diese ist auch weit verbreitet und kostet kaum Aufpreis. Natürlich abhängig von der Tür, aber bei mir waren es + 10,- €. Darüber wird es oft teurer. Allerdings gibt es einige Hersteller die Türen mit einer Höhe von 2,315 fertigen. Diese sind eigentlich für den niederländischen Markt, da dort mittlerweile Innentüren mit einer Höhe von 2,30 m vorgeschrieben sind.
    Meine Empfehlung bei den Türen lautet daher: 2,135m oder wenns noch etwas mehr sein soll die 2,315m Variante. Die letztere würde ich bei einer Raumhöhe von 3,00m bevorzugen.
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  5. #4

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    @Onkel Dagobert:
    Bei meinen Lieferanten ist das (durch die Bank) so: 2010 mm Stocklichte ist Standardmaß, einige wenige bieten bis 2200 mm ohne Aufpreis an.
    Wobei die Breite komplett egal ist. 750 kostet gleich viel wie 900...
    In der Regel zahlt man aber Aufpreis, zB bis 2200 xx Prozent, bis 2400 yy Prozent, bis 2600 zz Prozent, jeweils fürs Türblatt und für die Zarge. Ab einer gewissen Höhe brauchts dann auch noch ein zusätzliches 3. Band.

    Je nachdem welche Ausführung Andi316 haben will (zb bündige Türen mit verdeckten Tectus-Bändern) kanns dann schon sein, dass die Standardgröße zB 450 Euro kostet, die Übergröße 650 Euro, und bei 11 Innentüren wäre das dann schon ein großer Preisunterschied.

    Ich bin ja aus Österreich, beziehe mich daher auf unsere Norm-Größen, die sich von den deutschen Größen etwas unterscheiden.
    Könnte ja sein, dass Andi316 aus München die gute österreichische Qualität bestellt ...

    ----

    Ansonsten würde ich es auch von der Ausführung abhängig machen.
    Wünscht er zB so ein System, wie Zarge überputzt wird, muss man dringend auf höhere Türgrößen zurückgreifen, sonst wirkt so eine Tür kleiner als sie tatsächlich ist.
    Wenn bei euch 2135 mm kaum bis gar keinen Aufpreis kostet, wäre das natürlich zu empfehlen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Romeo Toscani Beitrag anzeigen
    Hallo!


    1.) Bei Balkontüren oder bodentiefen Fixverglasungen brauchts dann ab einer gewissen Höhe auch ein dickeres Glas.
    Bei den meisten Herstellern kommst du bei 240 cm Höhe noch mit 4 mm Glas durch, darüber wirds dann 6 mm dick. Wenn dann auch noch Sicherheitsglas gebraucht wird (zB ESG) treibt das dann den Preis in die Höhe....
    Das ist vielleicht nicht unbedingt das schlimmste!
    Ich denke da noch etwas weiter:

    Wenn irgend wann mal eine Scheibe ausgetauscht werden muss, bekommt man sie bei Deckenhohen Gläser noch ins jeweilige Zimmer?
    Wir haben solche Fälle öfters, das die Scheiben später kaum durchs Treppenhaus passen, Reparatur vor der kaputten Scheibe- ca. 30 Minuten.
    Die neue rauf und die alte runter, teilweise 1- 1,5 Std und das berechnen wir natürlich auch.

    Desweiteren sind solch große Scheiben auch bei der Reparatur erheblich teurer, auch wenn es keine Probleme beim Transport gibt!
    cristalero
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  7. #6

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    Da hast du Recht, cristalero!

    Beim Kauf von Fenstern und Türen sollte man auch daran denken, dass Glaspakete nicht ewig lang halten bzw. auch anderwertig kaputt gehen können (thermischer Spannungsbruch, Eigenverschulden, etc.)
    Bei 240 oder gar 260 cm hohen Terrassentüren sehe ich das nicht als das große Problem an.
    Schwierig bis sehr umständlich wirds bei Sonderkonstruktionen, wie zB Nurglasecken, Riesen-Fixverglasungen (200 x 280 cm) oder solchen Ideen wie Stiegenhausfenster mit 120 x 300 cm.
    Im Neubau ist das alles noch relativ unproblematisch zu montieren: Da gibts ein Baustellengerüst, da hat vielleicht der Lieferant einen Kran-LKW, es sind 4 starke Monteure vor Ort, etc.
    Aber wenn das in 5 Jahren kaputt geht (wo alles, inkl. der Außenanlagen fertig ist), wird das natürlich eine Groß-Aktion ...

    Gilt generell für alle Gewerke, dass man ein wenig daran denken sollte, was passiert, wenn das mal kaputt geht?
    Ich habe unlängst bei einem Café einen Markisenstoff samt Markisen-Arme getauscht (ca. 20 Jahre alt), die Markise war 11 x 4 Meter groß... 5 Monteure je 5 Stunden Arbeitszeit, 4 Uhr in der Früh Arbeitsbeginn, weil wir spätestens um 10 Uhr fertig sein mussten: Da war die Montage teurer als das Produkt. :-(
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