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Nebengebäude, separate Heizung oder Anbindung an Haupthaus

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  1. #1

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    Nebengebäude, separate Heizung oder Anbindung an Haupthaus

    Hallo zusammen,

    wir planen auf unserem Grundstück im hinteren Bereich ein zweites Wohnhaus zu errichten, ca. 70qm Grundfläche + ausgebautes Dachgeschoss, zusammen also ca. 110qm.
    Dieses Haus wird ca. 40m vom Haupthaus entfernt sein.

    Im Haupthaus (ca. 300qm, Bj. 1923, denkmalgeschützt) befindet sich derzeit eine alte Ölheizung mit 8000l Öltank.
    Diese soll in jedem Fall durch eine moderne Gas- oder Pelletheizung ersetzt werden.

    Die Frage ist nun, wie das neue kleinere Haus optimal mit Heizung und Warmwasser versorgt wird. Wir hatten bisher zwei Heizungsbauer da, die eigentlich keine klare Aussage gemacht haben: "Beides möglich, beides Vor- und Nachteile etc." Aber leider keine konkreten Berechnungen oder Empfehlungen.

    Folgende Randbedigungen existieren:
    - Haupthaus denkmalgeschützt, daher von Enev Verordnung befreit
    - Solarthermie auf Haupthaus aufgrund Denkmal nicht möglich, auf neuem Haus aus ästhetischen Gründen nicht gewünscht
    - Pelletlieferung nur zu Haupthaus möglich, da neues Haus ca. 55m von der Straße entfernt ist

    Ich sehe zurzeit die folgenden Alternativen:

    1. Versorung beider Häuser mit eigenständiger Heizungsanlage
    Vorteile: unkomplizierte Regelung, unabhängige Abrechnung bei Bedarf möglich
    Nachteile: zwei Heizungsanlagen, die regelmäßig gewartet werden müssen; im neuen Haus ist eine Anlage nach neuestem Standard nötig, d.h. Pellet oder zumindest Gas +Solarthermie

    2. gemeinsamer Gas- oder Pelletkessel im Haupthaus, Versorgung neues Haus per Erdrohr
    2a. Warmwasser im neuen Haus per elektr. Durchlauferhitzer
    2b. Warmwasser im neuen Haus per Erdrohr ohne Zirkulation
    2c. Warmwasser im neuen Haus per Erdrohr für Brauchwasser mit Zirkulation
    2d. Warmwasser im neuen Haus über Wärmetauscher, der vom Heizungswasser betrieben wird

    Eine separate Heizung im neuen Haus erfordert die Einhaltung der Enev und ist entsprechend teuer, zumal Solarthermie nicht erwünscht ist und die Pelletanlieferung nicht funktioniert über die lange Strecke. Bleibt z.B. Erdwärme, aber sehr teuer und aufwändig.

    Ein gemeinsamer Kessel im alten Haus hat den Charme, dass wir von der Enev befreit sind. Mit vernünftigen Rohren ist auch der Transport des Heizungswassers zum neuen Haus unproblematisch.
    Schwieriger erscheint mir das Thema Warmwasser. Eine 40m Zuleitung ohne Zirkulation ist denke ich nicht sinnvoll. Zirkulation über 2x40m scheint mir energetisch und auch hygienisch problematisch.
    Eine Erwärmung des Brauchwassers über einen Wärmetauscher im neuen Haus ist ggf. problematisch, da nur FBH geplant ist, und hierfür und auch für möglichst geringen Wärmeverlust in der Erde, eine möglichst geringe Vorlauftemperatur gefahren werden soll. Also Schwierigkeiten das Brauchwasser wirklich warm zu kriegen.

    Durchlauferhitzer erscheint mir bei einem Neubau aber auch irgendwie nicht sinnvoll zu sein.

    Ich würde mich deshalb freuen, wenn ich hier im Forum ein paar Ideen oder Vorschläge zu dieser Problemstellung bekommen könnte.

    Vielleicht ist ja auch eine Kombination aus Vorwärmung durch Wärmetauscher und zusätzliche Erwärmung durch Durchlauferhitzer sinnvoll...?

    Vielen Dank dafür im Voraus!

    Viele Grüße
    David
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  2. Nebengebäude, separate Heizung oder Anbindung an Haupthaus

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  3. #2

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    kommt mir i-wie bekannt vor.. aus dem anderem Forum?...egal

    1. ich würde hier immer versuchen zu trennen (also jedes Haus eigenen WE), allein schon wg. der Zukunfstsicherheit (Verkauf, Vermietung etc.). Die technischen Probleme wie WW etc. lösen sich dadurch auch
    2. Im Neubau geht Gas auch ohne ST, bei enstprechender Ersatzmassnahme (Dämmung)
    aber warum Gas?
    3.
    Bleibt z.B. Erdwärme, aber sehr teuer und aufwändig.
    so pauschal würde ich das mal hinterfragen. müsste man sich näher anschauen. Erdkollektor o.ä. muss nicht teuer sein; v.a. nicht teurer, als 50m Gasleitung legen lassen. Bei den Entfernungen sollte das doch bzgl. PLatz möglich sein. Ob es der Grund hergibt muss man natürlich klären.

    was ist mit LWWP? Abneigung wg. Optik und Lärm?
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  4. #3

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    edit:grad mal aus Interesse nachgeschaut. Wenn wirklich Berlin und von der GASAG versorgt, sind das rel. günstige Preise für 50m...ca. 2500€.
    Dazu ne kleine Therme ins Haus. Fertig...
    Günstiger im Invest und später im Betrieb wirds kaum gehen. Die "Fernwärme" Idee wird nicht viel günstiger mit allem was dafür nötig ist, dafür ineffizienter und potentiell fehleranfälliger. Plus alle Nachteile einer gemeinsamen Anlage....
    Wenn Solarthermie nicht gewünscht ist, dann eben Geld in Dämmung investieren. Kann durchaus auch wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn der voraussichtliche WW Bedarf eher gering ist.
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