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  1. #1

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    Kellerabdichtung korrekt?

    Hallo zusammen,

    ich möchte ein 9-Jahre altes Haus kaufen. Jetzt habe ich bei der Besichtigung gesehen, dass es an den Kelleraussenwänden bis auf eine Höhe von etwa 25cm ringsum feuchte Stellen gibt. Das Grundwasser dürfte ca. bis zur Höhe der feuchten Stellen anstehen. Leider habe ich nur wenige Informationen zur baulichen Ausführung der Kellerabdichtung. Das Einzige was ich habe ist folgendes Bild:

    haus.jpg

    Kann mir jemand von euch sagen, ob mein Verdacht richtig ist, dass die Kellerabdichtung so nicht korrekt ist? Für mich sieht das so aus, als ob die schwarze Folie direkt zwischen Erde und Mauerwerk liegt. Da sind doch Beschädigungen vorprogrammiert, oder?
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  2. Kellerabdichtung korrekt?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    25cm ab Kellerboden? Dann ist womöglich die Isolierung im unteren Bereich beschädigt und Du musst ausschachten lassen. Diese Hohlziegel neigen dazu, sich bei der Verfüllung und Verdichten der Arbeitsräume mit schwerem Boden zu bewegen. Oft rutscht die Steinlage auf der horizontalen Isolierschicht durch den Erddruck nach innen weg und die Isolierung reißt. Sehr unangenehm.
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  4. #3

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    Gibt es auch aktuelle ! Fotos ?

    Frag doch den Makler oder wer auch immer die Hütte verkauft!

    Vergessen : Feuchte Keller waren auch 2007 bei einem Neubau-Vorhaben nicht erwünscht !

    Schönes WE
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  5. #4

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    Ach so ... zur schwarzen ''Folie'', liegt nicht an der Isolierung, sondern auf der Dämmung.

    Das ist keine Isolierung und auch kein Schutz vor Beschädigung, sondern ein Geotextil. Wenn bindiger Boden eingebaut wird, dient dieses Vlies dazu, dass bei Setzungen (durchs Verdichten zum Beispiel) die Platten nicht durch Reibung nach unten gerissen werden. In diesem Fall rutscht das Vlies nach unten, die geklebten Dämmplatten bleiben, wo sie sind.
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  6. #5

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    OT : Sagt Dir der Name "Carolin Kebekus " etwas ?

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  7. #6

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    ?
    Verstehichnich
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  8. #7
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    Danke schonmal für die Antworten. Hier ein Bild von den feuchten Stellen:

    Unbenannt.png


    In den Ecken ist es am schlimmsten. Werde versuchen noch mehr Infos zu bekommen. Habt ihr eine Ahnung was es im schlimmsten Fall kosten könnte den Keller abzudichten? Ich weiß, ist eine blöde Frage, ohne weitere Infos, aber ich frage trotzdem einfach mal...
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  9. #8

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    Das Foto hat Briefmarkengröße ... aber man sieht, dass die Feuchtigkeit unterhalb der horizontalen Abdichtung entsteht. In dem Fall ist zum Beispiel die Isolierung im Bereich der Hohlkehle defekt. Da musst Du dann alles wieder ausschachten und neu abdichten.
    Erstreckt sich die Feuchtigkeit rundum die Kelleraußenwände, oder sind nur Bereiche betroffen? Kommt man von außen an die Stellen heran? Wieviel Platz ist dort, um den ganzen Boden auszuschachten und zu lagern? Wie breit ist der Zugang zum Garten? Gibt es Wege und Terrassen, die weichen und wiederhergestellt werden müssen? Gibts ne Garage, unter der es auch feucht ist? Muss der Boden entsorgt werden, weil er matschig ist, oder kann er wieder rein?

    Im schlimmsten Fall ist die neue Abdichtung genauso teuer, wie das ganze Haus, im besten Fall bist Du mit ein paar Tausendern dabei (wenn nur ein kleiner Bereich betroffen ist).

    Ferndiagnosen gehen meist gar nicht in diesem Gewerbe und selbst wenn man alles gesehen hat und ein detailliertes Angebot erstellt, kann es immer noch Überraschungen geben, die unter der Erde schlummern.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Tiefbaufotograf Beitrag anzeigen
    Das Foto hat Briefmarkengröße ... aber man sieht, dass die Feuchtigkeit unterhalb der horizontalen Abdichtung entsteht. In dem Fall ist zum Beispiel die Isolierung im Bereich der Hohlkehle defekt. Da musst Du dann alles wieder ausschachten und neu abdichten.
    Erstreckt sich die Feuchtigkeit rundum die Kelleraußenwände, oder sind nur Bereiche betroffen? Kommt man von außen an die Stellen heran? Wieviel Platz ist dort, um den ganzen Boden auszuschachten und zu lagern? Wie breit ist der Zugang zum Garten? Gibt es Wege und Terrassen, die weichen und wiederhergestellt werden müssen? Gibts ne Garage, unter der es auch feucht ist? Muss der Boden entsorgt werden, weil er matschig ist, oder kann er wieder rein?

    Im schlimmsten Fall ist die neue Abdichtung genauso teuer, wie das ganze Haus, im besten Fall bist Du mit ein paar Tausendern dabei (wenn nur ein kleiner Bereich betroffen ist).

    Ferndiagnosen gehen meist gar nicht in diesem Gewerbe und selbst wenn man alles gesehen hat und ein detailliertes Angebot erstellt, kann es immer noch Überraschungen geben, die unter der Erde schlummern.
    Sag ich doch die ganze Zeit ..

    Und wenn man Ferndiagnosen haben möchte ist das eigentlich Comedy oder Satire ?
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Zitat Zitat von Tiefbaufotograf Beitrag anzeigen
    Ferndiagnosen gehen meist gar nicht in diesem Gewerbe und selbst wenn man alles gesehen hat und ein detailliertes Angebot erstellt, kann es immer noch Überraschungen geben, die unter der Erde schlummern.
    Ich weiss, aber herzlichen Dank dafür, dass du es trotzdem versuchst. Ich versuche mal deine Fragen zu beantworten: Die Feuchtigkeit erstreckt sich fast über die gesamte Vorderseite auf dem oberen Bild. Auch die linke Seite des Hauses ist mindestens bis zur Hälfte betroffen, der Rest ist nicht einsehbar. Die rechte Seite ist nur an den Ecken betroffen. Von der Rückseite mindestens die rechte Ecke, wobei auch hier nicht alles einsehbar ist.

    Platz zum Lagern sollte vorhanden sein. Mit dem Ausschachten könnte es nur auf der Rückseite eng werden, da hier in etwa 3,50m Abstand zum Haus eine Stützmauer (wg. Hanglage) verläuft. Eine Garage ist auf der rechten Seite vorhanden. An der Seite, an der sie an das Haus angrenzt ist "nur" eine Ecke betroffen. Ebenso gibt es an der Vorderseite einen kleinen vorgemauerten Keller unter der Terrasse, den man entfernen müsste.

    Wie der Boden beschaffen ist weiss ich nicht, glaube aber nicht dass er matschig ist.

    Mir geht es darum einfach mal eine grobe Vorstellung davon zu bekommen, was die Sanierung kosten könnte.

    Falls an der Rückseite nur die Ecken betroffen sind, könnte man dann hier ggf. mit alternativen Verfahren von innen (z.B. mit Injektionen) arbeiten?
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  13. #11

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    Es ist ja immer die Frage, was wer als grobe Richtung ansieht. Hinzu kommen teils extreme, regionale Preisunterschiede im Baugewerbe. Ist eine Drainage vorhabenden? Was ist mit der Wiederherstellung der Außenanlagen?

    Also gut, grobe Richtung ... Ich würde die Summe in etwa im Bereich eines vollausgestatteten Mittelklassewagens ansetzen. Ob es nun ein Kia, oder ein Benz ist, kommt drauf an. Aber bitte nicht meckern, wenns später ein 911er wird.

    In Sachen Injektion kenn ich mich nicht aus, hab das immer als absolute Notlösung angesehen. Schon zwei Mal habe ich eine Garage untertunnelt um das zu umgehen, was natürlich teurer ist, als diese Notlösung.
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