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Dämmung, die nicht nur warm, sondern auch kühl hält

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  1. #1

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    Dämmung, die nicht nur warm, sondern auch kühl hält

    Tach auch,

    ich habe mal ein paar grundlegende Fragen in Sachen Dämmung.

    Nachdem ich vor 10 Jahren mein Dach neu eingedeckt und gedämmt habe, musste ich feststellen, dass diese 18cm Mineralwolle, die ich mir habe zwischen die Sparren quetschen lassen, nicht die Bohne gegen Hitzeeinwirkung im Sommer geholfen haben.

    Woran liegts?

    Ich denke, ich benötige ein paar grundlegende Informationen diesbezüglich. Das Haus meiner Eltern stammte in etwas aus demselben Baujahr, wie meines (1974-76). Bei denen ists kühl im Sommer, auch ohne Dachdämmung. Bei mir wirds blitzschnell heiß.
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  2. Dämmung, die nicht nur warm, sondern auch kühl hält

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  3. #2

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    Wie versprochen:
    Der sommerl. Wärmeschutz am Dach ergibt sich aus vielen Faktoren in etwa folg. Reihenfolge der Bedeutung.
    1. Beschattung der Fenster
    2. Helligkeit der Dachfläche.
    3. Belüftung der Deckung.
    4. Dämmwert der Fläche. !!!!!!!
    (Ihre 180mm sind grenzwertig wenig)
    5.Wärmebrücken der Sparren
    6. Speichermasse der INNEREN Bekleidung.
    ( Holz hilft nicht. Mineralische Bekleidung, z.B.Gk ist optimal)

    Weiter sind wichtig.
    Art der Innenwände, massiv besser als leicht und der Bodenbelag, Mineralische Fliesen besser als Holz oder Teppich usw.

    Wenn Sie Alles richtig gemacht haben:
    Nachts lüften.
    Soweit klar?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ok ...

    1. das einzige, sehr große Dachfenster, hat eine elektrische Jalousie von außen
    2. das Dach wurde mit normalen, engobierten, roten Ziegeln gedeckt
    3. Belüftung der Decke? Hab ich wohl nicht, was ist das?
    4. scheint zu wenig zu sein
    5. Wärmebrücke der Sparren: Klar, die ist gegeben. Da hätte nur eine zusätzliche Aufdachdämmung geholfen?
    6. Bekleidung - Gipskarton.

    Allerdings gibt es keine Innenwände, es ist alles offen und bis 12m hoch. Die Böden sind aus Schiefer.
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  5. #4

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    Dann gibt es weitere Fragen.
    Nutzung, innere Wärmequellen, Dachneigung, Himmelrichtung, usw.
    Zu 3.Lüftung unter den Dachziegeln.(nicht Decke)
    Zu 5.
    Aufdachdämmung muss nicht sein aber "vollflächig", egal ob innen oder aussen.

    Frage.
    Können Sie die beiden Vergleichsdächer exakt beschreiben?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Oh jeh ... nein, ich kann da gar nix exakt beschreiben.

    Ein großer Unterschied, den ich verschwiegen habe ist, dass das Haus meiner Eltern sehr konventionell gebaut ist. Es hat einen Dachboden, ein Geschoß, das hab unterm Dachliegt und ein Erdgeschoß darunter. Unterm Dach gibt es keinerlei Dämmung, das Obergeschoß ist noch so gedämmt, wie man es 1976 so gemacht hat.

    Mein Haus hat ein Pultdach, mit je 15 Grad Neigung und ich habe die Fensterreihe ganz oben vergessen, die gibt es auch noch, in Richtung westen. Das Dachfenster liegt in Richtung Osten.

    Was sind innere Wärmequellen? Im Sommer wärmt da nix, außer dem Herd in der Küche und der Heizung im Keller. Ob die Dachziegel unterlüftet sind, weiß ich nicht. Ich würde sagen, eher nicht.
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  8. #6

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    Vermutung:
    Ihr Haus ist ein "Leichtbau", kein Massivbau.
    Es sind keine massiven Bauteile Mauerwerk im DG.
    Die Fensterreihe ist nicht beschattet.
    Innere Wärmequellen können auch Menschen sein oder Fernseher oder Kühlschränke, alles was Wärme abgibt.

    Das Haus ihrereltern besitzt im Dachspitz einen "Puffer".
    Der Speicher ist zwar heiß aber die Wohnung darunter mit einer massiven Decke getrennt.

    usw.
    Vermutungen helfen nicht viel. Sie können sich gerne auch "direkt" melden.
    Das haus I
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  9. #7
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    Ihre Vermutungen treffen voll und ganz zu. Das mit dem Leichtbau ist zwar sicher nicht ganz so treffend, weil es, wie gesagt, eigentlich keinerlei Wände ab oder Kellerebene gibt. Das Außenmauerwerk ist 30cm, im Gegensatz zu 36cm beim Haus meiner Eltern.

    So scheint es mir, als müsse ich zuerst einmal für eine Beschattung der Fensterreihe im Dach sorgen, einiges Andere scheint unabänderbar zu sein.
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