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  1. #1

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    Specksteinofen KfW55-Haus überdimensioniert?

    Hallo liebe Bauexperten,


    die Frage, welcher und ob überhaupt Ofen steht an für unseren KfW-55-Neubau.

    A) Kachelofen der Marke Kr*na, Leistung 4kW

    B) Specksteinofen der Marke Nunn.... 76kWh


    Kachelofenbauer sagt dass Specksteinofen für ein 55er-Haus überdimensioniert sei.
    Specksteinofenbauer sagt, dass gerade Speckstein ideal sei, da er Wärme langsam aufnimmt und langsam abgibt und eben nicht zu heiß würde.

    Man findet wenig unabhängige Infos im Netz, deshalb meine Bitte an Euch, ob hier jemand Erfahrung diesbezgl gemacht hat und uns beraten kann, was denn nun richtig ist.

    Vielen herzlichen Dank.

    Nassi
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  2. Specksteinofen KfW55-Haus überdimensioniert?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Habe keine Selbst - Erfahrung mit Speckstein -Öfen oder Kachelofen ..

    Bekannte von mir haben einen " Kachelofen " im Landhausstil ( ohne Kacheln ) im Wohnbereich stehen .

    Dazu noch eine sog. Wassertasche ,die die Heizung ( LWWP ) unterstützt .

    Befeuert wird das Ding mit Brennholz ,was vom Herr im Hause brennraumgerecht zubereitet wurde ..

    Speckstein-Öfen sind mir zu sakral ..aber vielleicht habe ich auch eine Bildungslücke

    Was sagt denn eigentlich der Heizungsbauer zum Vorhaben ?

    Vielleicht kann er auch den Unterschied kW und kWh nochmal genauer erklären
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  4. #3

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    Hallo,
    Wir haben ein KFW55 Haus mit Ofen im Jahr 2013 gebaut. In unserer recht ländlichen Neubausiedlung hat quasi jeder einen Ofen, daher kann ich glaube ich auch ganz gut vergleichen:

    - Öfen ohne Speckstein oder Hitzespeicher, bzw ohne Wassertaschen (Die auch eine Menge Hitze abnehmen) lassen dir die Bude viel zu schnell aufheizen.
    - Wir haben einen Ofen mit Specksteineinsatz. Leistung 3-7 KW, aufgestellt im Wohnzimmer mit gr0ßer Schiebetür zur Küche. Insgeamt ein Raum von ca. 70qm. Wenn der Ofen den ganzen Tag laufen soll, müssen wir schon alle Innentüren aufreißen, da dann das ganze Haus damit beheizt wird. Es wird aber auch dann irgendwann nach ein paar Stunden zu warm. Im Moment heizen wir Abends für 2-3 Stunden ein und legen vor dem zu Bett gehen nochmal nach. Der Specksteinspeicher ist dann morgens noch recht warm genauso wie Küche und Wohnzimmer.
    - Letztendlich ist es egal ob Kachel oder Speckstein. Es kommt auf die Speichermasse an, bzw ob die Hitze irgendwo sinnvoll gespeichert werden kann.

    Insgesamt musst du dir halt folgende Fragen beantworten:

    - Wie teuer darf es werden?
    - Wie teuer ist dein Holz?
    - Wie oft/lange willst du am Tag heizen?
    - Wassertaschen gewollt?
    - Optik?
    - KFW55, hast du an die ganzen Zulassungen gedacht?
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  5. #4

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    G´morgen,
    oben steht ja KFW-55 als Neubau.
    Da der Bezirksschornsteinfegermeister vor dem Einbau gefragt werden möchte und den Ofen später auch abnehmen muß, wäre das dein erster Ansprechpartner.
    Vielleicht paßt ihm nicht, wo der Ofen stehen soll, wie er den Schornstein fegen soll/kann (Tritte auf dem Dach einbauen, Leiter etc.)
    Dann kann kann er was zur kw-Zahl erzählen, wie die Frischluftzufuhr in welcher Menge erfolgen muß, etc...Abstandsflächen
    also von den gewünschten Angeboten, die Datenblätter bereit legen, Termin machen, schlauer werden.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von C. Schwarze Beitrag anzeigen
    G´morgen,
    oben steht ja KFW-55 als Neubau.
    Da der Bezirksschornsteinfegermeister vor dem Einbau gefragt werden möchte und den Ofen später auch abnehmen muß, wäre das dein erster Ansprechpartner.
    Vielleicht paßt ihm nicht, wo der Ofen stehen soll, wie er den Schornstein fegen soll/kann (Tritte auf dem Dach einbauen, Leiter etc.)
    Dann kann kann er was zur kw-Zahl erzählen, wie die Frischluftzufuhr in welcher Menge erfolgen muß, etc...Abstandsflächen
    also von den gewünschten Angeboten, die Datenblätter bereit legen, Termin machen, schlauer werden.
    Und der ganze Aufwand nur um Heizkosten vom Hauptwärme -Erzeuger einzusparen und das noch bei einem 55 'er ?

    .. möchte man Lagerfeuer- Feeling oder eine Heizung ( mit Ofen xy und z ) die optimal auf die Gebäude-Hülle abgestimmt ist ?
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  7. #6

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    Zum Geldsparen wird das niemals was. Egal wie gut abgestimmt alles ist. Ich hatte dank Elternzeit über den Winter usw. einen ganz netten Vergleich:

    Rahmenbedingung: Haus 187m², KFW55, Überall FBH, 5 Personen, Hauptenergieerzeuger: Gasbrennwerttherme und Solare Brauchwassererwärmung

    Jahr1: Elternzeit, Ofen sehr häufig an, Gasverbrauch 800m³, Holzverbrauch ca. 5 RM
    Jahr2: Frau noch in Elternzeit, aber Kinder sehr Ofeninteressiert, daher fast gar nicht an, Gasverbrauch 950m³ Holzverbrauch 1RM

    Das mach irgendwie grob 100€ Unterschied beim Gas. Holz kann ich nicht rechnen, ist für mich kostenlos, ansonsten schlägt das auch sehr negativ in die Rechnung, dazu kommt dann das Equipment wenn benötigt: Säge, Axt, Lagerort, Das muss man seeeehr lange rechnen bis der Ofen, Schornstein, Schornsteinfeger usw. bezahlt ist.

    Sicherlich haben 4 RM Holz mehr Brennwert als die 150m³ Gas die wir mehr Verbraucht haben, jedoch läuft der Ofen oft aus Gemütlichkeitsgründen mit schöner großer Flamme und die Wohlfühltemperatur mit Ofen ist mal locker 2-3 Grad höher.
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  8. #7

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    OT :

    Eine offene Feuerstelle im Wohnraum ist ja evolutionsbedingt eine feine Sache .

    Früher wurde Feuer u.a. dazu benutzt um wilde Tiere ,Feinde abzuschrecken oder zu vernichten.
    Auch zur Zubereitung von Nahrungsmitteln ..Garen ,Räuchern ..war so eine Feuerstelle eine feine Sache .

    Die alten Dinge von früher sterben nie aus !

    Und da wir heute immer schneller höher und weiter Denken und Handeln ,sollte es durchaus möglich sein einen Stückholzofen gezielt einzusetzen ..

    Es ist doch geil ,wenn man im Winter bei -10 ° C in Sommerkleidung auf der Couch rumgammelt ,dazu noch einen Cocktail ...

    Da wir aber im Zeitalter von Allergien und Wohngiften leben und so mancher droht in seiner " Burg" zu ersticken wurde das Kampfwort "diffusionsoffen "erfunden ..

    Und seit dem schlagen sich die Fachleute die Köpfe ein ..wie früher mit der Keule !?

    Der Nächste bitte ..

    PS : Ich bin kein frustrierter Rentner ..Und Robert Lemke ( Was bin ich ? ) war eine Quizsendung und Löwenzahn mit Peter Lustig war Bildungsfernsehen ..und die Sendung mit der Maus
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  9. #8

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    Man kann den Ofen ja mal vorplanen (Aufstellort, Wanddurchbruch usw.), so dass man bei Bedarf nachrüsten kann. Wir haben auch ein KfW55 Haus und darüber nachgedacht. Wenn ich für den Ofen mit allem drum und dran mal 6000 € rechne, dann kann ich von dem Geld schon 10 Jahre lang voll mit Gas heizen einschl. Brauchwassererwärmung. D.h. sparen wird man da in absehbarer Zeit nichts. Im Altbau und wenn man das Holz kostenlos bekommt sieht das sicher anders aus. Aktuell haben wir trotz frischer Außentemperaturen 22° im Haus und die Heizung ist aus...
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  10. #9

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    Wanddurchbruch und ein Edelstahlkamin ?

    Auf der Außenwand ?

    Natürlich gibt es kostenloses Kaminholz !

    Das sind dann die Rindviecher ,die den Nachbarn mit eingebauter KWL das Raumklima versauen!
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  11. #10

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    Hallo Nassistentin,

    vor langer langer Zeit hat man Öfen in seine gute Stube gestellt. Da war es dann schön warm und das Feuer hat behaglich geknistert.

    Vor nicht allzu langer Zeit hat man sich dann Gedanken über das Energiesparen gemacht und die Häuser immer besser gedämmt.

    Diese Dämmung bringt es mit sich, dass man weniger Energie verbraucht und auch kleinere Heizlasten benötigt.

    Würde man nun in ein solch neues Haus an einer Ecke des Wohnzimmers einen 2/2m Radiator einbauen, der vermutlich weniger
    Energie liefert wie ein Kamin, dann würde einen jeder für Verrückt erklären, da man hier das absolute Lagerfeuerfeeling hätte.
    Nein, nicht das schöne knistern und die Flammen, sondern vorne warm (dem Feuer zugewandt) und hinten am Rücken kalt (Feuer abgewandt).

    Aus energetischer Sicht ist es sinnlos eine überdimensionierte Heizung in einen Raum zu stellen. Einen übergroßen Heizkörper würde niemand wollen,
    einen Kamin schon, da das ja romantisch ist und vielleicht schön knistert.

    Wenn ihr also gerne Aschereste putzt, es vorne warm und hinten kalt, insgesamt eine zu warme Luft und daher auch eine niedrige Raumluftfeuchte
    haben wollt, dann seid ihr bei einem KFW 55 Haus mit Kamin genau richtig aufgehoben.

    Du merkst ich bin kein Kaminfreund. Ich habe 2 Kollegen die haben einen Kamin und die finden es gaaaaaanz toll, dass es im Winter affig warm ist
    Meines wärs nicht...
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  12. #11

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    Die negativen Punkte kann ich definitiv teilen. Im Grunde bedeutet ein Ofen im KFW Haus Arbeit. Die erwähnte Raumluftfeuchte ist ein Problem. Man muss dem (zumindest in unserem Haus) entgegensteuern.
    Aber die (für mich)positiven Effekte sollte man auch erwähnen: Ich mag es gerne "affig" warm. Die Wärme die ein Ofen abgibt empfinde ich als wesentlich behaglicher als Heizungswärme. In unserem Haus ist nur FBH verhaut, da ist ein schnelles aufheizen unmöglich und die Raumtemperaturen aller Räume mitteln sich irgendwann. Da ich aber gerne bei 22-24° in Küche oder Wohnzimmer rumlümmel, aber nur 18-20° im Schlafzimmer möchte, ist der Ofen unsere Möglichkeit die Räume schnell hochzuheizen
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  13. #12

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    da hat Cglan05 Recht.

    Das ist weniger eine Frage von Sinnhaftigkeit, als mehr eine Frage von gefallen.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Zitat Zitat von Andybaut Beitrag anzeigen
    da hat Cglan05 Recht.

    Das ist weniger eine Frage von Sinnhaftigkeit, als mehr eine Frage von gefallen.
    Nein Beides !

    Man muss nur Rechnen / Planen können!

    Aber da Viele so ein Ding nur deshalb haben ,weil es toll,gemütlich usw. , usf. ist ..also eher emotionale Gründe , kann man es auch gleich bleiben lassen.

    Früher hat man auch keine Servo-Lenkung am PKW gehabt .
    Dennoch konnte man Lenken und sogar Kurvenfahrten waren möglich !
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  16. #14

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    Bei einem ordentlichen Heizbedarf mag das richtig sein. Nur wird man bei einem Haus das für vielleicht 600€ Gas im Jahr verbraucht lange rechnen müssen bis sich ein Kaminofen lohnt.
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