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Thema: Betonentwurf

  1. #1

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    Betonentwurf

    Hallo...
    und zwar habe ich folgendes Problem:

    Ich soll einen Beton entwerfen, hab die Expositionsklasse XF3, einen CEM II 32,5R gegeben. Einen Zielfestigkeit von 45+10=55N/mm², dadurch einen W/Z von 0,4 mit 175l Wasser...nun habe ich da 437,5 kg Zement raus...diesen will ich verringern indem ich Flugasche einsetze. Weis zufällig jemand wie man das machen kann?

    gruß Zootzen
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  2. Betonentwurf

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  3. #2
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von zootzen
    Ich soll einen Beton entwerfen, hab die Expositionsklasse XF3, einen CEM II 32,5R gegeben. Einen Zielfestigkeit von 45+10=55N/mm², dadurch einen W/Z von 0,4 mit 175l Wasser...nun habe ich da 437,5 kg Zement raus...diesen will ich verringern indem ich Flugasche einsetze. Weis zufällig jemand wie man das machen kann?
    Bei einer Zielfestigkeit von 55 N/mm² kannst Du den 32,5er-Zement schon einmal abschreiben, da funktioniert nur der 42,5er. Die 175 l hast Du über die Kornzusammensetzung vermutlich. Bei XF3 und C 35/45 reicht ein w/z-Wert von 0,5 aus, ich würde auf 0,45 gehen. Die Flugasche kannst Du mit dem Faktor 0,4 anrechnen. Du kommst also mit 360 kg/m³ Zement und 60 kg/m³ Flugasche hin (ergibt dann 173 l Wasser). Konsistenz wird dann mit Betonverflüssiger (BV) eingestellt, vermutlich wirst Du F3 benötigen. Achte noch drauf, dass Deine Gesteinskörnung F 2 erfüllt.
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  4. #3
    Avatar von Berni
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    Tach alle,

    ich habe von Expositionsklassen keine Ahnung, da Estrichleger.
    Wie funktioniert das generel:
    - Festigkeiten durch Füller erhöhen und gleichzeitig Bindemittel reduzieren?

    Gruß Berni
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von JamesTKirk
    Bei einer Zielfestigkeit von 55 N/mm² kannst Du den 32,5er-Zement schon einmal abschreiben, da funktioniert nur der 42,5er. Die 175 l hast Du über die Kornzusammensetzung vermutlich. Bei XF3 und C 35/45 reicht ein w/z-Wert von 0,5 aus, ich würde auf 0,45 gehen. Die Flugasche kannst Du mit dem Faktor 0,4 anrechnen. Du kommst also mit 360 kg/m³ Zement und 60 kg/m³ Flugasche hin (ergibt dann 173 l Wasser). Konsistenz wird dann mit Betonverflüssiger (BV) eingestellt, vermutlich wirst Du F3 benötigen. Achte noch drauf, dass Deine Gesteinskörnung F 2 erfüllt.
    jo danke erstmal für deine Antwort!
    Der 32,5 er ist mir vorgegeben, d.h. ich darf keinen anderen nehmen...wir sollen Probewürfel erstellen...achso F3 ist auch vorgegeben, hab ich vorhin vergessen zu schreiben...
    Also die Zielfestigkeit ergibt sich ja aus XF3 mit C35/45 + Vorhaltemaß...und aus der Abhängigkeit Betondruckfestigkeit zu Wasserzementwert ergibt sich ja bei einem 32,5 er Zement ein 0,4 W/Z Wert...und daraus dann die 437,5 kg Zement...also daran kann ich ja nicht viel ändern...
    Mein Problem liegt mehr in der Berechnung mit der Flugasche, also welchen Zementwert nehm ich zur Berechnung des äquivalenten W/Z Wertes? Und kann ich den Flugaschenanteil einfach frei wählen?
    Speziell bei der Formel w/z eq = W/Z+0,4 f...

    gruß Zootzen
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  6. #5
    JamesTKirk
    Gast

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    Da haben wir wieder den Unterschied zwischen Theorie und Praxis: ein 32,5er-Zement würde man i.d.R. für einen C 35/45 in der Praxis nie verwenden, aber seis drum.

    Bei einem w/z-Wert von 0,4 ist der Beton so steif, dass er auf der Baustelle so nicht verarbeitbar wäre. So müsste eine Menge Betonverflüssiger (BV) oder Fliessmittel (FM) zugegeben werden, um den Frischbeton in die Schalung zu bekommen. Mit dem Pumpen ist es dann auch Essig.

    Also, w/z=0,4, dann würde ich 80 kg/m³ Flugasche ansetzen, dann hättest Du 400 kg/m³ Zement in Deiner Mischung. Beachte aber die Beschränkung des Mehlkorn- bzw. Mehlkorn+Feinstsandgehaltes gemäss DIN 1045-2.
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  7. #6
    Themenstarter

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    genau...du triffst es auf den punkt ;-) Aber wir müssen ja den Umgang damit noch "lernen" ;-) Gut ann werd ich das mal ordentlich aufschreiben und dem Professor vorlegen... Besten Dank nochmal!!!
    Machst du das eigentlich beruflich?
    Gruß Zootzen
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  8. #7
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    Wanderer woher kommst Du, wohin gehst Du?

    Teilen Sie doch mal weitere Infos' und Umstände mit.

    Gibt es da eine Versuchsserie ... getestet im Rahmen von Semesteraufgaben?

    Übrigens der Feinkornanteil ist auch mit Flugasche hoch!?! Schwindverhalten?
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  9. #8
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von zootzen
    genau...du triffst es auf den punkt ;-) Aber wir müssen ja den Umgang damit noch "lernen" ;-) Gut ann werd ich das mal ordentlich aufschreiben und dem Professor vorlegen... Besten Dank nochmal!!!
    Machst du das eigentlich beruflich?
    Gruß Zootzen
    Ich bin Betontechnologe

    @PeMu: Die Flugasche wird mit zum Mehlkorn und damit zu den Feinanteilen gerechnet. Schwinden am Beton tut natürlich der Zementstein, nicht die Gesteinskörnung, und je mehr ich davon habe, umso mehr schwindet der Beton. Für einen "schwindarmen" Beton sollte man möglichst wenig Zement und Flugasche verwenden.
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  10. #9
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    Ok Ok Meine Ausdruckweise war die umgangssprachliche Kurzform.

    Jedenfalls ist so ein Beton grausam für ne Baustelle.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Moin...
    ja genau...wir sollen 3 Probewürfel erstellen, je nach Praktikumsgruppe gibt es da verschiedene Vorgaben, d.h. jede Gruppe hat eine andere Konsistenz, eine andere Sieblinie, eine andere Zementart und "eine" andere Expostionsklasse, bei allen gleich ist nur der Zuschlag, die Zusammensetzung haben wir durch Siebversuche ermittelt
    Dann wird der Beton entworfen, danach zum Prof`und dann rein damit in die Würfel, nach den 28 Tagen dürfen wir die dann abdrücken um zu schaun ob wir richtig geplant haben...
    na mal gucken was der Prof´morgen sagt... ;-)
    (kann ja jetzt kräftig argumentieren *lol*)

    gruß Zootzen
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  12. #11
    JamesTKirk
    Gast
    Du bist aus Berlin. Ist Dein Prof. zufällig Prof. Hillemaier ??
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  13. #12
    Themenstarter

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    nee...bin umgezogen...hab ich noch nicht geändert...stecke in wismar...

    gruß
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von JamesTKirk
    Ich bin Betontechnologe

    @PeMu: Die Flugasche wird mit zum Mehlkorn und damit zu den Feinanteilen gerechnet. Schwinden am Beton tut natürlich der Zementstein, nicht die Gesteinskörnung, und je mehr ich davon habe, umso mehr schwindet der Beton. Für einen "schwindarmen" Beton sollte man möglichst wenig Zement und Flugasche verwenden.
    Moin moin...
    haben heute die Würfel abgedrückt...leider viel zu hohe Druckfestigkeit...im Mittel 58,32 N/mm² und geplant war eine von 45 N/mm²...also nochmal machen...
    Wie kommt man von dem Problem am besten los? Einen anderen Zement nehmen oder das Vorhaltemaß von 10 runtersetzen?

    gruß zootzen
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  16. #14
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von zootzen
    Zielfestigkeit von 45+10=55N/mm²
    Und nu kommt 58 N/mm² heraus, ist doch alles prima gelaufen, wenn Du als Soll 55 N/mm² angesteuert hast. Du hast den Beton doch auch für diese Festigkeit konzipiert. Ich weis nun nicht, was da falsch gelaufen sein soll.

    Im Zweifelsfall mit dem w/z-Wert etwas höher gehen, also mehr Wasser reinpacken. Du musst nur aufpassen, dass XF3 (also w/z < 0,50) erfüllt wird.

    Übrigens, Festigkeiten gibt man (ab 11 N/mm²) ohne Nachkommastelle an, da schon die Presse 1 % Toleranz hat (wären 0,5 - 0,6 N/mm²).
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von JamesTKirk
    Und nu kommt 58 N/mm² heraus, ist doch alles prima gelaufen, wenn Du als Soll 55 N/mm² angesteuert hast. Du hast den Beton doch auch für diese Festigkeit konzipiert. Ich weis nun nicht, was da falsch gelaufen sein soll.

    Im Zweifelsfall mit dem w/z-Wert etwas höher gehen, also mehr Wasser reinpacken. Du musst nur aufpassen, dass XF3 (also w/z < 0,50) erfüllt wird.

    Übrigens, Festigkeiten gibt man (ab 11 N/mm²) ohne Nachkommastelle an, da schon die Presse 1 % Toleranz hat (wären 0,5 - 0,6 N/mm²).
    achso...die 55 N/mm² waren doch meine 45 N/mm² + 10 Vorhaltemaß....wir waren auf 45 N /mm² aus...deswegen...also mit dem Wasser...mmhhh

    gruß zootzen
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