Kelleraußenwand innen mit Styropor gedämmt, Fermacell Platten darüber

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  1. santagata

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    Guten Abend,
    mein Schwiegervater hat bei sich im Keller zwei Zimmer als Wohnraum ausgebaut, die einige Jahre von der Uroma bewohnt wurden.
    Die Uroma ist jetzt im Altenheim und die beiden Zimmer sollen renoviert werden.
    An den Außenwänden wurden vor ca. 30 Jahren Dachlatten angebracht, dazwischen Styroporplatten verlegt und mit Fermacell verkleidet.
    Augenscheinlich ist kein Schimmel an den Wänden zu sehen. Es riecht aber schimmlig.
    Unter dem PVC Boden waren teilweise weiße Flecken zu sehen was für mich nach Schimmel ausgeschaut hat.
    Laut Schwiegervater ist unter dem Estrich zur Bodenplatte hin keine Schweißbahn etc. verbaut.

    Um einen Schimmelbefall der Außenwand unter den Styroporplatten auszuschliessen haben wir an der Hausecke in einem Zimmer ein Stück der Fermacellplatte ausgeschnitten. Es war kein Schimmel erkennbar, es riecht aber sehr muffelig und die Außenwand fühlt sich feucht an.

    Jetzt stellt sich die Frage wie es mit diesen beiden Zimmern weitergehen soll.
    Ich hätte gerne die Platten von den Kelleraußenwänden entfernt um die Feuchtigkeit nicht dahinter einzusperren und um evtl. auch dem Estrich etwas Luft über die Außenwände zu verschaffen.

    Oder einfach alles wieder zumachen?
    Die nächsten Jahre wird in diesen Z'immern nicht mehr regelmäßig geheizt. Macht die Feuchtigkeitsproblematik nicht unbedingt besser.
     
  2. petra345

    petra345

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    Eine Innendämmung ist grundsätzlich ein Notbehelf. Das gilt besonders für Kellerräume.
    Man muß immer berücksichtigen, daß durch die Innendämmung die Wärme nicht mehr die Wand erreicht (erreichen soll). Die Wand kühlt also ab und wird auch nicht mehr durch die Wärme getrocknet. Besonders schön wird man das in einigen Jahren sehen, wenn die Fachwerkhäuser wegen der Optik von innen gedämmt werden müssen und außen die Witterung angreift.
    Wenn man den Kellerraum wegen des Geruches grundlegend sanieren will, wird man den Estrich mit dem PVC-Boden entfernen und die darunter befindliche Bodenplatte mit Bitumen abdichten müssen. Die Wände müssen eine ausreichende Außendämmung erhalten. Der Kellerraum darf im Sommer nicht gelüftet und muß beheizt werden.
     
  3. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Wenn es muffelig riecht und sich die Außenwand feucht anfühlt, würde ich den PVC Boden und die Innendämmung (Styroporplatten, Lattung und Fermacell) entfernen.

    Du könntest dann auch, wenn das Erdreich um das Haus möglichst trocken ist, einen Luftentfeuchter bzw. Bautrockner laufen lassen, um durch die Innendämmung und den PVC-Boden möglicherweise "eingesperrte" Feuchte abzutrocknen. Dabei würde ich die Temperatur und relative Luftfeuchte messen und regelmäßig dokumentieren und prüfen ob die Feuchte insgesamt überhaupt reduziert wird und nicht etwa von außen immer wieder Feuchte nachkommt und ausgleicht. Wenn du feststellst, dass das aktive entfeuchten nichts bringt, dann hör auf :)

    Ich würde dann auch immer in die absolute Luftfeuchte umrechnen, da die relative Luftfeuchte ja auch bei Temperaturveränderungen schwankt. Man sollte bei der Auswertung auch berücksichtigen, wie die Messwerte gerundet sind...
     
  4. nordanney

    nordanney

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    Ergänzung: Dazu auch Boden- und Wandtemperatur messen. Es gibt im Netz sehr gute Taupunktrechner - kannst also recht leicht sehen, ob Schimmelgefahr besteht oder nicht.
     
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